FAZ 18.02.2026
14:37 Uhr

Liveblog Olympia 2026: Deutschland scheitert im Eishockey-Viertelfinale deutlich


DEB-Männer verlieren gegen die Slowakei mit 2:6 +++ Dürrs Medaillentraum im Slalom platzt am ersten Tor +++ Ukrainisches Außenministerium wütend – Russin trug Ukraine-Schild bei Eröffnungsfeier +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: Deutschland scheitert im Eishockey-Viertelfinale deutlich

Annika Morgan hat im letzten Snowboard-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Italien die ersehnte Medaille für Deutschland knapp verpasst. Die 24-Jährige wurde von der letzten Starterin des Slopestyle-Finales, Zoi Sadowski-Synnott, noch vom dritten Platz verdrängt. Morgan hatte von der Jury in ihrem besten Versuch 78,78 von 100 möglichen Punkten erhalten, ihr fehlten am Ende 7,02 Punkte zu Edelmetall. Bereits im Big Air war die Entscheidung knapp gegen Morgan ausgefallen, als sie das Finale um gerade einmal 0,75 Punkte verpasste.Morgan, die mit 69,53 Punkten den achten Platz in der Qualifikation belegt hatte, legte mit einem guten ersten Run den Grundstein und steigerte sich dann sogar noch einmal. Dadurch setzte sie die Konkurrenz unter Druck. Im dritten Anlauf stürzte Morgan und konnte sich nicht noch einmal verbessern. Lange sah es für sie nach dem Gewinn der Bronzemedaille aus, ehe Sadowski-Synnott noch auf den zweiten Rang kletterte. Gold ging an Mari Fukada (87,83), Dritte wurde ihre japanische Landsfrau Kokomo Murase. (dpa)

Das nächste Fehlschuss-Drama um Franziska Preuß hat den deutschen Biathletinnen eine mögliche olympische Staffelmedaille gekostet. Ausgerechnet Deutschlands beste Skijägerin bekam auch im Team ihre Nerven nicht in den Griff, nachdem sie bereits in zwei Einzelrennen im Medaillenkampf am Schießstand entscheidend gepatzt hatte. Im Zielraum weinte Preuß nach ihrer entscheidenden Strafrunde abermals bittere Tränen – denn für sie, Julia Tannheimer, Janina Hettich-Walz und die neue Schlussläuferin Vanessa Voigt reichte es beim überlegenen Sieg von Favorit Frankreich nur zum enttäuschenden vierten Rang. Damit sind erstmals in der Olympia-Geschichte nach den deutschen Männern, die am Dienstag ebenfalls Vierte geworden waren, auch die Frauen in der Staffel ohne Medaille geblieben. Seitdem Frauen und Männer im Biathlon 1992 ihre Wettbewerbe bei Olympia gemeinsam austragen, hatte zuvor mindestens immer eine der beiden deutschen Staffeln auf dem Podest gestanden.Nach 4 x 6 Kilometern und einer Strafrunde durch Preuß sowie neun Nachladern hatte das Quartett in Antholz 1:29,1 Minuten Rückstand auf die Spitze. Silber holte Schweden vor Norwegen. Damit haben die deutschen Skijäger vor den abschließenden beiden Massenstartrennen nur Bronze vom Auftakt in der Mixed-Staffel auf dem Konto. In den bisher sechs Einzelrennen gab es keine Medaillen. (dpa)

Das ukrainische Team wird wegen der Zulassung russischer Sportler unter eigener Flagge bei den Paralympics in Italien nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Sportminister Matwij Bidnyj rief auch andere Länder dazu auf, sich dem Boykott offizieller Zeremonien anzuschließen. Es sei eine „unerhörte Entscheidung“ der Organisatoren, Athletinnen und Athleten aus Russland wieder mit nationalen Symbolen an den Winterspielen der Behindertensportler teilnehmen zu lassen, schrieb Bidnyj auf der Plattform X.Die Ukraine wehrt sich seit vier Jahren gegen eine russische Invasion. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den Olympischen Winterspielen erneut nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte dagegen im vergangenen September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben.Kurz vor dem Beginn der Paralympics am 6. März bestätigte das IPC nun, dass sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien. Belarus darf vier Teilnehmer entsenden. Die endgültige Entscheidung für eine Zulassung zu den Wettbewerben liege bei den italienischen Organisatoren und Behörden, teilte das IPC mit.„Es ist moralisch und politisch falsch, die Flaggen von Aggressorstaaten bei den Paralympischen Spielen zuzulassen, während Russlands Krieg gegen die Ukraine weiter tobt“, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bei X. Er betonte: „Sport muss für Fairness, Würde und Respekt stehen. Er darf nicht zur Bühne für Regime werden, die genau diese Werte mit Füßen treten.“ Daher habe er die ukrainischen Botschafter angewiesen, auch andere Länder von einem Fernbleiben von der Eröffnungsfeier zu überzeugen. (dpa)

