Olympia 2026: Getränkeverkäuferin über Alltag in Eishockey-Halle
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21.02.2026 11:47 Uhr |

Olympia 2026: Getränkeverkäuferin über Alltag in Eishockey-Halle
Die Schwedin Ebba Andersson ist die erste Olympiasiegerin im Langlauf über 50 Kilometer. Die 28-Jährige setzte sich bei der Winterspiele-Premiere der Distanz für Frauen mit mehr als zwei Minuten Vorsprung vor Silbergewinnerin Heidi Weng aus Norwegen durch. Bronze gewann die Schweizerin Nadja Kälin. Außer in der Staffel hat Schweden bei diesen Winterspielen alle Langlauftitel bei den Frauen gewonnen. (dpa)
Im letzten Versuch hat sich Freestyle-Star Eileen Gu bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien doch noch ihr ersehntes Gold geschnappt. Nach zwei Silbermedaillen im Slopestyle und im Big Air wiederholte die für China startende Gu am Sonntag in der Halfpipe ihren Olympiasieg von 2022. Mit 94,75 Punkten für ihren besten Lauf setzte sie sich im Livigno Snow Park vor ihrer Landsfrau Li Fanghui (93,00) und der Britin Zoe Atkin (92,50) durch. Gu stand im Wettkampf zu Beginn unter Druck, nach Problemen bei ihrem ersten Trick im ersten Run reihte sie sich zunächst nur auf Rang acht ein. Im zweiten Versuch zeigte sie dann ihr ganzes Können und setzte sich an die Spitze des Feldes, bevor sie sich im dritten Run nochmal um 0,75 Punkte verbesserte.Die 22-Jährige hat in ihrer Karriere insgesamt drei Goldmedaillen und drei Silbermedaillen bei Olympischen Spielen gewonnen und ist damit nun allein und geschlechterübergreifend die erfolgreichste Freeski-Athletin der bisherigen Geschichte. Mit ihrem Gold am Sonntag übertrumpfte sie den kanadischen Aerials-Athleten Mikael Kingsbury, der in seiner Laufbahn zwei olympische Gold- und drei Silbermedaillen geholt hat. (sid)
Mit einer freiwilligen Aufgabe nach zwei von vier Durchgängen hat Israels Viererbob am letzten Tag der Olympischen Winterspiele für Wirbel gesorgt. Wie das israelische Olympia-Komitee (OCI) gegenüber der „Times of Israel“ mitteilte, sah es sich zur Abmeldung seines eigenen Teams gezwungen, da dieses einen Fahrer auf unerlaubte Weise auswechseln wollte. Das entspricht den Informationen der Deutschen Presse-Agentur, wonach das Team nicht vom Bob- und Skeleton-Weltverband disqualifiziert worden war, sondern sich selbst aus dem Wettbewerb nahm.Israel war am Samstag mit dem Team bestehend aus AJ Edelman, Menachem Chen, Uri Zisman und Omer Katz in den ersten beiden Läufen des Wettbewerbs angetreten und lag auf dem 24. Rang. Im dritten Lauf am Sonntagmorgen startete die Auswahl dann nicht mehr. Wie das israelische Olympische-Komitee in der „Times of Israel“ erklärte, habe Zisman eine Krankheit vorgetäuscht, um seinem Teamkollegen und Ersatzfahrer Ward Fawarseh die Teilnahme an seiner Stelle zu ermöglichen. Später soll der Fahrer die Lüge zugegeben haben, erklärte das OCI und bezeichnete das Verhalten als „unangemessen“ und als Verstoß „gegen faire und sportliche Verhaltensweisen“.Auf Instagram meldete sich Pilot Edelman, ging aber nicht konkret auf den Vorwurf der Lüge ein. „Da unsere Platzierung vor dem letzten Lauf so gut wie feststand, war es uns wichtiger, dass unser Ersatzmann die Möglichkeit hatte, an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Das Team entschied sich für den Wechsel“, schrieb der Bobfahrer. (dpa)
