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04.02.2026
17:06 Uhr
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Helikopter-Einsatz nach schwerem Sturz im Ski-Training +++ Cyber-Attacke aus Russland auf Winterspiele +++ Italienische Legenden für die Eröffnungsfeier +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Vier Spielerinnen des finnischen Eishockey-Nationalteams sind an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter Berufung auf die Teamärztin Maarit Valtonen handelt es sich um das hoch ansteckende Norovirus. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.Training und Medienauftritte am Mittwoch wurden vorsichtshalber abgesagt. Am Donnerstagabend (21.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, im ZDF und bei Eurosport) und damit einen Tag vor der Eröffnungsfeier sollten die Finninnen in Mailand ihr Auftaktspiel gegen Kanada bestreiten. Dafür muss das Team aber laut den Regularien aus 17 Spielerinnen – davon zwei Torhüterinnen – bestehen.„Wir führen Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband. Wenn wir nicht in der Lage sind, eine solche Anzahl von Spielerinnen auf das Eis zu bringen, müssen wir darüber diskutieren, mit wie vielen Spielerinnen das Spiel noch gespielt werden könnte. Es wäre praktisch unmöglich, in einem solchen Turnier einen neuen Termin für das Spiel zu finden“, sagte Finnlands General Manager Kimmo Oikarinen der öffentlich-rechtlichen finnischen Rundfunkanstalt Yle. Teamärztin Valtonen erklärte, dass die Erkrankten und ihre Zimmermitbewohnerinnen im olympischen Dorf isoliert worden seien. „Und alle Räumlichkeiten des Teams im olympischen Dorf und in der Eishalle werden desinfiziert, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Außerdem wird versucht, vorerst alle Kontakte zu vermeiden.“ Namen der erkrankten Spielerinnen wurden nicht genannt. (dpa)
Rund 135.000 Olympia-Fans haben bei der Online-Wahl des deutschen Fahnenträger-Duos für die Eröffnungsfeier der Winterspiele ihre Stimme abgegeben. Das sind deutlich mehr als vor Winter-Olympia in Peking vor vier Jahren, als sich 120.000 Menschen an dem Voting beteiligten. Den bisherigen Rekord für diese Publikumswahl hält nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbunds die Abstimmung vor den Sommerspielen in Paris 2024, als sogar eine halbe Million Sportfans teilnahmen.Das Ergebnis der Wahl verkündet der DOSB am Donnerstag in Mailand, einen Tag vor der Eröffnung der Spiele in Nord-Italien. Bei den Frauen waren Bob-Pilotin Laura Nolte, Snowboarderin Ramona Hofmeister und Skispringerin Katharina Schmid nominiert. Als Kandidaten bei den Männern gingen Eishockey-Topstar Leon Draisaitl, der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek und Rodler Tobias Wendl ins Rennen. Neben den Fans durften auch die Athletinnen und Athleten des deutschen Teams ihre Favoriten wählen. Die Ergebnisse beider Abstimmungen fließen jeweils zur Hälfte in die Entscheidung ein. „Wer es auch immer sein wird, es wird ein würdiges Duo sein“, sagte Chef de Mission Olaf Tabor am Tag vor der Bekanntgabe des Resultats.Bei der Vorauswahl legte der DOSB nach eigenen Angaben Wert auf die Erfolge sowie die Vorbildfunktion der Sportlerinnen und Sportler. Außerdem sollten die Athletinnen und Athleten verschiedene Sportarten und Disziplinen vertreten. (dpa)
Italien hat zwei Tage vor Beginn der Winterspiele eine Reihe russischer Cyberangriffe auch auf die Sportgroßveranstaltung abgewehrt. Das teilte der italienische Außenminister Antonio Tajani laut italienischen Medienberichten mit.„Wir haben eine Reihe von Cyberangriffen auf Büros des Außenministeriums, beginnend in Washington, und auch auf einige Standorte der Olympischen Winterspiele, darunter Hotels in Cortina, vereitelt“, sagte Tajani während einer Reise nach Washington und fügte hinzu, dass die Angriffe „russischen Ursprungs“ gewesen seien.Das Thema Sicherheit wird bei Olympia traditionell großgeschrieben. Im Vorfeld der Spiele 2026 hatte es auch wegen eines möglichen Einsatzes der US-Einwanderungsbehörde ICE vor Ort heftige Diskussionen gegeben.Russland ist als Nation wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von Olympia ausgeschlossen. Allerdings dürfen russische und belarussische Athletinnen und Athleten als neutrale Sportlerinnen und Sportler in Norditalien antreten. (dpa)
