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21.02.2026
23:01 Uhr
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Deutsche Zweierbobs vorne im Eiskanal +++ Trump kommt wohl doch nicht nach Italien +++ Klaebo stellt nächsten Rekord auf +++ Pech für deutschen Skicrosser +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Finnlands Eishockey-Nationalmannschaft hat sich die Bronzemedaille bei den Winterspielen gesichert und bleibt damit ein Stammgast auf dem olympischen Podium. Der Sieger von 2022 gewann am Samstagabend das kleine Finale gegen die Slowakei souverän mit 6:1 (1:0, 1:1, 4:0), es war ein versöhnlicher Abschluss nur einen Tag nach dem schmerzhaften Aus: Im Halbfinale hatte Finnland sich dem Topfavoriten Kanada nur knapp geschlagen geben müssen (2:3).Finnland gewann nun bei fünf der vergangenen sechs Winterspiele eine Medaille, zum vierten Mal nimmt ein finnisches Team Bronze mit nach Hause. Für die Slowakei, die im Viertelfinale Deutschland ausgeschaltet hatte, bleibt Bronze in Peking 2022 das einzige Edelmetall. Um Gold spielen am Sonntag (14.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport) die Erzrivalen aus Nordamerika: Kanada misst sich mit dem US-Team, das die Slowakei im Halbfinale recht locker geschlagen hatte (6:2).Das kleine Finale war indes auch eine Revanche für das Aufeinandertreffen in der Gruppenphase. Zum Auftakt des Olympia-Turniers hatte die Slowakei die Finnen überraschend geschlagen (4:1), am Samstag setzte sich die Klasse der fast durchgehend mit NHL-Stars besetzten Nordeuropäer aber durch. Sebastian Aho (8./Carolina Hurricanes), Erik Haula (29./Nashville Predators), Roope Hintz (49./Dallas Stars) und Kaapo Kakko (50./Seattle Kraken) sorgten bereits für die klare Führung. Joel Armia (56./Los Angeles Kings) und wieder Haula (59.) erhöhten dann jeweils per Empty-Net-Goal, als die Slowakei bereits den Torhüter vom Eis genommen hatte. Für den Underdog traf nur Kapitän Tomas Tatar (40.). (sid)
Laura Nolte hat zum zweiten Mal in Serie olympisches Gold im Zweierbob gewonnen. Die Weltmeisterin setzte sich mit Anschieberin Deborah Levi nach vier Läufen im Cortina Sliding Centre souverän durch und wiederholte ihren großen Erfolg von Peking 2022. Nolte, die bereits nach dem ersten Wettkampftag geführt hatte, verwies Teamkollegin Lisa Buckwitz mit Neele Schuten um 0,53 Sekunden auf den Silberrang. Die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries (+0,75 Sekunden) sicherte sich Bronze und verhinderte damit den deutschen Dreifachsieg: Kim Kalicki wurde Vierte.Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist – und bestätigte diese Rolle eindrucksvoll. Fünf Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob, als sie eine Führung im letzten Lauf noch aus der Hand gegeben hatte und sich mit 0,04 Sekunden Rückstand der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor geschlagen geben musste, behielt sie diesmal die Nerven. Am vorletzten Wettkampftag der Winterspiele sicherte Nolte dem deutschen Team die siebte Goldmedaille – und die fünfte im Eiskanal.Buckwitz verpasste es derweil, als erste Bobfahrerin Olympiagold sowohl als Anschieberin als auch als Pilotin zu gewinnen. Sie hatte Mariama Jamanka 2018 in Pyeongchang zum Olympiasieg geschoben und gewann nun ihre erste Medaille an den Lenkseilen. Die frühere Weltmeisterin Kim Kalicki, die 2022 in Peking noch von Buckwitz angeschoben wurde (Platz vier), verpasste mit Anschieberin Talea Prepens das Podium erneut knapp. Ihr fehlten 15 Hundertstel. Für Nolte (27) wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung gewesen. Vor vier Jahren in Peking war die in Frankfurt am Main lebende Athletin mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin“, sagte Nolte. Die Enttäuschung im Monobob wollte sie als „Ansporn“ nutzen – und ihr Plan ging voll auf. (sid)
