FAZ 04.02.2026
17:49 Uhr

Liveblog Olympia 2026: Eishockey-Frauen halten bislang 1:1 gegen Schweden


Deutsche Fahnenträger stehen fest +++ Helikopter-Einsatz nach schwerem Sturz +++ Panne beim Curling-Start +++ Cyber-Attacke aus Russland auf Spiele +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: Eishockey-Frauen halten bislang 1:1 gegen Schweden

Für DOSB-Präsident Thomas Weikert stellt sich die Frage nicht, ob ein Sportler mit großen Verdiensten bei Olympischen Winterspielen als deutscher Fahnenträger eine bessere Wahl gewesen wäre als NHL-Star Leon Draisaitl. \"Es ist eine Auszeichnung, wenn man lange dabei ist. Aber es ist auch eine Auszeichnung, wenn man in Amerika ein Superstar ist\", sagte Weikert am Donnerstag bei einer Pressekonferenz des deutschen Olympiateams in Mailand.Eishockeystar Draisaitl hatte an den Spielen 2018 und 2022 nicht teilnehmen können, weil die nordamerikanische Profiliga NHL ihre Spieler nicht abgestellt hatte. Nun kommt der einstige NHL-MVP, einer der großen Stars in der stärksten Liga der Welt, mit 30 Jahren zu seinem Olympiadebüt. Bei der Wahl unter deutschen Sportfans und Team-D-Mitgliedern erhielt er in beiden Kategorien die meisten Stimmen, er setzte sich gegen die Olympiasieger Johannes Rydzek (Nordische Kombination) und Tobias Wendl (Rodeln) durch und sprach anschließend gerührt von einer \"Riesenehre\" und einem \"Höhepunkt\" seiner Karriere.Auch Weikert hob das Positive dieser Wahl hervor. \"Es auch für uns eine Ehre, dass so ein Sportler die Fahne trägt\", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Zur Fahnenträgerin wurde die siebenmalige Skisprung-Weltmeisterin Katharina Schmid gekürt.Die Eröffnungsfeier am Freitagabend (20.00 Uhr, ARD und Eurosport/HBO Max) findet aufgrund der Verzweigung der 25. Winterspiele über 22.000 Quadratkilometer an vier Standorten in Norditalien statt. Draisaitl führt das deutsche Team bei der Haupt-Zeremonie in Mailand ins Stadion von San Siro. Schmidt ist in Predazzo. Die anderen Orte sind Cortina d'Ampezzo und Livigno. (sid) 

Als einer der ersten Staatsgäste aus aller Welt ist US-Vizepräsident JD Vance zu den Olympischen Winterspielen eingetroffen. Der Stellvertreter von Präsident Donald Trump landete mit der Sondermaschine Air Force Two am Vormittag in Mailand. Sein Besuch findet, wie die gesamten Spiele, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Für Ärger sorgte vor Olympia, dass in der großen US-Delegation auch Beamte der Einwanderungspolizei ICE dabei sind.Vance nimmt zusammen mit US-Außenminister Marco Rubio am Freitagabend an der zentralen Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion von Mailand teil. Italiens Finanz- und Wirtschaftsmetropole richtet die Spiele zusammen mit Cortina d'Ampezzo in den Dolomiten aus. Nach Medienberichten wird sich der US-Vize bis Montag in Italien aufhalten. Bei einem Rom-Besuch vor einigen Monaten hatten die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen für Vance größeren Unmut ausgelöst.Neuen Ärger gab es dieses Mal, weil zum Schutz von US-Offiziellen ICE-Beamte dabei sind. Die Einwanderungspolizei steht wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten, bei dem in der Großstadt Minneapolis zwei Menschen erschossen wurden, in der Kritik.Die Regierung in Rom versicherte mehrfach, dass zum Schutz der öffentlichen Ordnung während der Spiele ausschließlich italienische Sicherheitskräfte zum Einsatz kommen werden. Bei einer Demonstration waren Plakate wie „No Ice in Milano“ (\"Kein Ice in Mailand\") zu sehen. Insgesamt sind mehr als 6.000 Sicherheitskräfte im Einsatz. (dpa)