Emma Weiß hat das Aerials-Finale bei den Olympischen Winterspielen erreicht, in den Kampf um die Medaillen allerdings nicht eingreifen können. Die 26-Jährige kam in Livigno bei ihrem besten von zwei Versuchen auf 75,28 Punkte und landete damit auf dem zwölften Platz. „Das war ein guter Tag insgesamt“, sagte Weiß, die einmal stürzte. „Ich habe wirklich schlecht geschlafen, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Ich hätte es mit meinen Sprüngen gar nicht ins Super-Finale geschafft. Das passt alles so, wie es ist.“In diesem sogenannten Super-Finale, an dem nur die sechs bestplatzierten Athletinnen der ersten Finalrunde teilnehmen durften, setzte sich wie schon 2022 in Peking Mengato Xu aus China (112,90) durch. Dahinter holte Danielle Scott aus Australien Silber (102,17). Dritte wurde mit Qi Shao (101,90) eine weitere Chinesin.Der olympische Aerials-Wettbewerb ist eine Disziplin des Freestyle-Skis, bei der die Athletinnen über eine steile Schanze springen und in der Luft mehrere Saltos und Schrauben zeigen. Bewertet werden der Absprung, die Ausführung der Tricks in der Luft sowie die Landung, wobei Schwierigkeit und Sauberkeit eine große Rolle spielen. (dpa)

Skirennfahrerin Lena Dürr hat bei den Winterspielen in Italien auch im Slalom trotz guter Ausgangslage eine Medaille verpasst und ein sportliches Drama erlebt. Die 34-Jährige fädelte als Zweitplatzierte des ersten Laufs im Finale bereits am ersten Tor ein und schied aus. US-Superstar Mikaela Shiffrin feierte in Cortina d'Ampezzo einen überlegenen Sieg und krönte sich mit 1,50 Sekunden Vorsprung zur Olympiasiegerin. Silber ging an die Schweizerin Camille Rast, Bronze sicherte sich die Schwedin Anna Swenn Larsson. „Katastrophe, worst case“, stöhnte Dürr. „Man kann es noch gar nicht realisieren“, sagte Dürr eine knappe Viertelstunde nach ihrem Missgeschick, „man meint, man kriegt nochmal einen Re-Run.“ Aber den bekam die Münchnerin nicht. „Bei einem FIS-Rennen vor 15 Jahren“, sagte sie, habe sie so ein frühes Aus vielleicht mal ereilt, „das passiert jedem Slalom-Fahrer mal in seiner Karriere – und dann genau heute!“Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und in der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, fuhr auf Rang neun.Das deutsche Alpin-Team beendet die Spiele in Norditalien damit mit zwei Medaillen. Während die Frauen mitunter famose Fahrten zeigten, gingen die Männer bei ihren Wettbewerben in Bormio wieder mal leer aus. (dpa)

Israelische Wintersportler sind nach Angaben eines Teilnehmers Ziel von Anfeindungen im olympischen Dorf geworden. „Es gab Sportler, die uns extrem feindlich begegnet sind, doch wir lassen uns davon nicht bestimmen“, sagte der Zweierbob-Fahrer Adam Edelman der „Jüdischen Allgemeinen“. Israel ist bei den aktuellen Winterspielen in Mailand und Cortina zum ersten Mal überhaupt mit einem Bob-Team vertreten.Die israelischen Piloten hatten laut Edelman einen schwierigeren Start als die der anderen Nationen. „Während andere Teams rund 50 Trainingsläufe absolvierten, kamen wir auf neun. Das ist im Bobfahren ein enormer Unterschied“, so der Sportler. Wichtiger als die Platzierung sei jedoch der Symbolcharakter. „Wir sind die Ersten – aber wir wollen nicht die Einzigen bleiben“, betonte Edelman. Aus der Heimat gebe es einen enormen Rückhalt für ihn und sein Team. „Die Menschen verstehen, dass das, was wir erreicht haben, phänomenal ist“, so der Sportler. „Ich bin so stolz – und ganz Israel kann ebenfalls stolz sein.“ (KNA)