Rodel-Olympiasieger Max Langenhan hat von Bundeskanzler Friedrich Merz volle Absolution für seinen Handy-Fauxpas während der Winterspiele erhalten. „Für ihn war das gar kein Problem. Wir hatten noch einmal Kontakt, das war sehr schön. Ich habe mich zehnmal voller Hochachtung entschuldigt“, berichtete Langenhan beim „Ball des Sports“ in Frankfurt am Main. Nach seinem Triumph im Einsitzer hatte der 26-Jährige einen Anruf des Regierungschefs, der ihm zur Gold-Fahrt gratulieren wollte, weggedrückt. Weil der Thüringer mit der ihm unbekannten Telefonnummer nichts anfangen konnte und sich just zu der Zeit ein Gratulationsvideo der Reality-Stars Carmen und Robert Geiss ansah, wischte er den Anruf weg. Im Nachhinein habe ihm das „richtig leidgetan“, sagte Langenhan. Mittlerweile hat der zweimalige Olympiasieger, der in Italien auch Gold mit der Mannschaft gewann, die betreffende Telefonnummer gespeichert. „Ich bin mir aber sicher, dass es nicht seine eigene ist. Das wäre ja wild vom Datenschutz her. Ich würde aber ohnehin nicht zurückrufen, denn ich denke, er hat gerade ganz viele wichtige Termine. Die gehen vor“, sagte Langenhan. (dpa)
Die Goldmedaille baumelte schwer um Marijke Groenewouds Hals, doch dieser Tag in Mailand hielt noch einen weiteren Höhepunkt bereit. Nach ihrem Olympiasieg im Massenstart kam die Eisschnellläuferin aus den Niederlanden gerade von der Podiumszeremonie, stieg eine Treppe hinauf, da wartete ihr Freund Mike Dogterom – zückte ein kleines Kästchen, ging auf die Knie und machte einen Heiratsantrag. Groenewoud reagierte ungläubig, „Jesus!“, rief sie, sagte dann aber laut und deutlich „Ja“. „Ich bin völlig von der Rolle. Ich finde das Gold zwar schöner, aber der Ring in Silber ist auch sehr schön“, sagte sie. Seit zehn Jahren schon sind Groenewoud und der Radrennfahrer Dogterom ein Paar. Auch sportlich war die Zeit bei den Winterspielen höchst erfolgreich für die 27-Jährige. In Mailand gewann sie neben Gold im Massenstart auch noch Silber mit dem Oranje-Trio in der Teamverfolgung. (sid)
Laura Nolte greift nach ihrem zweiten Olympiasieg im Zweierbob. Die Weltcup-Dominatorin baute ihre Führung in Cortina d'Ampezzo im dritten Lauf mit Anschieberin Deborah Levi aus und geht mit einem Puffer von 0,35 Sekunden auf Teamkollegin Lisa Buckwitz in den vierten Durchgang. Die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries (+0,54) ist Dritte.Nolte will ihren großen Erfolg von Peking 2022 wiederholen – ist aber gewarnt. Am Montag im Monobob hatte sie im Entscheidungslauf noch einen Vorsprung von 0,15 Sekunden aus der Hand gegeben und war am Ende tief enttäuscht nur auf dem Silberrang hinter der US-Amerikanerin Elana Meyers Taylor gelandet. Der Vorsprung auf Buckwitz ist aber komfortabel.Buckwitz, die als erste Bobfahrerin Olympiagold als Anschieberin und Pilotin gewinnen kann, sicherte ihren zweiten Rang mit Neele Schuten ab und hat eine Medaille fest im Visier. Die frühere Weltmeisterin Kim Kalicki ist mit Talea Prepens Vierte (+0,63), nur neun Hundertstelsekunden fehlen zu Bronze.Für Nolte (27) wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung. Vor vier Jahren in Peking war die in Frankfurt am Main lebenden Athletin mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin“, sagte Nolte. Die Enttäuschung im Monobob wollte sie als „Ansporn“ nutzen – und ihr Plan geht bisher voll auf. (sid)
Das olympische Halfpipe-Finale der Ski-Freestylerinnen ist wegen schlechten Wetters und dichten Schneefalls verschoben worden. Nachgeholt werden soll die letzte Freestyle-Entscheidung in Livigno am Sonntag (10.40 Uhr), wie es in einer Mitteilung hieß. Bereits in den vergangenen Tagen war es in Livigno aufgrund der Prognosen immer wieder zu Verschiebungen im Zeitplan der Wettbewerbe gekommen.Eine deutsche Starterin nimmt am Kampf um die Medaillen in der Halfpipe nicht teil, Sabrina Cakmakli war bereits in der Qualifikation ausgeschieden. Bekannteste Teilnehmerin ist Freestyle-Superstar Eileen Gu, die als Mitfavoritin an den Start geht. (dpa)
