FAZ 10.02.2026
16:52 Uhr

Liveblog Olympia 2026: „Größter Fehler meines Lebens“: Beichte im Live-TV


Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann gewinnen Silber im Team +++ Journalisten drohen mit Streik +++ Erster offener Transsportler bei Winterspielen +++ Alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: „Größter Fehler meines Lebens“: Beichte im Live-TV

Der Schwede Elis Lundholm hat als erster offener Transsportler einen Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen bestritten. Der Ski-Freestyler identifiziert sich als Mann, startet auf der Buckelpiste aber in der Frauen-Konkurrenz und belegte nach einem Fahrfehler in der Qualifikation den letzten Platz. Deshalb muss Lundholm eine zweite Qualifikation am Mittwoch bestreiten, denn nur die besten zehn Starterinnen erreichten das Finale direkt. Als Transmann gilt ein Mann mit männlicher Geschlechtsidentität, dem bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugewiesen wurde.Da Lundholm keine geschlechtsangleichenden Operationen durchführen und auch juristisch hinsichtlich des Geschlechts keine Änderung vornehmen ließ, wurde der 23-Jährige gemäß der geltenden Regularien vom Schwedischen Olympia-Komitee für das Frauenteam nominiert. (dpa)

Zwei Tage nach Bronze mit der Mixed-Staffel sind die deutschen Biathleten im ersten Einzelrennen knapp leer ausgegangen. Philipp Nawrath schaffte es als Bester eines deutschen Quartetts im Einzel auf den fünften Platz. Nach 20 Kilometern und lediglich einer Strafminute hatte der 32-Jährige aus Nesselwang 1:31,5 Minuten Rückstand auf den fehlerfreien Olympiasieger Johan-Olav Botn aus Norwegen. Silber und Bronze gingen an Eric Perrot aus Frankreich und Sturla Holm Laegreid aus Norwegen. Beide leisteten sich einen Fehler. Nawrath hatte am Sonntag mit der Mixed-Staffel bereits die Bronzemedaille gewonnen, verpasste es nun aber durch seinen Schießfehler, sich gleich noch mal zu belohnen.Im längsten aller Biathlonrennen wartet der Deutsche Skiverband bei den Männern seit zwölf Jahren auf eine Medaille. 2014 hatte Erik Lesser im russischen Sotschi Silber gewonnen, den bislang letzten deutschen Olympiasieg feierte Michael Greis bei den Winterspielen von Turin 2006. Bei den Frauen triumphierte Denise Herrmann-Wick vor vier Jahren in dieser Disziplin in Peking. Am Mittwoch (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) treten für Deutschland über 15 Kilometer Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Selina Grotian an. (dpa)

Die deutschen Skirennfahrerinnen Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann haben Silber in der olympischen Team-Kombination gewonnen. Für Aicher ist es schon die zweite Medaille bei den Winterspielen in Italien, nachdem sie in der Abfahrt am Sonntag zu Silber gerast war. Am Ende fehlten den zwei Ski-Assen nur 0,05 Sekunden auf Gold.Olympiasiegerinnen auf der Piste Olimpia delle Tofane in Cortina d'Ampezzo wurden überraschend die Österreicherinnen Ariane Rädler und Katharina Huber. Bronze ging das US-Duo Jacqueline Wiles und Paula Moltzan. Deren top-favorisierte Teamkolleginnen Mikaela Shiffrin und Breezy Johnson wurden trotz Führung nach der Abfahrt nur Vierte.Zur Halbzeit des Events hatte die deutsche Paarung auf Rang sechs gelegen. Der Rückstand auf die Podestplätze betrug nach Weidle-Winkelmanns Abfahrt eine knappe halbe Sekunde. Doch Aicher holte sie im Slalom auf.Die 22 Jahre alte Allrounderin ist die erste deutsche Skirennfahrerin seit Maria Höfl-Riesch vor zwölf Jahren im russischen Sotschi, die gleich zwei Medaillen von den gleichen Winterspielen mit nach Hause nimmt. Mindestens: Im Super-G und im Spezialslalom hat sie noch weitere Chancen.Es sei wieder eine „sehr herausfordernde Abfahrt“ gewesen, meinte Weidle-Winkelmann nach dem ersten Teil der Kombination – auch wegen der mitunter „diffusen“ Sicht. Dennoch war sie mit der Ausgangslage für Aicher zufrieden. Diese sei „eine der besten Slalomfahrerinnen der Welt“, sagte die Starnbergerin über ihre junge Teamkollegin. Sie vertraue ihr zu 100 Prozent – zu Recht.Die Team-Kombination gehörte nach ihrer WM-Premiere 2025 in diesem Jahr erstmals zum Olympia-Programm. Die Zeiten aus Abfahrt und Slalom werden dabei addiert. Bisher kommt das Event bei den Athletinnen und Athleten gut an. (dpa)

