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19.02.2026
08:24 Uhr
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Shiffrin reagiert emotional auf Slalom-Triumph +++ Biathlon-Team stellt sich hinter Preuß +++ deutscher Eisschnelllauf-Hoffnungsträger rechtzeitig genesen +++ DEB kündigt umfangreiche Analyse an +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Die deutschen Nordischen Kombinierer gehen als Führende ins letzte Langlaufrennen ihrer Disziplin bei den Olympischen Winterspielen in Italien und haben gute Gold-Chancen. Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger starten im Team Sprint 13 Sekunden vor den zweitplatzierten Norwegern. Beim Skispringen im dichten Schneetreiben sprang Rydzek 123 Meter weit. Geiger landete in Predazzo nach 122,5 Metern. Das entscheidende Langlaufrennen ist für 14 Uhr in Tesero angesetzt. Für die deutschen Kombinierer ist es die letzte Chance, ein Olympia-Debakel zu verhindern. Schaffen es Rydzek und Geiger nicht auf das Podest, wären es für den Deutschen Skiverband die ersten Winterspiele seit 1998, bei denen er ohne Edelmetall in der Disziplin nach Hause fahren würde. (dpa)
Italien als Gastgeber der bevorstehenden Paralympics-Winterspiele sperrt sich gegen die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus. „Die italienische Regierung bringt ihre absolute Ablehnung gegenüber der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees zum Ausdruck, sechs russische und vier belarussische Athleten zur Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 zuzulassen“, heißt es in einer Erklärung von Außenminister Antonio Tajani. Zuvor schon hatte die Ukraine angekündigt, der Eröffnungsfeier am 6. März in Verona fernzubleiben.Die Ukraine wehrt sich schon seit vier Jahren gegen eine russische Invasion. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den derzeit laufenden Olympischen Winterspielen nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte dagegen im September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben.Nach aktuellen Planungen sollen die Behindertensportler aus Russland und Belarus bei der Eröffnungsfeier auch unter eigener Flagge sowie eigener Hymne einlaufen dürfen. Dazu heißt es in der Erklärung des italienischen Außenministers, die auch von Sportminister Andrea Abodi unterzeichnet ist: „Die anhaltende Verletzung des Waffenstillstands sowie der olympischen und paralympischen Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, ist mit der Teilnahme ihrer Athleten unvereinbar, es sei denn als neutrale Einzelathleten.“Vor kurzem hatte das IPC bestätigt, dass bei den Paralympics sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien. Belarus darf vier Teilnehmer entsenden. Zugleich verwies das Komitee darauf, dass die endgültige Entscheidung bei den italienischen Organisatoren und Behörden liege.Eine Sprecherin des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) hatte dazu erklärt: „Stand jetzt kann ich sagen, dass wir auf uns schauen und uns auf den Sport fokussieren.“ Zuvor hatte der DBS die Russland-Entscheidung des IPC wiederholt kritisiert. (dpa)
Im Wirbel um negative Äußerungen über einen israelischen Bobfahrer fordert Israels Olympisches Komitee (OCI) die Prüfung des weiteren Einsatzes eines Schweizers TV-Reporters bei den Winterspielen. In einem Beschwerdebrief an den Sender RTS und die Europäische Rundfunkunion schrieb das OCI, es erwarte eine öffentliche Entschuldigung für die Aussagen des Journalisten über den Athleten Adam Edelman während einer Live-Übertragung. Der Reporter hatte dem Bobpiloten vorgeworfen, einen „Genozid in Gaza“ zu befürworten und auf öffentliche Äußerungen Edelmans etwa in sozialen Netzwerken verwiesen. „Die während der Übertragung gemachten Äußerungen waren einseitig, politisch und hetzerisch und hatten auf einer olympischen Bühne nichts zu suchen“, schrieb OCI-Geschäftsführer Gili Lustig laut Medienberichten in dem Brief. Die