FAZ 21.02.2026
23:21 Uhr

Liveblog Olympia 2026: Hand in Hand aufs Eis: Malinins emotionale Rückkehr


Gold für Kanadas Curling-Team nach Vorwürfen +++ Trump kommt wohl nicht nach Italien +++ Gold und Heiratsantrag für Eisschnellläuferin +++ Langenhan spricht mit Merz +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: Hand in Hand aufs Eis: Malinins emotionale Rückkehr

Kanadas Curler Marc Kennedy hat nach dem Olympiasieg mit seiner Mannschaft offen über Hassnachrichten während des Curling-Turniers gesprochen. „Es gab in dieser Woche viel Hass da draußen, aber wir haben uns entschieden, diesen Hass nicht in unsere Kabine zu lassen, ihm keinen Raum in unseren Köpfen zu geben und uns einfach gegenseitig zu vertrauen“, sagte der 44-Jährige.Kurz zuvor hatte sich das kanadische Team in Cortina d'Ampezzo in einem spannenden Finale 9:6 gegen Großbritannien durchgesetzt. Kennedy und seine Kollegen fielen sich in die Arme, schrien gelöst ihre Freude heraus und jubelten dann mit ihren Fans.„Es bedeutet mir die Welt, meine Teamkollegen mit einer Medaille um den Hals zu sehen. Ich weiß nicht, ob die Leute jemals verstehen werden, was wir als Team in dieser Woche durchgemacht haben, was ich ihnen als Team in dieser Woche zugemutet habe“, sagte Kennedy. „Ich bin einfach so stolz auf sie. Ich liebe diese Jungs.“Kennedy hatte zu Beginn des Curling-Turniers wegen einer angeblichen Schummelei großen Wirbel ausgelöst. Der Schwede Oskar Eriksson warf dem Kanadier eine irreguläre mehrmalige Berührung des Steins während der Abgabe vor. Kennedy reagierte sichtlich verärgert, stritt einen Regelverstoß ab und rief seinem Kontrahenten sogar ein derbes „Fuck off“ hinterher: „Verpiss dich.“Mit der Goldmedaille um den Hals und etwas Abstand sagte der Kanadier nun: „Ich hätte das besser lösen können, absolut. Aber was geschehen ist, ist geschehen.“ (dpa)

Der Blick auf die skandinavische Konkurrenz ließ Johannes Hoesflot Klaebo lächeln. „Davon muss ich ein Bild machen und es an meine Wand hängen“, sagte der derzeit wohl beste Langläufer der Welt. Ein Reporter hatte den Norweger darauf hingewiesen, dass er mit seinen sechs Goldmedaillen in Tesero genauso viele gewonnen hat, wie das ganze schwedische Team bis zu diesem Zeitpunkt bei diesen Olympischen Winterspielen zusammen. „Das ist ja noch nicht mal ein Funfact, sondern Realität. Das ist cool“, sagte Klaebo.Mit seinem sechsten Gold stellte der Ausnahmesportler den nächsten Rekord auf. Sechs Olympiasiege bei einer Ausgabe von Winterspielen hatte zuvor noch niemand geschafft. Mit elfmal Gold führt Klaebo auch die Gesamtrangliste beim größten Wintersport-Event der Welt an. Sein letzter Sieg von Italien im Rennen über 50 Kilometer sei „die Krönung“ und habe für ihn eine ganz spezielle Bedeutung, erklärte er. (dpa)