Der Einsatz einer Russin als Trägerin des ukrainischen Länderschilds bei der Olympia-Eröffnungsfeier sorgt in der Ukraine für Empörung. Es scheine so, als seien die IOC-Verantwortlichen „nicht nur Trottel, sondern auch regelrechte Sadisten“, schrieb der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums, Heorhij Tychyj, auf der Plattform X. Zuvor hatte die seit langem in Italien lebende russische Architektin Anastassija Kutscherowa öffentlich gemacht, dass sie bei der Nationenparade während der Auftakt-Zeremonie als Plakatträgerin die ukrainische Delegation ins San-Siro-Stadion geführt hatte. „Die ukrainische Mannschaft wurde nicht über die Entscheidung informiert, sie bei einem so wichtigen Ereignis von einer Staatsangehörigen des Landes, das Krieg gegen die Ukraine führt, anführen zu lassen“, hieß es in einem X-Post der staatlichen ukrainischen Spendeninitiative.Kutscherowa hatte sich als Freiwillige für die Winterspiele gemeldet. Als der Choreograf der Eröffnungsfeier fragte, ob einer der Plakatträger eine der Nationen besonders gern begleiten wolle, wählte Kutscherowa nach eigenen Angaben die Ukraine – und erhielt den Zuschlag.Ein Sprecher des italienischen Organisationskomitees sagte, auch sie hätten erst durch die aktuellen Medienberichte vom Hintergrund der Russin erfahren. „Es gab rund 1.200 Freiwillige, die die Eröffnungsfeier einzigartig machen sollten. Wir können nicht jeden Einzelnen überprüfen“, sagte Luca Casassa. IOC-Sprecher Mark Adams erklärte: „Ich habe wenig dazu zu sagen. Aus meiner Sicht ist es kein Problem, wenn jemand ein Schild trägt.“Kutscherowa trug wie die anderen Plakatträger einen langen silbernen Mantel mit Kapuze und eine große schwarze Brille, war daher praktisch nicht zu erkennen. Hinter ihr liefen die ukrainische Fahnenträgerin Jelysaweta Sydorko und einige ihrer Teamgefährten in die legendäre Fußball-Arena.Die Russin äußerte Sympathien für die Ukraine, die sich seit knapp vier Jahren gegen eine russische Invasion wehrt. „Wenn man Seite an Seite mit diesen Menschen geht, dann erkennt man, dass sie jedes Recht haben, Hass gegenüber jedem Russen zu fühlen“, sagte Kutscherowa der Nachrichtenagentur AP. Es sei ihr daher wichtig gewesen zu zeigen, dass nicht alle so denken würden. (dpa)

Es war schon bemerkenswert, dass Mark McMorris überhaupt am Start stand: Am Donnerstag vor Beginn der Olympischen Spiele war der kanadische Snowboarder schwer gestürzt, er verlor für kurze Zeit sogar das Bewusstsein. Für den Wettbewerb im Big Air meldete er sich ab, im Slopestyle aber wollte er knapp zwei Wochen nach seinem Crash seine großartige Karriere endlich mit einer olympischen Goldmedaille veredeln.Doch nach dreimal Bronze in seiner Spezialdisziplin blieb dem 32 Jahre alten McMorris, bei den X-Games mit insgesamt zwölfmal Gold in beiden Disziplinen dekoriert, der Olympiasieg auch diesmal verwehrt – genau genommen war er in einem eher niveauarmen Wettbewerb als Achter chancenlos: 3,86 Punkte fehlten zur vierten Bronzemedaille, 6,91 zu der so sehr erhofften ersten goldenen.Die Medaille, die McMorris wollte, ging an Su Yiming: Der 21 Jahre alte Chinese, vor vier Jahren in Peking Olympiasieger im Big Air und Zweiter im Slopestyle, siegte mit 82,41 Punkten knapp vor dem Japaner Taiga Hasegawa (82,13) und Jake Canter aus den USA (79,36). Su, ein früherer Kinderschauspieler, hatte in Livigno schon Bronze im Big Air gewonnen – im Slopestyle hätten zwei seiner drei Runs zum Sieg gereicht. (sid)