Aussagen hätten Edelman persönlich in Gefahr gebracht, erklärte Lustig. Daher werde neben einer Entschuldigung „eine sofortige Überprüfung der weiteren Beteiligung des Kommentators an Olympia-bezogenen Übertragungen erwartet, einschließlich der Erwägung einer Suspendierung des Kommentators von der Olympia-Berichterstattung“, wie es in dem Schreiben weiter heißt. Der Sender RTS hatte die Aufzeichnung des Beitrags zuvor schon von seiner Webseite genommen, den Mitarbeiter aber verteidigt. „Unser Journalist wollte die Politik des IOC (Internationalen Olympischen Komitees) bezüglich der Äußerungen des betroffenen Athleten hinterfragen“, teilte der Sender mit. „Allerdings ist eine solche Information, obwohl sachlich richtig, aufgrund ihrer Länge für einen Sportkommentar ungeeignet.“ RTS ist der französischsprachige Arm des öffentlichen Rundfunks. Edelman reagierte auf dem Kurznachrichtendienst X in mehreren Posts gelassen und mit Ironie. Er beklagte die mangelhafte Vorbereitung des Reporters auf seinen Kommentar. „Du hast nur eine Chance, deinen Hass bei den Olympischen Spielen rauszulassen, und du weißt nicht einmal, an wie vielen Olympischen Spielen ich teilgenommen habe? Ich verdiene besseren Hass“, schrieb Edelman. (dpa)
Nach dem neuerlichen Drama am Schießstand hat sich das deutsche Biathlon-Team geschlossen hinter Franziska Preuß gestellt. „Ich möchte jetzt nicht ihr die Schuld zuweisen, dass es mit der Medaille nicht funktioniert hat“, sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer nach dem vierten Platz in der Staffel: „Wir können nur als Team gewinnen oder als Team verlieren.“ Preuß war als zweite Läuferin des Deutschen Skiverbands (DSV) in das Rennen gegangen, kam als Führende zum Stehendschießen, das ihr bislang immer wieder bei den Olympischen Winterspielen große Probleme bereitet hatte. Und auch in der Staffel versagten der Bayerin die Nerven, mit einer Strafrunde fiel Deutschland weit zurück. Preuß war im Anschluss untröstlich. „Wir haben leider auf der Strecke auch schon gesehen, dass sie nicht ganz so locker, entspannt ist“, sagte Mehringer über Preuß, die „natürlich fertig“ sei: „Sie hat ihr Bestes gemacht, hat versucht, dranzubleiben. Keiner hat aufgegeben, auch Franzi nicht.“ Preuß habe dem DSV-Team „ich weiß nicht wie viele Staffeln gewonnen“ oder sei „erfolgreich ins Ziel gelaufen“, sagte Sportdirektor Felix Bitterling: „Heute war es halt mal andersherum.“ Gerade wegen der vielen Rückschläge in Antholz „ist es uns wichtig, dass sie jetzt den Resetknopf drückt, der Massenstart steht noch an“, sagte Mehringer mit Blick auf das abschließende Medaillenrennen am Samstag (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, in der ARD und auf Eurosport): „Aber den vielleicht mal ohne große Erwartungshaltung angehen, eher mehr genießen.“ Und dann würde er sich freuen, wenn Preuß „das letzte olympische Rennen nochmal gut absolviert“. (dpa)
Der deutsche Eisschnelllauf-Hoffnungsträger Finn Sonnekalb ist bereit für den Einsatz auf seiner Paradestrecke 1500 m bei den Olympischen Winterspielen in Mailand. „Mir geht's echt deutlich besser. Ich würde sagen, dass ich fast wieder bei 100 Prozent bin“, sagte der 18-Jährige vor seinem zweiten und letzten Einsatz am Donnerstag (ab 16.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, in der ARD und auf Eurosport) in Norditalien. „Es ist nur noch in der Früh, wo ich es ab und zu merke, aber sonst ist eigentlich wirklich alles weg. Ich denke, ich bin jetzt in einer guten Form und kann vielleicht etwas Gutes liefern.“ Sonnekalb hatte sich vor seinem Olympia-Debüt in der ersten Woche einen Infekt eingefangen und das 1000-m-Rennen angeschlagen auf dem zwölften Platz beendet. Er sei nun zuversichtlich, „in einer guten Form“ am Start stehen zu können, so der Erfurter. Die Mittelstrecke 1500 m ist die Königsdisziplin Sonnekalbs. Bislang warten die deutschen Eisschnellläufer in Mailand auf eine Medaille. Bereits bei den vergangenen drei Winterspielen 2014, 2018 und 2022 waren sie ohne Podestplatzierung geblieben. (sid)
