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16.02.2026
17:13 Uhr
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Nolte gewinnt Silber im Bob +++ Skispringer verpassen Bronze +++ Straßer fällt vernichtendes Urteil über Olympia +++ Slalomfavorit rennt nach Aus in den Wald +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Skistar Lindsey Vonn ist neun Tage nach ihrem folgenschweren Sturz bei den Olympischen Spielen in ihre Heimat zurückgekehrt. „Ich habe seit über einer Woche nicht mehr auf meinen Füßen gestanden... Seit meinem Rennen liege ich immobil in einem Krankenhausbett. Und obwohl ich noch nicht aufstehen kann, fühlt es sich großartig an, wieder auf heimischem Boden zu sein“, schrieb die US-Amerikanerin in der Nacht zu Dienstag auf ihrem Account bei X.Nach vier Operationen an ihrem linken Bein bedankte Vonn sich abermals für die fürsorgliche Betreuung nach ihrer schweren Verletzung bei der Abfahrt in Cortina d'Ampezzo. „Ein großes Dankeschön an alle in Italien, die sich so gut um mich gekümmert haben“, schrieb die 41-Jährige, die eine komplexe Fraktur des Schienbeins erlitten hatte und in der Klinik Ca’ Foncello in Treviso versorgt wurde.Mindestens einen weiteren chirurgischen Eingriff muss Vonn noch über sich ergehen lassen. Trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie war Vonn auf der Jagd nach Gold in Italien an den Start gegangen und nach nur 13 Sekunden auf der Olimpia delle Tofane gestürzt. Die Speed-Queen, die bis zu den Olympischen Spielen in der laufenden Saison zwei Weltcupsiege in der Abfahrt errungen hatte, wollte in Cortina ihren zweiten Olympiasieg nach 2010 schaffen. (dpa)
Der vorzeitige Abbruch des letzten olympischen Skisprung-Wettkampfs von Italien machte Horst Hüttel wütend. „Ich bin richtig, richtig sauer, weil es keiner von uns versteht“, sagte der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands (DSV) nach dem bitteren vierten Platz von Philipp Raimund und Andreas Wellinger. Keine 17 Zentimeter fehlten auf der Großschanze von Predazzo am Ende umgerechnet auf Bronze.Wetter-Apps hätten angezeigt, dass der starke Schneefall als Hauptfaktor des Abbruchs schnell wieder aufhört. „Und diese Wetter-Apps muss auch die Fis haben“, sagte Hüttel mit Blick auf den Weltverband.
Wladyslaw Heraskewytsch ist nach seinem Ausschluss von den olympischen Skeleton-Wettbewerben eigenen Angaben zufolge wieder zurück in der Ukraine. Der 27-jährige Ukrainer veröffentlichte ein Video, das ihn seinen Worten zufolge in Kiew zeigt. Er befinde sich vor der Sophienkathedrale, die in der Dunkelheit nicht hinter ihm zu erkennen ist. Heraskewytsch macht dafür die russischen Angriffe verantwortlich.Immer mehr russische Athleten kehrten in die internationale Arena zurück, während Ukrainer weiterhin in einer humanitären Katastrophe lebten, die durch russischen Beschuss ausgelöst werde, schrieb Heraskewytsch. Das Internationale Olympische Komitee mache sich praktisch zum Komplizen, wenn es bei der russischen Propaganda mitspiele. Er schrieb auch: „Trotz der Stromausfälle ist daheim immer noch der beste Ort.“Der 27-Jährige war bei den Winterspielen in Italien kurz vor dem Start der Skeleton-Rennen disqualifiziert worden, weil er nicht auf seinen vom IOC untersagten Helm verzichten wollte. Der Kopfschutz zeigt die Bilder von mehr als 20 Sportlerinnen und Sportlern, die infolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ums Leben gekommen sind. (dpa)