Der norwegische Skirennfahrer Fredrik Möller hat für den ersten schweren Sturz bei den alpinen Olympia-Wettbewerben von Italien gesorgt. Der 25-Jährige stürzte im ersten offiziellen Abfahrtstraining in Bormio und musste mit dem Helikopter von der Stelvio-Piste gebracht werden. Möller verlor in einer Kurve den Halt, schlitterte über die Piste und stand anschließend zunächst noch auf. Dabei konnte er aber dem Augenschein nach den linken Arm nicht mehr bewegen. Möller wurde für mehrere Minuten behandelt und schließlich eingepackt an einem Seil hängend weggeflogen.Der einstige Sieger des Super-G von Bormio war bereits im Dezember bei der Abfahrt in Gröden schwer gestürzt. Er hatte sich dabei kleinere Frakturen im Rücken zugezogen und zudem zwei Zähne verloren.Um die ersten Alpin-Medaillen dieser Winterspiele geht es am Samstag bei der Männer-Abfahrt in Bormio. Die schnellste Zeit im Auftakttraining fuhr der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, Simon Jocher kam auf Platz 24. Die alpinen Wettbewerbe der Frauen finden in Cortina d'Ampezzo statt. (dpa)
Das Internationale Olympische Komitee prüft, ob künftige Winterspiele vor dem Hintergrund des Klimawandels bereits im Januar stattfinden könnten. „Vielleicht diskutieren wir auch darüber, die Olympischen Winterspiele etwas nach vorne zu verlegen“, wurde der Österreicher Karl Stoss, IOC-Mitglied und Leiter der Überprüfung des Sportprogramms, zwei Tage vor Beginn der Eröffnungsfeier bei den Winterspielen in Italien von der Nachrichtenagentur AP zitiert.Eine Verlegung könne dann auch Auswirkungen auf den Termin der Paralympics haben. „Vielleicht finden die Paralympics im Februar statt und die anderen Spiele im Januar. Auch das ist Teil unserer Diskussionen“, äußerte Stoss. Die Paralympics in Italien werden vom 6. bis 15. März ausgetragen. „Der März ist sehr spät, weil die Sonne dann stark genug ist, um den Schnee zu schmelzen“, so Stoss.Nach Expertenangaben bedroht der Klimawandel die Wintersport-Wettbewerbe in vielen Regionen. Allein im Olympia-Ort Cortina d'Ampezzo sei die Februar-Temperatur seit den ersten Winterspielen an diesem Ort im Jahr 1956 um 3,6 Grad gestiegen, hatte die gemeinnützige US-Organisation Climate Central in Princeton (New Jersey) in einem Überblick anlässlich der Spiele berichtet. Die Zahl der Frosttage habe dort zugleich um 19 Prozent abgenommen. (dpa)
Kurz vor dem Start der Winterspiele in Italien verzichtet der deutsche Chef de Mission auf ein konkretes Medaillenziel. „Eine Zielvorgabe haben wir gar nicht, die Zielvorgabe haben die Athleten für sich allein“, sagte Olaf Tabor, Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes, fügte aber hinzu: „Wir sind eine Wintersport-Nation, wir wollen aufs Stockerl, wir wollen unter die ersten drei Nationen.“Vor vier Jahren in Peking hatte das deutsche Team 27 Medaillen geholt, davon 12 Mal Gold, 10 Mal Silber und 5 Mal Bronze. „Wir streben an, dass wir von der Gesamtmedaillenanzahl wieder in den Bereich kommen, mit dem wir Peking verlassen haben“, äußerte Tabor. Wie schon 2018 in Pyeongchang war die DOSB-Auswahl damals im Medaillenspiegel Zweiter hinter Norwegen geworden.Tabor rechnet dieses Mal mit einem engen Rennen ums Podium. „Wir werden sicher einen ganz harten Kampf haben.“ Aus Sicht des 55-Jährigen zählen Frankreich, die Niederlande, Gastgeber Italien und auch Japan zu den Kontrahenten.Bei Olympia in Mailand und Cortina d'Ampezzo geht das bislang mit Abstand größte deutsche Team in der Geschichte der Winterspiele an den Start. 86 Frauen und 99 Männer gehören dazu, rund ein Viertel der Auswahl zählt zu den beiden Eishockey-Teams.