Deutschlands Eishockey-Frauen sind bereits vor dem letzten Vorrundenspiel gegen Gastgeber Italien für das Olympia-Viertelfinale qualifiziert. Da Konkurrent Japan am Mittag gegen Gruppensieger Schweden 0:4 (0:1, 0:2, 0:1) verlor, ist das deutsche Team nicht mehr aus den Top drei der Gruppe zu verdrängen. Deutschland hatte am Montag 2:1 nach Verlängerung gegen Frankreich gewonnen.Das Team von Trainer Jeff MacLeod spielt damit am Freitag entweder gegen die USA oder Kanada. Beide Teams gelten als Top-Favoriten auf die Goldmedaille. Die deutschen Frauen sind erstmals seit 2014 wieder bei Olympischen Winterspielen dabei. (dpa)

Sofija Schkatula kamen nach dem Sprintrennen im Skilanglauf die Tränen. „Es ist einfach nur traurig“, sagte die 18 Jahre alte Ukrainerin. Ihr Elternhaus in der Sumy Region Nähe der russischen Grenzen sei während des russischen Angriffskriegs komplett zerstört, erklärte sie. Bei Olympia im italienischen Tesero lief sie im Sprint gegen eine russische und eine belarussische Athletin.„Es ist sehr merkwürdig“, sagte Schkatula emotional. „Russland bombardiert weiterhin meine Heimat, meine Freunde, meine Familie. Es ist weiterhin nicht einfach, sich hier auf den Sport zu konzentrieren“, erklärte sie. Gleichzeitig betonte sie, dass ihre Wut nicht gegen die Olympiateilnehmerinnen und Teilnehmer aus Russland oder auch Belarus gerichtet ist. „Sie können nichts dafür“, erklärte sie.Das Internationale Olympische Komitee erlaubt Athletinnen und Athleten aus Russland und Belarus, wie schon bei den Olympischen Spielen in Paris 2024, als individuelle neutrale Athleten anzutreten. Das IOC überlässt jedoch den internationalen Verbänden der einzelnen Sportarten die Entscheidung, ob sie dies auch in ihren Qualifikationswettkämpfen anwenden. Hintergrund der Sanktionen gegen Russland und Belarus ist der seit mehr als drei Jahren andauernde Angriffskrieg gegen die Ukraine. Das IOC hatte Russlands Olympisches Komitee suspendiert, weil es die vier annektierten ukrainischen Gebiete Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja aufgenommen hat. Dies wertete das IOC als Verstoß gegen die Olympische Charta. (dpa)

Wenige Wochen nach einem harten emotionalen Tiefschlag hat der Norweger Birk Ruud seine zweite Goldmedaille gewonnen. Nach dem Sieg im Big-Air-Wettbewerb vor vier Jahren in Peking triumphierte der 25 Jahre alte Freestyle-Skifahrer diesmal in der Disziplin Slopestyle. Ruud, der über die Rails und Kicker bereits zweimal Weltmeister geworden war, setzte sich mit 86,28 Punkten knapp vor Alex Hall (USA/85,75) durch, der 2022 in Peking gewonnen hatte. Bronze ging an Big-Air-Weltmeister Luca Harrington aus Neuseeland (85,15). Ruud hatte vor Olympia schwer zu kämpfen. Sein Teamkollege William Bostadslökken war Mitte Dezember vor dem Big-Air-Weltcup in Steamboat Springs/US-Bundesstaat Colorado schwer gestürzt und ist seitdem querschnittsgelähmt. „Ich habe viele Wochen durchgemacht, in denen ich nur an William gedacht habe. Ich musste wirklich tief in mich gehen und die Dinge über Weihnachten aufarbeiten, um an den Punkt zu gelangen, an dem ich jetzt bin“, hatte Ruud vor Olympia berichtet. Bostadlökken drückte seinen Teamkollegen, „der besten Mannschaft der Welt“, von zu Hause aus die Daumen. „Er ist ein Krieger und schlicht und ergreifend ein Held“, sagte Ruud. Dass Bostadlökken trotz seines verhängnisvollen Unfalls wieder ein Lächeln im Gesicht habe, erfülle ihn mit großem Glück.Die Entscheidung im Snow Park von Livigno war knapp. Ruud gelang sein bester von drei Runs bereits zum Auftakt, am Ende lag er 0,53 Punkte vor Hall. Harrrington fehlten 0,5 Punkte zu Silber. (sid)