Die unter neutraler Flagge startende Russin Darija Neprjajeva hat beim Olympia-Abschluss der Langläuferinnen versehentlich die Ski von Katharina Hennig Dotzler genommen. Im Rennen über 50 Kilometer ist es üblich, dass die Sportlerinnen die Ski zwischendurch wechseln. So machte es auch Neprjajeva: Sie nutzte aber die falsche Wechselbox 12, ihre Startnummer war die 14, und griff daher zum falschen Material.Die deutschen Techniker mussten daraufhin in Windeseile neue Ski für Hennig Dotzler präparieren. Es gelang: Rund 20 Kilometer vor dem Ende des Rennens konnte Hennig Dotzler ihre Ski wechseln.„Wir haben die Information bekommen, dass in Kathas Box kein Ski mehr liegt“, sagte der deutsche Cheftechniker Lukas Ernst: „Zu diesem Zeitpunkt war das Technikerteam bereits in der Mittagspause. Wir mussten alles wieder hochfahren, einen halben Truck neu aufbauen. Wir haben es geschafft, zehn Sekunden vor dem Wechsel wieder einen Ski in die Box zu legen. Dass jemand wirklich weiterläuft und der Ski dann fehlt, das haben wir so noch nicht erlebt.“Sowohl für Neprjajewa als auch für Hennig Dotzler waren die Top-Platzierungen zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich entfernt. (dpa/sid)
Die Bobfahrerinnen Laura Nolte und Deborah Levi haben ihren zweiten Gold-Coup im Zweierbob nach Peking 2022 im Deutschen Haus ausgiebig gefeiert. „Wir sind voll am Genießen, das jetzt geschafft zu haben und vor allem dann den Moment mit Familie und Freunden teilen zu können“, sagte Nolte, die ihre olympische Zukunft in vier Jahren noch offen lässt. 2030 werden die Medaillen in den französischen Alpen vergeben. „In La Plagne haben wir unseren ersten Weltcupsieg zusammen geholt. Doch vier Jahre sind noch weit weg. Schauen wir mal“, sagte die 27 Jahre alte Pilotin und gab Einblick in ihre Zukunftsplanungen: „Wir wollten 2026 eigentlich aufhören. Ich glaube, das haben wir uns beide so ein bisschen anders überlegt. Es macht einfach nur super viel Spaß“, betonte Nolte. (dpa)
Der Sommer-Rekordler huldigt dem Winter-Rekordler: Schwimm-Ikone Michael Phelps hat dem norwegischen Skilanglaufstar Johannes Hoesflot Klaebo nach dessen sechstem Gold bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina gratuliert. „Herzlichen Glückwunsch an Johannes, der nun zu einem erlesenen Kreis gehört“, schrieb der 40 Jahre alte US-Amerikaner in einer Botschaft an das norwegische Fernsehen.Phelps, der in seiner Karriere 23 Goldmedaillen gewann, und Klaebo, der auf elf kommt, sind die einzigen Sportler in der bisherigen olympischen Geschichte, die Siege in zweistelliger Zahl gesammelt haben.„Es ist unglaublich, die Gelegenheit zu haben, etwas zu sehen, was seit Beginn der olympischen Geschichte nur wenigen gelungen ist“, schrieb Phelps: „Ich weiß, wie viel harte Arbeit und Hingabe dahinter stecken.“ (sid)
Die schwedische Topfavoritin Frida Karlsson fällt für die olympische Skilanglauf-Entscheidung über 50 Kilometer an diesem Sonntag (10.00 Uhr) aus. Wie Schwedens Team mitteilte, leidet die Olympiasiegern im Skiathlon und über 10 Kilometer an einer Erkältung. Auch ihre Teamkollegin Jonna Sundling muss passen.In der deutschen Mannschaft gibt es ebenfalls einen Ausfall. Katherine Sauerbrey tritt nicht an, weil sie nach DSV-Angaben leicht angeschlagen ist. Damit ist Katharina Hennig Dotzler die einzige deutsche Starterin. (sid)