Der Viererbob-Wettkampf in Cortina d'Ampezzo ist vom schweren Sturz des Österreichers Jakob Mandlbauer überschattet worden. Der 27-Jährige kippte am Samstag im zweiten Lauf mit seinen Anschiebern Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi auf die linke Seite und rutschte so fast die halbe Bahn hinab. Mandlbauer musste mit einer Trage abtransportiert werden, seine Teamkollegen konnten den Schlitten eigenständig verlassen. Wie der österreichische Bob- und Skeletonverband mitteilte, wurde Mandlbauer „in Cortina im Codovilla-Krankenhaus umfassend erstuntersucht und am Nachmittag zur weiteren Überwachung einer Bandscheibenproblematik auf Höhe C5/C6 ins Spital von Treviso überstellt.“ Die Verlegung diene „ausschließlich der weiteren medizinischen Überwachung, um jedes Risiko auszuschließen“, erklärte Teamarzt Bernhard Unterkofler. In Treviso war bereits Ski-Star Lindsey Vonn nach ihrem schweren Sturz in der Abfahrt behandelt worden. Das Rennen im Cortina Sliding Centre war für fast 20 Minuten unterbrochen gewesen. Es war der erste schwere Sturz im Eiskanal bei den Winterspielen in Norditalien. Im weiteren Verlauf stürzten auch der französische Bob von Pilot Romain Heinrich und das Team aus Trinidad und Tobago um Pilot Axel Brown. Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Januar in St. Moritz gewesen. (sid)
Das IOC sieht in der von FIFA-Präsident Gianni Infantino angekündigten Partnerschaft des Fußball-Weltverbands mit Donald Trumps Friedensrat keinen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot der olympischen Charta. Die FIFA unterstütze durch den Fußball ein umfassendes Investitionsprogramm zur Wiederbelebung des Sports in Gaza, teilte ein Sprecher des Internationalen Olympischen Komitees mit. Dieses Engagement stehe „ganz im Einklang mit der Rolle eines internationalen Sportverbands“. Zuvor hatte ein Auftritt von Infantino bei der ersten Sitzung des umstrittenen Friedensrats für Aufsehen gesorgt. Der Schweizer hatte vorn auf dem Podium Platz genommen, ganz in der Nähe von Argentiniens Präsident Javier Milei und Ungarns Regierungschef Viktor Orban. „Jeder muss den Frieden unterstützen“, sagte Infantino bei seiner kurzen Rede. Danach zeigte er einen Werbespot, in dem der Bau von Fußballfeldern in Gaza angekündigt wurde. Darauf angesprochen hatte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry am Rande der Winterspiele in Mailand gesagt, das IOC werde sich den Vorgang anschauen. Auf Nachfrage betonte sie: „Die olympische Charta ist sehr klar darin, was von den Mitgliedern erwartet wird.“ Einen Tag später hatte das IOC keine Beanstandungen zu den FIFA-Plänen. Diese würden „Vorschläge für die sportliche Infrastruktur, Ausbildung und Förderung von Spitzensportlern“ unterbreiten. „Das IOC hat durch die olympische Solidarität, unser Entwicklungsinstrument, die sportliche Entwicklung in der Region unterstützt und wird dies auch weiterhin tun“, hieß es von dem Sprecher der Dachorganisation weiter. Den Friedensrat hatte US-Präsident Trump beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos gegründet, er selbst hat den Vorsitz inne – und zwar auf Lebenszeit. Im Kern soll der Friedensrat globale Konflikte lösen. Anders als zunächst erwartet, handelt es sich nicht um ein Gremium, das ausschließlich der Überwachung einer Befriedung des Gazastreifens gewidmet ist. Infantino hat zu Trump eine enge Verbindung. Im Sommer richtet die USA gemeinsam mit Mexiko und Kanada die WM aus. Bei der WM-Auslosung in Washington im vergangenen Dezember war Trump der neu eingeführte FIFA-Friedenspreis verliehen worden. (dpa)