Alpin-Superstar Lindsey Vonn verfolgt die Aktionen der Einwanderungsbehörde ICE in ihrem Heimatstaat Minnesota mit Sorge. „Ich habe Familie und Freunde in Minnesota, wo ich aufgewachsen bin. Mein Herz ist unglaublich schwer für alle zu Hause“, sagte die 41 Jahre alte US-Amerikanerin auf einer Pressekonferenz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Cortina d'Ampezzo.Vonn ist in Minnesotas Hauptstadt Saint Paul geboren, die mit Minneapolis zusammen die Metropolregion Twin Cities bildet. In Minneapolis waren bei Einsätzen von ICE-Beamten eine Frau und ein Mann erschossen worden. Dies hatte zahlreiche weitere Protestaktionen ausgelöst.„Ich glaube, das Beste, was ich tun kann, ist genau das zu tun, was ich gesagt habe: Aufrechtzubleiben, Hoffnung zu haben und der Welt zu zeigen, was Amerika ist, wer wir als Menschen sind, denn wir sind mehr als das, was gerade passiert“, sagte die Abfahrts-Olympiasiegerin von 2010 in Vancouver.Die 84-malige Weltcup-Siegerin will trotz eines gerissenen Kreuzbandes im linken Knie bei den Winterspielen antreten. Die Verletzung hatte sich die Skirennfahrerin durch einen Sturz im schweizerischen Crans-Montana bei der Olympia-Generalprobe zugezogen. (dpa)

Noch ohne die NHL-Stars um Deutschlands Fahnenträger Leon Draisaitl hat die Eishockey-Nationalmannschaft die Olympia-Generalprobe gegen Italien gewonnen. In Bozen konnte die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis beim Olympia-Gastgeber lange überzeugen, siegte am Ende allerdings nur knapp mit 4:3 (2:0, 1:2, 1:1). Mit zwei Treffern brachte Tobias Rieder (13. Minute) vom EHC Red Bull München das deutsche Team in Führung. Der lange verletzte Berliner Kai Wissmann traf nur 86 Sekunden später zum 2:0. Der dringend benötigte Abwehrspieler ist rechtzeitig für Olympia wieder fit geworden. Nach dem 3:0 durch Fabio Wagner (26.) sah alles nach einem deutlichen Erfolg aus, doch Italien konnte im Mitteldrittel auf 2:3 verkürzen. Yasin Ehliz (50.) erhöhte auf 4:2, ehe die Gastgeber den Schlusspunkt setzten. Die DEB-Auswahl wird am Donnerstag ins Olympische Dorf nach Mailand ziehen. Die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes startet am 12. Februar gegen Dänemark ins Turnier. Lettland (14. Februar) und Weltmeister USA (15. Februar) sind die weiteren Gegner in der Gruppe C. (dpa) 

Die olympischen Curling-Wettbewerbe in Cortina d'Ampezzo haben mit einer technischen Panne begonnen. Bei den ersten Partien des Mixed-Turniers noch vor der Eröffnungsfeier am Freitag ging im Cortina Curling Olympic Stadium plötzlich das Licht aus, auch die elektronische Anzeige der Ergebnisse fiel zeitweise aus. Die Spiele seien wegen „technischer Wartung“ unterbrochen, teilten die Organisatoren via Einblendung im TV-Bild mit.Bei den Athletinnen und Athleten herrschte Verwirrung, sie schauten sich fragend an. Zwei Curlerinnen vertrieben sich die Zeit und imitierten mit ihren Besen eine Luftgitarre. Als das Licht nach rund fünf Minuten wieder anging, applaudierten die Zuschauer – die Curling-Teams quittierten es mit einem Lachen.Das Stadion in dem Wintersportort war bereits im Jahr 1955 für die Winterspiele im folgenden Jahr gebaut worden. Die deutschen Curler sind bei den aktuellen Winterspielen nicht im Mixed-Turnier dabei und nur bei den Männern qualifiziert. (dpa)

