FAZ 17.02.2026
17:34 Uhr

Liveblog Olympia 2026: „Einfach nur widerlich“: Reporter geht israelischen Sportler an


Schweizer TV-Sender nimmt Beitrag aus dem Internet +++ Deutsche Biathlon-Staffel auf Platz vier +++ Kombinierer ohne Medaille +++ Russe will Gold nicht zurückgeben +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: „Einfach nur widerlich“: Reporter geht israelischen Sportler an

Felix Loch will es nochmal wissen bei Olympia und verlängert seine Karriere. Nach langer Besprechung mit seiner Familie will der 36-Jährige nun sogar bis zu den Spielen 2030 in den französischen Alpen weitermachen. „Ich liebe meinen Sport. Und solange ich vorne mitfahren kann, werde ich alles geben, um 2030 wieder für unser Team Deutschland am Start zu stehen“, schrieb er bei Instagram. „Also werd ich weitermachen – solange ich gesund und fit bin“, sagte der dreimalige Rodel-Olympiasieger, der ohnehin keine Gedanken an ein abruptes Karriereende verschwendete. Nun möchte er nach seinem enttäuschenden sechsten Platz bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo nochmal eine Medaille auf der Bahn in La Plagne anpeilen.Zuvor möchte er als Führender im Gesamtweltcup noch einmal die große Kristallkugel gewinnen, sagte der 36 Jahre alte Rodler. „Es sind noch zwei Rennen, wo ich mich mit Jonas (Müller) batteln werde.“ Im Moment führt Loch sehr knapp mit nur einem Punkt Vorsprung. Über einen möglichen Erfolg sagte er: „Ich würde mich freuen, dann kann man sagen, es ist eine versöhnliche Saison. Momentan ist es aber bitter.“ (dpa)

Wegen dichten Schneefalls und eingeschränkter Sicht ist das für diesen Dienstag geplante Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen bei den Olympischen Spielen vorerst abgesagt und neu terminiert worden. Ein Sprecher des Deutschen Olympischen Sportbundes teilte mit, dass die Piste in Livigno nicht präpariert werden könne.Die einzige deutsche Starterin Annika Morgan und ihre Konkurrentinnen werden nun am Mittwoch ab 14.30 Uhr um Medaillen kämpfen. Das Finale der Männer, an dem kein deutscher Athlet teilnimmt, wird am Mittwoch von 12.30 Uhr auf 11.20 Uhr vorverlegt.Auch die Sprung-Qualifikationswettbewerbe der Frauen und Männer im Ski Freestyle mussten wegen der Wetterbedingungen am Dienstag vorerst abgesagt werden. Die Frauen um Emma Weiß sind nun am Mittwoch ab 10.00 Uhr an der Reihe, das Finale soll um 13.00 Uhr beginnen. Die Männer werden am Donnerstag ab 11.00 Uhr im Einsatz sein – ohne deutsche Beteiligung. (dpa)

Die deutschen Eisschnellläufer haben sich mit Erfolgserlebnissen aus den Team-Wettbewerben der Olympischen Winterspiele in Mailand verabschiedet. Am Dienstag gewannen Felix Maly, Fridtjof Petzold und Patrick Beckert in dessen wohl letztem Olympialauf das Platzierungsrennen gegen Japan in 3:45,25 Minuten und wurden Siebte. Den Einzug ins Halbfinale hatte das deutsche Trio verpasst.Auch für die deutschen Frauen ging es nicht mehr um eine Medaille. Lea Sophie Scholz, Josie Hofmann und Josephine Schlörb setzten sich im Rennen um den fünften Platz in 3:00,65 Minuten gegen Belgien durch.Die Oranje-Männer um Routinier Jorrit Bergsma verpassten Bronze im Duell mit China um neun Hundertstel. Gold ging vor den Augen von Doppel-Olympiasiegerin Francesca Lollobrigida an Italien vor den USA, es war bereits das neunte Gold für das Gastgeberland. Auch bei den Frauen verpassten die Niederlande den erhofften Sieg im Duell mit Kanada. Bronze sicherte sich Japan. (dpa)