Laura Nolte hat ihren ersten Olympiasieg im Monobob auf dramatische Weise verpasst. In einem Krimi musste die 27 Jahre alte Weltcup-Dominatorin im vierten Lauf noch die US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor vorbeiziehen lassen und gewann mit 0,04 Sekunden Rückstand Silber. Dritte in Cortina d'Ampezzo wurde Peking-Olympiasiegerin Kaillie Armbruster Humphries aus den USA.Für die deutschen Schlittensportler ist es dennoch die zwölfte Medaille im neunten Rennen der Winterspiele und für Nolte die zweite ihrer Karriere: Vor vier Jahren in Peking war sie mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. In Cortina eröffnete sie nun die deutschen Bob-Festspiele, die sich höchstwahrscheinlich schon am Dienstag fortsetzen werden: Im Zweier der Männer führt Johannes Lochner zur Halbzeit vor den Landsleuten Francesco Friedrich und Adam Ammour.Für die in Frankfurt am Main lebende Ausnahmepilotin ist es dennoch eine weitere Enttäuschung in dieser Disziplin, nachdem sie bei der olympischen Premiere des kleinen Frauen-Schlittens in Peking nur Vierte geworden war. Sie führte in Cortina nach jedem der ersten drei Läufe, die bereits 41 Jahre alte Meyers Taylor fuhr an einem überragenden Tag aber noch nach vorne und krönte sich zur ältesten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte. Für die US-Amerikanerin ist es die sechste Olympiamedaille, aber das erste Gold.Nolte will nun im Zweier am Freitag und Samstag zurückschlagen. Gemeinsam mit Anschieberin Deborah Levi ist sie nach fünf Siegen in sieben Weltcup-Rennen die Topfavoritin.Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen, Olympiasiegerin im Zweier als Anschieberin von Mariama Jamanka in Pyeongchang 2018, wurde mit deutlichem Rückstand auf das Podium Vierte. Kim Kalicki aus Wiesbaden kam mit der anspruchsvollen Bahn überhaupt nicht zurecht und hatte als 15. mit der Entscheidung nichts zu tun. Im Monobob wird mit Einheitsschlitten gefahren, weshalb die Weltspitze im Vergleich zum Zweier deutlich enger beieinander liegt. In Peking war das erfolgsverwöhnte deutsche Team in der damals neu eingeführten Disziplin komplett leer ausgegangen. (sid)
Die Skispringer Philipp Raimund und Andreas Wellinger haben eine Medaille zum Olympia-Abschluss beim vorzeitig abgebrochenen Wettkampf im Super Team knapp verpasst. Normalschanzen-Olympiasieger Raimund und Wellinger belegten auf der Großschanze in Predazzo den vierten Platz. Gold gewannen die Österreicher Jan Hörl und Stephan Embacher. Silber sicherten sich Pawel Wasek und Kacper Tomasiak aus Polen, Bronze ging an das norwegische Duo Johann Andre Forfang und Kristoffer Eriksen Sundal.Der Wettbewerb wurde im laufenden dritten und letzten Durchgang bei starkem Schneefall abgebrochen, damit wurde das Ergebnis nach zwei Durchgängen gewertet. So fehlten dem deutschen Duo nur 0,3 Punkte auf Bronze, das sind umgerechnet knapp 17 Zentimeter. Raimund dürfte die Winterspiele trotzdem in guter Erinnerung behalten. Der 25-Jährige war nach Italien gereist, ohne jemals im Weltcup gewonnen zu haben. Mit Gold fährt er wieder nach Hause.Raimunds Triumph lenkt ein wenig von den ansonsten aus deutscher Sicht enttäuschenden Skisprung-Wettbewerben ab. Weder die Männer noch die Frauen schafften es in weiteren Wettkämpfen auf das Podest. Nur eine Medaille bei Winterspielen für die deutschen Skispringer hatte es zuletzt 2010 in Kanada gegeben. Damals holte die Mannschaft um Martin Schmitt Silber im Teamspringen.Das Super Team wurde im Val di Fiemme erstmals bei Winterspielen ausgetragen. Statt durch vier Athleten, wie im traditionellen Mannschaftswettbewerb, wurde jede Nation nur durch zwei Sportler vertreten. Die Springer der besten Nationen absolvierten jeweils drei Sprünge. (dpa)