Besondere Ehre für die italienischen Skilegenden Deborah Compagnoni und Alberto Tomba: Das Duo soll bei den Eröffnungsfeiern der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo als letzte Fackelläufer das Olympische Feuer entzünden. Compagnoni kommt diese Rolle im Dolomiten-Ort Cortina zu, Tomba in der Olympia-Hauptstadt Mailand. Das berichten italienische Medien am Mittwoch.Compagnoni (55) und Tomba (59) sind zwei der größten Wintersportidole Italiens. Compagnoni gewann 1992 (Super-G), 1994 und 1998 (jeweils Riesenslalom) Olympia-Gold und holte drei WM-Titel, Tomba „La Bomba“ sicherte sich 1988 die Olympia-Siege in Slalom und Riesenslalom und wiederholte seinen „Riesen“-Coup vier Jahre später. 1996 wurde er Doppel-Weltmeister.Bei den Winterspielen 2026 werden erstmals in der Geschichte vier Eröffnungszeremonien parallel abgehalten – in Mailand, Cortina, Livigno und Predazzo. Zum Abschluss werden auf dem Arco della Pace in Mailand und der Piazza Dibona in Cortina zwei Olympische Feuer entzündet – von Tomba und Compagnoni.Für die Feiern haben sich zahlreiche internationale und italienische Künstler wie Mariah Carey, Andrea Bocelli, Laura Pausini, Ghali, Cecilia Bartoli und Lang Lang angekündigt. Rund 1350 Freiwillige wirken auf den Bühnen der vier Standorte mit, weitere 700 hinter den Kulissen.Mehr als 50 Staats- und Regierungschefs sollen den Zeremonien beiwohnen, angeführt vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella. Für die Azzurri sind die Skirennläuferin Federica Brignone, die Shorttrackerin Arianna Fontana, der Curler Amos Mosaner und Langläufer Federico Pellegrino als Fahnenträger vorgesehen. (dpa)
DOSB-Präsident Thomas Weikert glaubt, dass sich „die Aufregung um die Entfernungen“ bei den Winterspielen bald „legen wird“. Im \"Münchner Merkur/tz\" sagte Weikert: „Mir ist es auch nicht recht, dass ich von Cortina drei Stunden nach Predazzo brauche. Aber es ist, wie es ist.“Die Aussage des Alpinchefs Wolfgang Maier vom Deutschen Skiverband (DSV) von „Spielen zweiter Klasse“ kann Weikert „überhaupt nicht“ nachvollziehen. „Es gibt zwar kein kompaktes Dorf für alle, das ist im Winter allerdings auch etwas schwieriger“, sagte er: „Den einen Ort, der die Traum-Infrastruktur, den Schnee und vorhandene Anlagen hat, den wird es in Zukunft nicht mehr geben.“Die Spiele finden großteils in bestehenden Anlagen statt. Diese aber erstrecken sich über 22.000 Quadratkilometer, von den Dolomiten bis zur Poebene. Maier stört sich vor allem an der Aufsplitterung der Alpinwettbewerbe: Die Frauen fahren in Cortina d'Ampezzo, die Männer im Stunden entfernten Bormio.Eine Lösung für die Zukunft der Winterspiele könnte für Weikert ein „rollierendes System“ mit festen Ausrichtern sein, für das sich auch Maier einsetzte. „Es wird aufgrund des Klimawandels zukünftig nicht mehr 15 Städte oder Regionen geben, die für Winterspiele infrage kommen. Da halte ich diese Idee für eine Alternative, über die es nachzudenken lohnt“, sagte er. (sid)
Mit einem Winter-Rekordaufgebot von 185 Sportlern (86 Frauen/99 Männer) sowie je zwei Ersatzathletinnen und -athleten geht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bei den 25. Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar) an den Start. Das Team des DOSB für Norditalien:BiathlonFrauen (6): Selina Grotian, Janina Hettich-Walz, Franziska Preuß, Julia Tannheimer, Vanessa Voigt, Anna WeidelMänner (5): Lucas Fratzscher, Philipp Horn, Philipp Nawrath, Justus Strelow, David ZobelBobFrauen (6/2): Lisa Buckwitz, Kim Kalicki, Deborah Levi, Laura Nolte, Talea Prepens, Neele Schuten; Ersatz: Kira Lipperheide, Leonie KluwigMänner (12/2): Adam Ammour, Issam Ammour, Georg Fleischhauer, Francesco Friedrich, Johannes Lochner, Thorsten Margis, Alexander Schaller, Alexander Schüller, Matthias Sommer, Felix Straub, Joshua Tasche, Jörn Wenzel; Ersatz: Tim Becker, Oliver PeschkCurlingMänner (5): Benjamin Kapp, Felix Messenzehl, Marc Muskatewitz, Johannes Scheuerl, Mario TrevisiolEishockeyFrauen (23): Sandra Abstreiter, Anne Bartsch, Nina Christof, Franziska Feldmeier, Daria Gleissner, Katharina Häckelsmiller, Nicola Hadraschek-Eisenschmid, Celina Haider, Ronja Hark, Mathilda Heine, Lisa Hemmerle, Hanna Hoppe, Nina Jobst-Smith, Laura Kluge, Emily Nix, Charlott Schaffrath, Jule Schiefer, Tara Schmitz, Chiara Schultes, Carina Strobel, Svenja Voigt, Lilli Welcke, Luisa WelckeMänner (25): Leon Draisaitl, Alexander Ehl, Maximilian Franzreb, Leon Gawanke, Korbinian Geibel, Philipp Grubauer, Dominik Kahun, Lukas Kälble, Marc Michaelis, Jonas Müller, Moritz Müller, Mathias Niederberger, John-Jason Peterka, Lukas Reichel, Tobias Rieder, Joshua Samanski, Justin Schütz, Moritz Seider, Wojciech Stachowiak, Nico Sturm, Tim Stützle, Frederik Tiffels, Parker Tuomie, Fabio Wagner, Kai WissmannEiskunstlaufFrauen (3): Minerva-Fabienne Hase, Annika Hocke, Jennifer Janse van RensburgMänner (3): Robert Kunkel, Benjamin Steffan, Nikita Volodin EisschnelllaufFrauen (6): Josie Hofmann, Maira Jasch, Anna Ostlender, Josephine Schlörb, Lea Sophie Scholz, Sophie WarmuthMänner (7): Patrick Beckert, Hendrik Dombek, Gabriel Groß, Moritz Klein, Felix Maly, Fridtjof Petzold, Finn SonnekalbNordische KombinationMänner (3): Vinzenz Geiger, Johannes Rydzek, Julian Schmid RodelnFrauen (5): Anna Berreiter, Dajana Eitberger, Merle Fräbel, Magdalena Matschina, Julia TaubitzMänner (7): Tobias Arlt, Toni Eggert, Timon Grancagnolo, Max Langenhan, Felix Loch, Florian Müller, Tobias WendlSkeletonFrauen (3): Susanne Kreher, Hannah Neise, Jacqueline PfeiferMänner (3): Christopher Grotheer, Axel Jungk, Felix KeisingerSki alpin Frauen (4): Emma Aicher, Lena Dürr, Jessica Hilzinger, Kira Weidle-WinkelmannMänner (5): Anton Grammel, Fabian Gratz, Simon Jocher, Alexander Schmid, Linus Straßer Skibergsteigen Frauen (2): Helena Euringer, Tatjana PallerMänner (1): Finn HöschSki Freestyle Frauen (7): Leonie Bachl-Staudinger, Sabrina Cakmakli, Luisa Klapprott, Daniela Maier, Muriel Mohr, Veronika Redder, Emma WeißMänner (4): Florian Fischer, Tim Hronek, Cornel Renn, Florian WilmsmannSkilanglaufFrauen (8): Pia Fink, Theresa Fürstenberg, Laura Gimmler, Katharina Hennig Dotzler, Helen Hoffmann, Sofie Krehl, Coletta Rydzek, Katherine SauerbreyMänner (5): Janosch Brugger, Friedrich Moch, Jakob Moch, Florian Notz, Jan StölbenSkispringen Frauen (4): Selina Freitag, Agnes Reisch, Katharina Schmid, Juliane SeyfarthMänner (4): Felix Hoffmann, Pius Paschke, Philipp Raimund, Andreas Wellinger Snowboard Frauen (9): Leilani Ettel, Kona Ettel, Jana Fischer, Anne Hedrich, Melanie Hochreiter, Ramona Hofmeister, Cheyenne Loch, Annika Morgan, Mathilda ScheidMänner (10): Yannik Angenend, Stefan Baumeister, Niels Conradt, Elias Huber, Max Kühnhauser, Christoph Lechner, Martin Nörl, Julius Reichle, Leon Ulbricht, Noah Vicktor (sid)