Lindsey Vonn hat sich in einer weiteren Botschaft aus dem Krankenhausbett die Kritiker ihres Comebacks vorgeknöpft. „Es war nicht alles umsonst. Es war alles. Und es war kein Traum. Auch wenn es sich jetzt, während ich hier im Krankenhausbett sitze, weit weg anfühlt“, sagte die 41-Jährige in einem Instagram-Beitrag.„Aber ich habe es geschafft. Ich bin zurückgekommen. Ich habe gewonnen. Ich bin angetreten und habe das geschafft, was die meisten in meinem Alter mit einer Teil-Knieprothese für unmöglich hielten. Jeder Moment war großartig, jeder Moment war es wert“, sagte Vonn.Vonn hatte Ende 2024 ein Comeback gestartet, das seinen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen in Italien finden sollte. Doch in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo stürzte sie schwer und zog sich eine komplexe Schienbeinverletzung zu. Seitdem wurde die Amerikanerin bereits mehrfach operiert. Vonn war trotz eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie an den Start gegangen.Was sie getroffen habe, seien Stimmen gewesen, die ihr vorwarfen, egoistisch einen Startplatz für Olympia zu blockieren. „Für all die Hater da draußen“, die nicht verstehen würden, was es bedeute, sich seinen Platz zu verdienen, präsentierte sie in ihrem Instagram-Beitrag ihre Bilanz seit ihrem Comeback. Dabei verwies die Olympiasiegerin von 2010 unter anderem auf ihre Führung im Abfahrtsweltcup, ihre zwei Weltcupsiege in der Abfahrt und zahlreiche Podestplätze. „Ich habe nicht mein großes Ziel erreicht. Aber doch eine ganze Menge“, schrieb Vonn. „Danke an alle, die an mich geglaubt haben.“ (dpa) 

Erst Gold, dann Silber: Die niederländische Eisschnellläuferin Marijke Groenewoud hat kurz nach ihrem Olympiasieg im Massenstart auch noch einen Verlobungsring an den Finger bekommen. Ihr Partner Mike Dogterom überraschte die frisch gebackene Goldmedaillengewinnerin mit einem Heiratsantrag.„Plötzlich ging jemand vor mir auf die Knie, und alles, was ich dachte, war: „Oh nein, wirklich, ist das wahr?“ Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es ist unglaublich. Ich kann kaum glauben, was mir gerade passiert ist“, sagte Groenewoud nach ihrem doppelten Glücksmoment.Nach der Siegerehrung stieg Groenewoud nichtsahnend eine Treppe hinauf, nachdem sie fragenden Journalisten Rede und Antwort gestanden hatte. Nach einer kurzen Umarmung zückte Dogterom eine Schatulle aus seiner rechten hinteren Hosentasche und ging auf die Knie. Groenewoud sagte schnell „Ja“.Auf die Frage, ob sie sich mehr über die Goldmedaille oder den Verlobungsring freue, antwortete die 27-Jährige: „Diese Frage habe ich jetzt schon ein paar Mal erhalten, aber ich freue mich über beides sehr. Ich bin heute für olympisches Gold angetreten, und ich werde mit Gold und einem silbernen Ring nach Hause gehen. Ich bin überglücklich.“ Für Groenewoud war es der perfekte Tag. „Gold und Silber an einem Tag – was kann ich mir mehr wünschen?“ (dpa)

Finnlands Eishockey-Nationalmannschaft hat sich die Bronzemedaille bei den Winterspielen gesichert und bleibt damit ein Stammgast auf dem olympischen Podium. Der Sieger von 2022 gewann am Samstagabend das kleine Finale gegen die Slowakei souverän mit 6:1 (1:0, 1:1, 4:0), es war ein versöhnlicher Abschluss nur einen Tag nach dem schmerzhaften Aus: Im Halbfinale hatte Finnland sich dem Topfavoriten Kanada nur knapp geschlagen geben müssen (2:3).Finnland gewann nun bei fünf der vergangenen sechs Winterspiele eine Medaille, zum vierten Mal nimmt ein finnisches Team Bronze mit nach Hause. Für die Slowakei, die im Viertelfinale Deutschland ausgeschaltet hatte, bleibt Bronze in Peking 2022 das einzige Edelmetall. Um Gold spielen am Sonntag (14.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport) die Erzrivalen aus Nordamerika: Kanada misst sich mit dem US-Team, das die Slowakei im Halbfinale recht locker geschlagen hatte (6:2).Das kleine Finale war indes auch eine Revanche für das Aufeinandertreffen in der Gruppenphase. Zum Auftakt des Olympia-Turniers hatte die Slowakei die Finnen überraschend geschlagen (4:1), am Samstag setzte sich die Klasse der fast durchgehend mit NHL-Stars besetzten Nordeuropäer aber durch. Sebastian Aho (8./Carolina Hurricanes), Erik Haula (29./Nashville Predators), Roope Hintz (49./Dallas Stars) und Kaapo Kakko (50./Seattle Kraken) sorgten bereits für die klare Führung. Joel Armia (56./Los Angeles Kings) und wieder Haula (59.) erhöhten dann jeweils per Empty-Net-Goal, als die Slowakei bereits den Torhüter vom Eis genommen hatte. Für den Underdog traf nur Kapitän Tomas Tatar (40.). (sid)