Langlauf-Star Johannes Hoesflot Klaebo hat mit seiner fünften Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen 2026 den Rekord des Eisschnellläufers Eric Heiden eingestellt. Der Norweger siegte mit seinem Teamkollegen Einar Hedegart im Team Sprint und setzte seine beeindruckende Erfolgsserie fort. Bislang war es nur Heiden bei den Winterspielen in Lake Placid 1980 gelungen, fünf Goldmedaillen bei einer Olympia-Ausgabe zu gewinnen.Klaebo und Hedegart siegten vor den USA und Italien. Für Klaebo war es der zehnte Olympiasieg seiner Karriere, womit er seinen Vorsprung als erfolgreichster Athlet bei Winterspielen weiter ausbaute. Das deutsche Duo Jakob Moch (Isny) und Jan Stölben (Ernstberg) musste sich mit dem neunten Platz begnügen. (dpa)

Laura Gimmler und Coletta Rydzek haben die Olympia-Bronzemedaille im Team Sprint der Langläuferinnen gewonnen. Die 32 Jahre alte Gimmler und die vier Jahre jüngere Rydzek mussten sich in Tesero nur den siegreichen Schwedinnen Jonna Sundling und Maja Dahlqvist sowie den zweitplatzierten Nadja Kälin und Nadine Fähndrich aus der Schweiz geschlagen geben. Rydzek setzte sich mit einem starken Schlussspurt um Platz drei knapp vor Norwegen durch.„Ich habe kurz heute gar nicht dran geglaubt, es war alles andere als perfekt. Es muss nicht perfekt sein, es muss nur passen. Ich wollte alles rauslassen und ich bin so stolz auf uns beide, dass wir es geschafft haben“, sagte Rydzek im ZDF. „Ich habe schon zu Coletta gesagt: Das ist jetzt wie ein Ehering, das verbindet uns für immer“, sagte Gimmler: „Wir werden ab jetzt alles in vollen Zügen genießen. Das erlebt man nicht so oft im Leben.“Für die deutschen Langläuferinnen war es die ersehnte erste Medaille bei den Winterspielen von Italien. Vor vier Jahren in China hatten Katharina Hennig Dotzler (damals noch Hennig) und Victoria Carl im Team Sprint sensationell Gold gewonnen. Zudem gab es Silber mit der Staffel der Frauen über 4 × 5 Kilometer. Carl ist wegen einer positiven Dopingprobe gesperrt. Im Teamsprint laufen zwei die Athletinnen pro Team im Wechsel. Jede Sportlerin absolviert drei Runden, die jeweils 1,5 Kilometer lang sind. (dpa)

Sie ist die einzige Aerials-Athletin Deutschlands – nun hat sich Emma Weiß erstmals in ihrer Laufbahn für ein olympisches Finale qualifiziert. Die Freestyle-Skierin von der Schwäbischen Alb belegte in der Qualifikation bei den Winterspielen in Norditalien am Mittwoch mit 81,90 Punkten Rang elf. Somit kämpft die 26-Jährige ab 13.00 Uhr (im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, ZDF und Eurosport) um die Medaillen. Beste Athletin der Qualifikation war Marion Thenault aus Kanada mit 108,61 Punkten.Weiß hatte bereits nach dem ersten Quali-Run auf Rang elf gelegen und daher einen zweiten Versuch benötigt, mit dem sie sich aber unter den Top zwölf halten konnte und somit das Finalticket löste. Weiß hatte sich zuvor lange in Geduld üben müssen, ursprünglich hätte die Vorausscheidung bereits am Dienstag stattfinden sollen. Wegen starken Schneefalls in Livigno war sie jedoch mehrfach nach hinten und schließlich auf Mittwoch verlegt worden. Die Qualifikation der Männer wurde auf Donnerstag, 11.00 Uhr verlegt, ab 14.00 Uhr soll das Finale starten. Weiß gilt bei der Medaillenentscheidung als Außenseiterin, im Januar in Kanada hatte sie allerdings mit ihrem zweiten Weltcup-Podest ihrer Karriere aufhorchen lassen. Die selbsternannte „Einzelkämpferin“, die ihre Laufbahn nahezu komplett selbst finanzieren muss, hatte sich im Vorfeld die Top sechs zum Ziel gesetzt. Weiß war bereits bei den Spielen 2022 in Peking am Start, damals hatte sie den Finaleinzug verpasst. (sid)