Versöhnlicher Abschluss für die Topfavoritinnen: Kanadas Curlerinnen haben sich nach ihrem überraschenden Aus im Halbfinale immerhin die Bronzemedaille gesichert. Im Krimi gegen die USA gewann der Rekordweltmeister am Samstag 10:7 und schloss die Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo als drittbeste Nation ab. Am Freitag hatte Kanada beim 3:6 gegen Schweden das Endspiel verpasst.Das kleine Finale bot Spannung bis zum Schluss. Beim Stand von 8:7 für Kanada blieb US-Skip Tabitha Peterson mit ihrem letzten Stein zu unpräzise und konnte das Spiel nicht in ein mögliches Extra-End bringen. Im Goldspiel am Sonntag (11.05 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport) trifft Schweden auf die Schweiz. (sid)
US-Präsident Donald Trump kommt italienischen Medienberichten zufolge wohl doch nicht für einen Kurzbesuch der Olympischen Winterspiele nach Italien. Die Zeitung „Corriere della Sera“ berichtete, dem US-Konsulat in Mailand sei eine Absage mitgeteilt worden. Zuvor gab es Gerüchte, Trump wolle am Sonntag nach Mailand reisen, um das Eishockey-Finale der Männer zu verfolgen. Dort treffen die USA auf Kanada. Italienische Medien berichteten Anfang der Woche, die lokalen Sicherheitsbehörden hätten sich auf eine mögliche Visite des US-Präsidenten vorbereitet. Nach Angaben des „Corriere della Sera“ bleiben die bislang vorbereiteten Sicherheitsmaßnahmen jedoch vorerst bestehen – „auch für einen möglichen und plötzlichen Kurswechsel“, meldete das Blatt nun weiter. Vor wenigen Tagen hieß es noch, Trump wolle bei einem Einzug des US-Teams ins Eishockey-Finale nach Mailand reisen und anschließend an der Abschlussfeier in Verona am Sonntagabend teilnehmen. Eine offizielle Bestätigung aus den USA für solche Pläne gab es jedoch nicht. Auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hielt sich bedeckt. Ein Sprecher sagte damals, das IOC äußere sich nicht zu Reisen von Staatsoberhäuptern. (dpa)
Im dichten Schneetreiben winkte Franziska Preuß ins Publikum und konnte trotz einer weiteren sportlichen Enttäuschung lachen. Anschließend schnappte sie sich eine Deutschland-Fahne – und verabschiedete sich endgültig von der Biathlon-Bühne. Das Happy End im letzten Rennen ihrer Karriere blieb bei den Olympischen Winterspielen allerdings aus. Die Ausnahmesportlerin belegte nur Platz 28 nach sieben Strafrunden im Massenstart über 12,5 Kilometer in Antholz. Damit verpasste sie die erhoffte Einzelmedaille deutlich.Stattdessen setzte Oceane Michelon die französischen Biathlon-Festspiele in Antholz fort und gewann Gold vor Teamkollegin Julia Simon und der Tschechin Tereza Vobornikova. Es waren bereits das sechste Gold und die Medaillen Nummer 12 und 13 für die Équipe Tricolore in Antholz. Beste Deutsche war Vanessa Voigt, die bis zum letzten Schuss sogar von einer Medaille träumen durfte. Doch die Strafrunde bedeutete am Ende Platz sieben für die Thüringerin. Janina Hettich-Walz belegte Platz 17.Als bei Schneefall der Startschuss in der Antholz Biathlon Arena erfolgte, waren alle Augen auf Preuß gerichtet. Viele Hände musste die Gesamtweltcupsiegerin schütteln, äußerlich locker nahm sie ihr letztes Rennen mit der Startnummer 13 in Angriff. „Es fühlt sich gut an. Ich freue mich auf das Rennen, genauso wie auf das Ende vom Rennen. Ich versuche nicht allzu viel darüber nachzudenken, was dann ist, sondern jeden Moment bewusst wahrzunehmen. Denn das wird es nicht mehr geben“, sagte Preuß der ARD.Doch ihre Misere am Schießstand blieb Preuß auch im letzten Rennen treu. Ein Fehler im ersten Liegendschießen, ein weiterer beim zweiten – der Traum von einer Medaille war quasi schon vor der Halbzeit dahin. Und es kam noch schlimmer. Beim ersten Stehendschießen folgten weitere vier Patzer. Danach war es für die Gesamtweltcupsiegerin des vergangenen letzten Jahres nur noch eine lockere Abschiedstournee durch die italienische Winterlandschaft. (dpa)