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will das Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einer umfangreichen Analyse aufarbeiten und wird sich dabei auch mit taktischen Entscheidungen von Bundestrainer Harold Kreis befassen. „Wir werden alles genau anschauen“, sagte Sportdirektor Christian Künast nach dem 2:6 gegen die Slowakei: „Wir wollten natürlich mehr und wir hätten uns gefreut, wenn es weitergegangen wäre.“ Ein Thema dürfte die Eiszeitverteilung während der fünf Spiele in Mailand werden. Gerade die Offensivstars aus der NHL wie Kapitän Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka trugen eine Hauptlast. Man habe durch die Reihenzusammenstellung auf dem Eis den Eindruck gewinnen können, dass der Fokus auf den Top-Stars gelegen habe. Die besten Spieler müssten zwar die meiste Eiszeit erhalten, „und das wurde versucht. Dass es am Ende vielleicht doch die ein oder andere Sekunde zu viel war, das kann man schon diskutieren, absolut“, sagte Künast. Kreis akzeptierte die Kritik. „Die Frage ist vielleicht berechtigt, ob ich sie zu viel eingesetzt habe“, sagte Kreis: „Aber dass alle die gleiche Eiszeit bekommen, das wird es nicht geben.“ Künast versicherte, dass das Team dennoch eine Gruppe gebildet habe, „die zusammen an einem Strang gezogen hat“. Als Verband habe man das Ziel, mit den Männer- sowie dem Frauenteam ins Viertelfinale zu kommen, erreicht. Man dürfe aber auch nicht sagen, „dass wir haben alles richtig gemacht haben“, sagte Künast. (sid)
Der anhaltende Schneefall in Livigno hat bei den Olympischen Winterspielen zu einer weiteren Absage geführt – und könnte auch den Terminplan der Nordischen Kombinierer durcheinander bringen. Bei den Ski-Freestylern muss der eigentlich am Donnerstag geplante Sprung der Männer wegen angekündigter „erheblicher Schneefälle“ verlegt werden, wie der Ski-Weltverband Fis mitteilte. Die erwarteten Schneemengen würden zu noch widrigeren Bedingungen führen als am Dienstag, als es bei den Aerials-Wettbewerben der Ski-Freestyler ebenfalls zu Änderungen im Zeitplan gekommen war. Die Sicherheit der Athletinnen und Athleten habe höchste Priorität, hieß es. Die Qualifikation soll nun am Freitag ab 10.30 Uhr nachgeholt werden, das Finale dann um 13.30 Uhr starten. Deutsche Athleten sind beim Aerials-Wettkampf nicht am Start. Auch die Nordischen Kombinierer bangen wetterbedingt um ihren Team-Wettkampf. Eigentlich soll am Donnerstag um 10 Uhr auf der Großschanze in Predazzo das Skispringen beginnen. Das entscheidende Langlaufrennen des Teamsprints ist für 14 Uhr in Tesero geplant. Es sind allerdings auch hier große Mengen Neuschnee angekündigt, dazu Wind und Regen. Wie beim Freestyle-Event wäre auch bei den Kombinierern eine Verlegung auf den Freitag möglich. Für die deutschen Kombinierer ist es die letzte Chance, ein Olympia-Debakel zu verhindern. Schaffen es Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek nicht auf das Podest, wären es für den Deutschen Skiverband die ersten Winterspiele seit 1998, bei denen er ohne Medaille in der Disziplin nach Hause fahren würde. (dpa)
Die koreanische Frauen-Staffel hat im Shorttrack über 3000 Meter Gold gewonnen. Silber ging an Italien, Bronze an Kanada. Ein deutsches Team war nicht beteiligt. Im Männerwettbewerb über 500 Meter gewann der Kanadier Steven Dubois Gold. Auf dem zweiten Platz im Shorttrack-Wettbewerb landete der Niederländer Melle Van 'T Wout, Bronze gewann dessen Bruder Jens Van 'T Wout.
Für die Schweizer Eishockeyspieler ist Olympia beendet. Dem Vize-Weltmeister ging gegen Finnland in der Endphase die Kraft aus, beim 2:3 (2:0, 0:0, 0:2, 0:1) nach Verlängerung verspielten die Schweizer spät eine 2:0-Führung. In der Overtime machte Artturi Lehkonen (64.) das Weiterkommen des Peking-Olympiasiegers perfekt, die Schweiz versank in Tränen.