Lindsey Vonn bekommt unerwartet eine längere Regenerationszeit für ihr lädiertes Knie. Das für diesen Donnerstag geplante erste Training für die alpine Olympia-Abfahrt der Frauen in Cortina d'Ampezzo ist gestrichen worden. Grund für die Absage ist anhaltender Schneefall, laut Wettervorhersage gibt es auch keine Besserung für Freitag.Die 41 Jahre alte Vonn hatte sich bei der Generalprobe beim Weltcup im schweizerischen Crans-Montana nach eigenen Angaben einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Die Führende im Abfahrts-Weltcup will dennoch in Cortina an den Start gehen. Vor ihrer Verletzung galt sie als große Gold-Favoritin. Die Medaillen in der Frauen-Abfahrt sollen am Sonntag vergeben werden.Vonns Coach Chris Knight zeigte sich weiter zuversichtlich, dass sie ihren Traum von Gold verfolgen könne. „Ich habe keine Zweifel, dass es okay sein wird“, sagte er der Nachrichtenagentur AP. Ihr Knie habe keine Schwellungen vom Training und Vonn verspüre keine Schmerzen. (dpa)

Wegen der mutmaßlichen Entführung ihrer Mutter wird die US-Fernsehmoderatorin Savannah Guthrie doch nicht wie geplant an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Stattdessen wolle sie Zeit mit ihrer Familie verbringen, berichtete der Sender NBC News, der wie Guthries Sendung „Today“ zum NBC-Konzern gehört. Weitere Informationen zur Eröffnungszeremonie am Freitag sollten in Kürze bekanntgegeben werden.Vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass die 84 Jahre alte Mutter von Guthrie verschwunden ist. Die Polizei geht davon aus, dass sie aus ihrem Haus im Bundesstaat Arizona entführt worden ist. „Nach allem, was wir am Tatort gesehen haben, gehen wir von einem Verbrechen aus“, sagte Chris Nanos, der Sheriff von Pima County nahe Tucson, auf einer Pressekonferenz am Montag (Ortszeit). In einem Interview des US-Senders CBS sagte er: „Ich glaube, sie wurde entführt, ja.“ Nancy Guthrie, die den Angaben zufolge alleine in ihrem Haus wohnt, war demnach am Samstagabend zuletzt gesehen worden. Am Sonntagmittag wurde sie von Familienangehörigen als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht in der Kirche gewesen war. „Sie ging nicht von selbst weg“, so Nanos im CBS-Interview weiter. „Sie ging nicht willentlich“. (dpa)

Skispringerin Katharina Schmid und Eishockeyspieler Leon Draisaitl sind die Fahnenträger des deutschen Olympia-Teams bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion und in Predazzo im Fleimstal. Draisaitl, der mit der Eishockey-Auswahl am 12. Februar gegen Dänemark ins Turnier starten wird, nimmt in Mailand an der Eröffnungsfeier teil, Katharina Schmid übernimmt die Führung des Teils des deutschen Teams, der in Predazzo an der Eröffnung der dezentral organisierten Winterspiele teilnehmen wird.Die Wahl der Fahnenträgerin und des Fahnenträgers organisiert der Deutsche Olympische Sportbund über Abstimmungen unter den an den Spielen teilnehmenden Athletinnen und Athleten und der Öffentlichkeit. Bei den Abstimmungen lagen Katharina Schmid und Leon Draisaitl jeweils vorne. Sie setzten sich gegen die Snowboarderin Ramona Hofmeister, Bobpilotin Laura Nolte, Kombinierer Johannes Rydzek und Rodler Tobias Wendl durch. Für Draisaitl, 30 Jahre alt, der als Profi der Edmonton Oilers in der Saison 2019/20 zum wertvollsten Spieler in der nordamerikanischen Profiliga NHL gewählt worden war, bedeutet die Wahl Reisestress – er muss nun früher anreisen. Katharina Schmid, 29 Jahre alt, nimmt im Fleimstal zum vierten Mal an Olympischen Spielen teil. 2018 in Pyeongchang und 2022 in Peking gewann sie jeweils Silber auf der Normalschanze. (chwb.)