Laura Nolte greift bei den Olympischen Spielen im Monobob nach Gold. Die Weltcup-Dominatorin büßte in Cortina d'Ampezzo im dritten Lauf zwar etwas von ihrem Vorsprung ein, geht aber mit einem Puffer von 0,15 Sekunden auf die starke US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor in den Entscheidungsdurchgang. Dritte ist Kaillie Armbruster Humphries (+0,24) aus den USA, ebenfalls noch in Schlagdistanz.Für Nolte wäre es nach dem Triumph im Zweier vor vier Jahren in Peking der zweite Olympiasieg. Die in Frankfurt am Main lebende Ausnahmepilotin war mit 0,22 Sekunden Vorsprung in den zweiten Wettkampftag gegangen und zeigte erneut eine nahezu fehlerfreie Vorstellung. Die US-Amerikanerinnen schlugen aber mit jeweils Bahnrekord eindrucksvoll zurück. Nolte peilt in Norditalien ihr erstes Gold im Monobob an, nachdem sie bei der olympischen Premiere des kleinen Frauen-Schlittens vor vier Jahren in Peking nur Vierte geworden war.Lisa Buckwitz vom BRC Thüringen ist Vierte (+0,88), hat aber keine realistischen Chancen mehr auf das Podium. Kim Kalicki aus Wiesbaden hat nach einem verkorksten ersten Tag nichts mit der Entscheidung zu tun. Im Monobob wird mit Einheitsschlitten gefahren, weshalb die Weltspitze im Vergleich zum Zweier deutlich enger beieinander liegt. In Peking war das erfolgsverwöhnte deutsche Team in der damals neu eingeführten Disziplin komplett leer ausgegangen.Nolte gilt auch im Zweierbob mit Anschieberin Deborah Levi als Topfavoritin und will an Olympiagold von Peking anknüpfen. (dpa)
Die Eishockey-Frauen der USA sind ohne Mühe zum fünften Mal in Serie ins Olympia-Finale eingezogen. Nach dem 5:0 (1:0, 4:0, 0:0) im Halbfinale gegen Schweden greifen sie damit nach den Triumphen 1998 und 2018 am Donnerstag (19.10 Uhr) zum dritten Mal nach Gold. Cayla Barnes (6.), Taylor Heise (30.), Abbey Murphy (36.), Kendall Coyne (37.) und Hayley Scamurra (38.) schossen den souveränen Erfolg heraus. Den Final-Gegner ermitteln am Abend Dauerrivale Kanada und die Schweiz, Schweden spielt am Donnerstag (14.40 Uhr) um die Bronzemedaille. Die deutschen Frauen waren im Viertelfinale durch ein 1:5 gegen Kanada ausgeschieden. (sid)
Skip Marc Muskatewitz und seine Teamkollegen schrien ihre Freude und Erleichterung heraus. Die deutschen Curling-Männer haben ihre Chancen auf eine Medaille bei den Winterspielen in Cortina am Leben gehalten. Im wegweisenden sechsten Spiel gewann die junge Auswahl gegen Olympiasieger Schweden 7:3 – und steht nun bei drei Siegen und drei Niederlagen.Damit belegen die Europameister von 2024 den geteilten sechsten Rang. Drei Spiele stehen in der Round Robin noch aus, am Dienstag kommt es zu einem Doppelspieltag gegen Tschechien (9.05 Uhr) und die noch ungeschlagenen Schweizer (19.05 Uhr in der ARD und bei Eurosport). Zum Abschluss geht es am Donnerstag gegen China. Peking-Goldmedaillengewinner Schweden steht mit nur einem Sieg vor dem Aus.Nach den Niederlagen am vergangenen Wochenende gegen die USA (6:8) und den Weltranglistenersten Großbritannien (4:9) war der Druck für die deutsche Auswahl vom kanadischen Trainer Ryan Sherrard gestiegen. Muskatewitz und Co. brauchten den Sieg gegen die Schweden, um das erklärte Ziel, top vier, nicht komplett aus den Augen zu verlieren.Erstmals seit 2014 in Sotschi ist wieder eine deutsche Curling-Auswahl bei Olympia dabei. Die besten vier Teams der Zehnergruppe ziehen ins Halbfinale ein, am 20. und 21. Februar geht es im Cortina Curling Stadium um die Medaillen. (sid)