Erst stand er wegen Schummelvorwürfen im Fokus, jetzt ist er zum zweiten Mal Olympiasieger: Marc Kennedy hat mit Kanada das olympische Curling-Turnier gewonnen. Die Nordamerikaner setzten sich in Cortina d'Ampezzo in einem spannenden Finale mit 9:6 gegen Großbritannien durch.Letztmals hatten kanadische Männer bei den Winterspielen 2014 in Sotschi triumphiert – ohne Kennedy. Beim Gold-Triumph 2010 in Vancouver war Kennedy hingegen Teil des Teams gewesen. Das Spiel um Bronze am Freitag entschied die Schweiz gegen Norwegen deutlich mit 9:1 für sich.Kennedy hatte zu Beginn des Curling-Turniers wegen einer angeblichen Schummelei großen Wirbel ausgelöst. Der Schwede Oskar Eriksson warf dem Kanadier eine irreguläre mehrmalige Berührung des Steins während der Abgabe vor. Kennedy reagierte sichtlich verärgert, stritt eine Schummelei ab und rief seinem Kontrahenten sogar ein derbes „Fuck off“ hinterher: „Verpiss dich.“Der Curling-Weltverband verwarnte Kennedy mündlich und führte wegen mehrerer Vorfälle dieser Art bei allen Spielen eine verstärkte Überwachung der Steinabgaben ein. Auch das Netz schaute genauer hin: Lustige Memes der angeblichen Schummelei Kennedys eroberten soziale Medien.Die deutschen Curler waren erstmals seit Sotschi 2014 wieder bei Olympischen Spielen dabei. Mit vier Siegen und fünf Niederlagen belegte die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz Rang sieben und verpasste damit das Halbfinale der besten vier Teams. (dpa)

Laura Nolte hat zum zweiten Mal in Serie olympisches Gold im Zweierbob gewonnen. Die Weltmeisterin setzte sich mit Anschieberin Deborah Levi nach vier Läufen im Cortina Sliding Centre souverän durch und wiederholte ihren großen Erfolg von Peking 2022. Nolte, die bereits nach dem ersten Wettkampftag geführt hatte, verwies Teamkollegin Lisa Buckwitz mit Neele Schuten um 0,53 Sekunden auf den Silberrang. Die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries (+0,75 Sekunden) sicherte sich Bronze und verhinderte damit den deutschen Dreifachsieg: Kim Kalicki wurde Vierte.Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist – und bestätigte diese Rolle eindrucksvoll. Fünf Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob, als sie eine Führung im letzten Lauf noch aus der Hand gegeben hatte und sich mit 0,04 Sekunden Rückstand der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor geschlagen geben musste, behielt sie diesmal die Nerven. Am vorletzten Wettkampftag der Winterspiele sicherte Nolte dem deutschen Team die siebte Goldmedaille – und die fünfte im Eiskanal.Buckwitz verpasste es derweil, als erste Bobfahrerin Olympiagold sowohl als Anschieberin als auch als Pilotin zu gewinnen. Sie hatte Mariama Jamanka 2018 in Pyeongchang zum Olympiasieg geschoben und gewann nun ihre erste Medaille an den Lenkseilen. Die frühere Weltmeisterin Kim Kalicki, die 2022 in Peking noch von Buckwitz angeschoben wurde (Platz vier), verpasste mit Anschieberin Talea Prepens das Podium erneut knapp. Ihr fehlten 15 Hundertstel. Für Nolte (27) wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung gewesen. Vor vier Jahren in Peking war die in Frankfurt am Main lebende Athletin mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin“, sagte Nolte. Die Enttäuschung im Monobob wollte sie als „Ansporn“ nutzen – und ihr Plan ging voll auf. (sid)