Vier Spielerinnen des finnischen Eishockey-Nationalteams sind an einem Magen-Darm-Infekt erkrankt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge unter Berufung auf die Teamärztin Maarit Valtonen handelt es sich um das hoch ansteckende Norovirus. Es verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.Training und Medienauftritte am Mittwoch wurden vorsichtshalber abgesagt. Am Donnerstagabend (21.10 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, im ZDF und bei Eurosport) und damit einen Tag vor der Eröffnungsfeier sollten die Finninnen in Mailand ihr Auftaktspiel gegen Kanada bestreiten. Dafür muss das Team aber laut den Regularien aus 17 Spielerinnen – davon zwei Torhüterinnen – bestehen.„Wir führen Gespräche mit dem Eishockey-Weltverband. Wenn wir nicht in der Lage sind, eine solche Anzahl von Spielerinnen auf das Eis zu bringen, müssen wir darüber diskutieren, mit wie vielen Spielerinnen das Spiel noch gespielt werden könnte. Es wäre praktisch unmöglich, in einem solchen Turnier einen neuen Termin für das Spiel zu finden“, sagte Finnlands General Manager Kimmo Oikarinen der öffentlich-rechtlichen finnischen Rundfunkanstalt Yle. Teamärztin Valtonen erklärte, dass die Erkrankten und ihre Zimmermitbewohnerinnen im olympischen Dorf isoliert worden seien. „Und alle Räumlichkeiten des Teams im olympischen Dorf und in der Eishalle werden desinfiziert, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Außerdem wird versucht, vorerst alle Kontakte zu vermeiden.“ Namen der erkrankten Spielerinnen wurden nicht genannt. (dpa)

Rund 135.000 Olympia-Fans haben bei der Online-Wahl des deutschen Fahnenträger-Duos für die Eröffnungsfeier der Winterspiele ihre Stimme abgegeben. Das sind deutlich mehr als vor Winter-Olympia in Peking vor vier Jahren, als sich 120.000 Menschen an dem Voting beteiligten. Den bisherigen Rekord für diese Publikumswahl hält nach Angaben des Deutschen Olympischen Sportbunds die Abstimmung vor den Sommerspielen in Paris 2024, als sogar eine halbe Million Sportfans teilnahmen.Das Ergebnis der Wahl verkündet der DOSB am Donnerstag in Mailand, einen Tag vor der Eröffnung der Spiele in Nord-Italien. Bei den Frauen waren Bob-Pilotin Laura Nolte, Snowboarderin Ramona Hofmeister und Skispringerin Katharina Schmid nominiert. Als Kandidaten bei den Männern gingen Eishockey-Topstar Leon Draisaitl, der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek und Rodler Tobias Wendl ins Rennen. Neben den Fans durften auch die Athletinnen und Athleten des deutschen Teams ihre Favoriten wählen. Die Ergebnisse beider Abstimmungen fließen jeweils zur Hälfte in die Entscheidung ein. „Wer es auch immer sein wird, es wird ein würdiges Duo sein“, sagte Chef de Mission Olaf Tabor am Tag vor der Bekanntgabe des Resultats.Bei der Vorauswahl legte der DOSB nach eigenen Angaben Wert auf die Erfolge sowie die Vorbildfunktion der Sportlerinnen und Sportler. Außerdem sollten die Athletinnen und Athleten verschiedene Sportarten und Disziplinen vertreten. (dpa)

Italien hat zwei Tage vor Beginn der Winterspiele eine Reihe russischer Cyberangriffe auch auf die Sportgroßveranstaltung abgewehrt. Das teilte der italienische Außenminister Antonio Tajani laut italienischen Medienberichten mit.„Wir haben eine Reihe von Cyberangriffen auf Büros des Außenministeriums, beginnend in Washington, und auch auf einige Standorte der Olympischen Winterspiele, darunter Hotels in Cortina, vereitelt“, sagte Tajani während einer Reise nach Washington und fügte hinzu, dass die Angriffe „russischen Ursprungs“ gewesen seien.Das Thema Sicherheit wird bei Olympia traditionell großgeschrieben. Im Vorfeld der Spiele 2026 hatte es auch wegen eines möglichen Einsatzes der US-Einwanderungsbehörde ICE vor Ort heftige Diskussionen gegeben.Russland ist als Nation wegen des Angriffskrieges in der Ukraine von Olympia ausgeschlossen. Allerdings dürfen russische und belarussische Athletinnen und Athleten als neutrale Sportlerinnen und Sportler in Norditalien antreten. (dpa)