Skirennfahrer Linus Straßer hat ein vernichtendes Urteil über die Olympischen Winterspiele in Italien gefällt. „Es ist für’n Arsch. Sagen wir, wie es ist“, schimpfte der Münchner nach dem Slalom von Bormio, den er auf dem neunten Rang beendet hatte. Den 33-Jährigen störte vor allem, dass die Events unter den fünf Ringen seiner Meinung nach viel zu reguliert seien und keine Emotionen wie etwa bei den Ski-Klassikern von Kitzbühel oder Adelboden zuließen. „Das willst du doch erleben und nicht so ein steriles Ding.“ Die alpinen Ski-Männer waren bei diesen Spielen in Bormio, wo zur gleichen Zeit keine anderen Events oder Sportarten stattfanden. Für viele Athleten und Betreuer fühlte sich Olympia deshalb an wie ein normaler Weltcup. Von einem olympischen Flair oder Miteinander war in dem Bergdorf kaum etwas zu spüren. „Bormio zeigt mir eigentlich, dass Peking gar nicht so schlecht war“, meinte Straßer. „Das zwar mit Corona, das war ein bisschen anstrengend alles, aber wir waren in einem olympischen Dorf, Eiskanal-Athleten waren dabei, es war ein Riesenspeisesaal, es war ein Miteinander.“ 2022 in China waren wegen der Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Doch selbst das sei im Vergleich mit Bormio nicht so schlimm gewesen. Schon im ersten Durchgang hatte sich Straßer über die Olympia-Organisation geärgert, als ihm verboten wurde, im Ziel seinen guten Freund AJ Ginnis nach dessen letztem Rennen gebührend zu empfangen. „Das ist typisch Olympia, oder?“, sagte er. „Lasst doch einmal irgendwas … aber gut, alles für die Show, für die sterile.“ Der Münchner erzählte, dass seine Frau und die beiden Kinder sowie andere Familienmitglieder extra nach Bormio gekommen seien, dann aber weit weg von der Strecke stehen mussten. Zu sehen waren sie nicht – Straßer musste mit seiner Frau über Handy einen gemeinsamen Treffpunkt im Ort vereinbaren. (dpa)
Einem Medaillengewinner ganz nah sein? Das können Olympia-Fans in Cortina d'Ampezzo – wenn denn ihre Ferienunterkunft groß genug ist. Nach dem Gewinn zweier Silbermedaillen sucht Skeletoni Axel Jungk notgedrungen eine neue Bleibe, weshalb er im TV-Interview prompt einen Aufruf startete.„Es ist schade, wir müssen morgen früh direkt das Dorf verlassen, weil wohl zu wenig Platz ist“, berichtete Jungk am Montag im ZDF – und fügte grinsend an: \"Also falls hier jemand zuschaut, der in Cortina ist und Platz für ein paar Sportler hat: Wir würden uns freuen, meldet euch!“Viel Schlaf benötigt Jungk trotz der Medaillenparty bis 6.30 Uhr in der neuen Unterkunft nach eigener Aussage allerdings nicht. „Kann ich in den nächsten Wochen zu Hause. Jetzt will ich hier alles aufsaugen und mitnehmen so gut es geht“, sagte der 34-Jährige. Jungk hatte am Sonntag gemeinsam mit Susanne Kreher Silber im Mixed-Team gewonnen, zudem holten Christopher Grotheer, der anschließend sein Karriereende verkündete, und Jacqueline Pfeifer Bronze. Die deutschen Skeletonis sammelten in der kleinsten Schlittensportart damit insgesamt überragende sechs Medaillen in drei Rennen ein. Kreher und Jungk gewannen im Einzel jeweils Silber, Pfeifer und Grotheer jeweils Bronze. (sid)