„Ich habe vorgestern eine kleine Kampfansage gemacht“, sagte Philipp Horn, „und jetzt stehe ich hier enttäuscht. Das war unsere größte Chance.“ Platz vier ist es geworden für die deutschen Biathleten im olympischen Staffelrennen am Dienstagabend in Antholz – mit deutlichem Abstand auf die „großen drei“. Éric Perrot brachte die französische Staffel als Erster ins Ziel, der Norweger Vetle Sjåstad Christiansen holte ihn auf der letzten Runde nicht mehr ein. Die Tür zum Bronzerang hatte der Schwede Sebastian Samuelsson dem Deutschen Philipp Horn im letzten Liegendschießen einen Spalt breit geöffnet, als er zwei Scheiben nicht traf und seine Nachladepatronen einsetzen musste. Doch Horn machte einen Schritt zurück statt nach vorn. „Das Liegendschießen war nicht das, was ich kann“, resümierte der Thüringer, „ich habe versucht, Samuelsson unter Druck zu setzen. Aber dann habe ich gleich den ersten Schuss danebengesetzt, da war ich zu hektisch.“ Mit fast einer Minute Rückstand folgte Horn dem Schweden auf die Laufstrecke, doch selbst mit einem fehlerfreien Stehendschießen konnte er den Rückstand nicht wettmachen. Horns Vorläufer Justus Strelow, David Zobel und Philipp Nawrath hatten zuvor große Probleme im Stehen, Strelow lud  zweimal nach, Zobel und Nawrath dreimal. Und so ging auch das Rennen, in dem sich die deutschen Biathleten größte Hoffnung auf eine Medaille gemacht hatten, für sie erfolglos zu Ende. Bei der Weltmeisterschaft vor einem Jahr war es noch Horn gewesen, der den dritten Platz für sein Team gegen Samuelsson abgesichert hatte. Seine Kampfansage vor dem olympischen Rennen lautete  deshalb: „Wir kämpfen genau wie letztes Jahr und zeigen denen, dass wir es können. Und dann wollen wir in der Staffel auf dem Podium stehen.“ Horn, Nawrath und Zobel bleibt in Antholz noch eine Medaillenchance am Freitag im Massenstart. Strelow muss als Nachrücker um einen Startplatz bangen. (jbc.)

Deutschlands Eishockey-Nationalteam steht nach einem Pflichtsieg gegen Frankreich im Viertelfinale der Olympischen Winterspiele. In Mailand gewann die Auswahl von Bundestrainer Harold Kreis mit 5:1 (3:0, 0:1, 2:0). Gegen den Außenseiter Frankreich schossen Kapitän Leon Draisaitl (4. Minute), Frederik Tiffels (11.), JJ Peterka (19.), Joshua Samanski (48.) und Nico Sturm (60.) die deutschen Tore. Bereits am Mittwoch (12.10 Uhr/ZDF und Eurosport) geht es gegen die Slowakei weiter.Bei ihrem Auftritt im Eishockeystadion Santagiulia in Mailand überzeugte die DDEB-Auswahl trotz klarer Überlegenheit nicht vollends. Vor der Pflichtaufgabe in der ersten K.-o.-Runde war es zu einer teaminternen Aussprache am Montag gekommen. Die beiden Niederlagen in der Vorrunde gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5) hatten zu großer Unzufriedenheit in der Olympia-Auswahl geführt, die als das auf dem Papier beste deutsche Eishockey-Team jemals gilt. (dpa)