Laura Gimmler versuchte unter der lauten Anfeuerung ihres Freundes Cyprien Sarrazin alles, auch Johannes Rydzek brüllte seine Schwester Coletta aus Kräften nach vorne – der Traum vom olympischen Finale platzte für die beiden deutschen Langläuferinnen denkbar knapp. Während Norwegens Topstar Johannes Hösflot Kläbo seine Rekordjagd fortsetzte und die Schwedin Linn Svahn erstmals Gold holte, schied das DSV-Duo nach hartem Kampf im Halbfinale aus.„Wir haben die Regel unseres Trainers, dass wir eine Stunde enttäuscht sein dürfen, dann ist das abgehakt“, sagte die 32-jährige Gimmler, der als Dritte ihres Halbfinals 63 Hundertstelsekunden zum ersten deutschen Einzug in ein olympisches Sprintfinale seit 20 Jahren fehlten. Mit Rang sieben konnten aber Gimmler wie auch ihre Familie auf der Tribüne leben: „Das ist ein anständiges Niveau.“ Der französische Alpin-Star Sarrazin, Kitzbühelsieger von 2024, klatschte anerkennend Beifall.Rydzek hatte im Viertelfinale auf der schweren und langen Runde zu viel Kraft gelassen, kam in Gimmlers Lauf letztlich auf Platz vier und Rang acht der Endabrechnung. „Als Sportler will man immer ein bisschen mehr, das Ziel war schon das Finale. Es ist solide gewesen“, sagte die Oberstdorferin, ehe sie Bruder Johannes lange umarmte, der am Mittwoch bei den Kombinierern um Gold kämpft. (sid)

Die Ursache für die Medaillen-Pannen ist nach Angaben der Organisatoren gefunden. „Wir haben uns sofort zielgerichtet darum gekümmert, es gibt eine Lösung. Jetzt wird es Maßnahmen geben“, sagte ein Sprecher des Organisationskomitees, ohne Details zu nennen. Alle Sportlerinnen und Sportler, die Probleme mit ihren Medaillen haben, seien eingeladen, diese zur Reparatur einzureichen. „Wir fühlen uns verpflichtet, dass die Medaillen die höchsten Qualitätsstandards erfüllen“, sagte der Sprecher.Bei mehreren Olympioniken wie der US-Abfahrtsolympiasiegerin Breezy Johnson, dem deutschen Biathleten Justus Strelow und der schwedischen Langläuferin Ebba Andersson war die Medaille während ihrer Jubelaktionen vom Band gerissen. Auch die Eisschnellläuferin Jutta Leerdam hatte offenbar dasselbe Problem. Auf einem Tiktok-Video hält sie zunächst freudig ihre Medaille in die Kamera, ehe sie plötzlich ausruft: „Ich habe sie kaputt gemacht.“Die Organisatoren verwiesen auf die Zuständigkeit der Staatlichen Münzprägeanstalt Italiens, von der die Medaillen hergestellt werden. Skirennfahrerin Johnson hat bereits eine Ersatzmedaille erhalten, die aber noch graviert werden muss. Die defekte Medaille habe sie aber nicht behalten dürfen, ließ die 30-Jährige wissen. „Sie mögen es nicht, wenn du mehrere davon hast“, sagte Johnson lachend vor dem Start der Team-Kombination in Cortina d'Ampezzo.Biathlet Strelow wollte seine beschädigte Bronzemedaille aus der Mixed-Staffel dagegen wohl nicht eintauschen. „So ein Kratzer, das sind ja auch Erinnerungen. Das kann man dann später mal erzählen, wann und warum das passiert ist, das ist eigentlich eine schöne Story“, sagte sein Teamkollege Philipp Horn. (dpa)