Rodel-Olympiasieger Max Langenhan hat von Bundeskanzler Friedrich Merz volle Absolution für seinen Handy-Fauxpas während der Winterspiele erhalten. „Für ihn war das gar kein Problem. Wir hatten noch einmal Kontakt, das war sehr schön. Ich habe mich zehnmal voller Hochachtung entschuldigt“, berichtete Langenhan beim „Ball des Sports“ in Frankfurt am Main. Nach seinem Triumph im Einsitzer hatte der 26-Jährige einen Anruf des Regierungschefs, der ihm zur Gold-Fahrt gratulieren wollte, weggedrückt. Weil der Thüringer mit der ihm unbekannten Telefonnummer nichts anfangen konnte und sich just zu der Zeit ein Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah, wischte er den Anruf weg. Im Nachhinein habe ihm das „richtig leidgetan“, sagte Langenhan. Mittlerweile hat der zweimalige Olympiasieger, der in Italien auch Gold mit der Mannschaft gewann, die betreffende Telefonnummer gespeichert. „Ich bin mir aber sicher, dass es nicht seine eigene ist. Das wäre ja wild vom Datenschutz her. Ich würde aber ohnehin nicht zurückrufen, denn ich denke, er hat gerade ganz viele wichtige Termine. Die gehen vor“, sagte Langenhan. (dpa)

Die Goldmedaille baumelte schwer um Marijke Groenewouds Hals, doch dieser Tag in Mailand hielt noch einen weiteren Höhepunkt bereit. Nach ihrem Olympiasieg im Massenstart kam die Eisschnellläuferin aus den Niederlanden gerade von der Podiumszeremonie, stieg eine Treppe hinauf, da wartete ihr Freund Mike Dogterom – zückte ein kleines Kästchen, ging auf die Knie und machte einen Heiratsantrag. Groenewoud reagierte ungläubig, „Jesus!“, rief sie, sagte dann aber laut und deutlich „Ja“. „Ich bin völlig von der Rolle. Ich finde das Gold zwar schöner, aber der Ring in Silber ist auch sehr schön“, sagte sie. Seit zehn Jahren schon sind Groenewoud und der Radrennfahrer Dogterom ein Paar. Auch sportlich war die Zeit bei den Winterspielen höchst erfolgreich für die 27-Jährige. In Mailand gewann sie neben Gold im Massenstart auch noch Silber mit dem Oranje-Trio in der Teamverfolgung. (sid)

Laura Nolte greift nach ihrem zweiten Olympiasieg im Zweierbob. Die Weltcup-Dominatorin baute ihre Führung in Cortina d'Ampezzo im dritten Lauf mit Anschieberin Deborah Levi aus und geht mit einem Puffer von 0,35 Sekunden auf Teamkollegin Lisa Buckwitz in den vierten Durchgang. Die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries (+0,54) ist Dritte.Nolte will ihren großen Erfolg von Peking 2022 wiederholen – ist aber gewarnt. Am Montag im Monobob hatte sie im Entscheidungslauf noch einen Vorsprung von 0,15 Sekunden aus der Hand gegeben und war am Ende tief enttäuscht nur auf dem Silberrang hinter der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor gelandet. Der Vorsprung auf Buckwitz ist aber komfortabel.Buckwitz, die als erste Bobfahrerin Olympiagold als Anschieberin und Pilotin gewinnen kann, sicherte ihren zweiten Rang mit Neele Schuten ab und hat eine Medaille fest im Visier. Die frühere Weltmeisterin Kim Kalicki ist mit Talea Prepens Vierte (+0,63), nur neun Hundertstelsekunden fehlen zu Bronze.Für Nolte (27) wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung. Vor vier Jahren in Peking war die in Frankfurt am Main lebenden Athletin mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin“, sagte Nolte. Die Enttäuschung im Monobob wollte sie als „Ansporn“ nutzen – und ihr Plan geht bisher voll auf. (sid) 

Das olympische Halfpipe-Finale der Ski-Freestylerinnen ist wegen schlechten Wetters und dichten Schneefalls verschoben worden. Nachgeholt werden soll die letzte Freestyle-Entscheidung in Livigno am Sonntag (10.40 Uhr), wie es in einer Mitteilung hieß. Bereits in den vergangenen Tagen war es in Livigno aufgrund der Prognosen immer wieder zu Verschiebungen im Zeitplan der Wettbewerbe gekommen.Eine deutsche Starterin nimmt am Kampf um die Medaillen in der Halfpipe nicht teil, Sabrina Cakmakli war bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Bekannteste Teilnehmerin ist Freestyle-Superstar Eileen Gu, die als Mitfavoritin an den Start geht. (dpa)