Die deutschen Nordischen Kombinierer steuern auf ernüchternde olympische Spiele zu. Das Team von Bundestrainer Eric Frenzel gewann auch im zweiten Wettkampf der Winterspiele von Italien keine Medaille. Vinzenz Geiger belegte als bester Deutscher im Einzel von der Großschanze mit dem entscheidenden Skilanglaufrennen über zehn Kilometer den neunten Platz.Gold sicherte sich wie schon im Normalschanzen-Wettbewerb der Norweger Jens Luraas Oftebro. Silber ging abermals an den Österreicher Johannes Lamparter. Bronze holte Ilkka Herola aus Finnland. Als zweitbester Deutscher lief Johannes Rydzek in Tesero bei seinen wohl letzten Olympischen Winterspielen auf Rang zehn. Julian Schmid kam auf Platz zwölf. Auf den Sieger hatten Geiger und Rydzek jeweils mehr als anderthalb Minuten Rückstand, Schmid fehlten sogar knapp zweieinhalb Minuten.Schon nach dem Skispringen am Vormittag in Predazzo waren die deutschen Medaillenchancen auf ein Minimum gesunken. Rydzek lag vor dem Langlaufrennen mit einem Rückstand von 1:23 Minuten auf den führenden Ryota Yamamoto aus Japan auf Rang 15. Schmid hatte 1:35 Minuten, Geiger sogar 1:43 Minuten Rückstand auf die Spitze. „Ein Witz“, hatte Geiger nach seiner Landung verärgert ausgerufen. Damit meinte er sowohl seinen Sprung als auch die Bedingungen auf der Großschanze. „Ich war frustriert. Da kommt so etwas raus“, sagte der 28-Jährige. „Ich bin zwar ein positiver Mensch, aber die Medaillenplätze sind vergeben.“ Schmid versteckte seinen Ärger ebenfalls nicht. „Es war grottenschlecht. Das kann man ganz klar so sagen“, sagte der 26-Jährige.Eine Chance haben die Deutschen noch, nicht komplett ohne Edelmetall von den Winterspielen abzureisen. Am Donnerstag steht der Teamsprint auf dem Programm. Winterspiele ohne Medaille gab es für die Kombinierer zuletzt 1998 im japanischen Nagano. (dpa)

Die positiv auf eine verbotene Substanz getestete italienische Biathletin Rebecca Passler (24) wird bei den Olympischen Winterspielen nicht zu einem Einsatz kommen. Die 24-Jährige fehlt im Aufgebot der Gastgeber für die Staffel am Mittwoch (14.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, im ZDF und bei Eurosport), stattdessen gehen Hannah Auchentaller, Dorothea Wierer, Michela Carrara und Verfolgungs-Olympiasiegerin Lisa Vittozzi an den Start. Da Passler auch nicht für den abschließenden Massenstart am Samstag qualifiziert ist, wird sie keinen Auftritt bei ihrem Heimspiel haben.Passler war am 2. Februar vorläufig gesperrt worden, nachdem sie bei einer Dopingkontrolle außerhalb des Wettkampfs positiv auf Letrozol getestet worden war– ein Antiöstrogen, das in der Brustkrebstherapie eingesetzt wird. In der Folge hatte sie argumentiert, dass es sich bei dem Befund „um einen Fall von Kontamination handelt, für den die Athletin keine Schuld trifft“.Italienischen Medienberichten zufolge soll ein Löffel kontaminiert gewesen sein, den Passler in einem Nutella-Glas zusammen mit ihrer Mutter genutzt hatte. Letztere leidet demnach an Brustkrebs und verwendet zur Therapie das Mittel Letrozol.Nachdem sich der Internationale Sportgerichtshof CAS für „nicht zuständig“ erklärt hatte, gab dann das Nationale Berufungsgericht der italienischen Anti-Doping-Agentur NADO am vergangenen Freitag Passlers Berufung gegen die vorläufige Suspendierung statt und erkannte die „offensichtliche Begründetheit der unbeabsichtigten Einnahme oder der unwissentlichen Kontamination mit der betreffenden Substanz“ an. (sid)