Weil dem Sportchef der öffentlich-rechtlichen italienischen Rundfunkanstalt RAI bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele einige peinliche Fehler unterlaufen sind, wollen Sportjournalisten des Senders in einen Streik treten. Die dreitägige Arbeitsniederlegung solle nach den derzeit in Italien stattfindenden Olympischen Spielen stattfinden, erklärte die Gewerkschaft der RAI-Sportjournalisten am Montag. Zudem wollten die Journalisten ihre Olympia-Beiträge nicht mehr mit ihren Namen versehen. In einer Erklärung war die Rede von der „schlimmsten Demütigung von RAI Sport“.RAI-Sport-Chef Paolo Petrecca waren bei der Kommentierung der Eröffnungsfeier am Freitag zahlreiche Fehler unterlaufen. So verwechselte er die Italienerin Matilda De Angelis mit der deutlich älteren US-Sängerin Mariah Carey und die Vorsitzende des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, mit der Tochter des italienischen Präsidenten. Außerdem bezeichnete er das Mailänder San-Siro-Stadion fälschlicherweise als „Olympiastadion“.Beim Einlauf bei der Nationenparade bezeichnete er die spanischen Athleten als „immer sehr heiß“ und sagte über die chinesischen Athleten, dass „natürlich viele von ihnen Handys in der Hand haben“.In der Erklärung der Gewerkschaften der RAI-Sportjournalisten hieß es, die Rundfunkanstalt solle endlich „den Schaden anerkennen, den der Direktor von RAI Sport angerichtet hat“. Italienische Medien berichteten, dass Petrecca nicht die Schlussfeier der Olympischen Spiele kommentieren dürfe.Nominierungen für Spitzenpositionen bei der RAI werden häufig als politisch angesehen. Petrecca wurde in der Vergangenheit vorgeworfen, die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni zu positiv darzustellen. Zuvor war er Leiter von RAI News. (dpa) 

Der ukrainische Skeleton-Fahrer Wladislaw Heraskewytsch darf bei den Winterspielen einen Helm mit Bildern von im Krieg getöteten Sportkollegen nicht mehr tragen. Der Kopfschutz widerspreche den Regeln der Olympischen Charta, sagte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Heraskewytsch dürfe jedoch ausnahmsweise im Wettbewerb ein schwarzes Armband tragen und in Interviews danach seine Meinung frei äußern.Vorausgegangen sei ein Treffen mit dem Trainer des Athleten und der ukrainischen Delegation. Heraskewytsch hatte den Helm im Training auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo getragen und später einen offiziellen Antrag beim IOC gestellt, um eine Erlaubnis für den Kopfschutz zu erhalten.Der Helm sei „eine Hommage an Athleten und einige von ihnen waren Medaillengewinner bei den Olympischen Jugendspielen. Das bedeutet, sie gehören zur olympischen Familie“, erklärte der 27-Jährige. Auf dem Helm sind die Bilder von rund einem halben Dutzend Athletinnen und Athleten zu sehen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion.Das IOC verwies jedoch auf sein Regelwerk für politische Botschaften. Diese seien mit der Athletengemeinde abgestimmt. Es müsse allen Sportlerinnen und Sportlern möglich sein, sich in einem sicheren Umfeld auf ihre Leistung zu konzentrieren, unbeeinflusst von den zahlreichen Konflikten auf der Welt, erklärte die Dachorganisation. Heraskewytsch habe den Helm bei ersten Trainingsfahrten tragen können und seine Trauer auch über seine Kanäle in sozialen Netzwerken geäußert. Dass er nun zumindest ein schwarzes Armband tragen dürfe, sei „ein guter Kompromiss“, sagte der IOC-Sprecher. (dpa)

Kombinierer Vinzenz Geiger hat am Tag vor der ersten Entscheidung bei den Winterspielen das Skisprungtraining aus gesundheitlichen Gründen ausgelassen. „Gestern im dritten Sprung hat es ein bisschen gezwickt im Knie“, sagte der Olympiasieger von 2022, gab aber sogleich Entwarnung: „Nichts Schlimmes, aber muskulär ist es zugegangen.“Er habe beschlossen, „dass ich mir die Sprünge spare, mich nochmal schone und morgen angreife“. An diesem Mittwoch steht der erste Olympia-Wettkampf für ihn und seine Teamkollegen an. Um 10.00 Uhr wird zunächst in Predazzo auf der Normalschanze gesprungen. Um 13.45 Uhr fällt dann im Langlaufrennen über zehn Kilometer in Tesero die Entscheidung (ARD und Eurosport). Geiger zählt zu den Favoriten.Mannschaftsarzt Lukas Pecher macht sich ebenfalls keine Sorgen um die Leistungsfähigkeit des Oberstdorfers. „Er kennt das. Er hatte in der Vergangenheit auch schonmal das Problem“, sagte er. (dpa) 