Ausnahme-Langläufer Johannes Hoesflot Klaebo hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien seine sechste Goldmedaille gewonnen und damit den nächsten Rekord aufgestellt. Der Norweger siegte über 50 Kilometer in der klassischen Technik. Damit ist er der erste Sportler bei Winterspielen, der bei einer Olympia-Ausgabe sechs Titel gewinnt.„Ich finde keine Worte dafür“, sagte der 29-Jährige nach seinem Triumph am Samstagmittag in einem brutal schweren Klassikrennen über 50 Kilometer, mit dem er sich zum absoluten König der Winterspiele krönte: „Jetzt bin ich so müde, dass ich mich nicht mehr wie ich selbst fühle.“Mit nun elf Goldmedaillen führt Klaebo zudem souverän die Rangliste der erfolgreichsten Winterspiele-Athleten vor seinen Landsleuten Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) an, die jeweils achtmal Gold gewonnen haben.Klaebo, der nun bei allen Starts in Tesero gewonnen hat, setzte sich schon früh im Rennen mit Emil Iversen und Martin Löwström Nyenget ab. Die drei Norweger machten die Medaillen unter sich aus. Nyenget holte Silber, Iversen Bronze. Als bester Deutscher lief Florian Notz in Tesero auf den zehnten Platz. Klaebo erreichte nach 2:07:07 Stunden das Ziel.Schon nach seiner zehnten olympischen Goldmedaille, die der 29-Jährige am Mittwoch im Teamsprint gewonnen hatte, sagte er: „Es ist verrückt. Es ist schwer, es in Worte zu fassen. Es fühlt sich unwirklich an.“ Zum Abschluss setzte er noch einen drauf. (dpa)
Die deutschen Skibergsteiger haben bei der Olympia-Premiere im Mixed-Wettbewerb eine Medaille verpasst. Das Duo Tatjana Paller und Finn Hösch landete bei den Winterspielen in Italien auf dem siebten Platz. Den Olympiasieg holten sich auf der berühmten Stelvio-Piste in Bormio Emily Harrop und Thibault Anselmet aus Frankreich. Silber ging an Marianne Fatton und Jon Kistler aus der Schweiz, Bronze an die Spanier Ana Alonso Rodriguez und Oriol Cardona Coll.Die deutschen Skibergsteiger bleiben damit ohne Medaille bei den Winterspielen. Im Einzel im Sprint am Donnerstag hatte Paller den vierten Platz belegt und damit das Podest knapp verfehlt. Hösch war bereits im Vorlauf ausgeschieden.Skibergsteigen gehört zum ersten Mal zum olympischen Wettkampfprogramm und hat den Ursprung im Skitourengehen. Die Athletinnen und Athleten laufen mit ihren Skiern einen Hang hoch. Um dabei nicht rückwärts zu rutschen, sind Felle unten an die Skiflächen gespannt. Für eine kurze Abfahrt werden die Felle an den Skiern entfernt und es geht wieder hinunter. Zwischendurch müssen die Sportlerinnen und Sportler ein kurzes Stück Treppen steigen, auf diesem Streckenabschnitt werden die Skier abgeschnallt.Im Mixed-Wettbewerb wurden von jeder Frau und jedem Mann jeweils zwei Runden zurückgelegt. Die Runden sind dabei länger als noch im Einzel. Je Runde mussten die Athletinnen und Athleten jeweils etwa 140 Höhenmeter überwinden. (dpa)
Eine unsportliche Aktion des Schweizers Ryan Regez hat Tim Hronek die Chance auf eine olympische Medaille im Ski Cross gekostet. Der 33 Jahre alte Goldmedaillengewinner von Peking blockte im Halbfinale einen Überholversuch regelwidrig ab, indem er Hronek den Arm gegen den Hals drückte. Der Bayer verlor dadurch für einen Moment Geschwindigkeit und Kontrolle. Der Japaner Satoshi Furuno schob sich als Unbeteiligter der heftig diskutierten Szene vorbei und zog ins Finale ein. „Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der aktuell verletzte Skicrosser Tobias Müller als Experte der ARD.Regez wurde zwar bestraft. Hronek half diese Sanktion allerdings nicht, er musste im kleinen Finale antreten. Gold-Hoffnung Florian Wilmsmann verpasste das Finale ebenfalls und duellierte sich mit Hronek. Die beiden Deutschen landeten einen Tag nach dem Olympiasieg von Daniela Maier auf den Rängen sechs und sieben – Hronek mit Wut im Bauch vor Wilmsmann. Gold ging an den Italiener Simone Deromedis. Dahinter komplettierten sein Landsmann Federico Tomasoni sowie Alex Fiva aus der Schweiz das Podest. Chancenlos im Kampf um die Medaillen waren dagegen die weiteren Deutschen Cornel Renn und Florian Fischer. Das Duo schied im Viertelfinale aus. (dpa)