Die Betrugsvorwürfe am Rande des olympischen Wettbewerbs haben bei den kanadischen Curlern offenbar tiefe Wunden hinterlassen. „Die Geist des Curlings ist tot“, sagte der Kanadier Marc Kennedy.Kennedy hatte den Curling-Zoff am vergangenen Freitag im Duell mit Olympiasieger Schweden erst mit ausgelöst, als er seinem Widersacher Oskar Eriksson ein herzhaftes „Verpiss Dich!“ zurief. Erikssons Schweden warfen den Kanadiern eine Doppelberührung und damit einen Regelverstoß vor. Seither ist in Anlehnung an das englische Wort für stupsen oder antippen vom „Boop-Gate“ die Rede.Der Vorfall bringt Kennedy auch Tage später noch auf die Palme. Es falle ihm „schwer“, sagte er, noch vom „Gentlemen-Sport“ zu sprechen. Stattdessen herrsche die „Gier nach Medaillen“ vor, die zu falschen Anschuldigungen führe. „Das ist einfach nur Mist. Leider.“ Er habe Eriksson mitgeteilt, dass er „niemals“ dieselben Vorwürfe gegen ihn erhoben hätte, weil sich das nicht gehöre.Doch der Fall zieht längst Kreise. Die kanadischen Frauen wurden bei den Spielen von Cortina d'Ampezzo für dasselbe Vergehen bestraft. Die Schweden behaupten, dass Kanada schon seit längerer Zeit systematisch die Regeln umgehe. Das wiederum rief den kanadischen Spitzencurler Michael Fournier auf den Plan. Er rief Eriksson in einer Kolumne auf der Fachseite The Curling News zu: „Du solltest dich schämen!“Dass es auch anders geht, bewiesen die Schweden und die deutsche Mannschaft am Montag. Als Wischer Johannes Scheuerl im letzten End des Duells an gleich zwei schwedischen Steinen hängenblieb, einigten sich beide Teams lächelnd darauf, die Position der leicht verschobenen Steine zu korrigieren. „Curling“, sagte Scheuerl danach, „ist ein Gentlemen-Sport“. (sid)

Der frühere russische Biathlet Anton Schipulin (38) hat sich geweigert, sein olympisches Staffel-Gold von den Winterspielen 2014 für die Übergabe an das deutsche Team zurückzugeben. Auf die Frage, ob er die Medaille aus Sotschi wie gefordert an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, sagte der damalige Schlussläufer dem russischen Sender Match TV: „Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben.“Am Sonntag hatten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp mit zwölf Jahren Verspätung ihre Goldmedaillen bekommen, die dem russischen Quartett in einem jahrelangen Verfahren aberkannt wurden. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und nach seiner rückwirkenden Sperre scheiterte er mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen, anschließend rückte Deutschland vom Silber- auf den Goldrang vor.„Ich denke mal nicht, weil keine Kratzer dran sind“, antwortete Lesser bei den Winterspielen im italienischen Antholz schon auf die Frage, ob er davon ausgehe, eine originale Medaille der russischen Auswahl erhalten zu haben. „Ich unterstelle jetzt mal dem Russen, dass er bestimmt noch mal einen Kratzer drauf gemacht hätte, bevor er sie weggeschickt hätte.“ Das deutsche Team leitete die Silbermedaillen an das IOC weiter. Diese bekamen die Österreicher. Schipulin äußerte sich auf seiner Instagram-Seite noch ausführlicher. Erst wenn das IOC und die internationalen Verbände „unseren Sportlern die Flagge und die Hymne zurückgeben, damit aufhören, sie mit dem „neutralen Status“ zu „erniedrigen“, würde er anders entscheiden: „Dann bin ich bereit, meine Medaillen zurückzugeben“, schrieb Schipulin provokant zu einem Video des Zielsprints. Am 22. Februar 2014 hatte er diesen gegen den deutschen Schlussläufer Schempp mit 3,5 Sekunden Vorsprung für sich entschieden.Russische Biathletinnen und Biathleten sind bei den aktuellen Winterspielen in Italien nicht dabei, auch nicht als sogenannte „Individuelle Neutrale Athleten“ (AIN) mit neutralem Status. (dpa)

Starker Schneefall in Livigno wirbelt den Qualifikations-Zeitplan der Freestyle-Skier in der Disziplin Aerials durcheinander. Die Vorausscheidung der Frauen, die am Dienstag ursprünglich für 10.45 Uhr angesetzt war und bei der auch die deutsche Athletin Emma Weiß dabei ist, wird nach mehrmaliger Verlegung nicht vor 13.45 Uhr beginnen. Betroffen von den schlechten Wetterbedingungen sind auch die Männer: Deren Qualifikationsläufe waren für 13.30 Uhr angesetzt gewesen. Nun wurden sie auf Mittwoch verlegt, damit am Dienstag zumindest noch die Qualifikation der Frauen durchgeführt werden kann.Dem Wetter zum Opfer fiel am Dienstag auch das Finale der Snowboarderinnen im Slopestyle, für das sich die Deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte. Der Wettkampf hätte im Livigno Snow Park um 13.00 Uhr beginnen sollen; wann die Entscheidung nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest.