Emma Aicher muss für die erhoffte Medaille in der olympischen Team-Kombination eine Aufholjagd starten. Das deutsche Duo liegt nach einer durchschnittlichen Abfahrt von Kira Weidle-Winkelmann zur „Halbzeit“ auf Rang sechs. Der Rückstand auf Bronze beträgt vor dem Slalom 0,47 Sekunden, Gold ist 0,74 Sekunden weg.In Führung liegen in Cortina d'Ampezzo die Topfavoritinnen und Weltmeisterinnen aus den USA: Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson legte für Slalom-Queen Mikaela Shiffrin die Bestzeit vor. Team Österreich 2 mit Ariane Rädler und Katharina Huber hat vor der Medaillen-Entscheidung (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) aber nur 0,06 Sekunden Rückstand. Auf Rang drei liegt Italien 2 mit Laura Pirovano und Martina Peterlini (+0,27 Sekunden zurück).Weidle-Winkelmann war sieben Hundertstelsekunden langsamer als in der Spezialabfahrt, in der sie bei Aichers Silber-Coup Platz neun belegt hatte. Die Aussichten sind dennoch nicht schlecht: Aicher war im Spezialslalom in dieser Saison schon zweimal Dritte.Die Hoffnungen des italienischen Topteams sind bereits dahin: Sofia Goggia, Dritte in der Spezialabfahrt und in einem Team mit Lara Della Mea, stürzte. Sie blieb allem Anschein nach unverletzt. (sid)

Nach seinem Olympiasieg von der Kleinschanze gab Philipp Raimund tiefe Einblicke in eine zerbrochene Skisprung-Freundschaft. „Ich habe Videospiele mit ihm gemacht, ich habe Livestreams mit ihm gemacht. Ich hätte ihn damals als Freund bezeichnet“, sagte der 25-Jährige über den Norweger Marius Lindvik. „Nach der Situation in Trondheim hat es sich ein bisschen wie ein Betrug angefühlt, wie ins Gesicht gespuckt.“Bei den Weltmeisterschaften in der norwegischen Stadt im vergangenen Jahr waren Lindvik und dessen Teamkollege Johann Andre Forfang wegen manipulierten Sprunganzüge beim Wettbewerb von der Großschanze disqualifiziert worden. Zuvor hatte Lindvik auf der Normalschanze Gold vor Raimunds deutschem Mannschaftskameraden Andreas Wellinger gewonnen.„Ich will es nicht größer machen, als es ist. Es war ein Fehler, was sie gemacht haben“, sagte Raimund. „Für mich persönlich kann ich nur sagen: Wenn einer von ihnen zu mir gekommen wäre und gesagt hätte: „Hey, mir tut es sehr leid, was passiert ist“, dann hätte ich ihnen wahrscheinlich vergeben. Dann hätte ich gesagt, ihr seid Menschen, lasst uns zusammen auf die Zukunft konzentrieren.“Raimund ergänzte: „Aber ich bin ein bisschen traurig, dass es nie passiert ist. Besonders, weil ich mit ihm befreundet war und es gab nie eine Entschuldigung oder etwas Ähnliches.“ (dpa) 

Die Skilangläuferinnen Laura Gimmler und Coletta Rydzek sind bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina ins Viertelfinale des Klassiksprints eingezogen, konnten aber in der Qualifikation nicht mit den Besten mithalten. In Tesero kam Gimmler am Dienstagmorgen auf Platz 17 und hatte nach 1,6 km satte 9,60 Sekunden Rückstand auf Prolog-Siegerin Linn Svahn aus Schweden.„Es war sehr, sehr hart, härter als ich dachte. Nach dem letzten Anstieg war ich schon gut blau“, sagte die Oberstdorferin im ZDF. Rydzek lag auf Platz 24 sogar 11,59 Sekunden zurück. Zwischen die beiden schob sich noch Sofie Krehl auf Platz 21. Katherine Sauerbrey schied auf Platz 39 aus. Ihre Favoritenrolle unterstrichen die Schwedinnen. Hinter Svahn kam Peking-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Jonna Sundling auf Platz zwei, Dritte wurde Johanna Hagström.Die Viertelfinals der besten 30 werden ab 11.45 Uhr in fünf Läufen mit jeweils sechs Starterinnen ausgetragen. Die besten zwei jedes Laufs sowie insgesamt zwei weitere Zeitbeste ziehen ins Halbfinale der besten zwölf ein. Dort geht es nach dem gleichen Modus um den Einzug ins Finale (ab 13.24 Uhr). (sid)