Der Viererbob-Wettkampf in Cortina d'Ampezzo ist vom schweren Sturz des Österreichers Jakob Mandlbauer überschattet worden. Der 27-Jährige kippte am Samstag im zweiten Lauf mit seinen Anschiebern Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi auf die linke Seite und rutschte so fast die halbe Bahn hinab. Mandlbauer musste mit einer Trage abtransportiert werden, seine Teamkollegen konnten den Schlitten eigenständig verlassen. Wie der österreichische Bob- und Skeletonverband mitteilte, wurde Mandlbauer „in Cortina im Codovilla-Krankenhaus umfassend erstuntersucht und am Nachmittag zur weiteren Überwachung einer Bandscheibenproblematik auf Höhe C5/C6 ins Spital von Treviso überstellt.“ Die Verlegung diene „ausschließlich der weiteren medizinischen Überwachung, um jedes Risiko auszuschließen“, erklärte Teamarzt Bernhard Unterkofler. In Treviso war bereits Ski-Star Lindsey Vonn nach ihrem schweren Sturz in der Abfahrt behandelt worden. Das Rennen im Cortina Sliding Centre war für fast 20 Minuten unterbrochen gewesen. Es war der erste schwere Sturz im Eiskanal bei den Winterspielen in Norditalien. Im weiteren Verlauf stürzten auch der französische Bob von Pilot Romain Heinrich und das Team aus Trinidad und Tobago um Pilot Axel Brown. Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Januar in St. Moritz gewesen. (sid)

Das IOC sieht in der von FIFA-Präsident Gianni Infantino angekündigten Partnerschaft des Fußball-Weltverbands mit Donald Trumps Friedensrat keinen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot der olympischen Charta. Die FIFA unterstütze durch den Fußball ein umfassendes Investitionsprogramm zur Wiederbelebung des Sports in Gaza, teilte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees mit. Dieses Engagement stehe „ganz im Einklang mit der Rolle eines internationalen Sportverbands“. Zuvor hatte ein Auftritt von Infantino bei der ersten Sitzung des umstrittenen Friedensrats für Aufsehen gesorgt. Der Schweizer hatte vorn auf dem Podium Platz genommen, ganz in der Nähe von Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Regierungschef Viktor Orban. „Jeder muss den Frieden unterstützen“, sagte Infantino bei seiner kurzen Rede. Danach zeigte er einen Werbespot, in dem der Bau von Fußballfeldern in Gaza angekündigt wurde. Darauf angesprochen hatte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am Rande der Winterspiele in Mailand gesagt, das IOC werde sich den Vorgang anschauen. Auf Nachfrage betonte sie: „Die olympische Charta ist sehr klar darin, was von den Mitgliedern erwartet wird.“ Einen Tag später hatte das IOC keine Beanstandungen zu den FIFA-Plänen. Diese würden „Vorschläge für die sportliche Infrastruktur, Ausbildung und Förderung von Spitzensportlern“ unterbreiten. „Das IOC hat durch die olympische Solidarität, unser Entwicklungsinstrument, die sportliche Entwicklung in der Region unterstützt und wird dies auch weiterhin tun“, hieß es von dem Sprecher der Dachorganisation weiter. Den Friedensrat hatte US-Präsident Trump beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos gegründet, er selbst hat den Vorsitz inne – und zwar auf Lebenszeit. Im Kern soll der Friedensrat globale Konflikte lösen. Anders als zunächst erwartet, handelt es sich nicht um ein Gremium, das ausschließlich der Überwachung einer Befriedung des Gazastreifens gewidmet ist. Infantino hat zu Trump eine enge Verbindung. Im Sommer richtet die USA gemeinsam mit Mexiko und Kanada die WM aus. Bei der WM-Auslosung in Washington im vergangenen Dezember war Trump der neu eingeführte FIFA-Friedenspreis verliehen worden. (dpa)