Erst Gold, dann Silber: Die niederländische Eisschnellläuferin Marijke Groenewoud hat kurz nach ihrem Olympiasieg im Massenstart auch noch einen Verlobungsring an den Finger bekommen. Ihr Partner Mike Dogterom überraschte die frisch gebackene Goldmedaillengewinnerin mit einem Heiratsantrag.„Plötzlich ging jemand vor mir auf die Knie, und alles, was ich dachte, war: „Oh nein, wirklich, ist das wahr?“ Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es ist unglaublich. Ich kann kaum glauben, was mir gerade passiert ist“, sagte Groenewoud nach ihrem doppelten Glücksmoment.Nach der Siegerehrung stieg Groenewoud nichtsahnend eine Treppe hinauf, nachdem sie fragenden Journalisten Rede und Antwort gestanden hatte. Nach einer kurzen Umarmung zückte Dogterom eine Schatulle aus seiner rechten hinteren Hosentasche und ging auf die Knie. Groenewoud sagte schnell „Ja“.Auf die Frage, ob sie sich mehr über die Goldmedaille oder den Verlobungsring freue, antwortete die 27-Jährige: „Diese Frage habe ich jetzt schon ein paar Mal erhalten, aber ich freue mich über beides sehr. Ich bin heute für olympisches Gold angetreten, und ich werde mit Gold und einem silbernen Ring nach Hause gehen. Ich bin überglücklich.“ Für Groenewoud war es der perfekte Tag. „Gold und Silber an einem Tag – was kann ich mir mehr wünschen?“ (dpa)
Kanadas Curler Marc Kennedy hat nach dem Olympiasieg mit seiner Mannschaft offen über Hassnachrichten während des Curling-Turniers gesprochen. „Es gab in dieser Woche viel Hass da draußen, aber wir haben uns entschieden, diesen Hass nicht in unsere Kabine zu lassen, ihm keinen Raum in unseren Köpfen zu geben und uns einfach gegenseitig zu vertrauen“, sagte der 44-Jährige.Kurz zuvor hatte sich das kanadische Team in Cortina d'Ampezzo in einem spannenden Finale 9:6 gegen Großbritannien durchgesetzt. Kennedy und seine Kollegen fielen sich in die Arme, schrien gelöst ihre Freude heraus und jubelten dann mit ihren Fans.„Es bedeutet mir die Welt, meine Teamkollegen mit einer Medaille um den Hals zu sehen. Ich weiß nicht, ob die Leute jemals verstehen werden, was wir als Team in dieser Woche durchgemacht haben, was ich ihnen als Team in dieser Woche zugemutet habe“, sagte Kennedy. „Ich bin einfach so stolz auf sie. Ich liebe diese Jungs.“Kennedy hatte zu Beginn des Curling-Turniers wegen einer angeblichen Schummelei großen Wirbel ausgelöst. Der Schwede Oskar Eriksson warf dem Kanadier eine irreguläre mehrmalige Berührung des Steins während der Abgabe vor. Kennedy reagierte sichtlich verärgert, stritt einen Regelverstoß ab und rief seinem Kontrahenten sogar ein derbes „Fuck off“ hinterher: „Verpiss dich.“Mit der Goldmedaille um den Hals und etwas Abstand sagte der Kanadier nun: „Ich hätte das besser lösen können, absolut. Aber was geschehen ist, ist geschehen.“ (dpa)
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Der Blick auf die skandinavische Konkurrenz ließ Johannes Hoesflot Klaebo lächeln. „Davon muss ich ein Bild machen und es an meine Wand hängen“, sagte der derzeit wohl beste Langläufer der Welt. Ein Reporter hatte den Norweger darauf hingewiesen, dass er mit seinen sechs Goldmedaillen in Tesero genauso viele gewonnen hat, wie das ganze schwedische Team bis zu diesem Zeitpunkt bei diesen Olympischen Winterspielen zusammen. „Das ist ja noch nicht mal ein Funfact, sondern Realität. Das ist cool“, sagte Klaebo.Mit seinem sechsten Gold stellte der Ausnahmesportler den nächsten Rekord auf. Sechs Olympiasiege bei einer Ausgabe von Winterspielen hatte zuvor noch niemand geschafft. Mit elfmal Gold führt Klaebo auch die Gesamtrangliste beim größten Wintersport-Event der Welt an. Sein letzter Sieg von Italien im Rennen über 50 Kilometer sei „die Krönung“ und habe für ihn eine ganz spezielle Bedeutung, erklärte er. (dpa)