Skirennläuferin Lena Dürr greift im Olympia-Slalom abermals nach einer Medaille. Die 34-Jährige liegt nach dem ersten von zwei Läufen bei perfekten Bedingungen auf Platz zwei hinter der Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Ihr Rückstand auf die Shiffrin beträgt allerdings schon 0,82 Sekunden.Auch Emma Aicher, in Cortina d'Ampezzo schon mit zweimal Silber (Abfahrt und Team-Kombination) dekoriert, hat noch Chancen aufs „Stockerl“. Die Achte des ersten Laufs trennen 0,32 Sekunden von Rang drei, den überraschend die junge Schwedin Cornelia Öhlund belegt. Auf Shiffrin hat Aicher einen Rückstand von 1,32 Sekunden.„Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Dürr im ZDF, „der Schnee ist wieder ein Traum, wie im Riesenslalom. Dazu perfektes Wetter, es war so eine Freude, da oben zu stehen.“Dürr glänzte wie die direkt nach ihr gestartete Shiffrin an der Schlüsselstelle: Beide fuhren die aufeinanderfolgenden Haarnadeln von der anderen Seite an als die meisten Konkurrentinnen und nahmen so mehr Tempo ins Flache mit. „Ich habe kurz mal gezögert, weil ich die Erste war, die sich so entschieden hat, aber es ist sich ganz gut ausgegangen“, sagte Dürr.Sie hat nun dieselbe Ausgangsposition wie im Riesenslalom, in dem sie nach dem ersten Lauf ebenfalls Zweite war. Im Finale lag sie bis kurz vor dem Ziel auf Medaillenkurs, stürzte dann aber ab auf Rang neun. Ähnlich bitter verlief für sie der Olympia-Slalom 2022: Damals ging sie sogar als Führende in den zweiten Durchgang, fiel dort aber auf Platz vier zurück. 0,07 Sekunden fehlten der Münchnerin zu Bronze, 0,19 zu Gold.Der Slalom ist der letzte Wettbewerb für die Alpinen bei Olympia 2026. Mit den beiden Silbermedaillen hat der Deutsche Skiverband seine Bilanz der beiden vergangenen Spiele schon übertroffen. 2022 reichte es nur zu Team-Silber (u.a. mit Dürr und Aicher), 2018 gab es eine Nullrunde. (sid)

Tierischer Trubel beim Teamsprint der Skilangläuferinnen: Während der Qualifikation am Mittwochmorgen in Lago di Tesero ging ein großer grauer Hund unbekannter Herkunft auf Entdeckungstour. Das freundliche Tier preschte die Zielgerade hinunter und jagte spielerisch die letzten Starterinnen der ersten Runde Richtung Ziellinie.Dort beschnupperte der Hund neugierig die Argentinierin Nahiara Diaz Gonzalez, ehe er sich nach absolviertem Auslauf zufrieden hechelnd „festnehmen“ und tätscheln ließ. Gefahr für Tier wie Teamsprinterinnen bestand zu keinem Zeitpunkt. (Sid)

Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek gehen am Donnerstag in der letzten Olympia-Entscheidung der Nordischen Kombinierer an den Start. Die beiden Oberstdorfer erhielten für den Teamsprint den Vorzug gegenüber Julian Schmid, für den die Winterspiele damit beendet sind. Der Teamsprint (Springen 10.00, Langlauf 14.00 Uhr  im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, ZDF und Eurosport) ist die letzte Chance, die ersten Olympischen Spiele ohne deutsche Kombinierer-Medaille seit 1998 zu verhindern.Geiger und Rydzek hatten am Dienstag im Einzel von der Großschanze fast zeitgleich die Ränge neun und zehn belegt, Schmid kam gut 40 Sekunden später als Zwölfter ins Ziel. (sid)