Die deutschen Curling-Männer haben im Kampf ums Olympia-Halbfinale einen heftigen Rückschlag kassiert. Die Auswahl um Kapitän Marc Muskatewitz unterlag dem zuvor sieglosen Tschechien in Cortina d'Ampezzo mit 7:9 und steht damit nach sieben Vorrundenpartien bei drei Erfolgen und vier Niederlagen.Die Ausgangslage vor den abschließenden beiden Gruppenspielen gegen die bislang ungeschlagene Schweiz heute Abend (19.05 Uhr) und gegen China am Donnerstagmorgen (9.05 Uhr) hat sich damit dramatisch verschlechtert. Selbst zwei Siege könnten für den Einzug in die Vorschlussrunde womöglich nicht reichen.Gegen Tschechien holten sich die Deutschen mit einem 2:0 im ersten Durchgang direkt Selbstvertrauen. Im fünften End bescherte Muskatewitz seinem Team mit einem sogenannten Spinner, einem beim Abwurf extrem angedrehten Stein, einen weiteren wichtigen Zähler.In der Folge lief bei den Deutschen allerdings nicht mehr viel zusammen. Das siebte End ging mit 0:3 an die Tschechen, im zehnten sicherten sie sich dann tatsächlich den ersten Sieg ihrer Olympia-Historie überhaupt. Die deutschen Curler sind erstmals seit zwölf Jahren wieder bei Winterspielen dabei. 2024 waren sie in Finnland Europameister geworden. (dpa)

Erst ein Treffen mit Tennislegende Boris Becker im Deutschen Haus, jetzt die Biathlon-Premiere: Jürgen Klopp ist auf Olympia-Besuch in Italien. Klopp kündigte an, heute das Staffelrennen der Biathleten vor Ort in Antholz anzuschauen. „Ich bin sogar gefragt worden, ob ich vor der letzten Runde die Glocke läuten möchte. Ich habe erstmal gefragt: Was ist das eigentlich?“, sagte Klopp der „Bild“. „Wir werden da sein, es ist mein erstes Live-Rennen.“Ab 14.30 Uhr geht es in Antholz um den Olympiasieg bei den Herren. Die Favoriten sind Frankreich und Norwegen, das deutsche Quartett hofft auf eine Medaille, nachdem es vor vier Jahren in Peking leer ausgegangen war. Klopp, der als „Global Head of Soccer“ für den Fußball bei Red Bull zuständig ist, ist im Rahmen eines Sponsorenbesuchs zu Gast bei den Winterspielen. Er hatte am Montagabend bereits das Deutsche Haus in Cortina d'Ampezzo besucht und dort auch Becker getroffen, der sich am Wochenende in Mailand das Spiel der deutschen Eishockey-Männer gegen die USA angesehen hatte.

Das für den frühen Dienstagnachmittag angesetzte olympische Slopestyle-Finale der Snowboarderinnen, für das sich auch die deutsche Annika Morgan qualifiziert hatte, ist wegen der schlechten Wetterbedingungen in Livigno verschoben worden. Aufgrund des starken Schneefalls war eine entsprechende Präparierung der Piste nicht möglich, die Verantwortlichen entschieden sich deshalb für eine Verlegung des Wettkampfes, der um 13.00 Uhr hätte starten sollen. Wann das Finale nachgeholt wird, stand zunächst noch nicht fest. Bereits die Qualifikationsläufe der Frauen wie auch der Männer waren von den Wetterbedingungen in Livigno beeinflusst gewesen. Ursprünglich hätten diese am Montag stattfinden sollen, stattdessen waren sie auf Sonntag vorverlegt worden. Die 24-jährige Morgan hatte sich als Achtplatzierte für das Finale qualifiziert. (sid)