Ohne seinen Superstar und Kapitän Sidney Crosby ist Topfavorit Kanada dramatisch ins Olympia-Halbfinale eingezogen. Den Siegtreffer von Mitch Marner in der zweiten Minute der Verlängerung beim 4:3 (2:1, 0:1, 1:1) erlebte der 39 Jahre alte Crosby nicht mehr auf dem Eis mit. Der Olympiasieger von 2010 und 2014 musste bereits im zweiten Drittel nach einigen harten Checks in die Kabine.„Das ist natürlich hart, wenn du deinen Kapitän so siehst. Ich hoffe, dass er im nächsten Spiel wieder dabei sein kann“, sagte Abwehrstar Drew Doughty von den Los Angeles Kings.Die NHL-Startruppe um Connor McDavid, Nathan MacKinnon und Crosby hatte in Mailand viel Mühe mit den Tschechen, die bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit noch 3:2 geführt hatten. Nick Suzuki von den Montreal Canadiens rettete den Favoriten vier Minuten vor Schluss mit seinem Ausgleich in die Verlängerung.
Eishockey-Goldfavorit Kanada hat das frühe Aus bei den Olympischen Winterspielen gerade noch abgewendet und auf dramatische Art und Weise das Halbfinale erreicht. Das Starensemble um Connor McDavid und Sidney Crosby lag in der Runde der letzten Acht gegen Tschechien bis wenige Minuten vor dem Ende zurück, rettete sich in die Verlängerung und setzte sich mit 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 1:0) durch.Mitch Marner erzielte 1:22 Minuten in der Overtime nach einem Solo per Rückhand das goldene Tor. Zuvor hatte Nick Suzuki (57.) die Führung der aufopferungsvoll kämpfenden Tschechen durch Ondrej Palat (53.) im Schlussdrittel egalisiert. Kanadas Torhüter Jordan Binnington hielt den Rekord-Olympiasieger mit einer Parade knapp eine Minute vor dem Ende des dritten Drittels im Spiel. Allerdings verlor der Favorit wohl Topstar Crosby, der im Mitteldrittel verletzt in die Kabine musste und nicht wieder zurückkehrte.Kanada hatte zuvor einen Start nach Maß erwischt, die Tschechen schlugen nach dem frühen kanadischen Führungstreffer durch Toptalent Macklin Celebrini (4.) aber zurück. Lukas Sedlak (9.) und David Pastrnak (15.) drehten die Begegnung noch im ersten Drittel für die Tschechen, die zum Auftakt der Vorrunde noch ein 0:5 gegen Kanada kassiert hatten. Im Powerplay erzielte Nathan MacKinnon (33.) den Ausgleich, bevor Palat das Eishockey-Mutterland vor den Augen von Wayne Gretzky an den Rand einer Niederlage brachte.In Peking vor vier Jahren war Kanada noch im Viertelfinale gegen Schweden ausgeschieden. Zuvor waren die Ahornblätter in Pyeongchang 2018 in der Vorschlussrunde an der deutschen Mannschaft gescheitert. Ihre neunte und bislang letzte Goldmedaille gewannen die Nordamerikaner 2014 in Sotschi. Mit der für viele Experten besten Auswahl des Turniers ist Kanada neben den USA in Mailand der große Favorit auf Gold. Im Halbfinale am Freitag treffen die Kanadier auf die Schweiz oder Peking-Olympiasieger Finnland.McDavid stellte mit seinen Assists für die ersten beiden Tore den Rekord für die meisten Scorerpunkte während eines Olympia-Turniers ein. Der wohl beste Spieler der Welt zog mit nun elf Punkten mit den Finnen Teemu Selänne und Saku Koivu gleich, denen dies 2006 in Turin gelungen war. (sid)
Traurige Tage für Ski-Star Lindsey Vonn: Die Amerikanerin stürzte am 8. Februar schwer in der olympischen Abfahrt und musste sich seitdem bereits mehreren Operationen unterziehen. Jetzt macht die 41-Jährige bekannt, dass einen Tag nach ihrem Sturz ihr geliebter Hund Leo gestorben ist. „Leo ist von uns gegangen und hat sich Lucy und Bear im Himmel angeschlossen“, schrieb Vonn in einem Instagram-Beitrag. „Als ich am Tag nach meinem Sturz im Krankenhausbett lag, haben wir uns von meinem großen Jungen verabschiedet. In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren, was mir etwas bedeutet hat. Ich kann es nicht fassen“, sagte Vonn. „Die letzten Tage waren unglaublich hart. Wahrscheinlich die härtesten meines Lebens. Ich kann immer noch nicht begreifen, dass er nicht mehr da ist.