Die Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo sind die Spiele der weiten Wege. Stundenlange Fahrten durch die Berge liegen vor den Olympia-Besuchern, falls sie planen, in den 16 Tagen des Events mehr als einen Wettkampfort zu sehen. Die Athletinnen und Athleten sind auf mehrere Cluster verteilt. Der SID stellt die Orte und Sportstätten vor.Mailand: In der Metropole der norditalienischen Lombardei beginnt am 6. Februar das Spektakel mit der Eröffnungsfeier im altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion, das knapp 80.000 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bietet. In der neugebauten Milano Santagiulia Ice Hockey Arena spielen die NHL-Stars vor bis zu 14.700 Zuschauern um Eishockey-Gold, in der Milano Ice Skating Arena (9815 Zuschauer) stehen Wettbewerbe im Eiskunstlauf und Shorttrack an. Weitere Eishockeyspiele und die Entscheidungen im Eisschnelllauf steigen in zwei Hallen im Messekomplex.Cortina d'Ampezzo: Der zweite für die Spiele namensgebende Ort beheimatet Sportstätten für Ski alpin, Curling und den Schlittensport. Auf der Olimpia delle Tofane rasen die Frauen Richtung Tal, die Piste war schon 1956 bei den Spielen von Cortina im alpinen Programm. Das Cortina Curling Olympic Stadium war ebenfalls Teil der Ausgabe vor 70 Jahren. Nach langen Diskussionen bauten die Veranstalter das Cortina Sliding Centre für Bob, Skeleton und Rodeln neu.Antholz: Die Südtirol Arena (Arena Alto Adige) war regelmäßig Schauplatz von Biathlon-Weltmeisterschaften, zuletzt im Jahr 2020. Im mit 1600 Meter hochgelegenen Stadion finden zudem jährlich Weltcups statt. Offiziell gehört Antholz zum Cortina-Cluster, zwischen beiden Orten liegen allerdings 65 Kilometer auf einer Straße, die während der Spiele sicher viel Geduld erfordert. 19.000 Zuschauer können die Wettbewerbe verfolgen.Bormio: Die Frauen fahren in Cortina, die Männer mehr als fünf Autostunden entfernt über die Pista Stelvio in Bormio. Die Abfahrt gehört zu den schwierigsten und gefährlichsten im alpinen Ski-Weltcup. Ebenfalls in Bormio im Stelvio Ski Centre findet die olympische Premiere des Skibergsteigens statt.Livigno: Bormio und Livigno gehören zum sogenannten Valtellina-Cluster. In Livigno, nahe der Schweizer Grenze, steigen die Wettbewerbe im Snowboard (Livigno Snow Park) und Freestyle-Ski (Livigno Aerials & Moguls Park).Val di Fiemme: Die nordischen Disziplinen Skispringen, Langlauf und Kombination finden im Tal im Nordosten des Trentino statt. Gesprungen wird auf den Schanzen im Predazzo Ski Jumping Stadium, gelaufen im Tesero Cross-Country Skiing Stadium wenige Kilometer voneinander entfernt.Verona: Auch in der Region Venetien machen die Spiele Station, allerdings nicht mit Wettkämpfen. Im 2000 Jahre alten Amphitheater feiern Veranstalter, Sportler, Funktionäre und Fans am 22. Februar das Ende der Winterspiele. Wenig später steigt dort auch die Eröffnungsfeier der Paralympics, knapp 12.000 Zuschauer finden im antiken Rund Platz. (dpa)
Zwölfmal Gold bejubelten die deutschen Athleten und Athletinnen vor vier Jahren bei Olympia in Peking. Bei den Winterspielen in Italien hofft der Deutsche Olympische Sportbund auf eine ähnliche Ausbeute – besonders groß sind die Chancen im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo. Vor allem im Bob, Rodeln und Skeleton geht das deutsche Team aussichtsreich an den Start – ein Duo kann sich dabei zu den erfolgreichsten Winter-Olympioniken aus Deutschland krönen. Dies sind die größten deutschen Gold-Hoffnungen bei Olympia in Mailand und Cortina:Felix Loch, Rodeln: Der Altmeister Felix Loch ist in bestechender Form und hat mit seinem Sieg bei der Olympia-Generalprobe in Oberhof auch die Führung im Gesamtweltcup übernommen. „Ich bin schon lange nicht mehr so gut gefahren wie jetzt in diesem Moment“, sagt der dreimalige Rodel-Olympiasieger. Für den 36-Jährigen sind es die fünften Winterspiele. Erste Goldchance: Einsitzer, Sonntag, 8. Februar.Emma Aicher, Ski alpin: Sie ist die derzeit beste deutsche Skirennfahrerin – und vielseitig wie aktuell keine andere Alpin-Sportlerin auf der Welt. Die 22-Jährige gewann in diesem Winter schon eine Abfahrt und einen Super-G und war dabei sogar schneller als US-Star Lindsey Vonn. Aicher holte diese Saison im Slalom noch zwei Podestplätze. Sie kämpft gleich in drei Disziplinen um Edelmetall. Erste Goldchance: Abfahrt, Sonntag, 8. Februar.Ramona Hofmeister, Snowboard: Nach monatelanger Pause wegen einer Sprunggelenkfraktur meldete sich die 29-Jährige mit zwei Siegen im alpinen Snowboard-Weltcup zurück. Bei der Olympia-Generalprobe wurde die viermalige Gesamtweltcupsiegerin Zweite und holte sich weiteres Selbstvertrauen für ihre insgesamt dritten Spiele. Reicht es acht Jahre nach Bronze in Pyeongchang sogar für Gold? Hofmeister gilt als erste Herausforderin der überragenden Tschechin Ester Ledecka. Goldchance: Sonntag, 8. Februar.Tobias Wendl/Tobias Arlt, Rodeln: Sechs Goldmedaillen hat das bayerische Duo Tobias Wendl und Tobias Arlt seit 2014 in Sotschi schon verbucht. Und es sieht erneut nach einem Coup für die Rodel-Doppelsitzer aus – dies würde den deutschen Rekord für Winterspiele bedeuten. In Oberhof brachten sie sich mit Bahnrekord und dem 60. Weltcupsieg in Stellung. „Wenn alles zusammenkommt, dann sind wir in bestechender Form“, sagen die beiden 38 Jahre alten Routiniers. Erste Goldchance: Doppelsitzer, Mittwoch, 11. Februar.Vinzenz Geiger, Nordische Kombination: Er ist gerade rechtzeitig für die Winterspiele wieder in Topform. Beim letzten Weltcup-Wochenende vor der Reise nach Italien feierte der Olympiasieger von 2022 in Seefeld einen Sieg und wurde einmal Dritter. Der Oberstdorfer zählt unter den Nordischen Kombinierern vor allem im Langlauf zu den Allerbesten und ist für seinen famosen Schlussspurt bekannt. Erste Goldchance: Einzel, Mittwoch, 11. Februar.Jacqueline Pfeifer, Skeleton: Mit ihrem Sieg beim Weltcupfinale in Altenberg hat sich die 30-Jährige für Olympia in Stellung gebracht. Die Olympia-Zweite von Pyeongchang 2018 hatte auch das Auftaktrennen auf der neuen Olympia-Bahn gewonnen. „Ich fahre mit einem guten Gefühl zu den Olympischen Winterspielen“, sagte die Zweite im Gesamtweltcup. Ihr ohnehin schon schneller Skeleton-Schlitten hat für Olympia ein weiteres Update bekommen. Erste Goldchance: Einzel, Samstag, 14. Februar.Laura Nolte, Bob: Der Weg zu Gold führt in beiden Disziplinen nur über die 27 Jahre alte Laura Nolte. „Ich nehme die Favoritenrolle an, das macht uns nichts. Das sind wir die letzten Jahre schon oft gewesen“, sagte Nolte, die in Peking 2022 Gold mit Deborah Levi holte. Im Sommer hat sie ihre Sprintfähigkeiten gesteigert. Das macht sich auch im Monobob bemerkbar. Erste Goldchance: Monobob, Montag, 16. Februar.Minerva Hase/Nikita Volodin, Eiskunstlauf: Die Paarläufer sind die große Goldhoffnung des deutschen Eiskunstlauf-Teams. Bei der WM in Boston im vergangenen Jahr wurden sie Zweite und verpassten knapp den Titel. Bei Olympia träumen Hase/Volodin nun vom Gold-Coup. Zuletzt bei der EM in Sheffield musste das Duo mit Rang zwei und wackligen Vorstellungen aber einen Rückschlag einstecken. Goldchance: Montag, 16. Februar.Francesco Friedrich, Bob: Der Rekordweltmeister peilt sein drittes Gold-Double in Serie an. Doch sein Ruf als Dominator hat in dieser Olympia-Saison etwas gelitten. Johannes Lochner gewann beide Gesamtweltcups und dominierte gerade im Zweierbob mit Anschieber Georg Fleischhauer. Zuletzt gewann zweimal Adam Ammour und war der lachende Dritte. Erste Goldchance: Zweierbob, Dienstag, 17. Februar. (dpa)