Der norwegische Skirennfahrer Fredrik Möller hat für den ersten schweren Sturz bei den alpinen Olympia-Wettbewerben von Italien gesorgt. Der 25-Jährige stürzte im ersten offiziellen Abfahrtstraining in Bormio und musste mit dem Helikopter von der Stelvio-Piste gebracht werden. Möller verlor in einer Kurve den Halt, schlitterte über die Piste und stand anschließend zunächst noch auf. Dabei konnte er aber dem Augenschein nach den linken Arm nicht mehr bewegen. Möller wurde für mehrere Minuten behandelt und schließlich eingepackt an einem Seil hängend weggeflogen.Bei den anschließenden medizinischen Untersuchungen wurde nach Angaben des Teamarztes Trond Floberghagen eine ausgekugelte Schulter diagnostiziert. Weitere Blessuren habe Möller nicht erlitten und bereits mit der Reha begonnen. „Es ist zu früh, mehr über Fredriks weitere Teilnahme an den Olympischen Spielen zu sagen“, erklärte der Arzt. Der einstige Sieger des Super-G von Bormio war bereits im Dezember bei der Abfahrt in Gröden schwer gestürzt. Er hatte sich dabei kleinere Frakturen im Rücken zugezogen und zudem zwei Zähne verloren.Um die ersten Alpin-Medaillen dieser Winterspiele geht es am Samstag bei der Männer-Abfahrt in Bormio. Die schnellste Zeit im Auftakttraining fuhr der Amerikaner Ryan Cochran-Siegle, Simon Jocher kam auf Platz 24. Die alpinen Wettbewerbe der Frauen finden in Cortina d'Ampezzo statt. (dpa)

Das Internationale Olympische Komitee prüft, ob künftige Winterspiele vor dem Hintergrund des Klimawandels bereits im Januar stattfinden könnten. „Vielleicht diskutieren wir auch darüber, die Olympischen Winterspiele etwas nach vorne zu verlegen“, wurde der Österreicher Karl Stoss, IOC-Mitglied und Leiter der Überprüfung des Sportprogramms, zwei Tage vor Beginn der Eröffnungsfeier bei den Winterspielen in Italien von der Nachrichtenagentur AP zitiert.Eine Verlegung könne dann auch Auswirkungen auf den Termin der Paralympics haben. „Vielleicht finden die Paralympics im Februar statt und die anderen Spiele im Januar. Auch das ist Teil unserer Diskussionen“, äußerte Stoss. Die Paralympics in Italien werden vom 6. bis 15. März ausgetragen. „Der März ist sehr spät, weil die Sonne dann stark genug ist, um den Schnee zu schmelzen“, so Stoss.Nach Expertenangaben bedroht der Klimawandel die Wintersport-Wettbewerbe in vielen Regionen. Allein im Olympia-Ort Cortina d'Ampezzo sei die Februar-Temperatur seit den ersten Winterspielen an diesem Ort im Jahr 1956 um 3,6 Grad gestiegen, hatte die gemeinnützige US-Organisation Climate Central in Princeton (New Jersey) in einem Überblick anlässlich der Spiele berichtet. Die Zahl der Frosttage habe dort zugleich um 19 Prozent abgenommen. (dpa)

Kurz vor dem Start der Winterspiele in Italien verzichtet der deutsche Chef de Mission auf ein konkretes Medaillenziel. „Eine Zielvorgabe haben wir gar nicht, die Zielvorgabe haben die Athleten für sich allein“, sagte Olaf Tabor, Leistungssport-Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes, fügte aber hinzu: „Wir sind eine Wintersport-Nation, wir wollen aufs Stockerl, wir wollen unter die ersten drei Nationen.“Vor vier Jahren in Peking hatte das deutsche Team 27 Medaillen geholt, davon 12 Mal Gold, 10 Mal Silber und 5 Mal Bronze. „Wir streben an, dass wir von der Gesamtmedaillenanzahl wieder in den Bereich kommen, mit dem wir Peking verlassen haben“, äußerte Tabor. Wie schon 2018 in Pyeongchang war die DOSB-Auswahl damals im Medaillenspiegel Zweiter hinter Norwegen geworden.Tabor rechnet dieses Mal mit einem engen Rennen ums Podium. „Wir werden sicher einen ganz harten Kampf haben.“ Aus Sicht des 55-Jährigen zählen Frankreich, die Niederlande, Gastgeber Italien und auch Japan zu den Kontrahenten.Bei Olympia in Mailand und Cortina d'Ampezzo geht das bislang mit Abstand größte deutsche Team in der Geschichte der Winterspiele an den Start. 86 Frauen und 99 Männer gehören dazu, rund ein Viertel der Auswahl zählt zu den beiden Eishockey-Teams.