“ An dem Tag, als sie in Cortina d'Ampezzo gestürzt sei und sich eine komplexe Schienbeinverletzung zuzog, sei auch Leo gestürzt, berichtete die US-Amerikanerin. Vor Kurzem sei bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert worden. „Doch nun versagte auch sein Herz. Er hatte Schmerzen und sein Körper konnte mit seinem starken Geist nicht mehr mithalten.“ Leo habe sie immer aufgebaut, wenn sie am Boden lag. „In 13 Jahren haben wir so viel gemeinsam durchgestanden“, sagte Vonn, die im März 2025 bereits ihre Hündin Lucy und im Januar 2022 ihren Hund Bear verloren hatte. Es werde dauern, bis sie das alles emotional verarbeiten könne. „Aber ich weiß, dass er immer bei mir sein wird.“ Für die Abfahrtsolympiasiegerin von 2010, die in Cortina bereits mit einem Kreuzbandriss im linken Knie angetreten war, steht heute eine weitere Operation an. „Wenn ich die Augen schließe, werde ich an ihn denken“, sagte Vonn. „Leo wird für immer meine erste große Liebe sein.“ (dpa)
Annika Morgan hat im letzten Snowboard-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Italien die ersehnte Medaille für Deutschland knapp verpasst. Die 24-Jährige wurde von der letzten Starterin des Slopestyle-Finales, Zoi Sadowski-Synnott, noch vom dritten Platz verdrängt. Morgan hatte von der Jury in ihrem besten Versuch 78,78 von 100 möglichen Punkten erhalten, ihr fehlten am Ende 7,02 Punkte zu Edelmetall. Bereits im Big Air war die Entscheidung knapp gegen Morgan ausgefallen, als sie das Finale um gerade einmal 0,75 Punkte verpasste.Morgan, die mit 69,53 Punkten den achten Platz in der Qualifikation belegt hatte, legte mit einem guten ersten Run den Grundstein und steigerte sich dann sogar noch einmal. Dadurch setzte sie die Konkurrenz unter Druck. Im dritten Anlauf stürzte Morgan und konnte sich nicht noch einmal verbessern. Lange sah es für sie nach dem Gewinn der Bronzemedaille aus, ehe Sadowski-Synnott noch auf den zweiten Rang kletterte. Gold ging an Mari Fukada (87,83), Dritte wurde ihre japanische Landsfrau Kokomo Murase. (dpa)
Die Idee war gut, die Umsetzung weniger. Um Franziska Preuß den Druck der Schlussläuferin zu ersparen, stellte das Trainerteam die Aufstellung der deutschen Biathletinnen im olympischen Staffelrennen auf den Kopf. Die junge Julia Tannheimer sollte das Quartett früh nach vorn bringen, Franziska Preuß und Janina Hettich-Walz auf Position zwei und drei das Ergebnis festigen und im Bestfall Schlussläuferin Vanessa Voigt mit einem Zeitpuffer ins Finale schicken. Doch es passierte, was Preuß bei diesen Olympischen Spielen in bisher jedem Rennen passiert ist: Sie machte ihre starke Vorarbeit, ein fehlerfreies und zügiges Liegendschießen, mit zu vielen Fehlern im Stehendschießen zunichte. Als Führende war die 31 Jahre alte Bayerin zum Schießstand gekommen, als Zwölfte kam sie aus der Strafrunde. Vanessa Voigt machte zwar noch Plätze gut, mehr als Rang vier sprang aber nicht heraus – mit 20 Sekunden Rückstand auf den Bronzerang, den Norwegen hinter Schweden und den Siegerinnen aus Frankreich sicherte. Preuß verschwand nach dem Rennen, begleitet von einem Arzt, kommentarlos in den Katakomben. „Sie war nicht in der Verfassung, groß etwas sagen zu können oder sagen zu wollen“, sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Die Enttäuschung im deutschen Team saß tief, die Frauen-Staffel war das Rennen, in dem die größten Medaillenhoffnungen steckten. „Wir hatten uns viel vorgenommen“, sagte Bundestrainer Kristian Mehringer. „Ich möchte niemandem die Schuld zuweisen, alle haben ihr Bestes gemacht, und keine hat aufgegeben. Das ist wichtig für mich.“ Eine Medaillenchance bleibt Preuß noch im Massenstart an diesem Samstag (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport), um ihre letzten Olympischen Spiele mit dem erhofften Erfolgserlebnis abzuschließen. (jbc.)