Der norwegische Skirennfahrer Atle Lie McGrath hat im Olympia-Slalom von Bormio ein sportliches Drama erlebt und seinen Gefühlen danach auf ungewöhnliche Art freien Lauf gelassen. Der 25-Jährige ging als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang, hatte die Goldmedaille vor Augen, fädelte dann allerdings ein und schied aus. Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los Richtung Wald. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter – und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen. McGrath ist aktuell einer der besten Slalomfahrer der Welt. Der Norweger fuhr in der laufenden Saison schon fünfmal auf ein Weltcup-Podest und führt damit auch die Gesamtwertung im Torlauf an. Bei den Winterspielen in Norditalien hatte er im ersten Lauf auch von seiner frühen Startnummer eins profitiert. Etliche andere Topfahrer waren bei Schneefall und schwierigen Sichtverhältnissen früh ausgeschieden. Nach seinem Patzer im Finale musste McGrath die Goldmedaille allerdings dem Schweizer Weltmeister Loic Meillard überlassen. (dpa)
Skirennfahrer Linus Straßer hat im teils chaotischen Olympia-Slalom eine Medaille verpasst. Der WM-Dritte belegte beim Sieg des Schweizer Weltmeisters Loic Meillard in Bormio nur Rang neun. Die deutschen Alpin-Männer beenden damit die nächsten Winterspiele ohne eine Einzelmedaille. Die bislang letzten hatte Markus Wasmeier mit seinen Triumphen im Super-G und im Riesenslalom 1994 im norwegischen Lillehammer geholt. Der überraschend starke Österreicher Fabio Gstrein sicherte sich mit 0,35 Sekunden Rückstand auf Meillard Silber, Bronze ging an den Norweger Henrik Kristoffersen (+1,13). Dessen Teamkollege Atle Lie McGrath führte nach dem ersten Lauf, schied nach einem Fahrfehler im Finale dann aber aus und stapfte tief enttäuscht von der Piste erst einmal Richtung Wald. Der erste Durchgang des Slaloms in Norditalien verlief chaotisch. Weniger als die Hälfte der knapp 100 Starter erreichte das Ziel. Schneefall erschwerte die Sicht, die Kurssetzung erwies sich als anspruchsvoll. Auch etliche Topfahrer schieden aus. Der für Brasilien fahrende Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen etwa – genau wie der Franzose Paco Rassat und der Finne Eduard Hallberg, zwei Entdeckungen der laufenden Saison. Er wisse nicht, wie er schneller fahren könnte, sagte Straßer als Halbzeit-Zwölfter. Das sei schon „ein bisschen deprimierend“. Im Finale waren die Bedingungen besser, der 33-Jährige kam zumindest noch in die Top Ten. Straßer ist seit Jahren der beste deutsche Slalomfahrer, bei den Spielen in Italien gehörte er aber trotzdem nicht zu den Favoriten. Nach einem Materialwechsel im Sommer sucht der Münchner noch nach der richtigen Abstimmung und fuhr in diesem Winter erst einmal auf ein Weltcup-Podest. (dpa)
Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin aus den USA hat sich erstmals nach seinem dramatischen Absturz in der olympischen Kür auf Instagram zu Wort gemeldet und Einblicke in sein Innenleben gegeben. „Auf der größten Bühne der Welt kämpfen selbst diejenigen, die am stärksten erscheinen, innerlich möglicherweise mit unsichtbaren Schlachten. Selbst deine glücklichsten Erinnerungen können am Ende vom Lärm überschattet werden“, schrieb Malinin drei Tage nach dem achten Platz bei den Winterspielen in Italien. Begleitet wurde der Beitrag mit einem Video, das Malinin beim Feiern seiner Siege zeigt sowie in einer Szene, in der er die Hände enttäuscht hinter seinen Kopf legt.„Widerwärtiger Online-Hass greift den Verstand an, und Angst lockt ihn in die Dunkelheit – ganz gleich, wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unüberwindbaren Drucks bei Verstand zu bleiben“, äußerte Malinin. Bis zu den Winterspielen war er mehr als zwei Jahre ungeschlagen und galt als absoluter Topfavorit. Doch in der Kür fiel er nach einer verpatzten Vorstellung vom ersten Platz nach dem Kurzprogramm deutlich zurück. „All das staut sich an, während diese Momente vor deinen Augen aufblitzen, und führt schließlich zu einem unvermeidlichen Zusammenbruch. Das ist diese Version der Geschichte“, schrieb Malinin.Trotz des achten Platzes kündigte der 21-Jährige mit seinem Beitrag vage an, am beliebten Olympia-Schaulaufen am Samstag teilzunehmen. Zum Ende des Videos erscheint das Datum des Schaulaufens: der 21. Februar 2026. Üblicherweise treten dort nur die Medaillengewinner auf, gelegentlich ergänzt durch einen Viertplatzierten oder Läufer aus dem Gastgeberland.Malinin hatte das Eiskunstlaufen in den vergangenen Jahren in eine neue Dimension gehoben. Er selbst bezeichnet sich als „Vierfach-Gott“, weil er so viele Vierfachsprünge beherrscht wie kein anderer Läufer. In der Kür hatte er geplant, als erster Sportler in der Olympia-Geschichte den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel zu zeigen. Doch Malinin musste den Sprung abbrechen – und sprang den Axel nur einfach. Damit begann das Olympia-Fiasko für den zweimaligen Weltmeister. (dpa)
Die Biathleten Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn greifen bei den Olympischen Winterspielen in Italien nach der ersehnten Staffel-Medaille. Das teilte der Deutsche Skiverband mit. Nach dem enttäuschenden vierten Platz vor vier Jahren in Peking soll es am Dienstag (14.30 Uhr) in Antholz für die Männer wieder für das Podest reichen. In bislang drei Einzelrennen hatte es für die deutschen Herren in Südtirol bislang noch kein Edelmetall gegeben. Nawrath und Strelow gewannen mit der Mixed-Staffel zum Auftakt Bronze. „Ich würde es nicht Rettungsanker nennen, aber es ist auf jeden Fall unsere größte Chance, so ehrlich muss man sein“, sagte Schlussläufer Horn: „Wir haben dieses Jahr in der Staffel schon gezeigt, dass wir es aufs Podium schaffen können.“ Beim Weltcup in Ruhpolding hatte es zu Rang drei gereicht. Hinter den Favoriten Frankreich und Norwegen könnte sich Deutschland mit Schweden und Italien um eine Medaille streiten. „Wir sind alle gute Staffelläufer, das haben wir schon oft genug bewiesen“, sagte der 31-jährige Horn: „Und ich glaube, das wissen auch alle anderen Nationen. Die anderen Jungs wissen, dass wir in der Staffel immer einen draufsetzen können.“ Vor vier Jahren war das deutsche Quartett in Peking ohne Medaille geblieben, 2018 hatte es in Pyeongchang Bronze gegeben. Genau wie bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. „Wir kämpfen da jetzt genau wie letztes Jahr und zeigen denen, dass wir es können. Und dann wollen wir in der Staffel auf dem Podium stehen“, sagte Horn. Den bislang letzten großen Triumph gab es mit Gold bei den Winterspielen 2014 in Sotschi. (dpa)