Lindsey Vonn hat sich in einer weiteren Botschaft aus dem Krankenhausbett an die Kritiker ihres Comebacks gewandt. „Es war nicht alles umsonst. Es war alles. Und es war kein Traum. Auch wenn es sich jetzt, während ich hier im Krankenhausbett sitze, weit weg anfühlt“, sagte die 41-Jährige in einem Instagram-Beitrag.„Aber ich habe es geschafft. Ich bin zurückgekommen. Ich habe gewonnen. Ich bin angetreten und habe das geschafft, was die meisten in meinem Alter mit einer Teil-Knieprothese für unmöglich hielten. Jeder Moment war großartig, jeder Moment war es wert“, sagte Vonn.Vonn hatte Ende 2024 ein Comeback gestartet, das seinen Höhepunkt bei den Olympischen Winterspielen in Italien finden sollte. Doch in der Olympia-Abfahrt von Cortina d'Ampezzo stürzte sie schwer und zog sich eine komplexe Schienbeinverletzung zu. Seitdem wurde die Amerikanerin bereits mehrfach operiert. Vonn war trotz eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses im linken Knie an den Start gegangen.Was sie getroffen habe, seien Stimmen gewesen, die ihr vorwarfen, egoistisch einen Startplatz für Olympia zu blockieren. „Für all die Hater da draußen“, die nicht verstehen würden, was es bedeute, sich seinen Platz zu verdienen, präsentierte sie in ihrem Instagram-Beitrag ihre Bilanz seit ihrem Comeback. Dabei verwies die Olympiasiegerin von 2010 unter anderem auf ihre Führung im Abfahrtsweltcup, ihre zwei Weltcupsiege in der Abfahrt und zahlreiche Podestplätze. „Ich habe nicht mein großes Ziel erreicht. Aber doch eine ganze Menge“, schrieb Vonn. „Danke an alle, die an mich geglaubt haben.“ (dpa)
Erst Hand in Hand mit Olympiasiegerin Alysa Liu, dann unter tosendem Applaus und mit Tränen in den Augen: Eiskunstlauf-Star Ilia Malinin ist mehr als eine Woche nach seinem Kür-Drama aufs olympische Eis zurückgekehrt. Der 21-Jährige begeisterte das Publikum beim traditionellen Olympia-Schaulaufen wieder mit seiner fast schon üblichen spektakulären Flugshow und einem emotionalen Programm. Bei der gemeinsamen Darbietung mit den anderen US-Läufern, mit denen er Gold im Teamwettbewerb gewann, lief er Hand in Hand mit Liu und Amber Glenn.Malinin war in der Einzelkonkurrenz der Männer wegen mehrerer schwerer Patzer in der Kür noch vom ersten Platz nach dem Kurzprogramm auf den achten Rang abgerutscht. Anschließend schrieb Malinin bei Instagram, dass er mit dem immensen Druck nicht klargekommen sei – und sprach über das Thema mentale Gesundheit. Konkret berichtete er dabei auch von „widerwärtigem Online-Hass“. Vor seiner bitteren Niederlage in Italien war der zweimalige Weltmeister mehr als zwei Jahre lang ungeschlagen.Beim Schaulaufen waren mehr als 40 Eiskunstläufer dabei, die gemeinsam ihren Sport feierten. Auch Minerva Hase und Nikita Volodin, die im Paarlaufen Bronze und damit die einzige deutsche Medaille im Eiskunstlaufen bei den Winterspielen in Italien holten, nahmen an der Abschlussgala teil.Bei einem bunten Abend überraschte Sensations-Olympiasieger Michail Schaidorow aus Kasachstan das begeisterte Publikum im Panda-Kostüm und zeigte echte Comedy-Qualitäten. Den krönenden Abschluss bildete Liu, die bei den Frauen Gold gewann, bevor sich dann alle Beteiligten mit einer Gemeinschaftschoreographie von den Zuschauern verabschiedeten. (dpa)