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12.02.2026
19:52 Uhr
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Wendl und Arlt erfolgreichste deutsche Athleten bei Winterspielen +++ Deutsche Eishockey-Frauen im Viertelfinale gegen Kanada +++ Kanadas Eishockeyteam mit Auftaktsieg +++ Wladyslaw Heraskewytsch zieht vor CAS +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Der Ukrainer Wladyslaw Heraskewytsch will seine nachträgliche Teilnahme am olympischen Skeleton-Wettbewerb einklagen. Der 27-Jährige zieht gegen seine Disqualifikation vom Donnerstagmorgen vor die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS.Der WM-Vierte beantragt die Aufhebung der Entscheidung der Jury des Weltverbands IBSF und „als einstweilige Maßnahme des CAS die Wiederaufnahme mit sofortiger Wirkung in die Olympischen Winterspiele 2026 oder alternativ die Durchführung eines vom CAS überwachten offiziellen Laufs bis zur endgültigen Entscheidung des Wettkampfs“, wie der Gerichtshof mitteilte.Es sei ein Einzelschiedsrichter ernannt worden, „der die Angelegenheit dringend prüfen soll“. Es werde zunächst ein „operativer Beschluss“ erwartet, also ein Urteil ohne Begründung. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei es vonseiten der Ad-hoc-Kammer des CAS „nicht möglich, einen genauen Zeitrahmen für eine operative Entscheidung anzugeben“.Die Ad-hoc-Abteilung des Sportgerichtshofs bestätigte am Donnerstagabend, man habe einen Antrag des 27-Jährigen gegen den Internationalen Bob- und Skeletonverband um 16.30 Uhr registriert. Heraskewytsch hatte bereits am Morgen, kurz nach seinem Rauswurf, diesen Schritt angekündigt.Es scheint auch aufseiten der Richter Eile geboten: Die ersten beiden Läufe wurden am Donnerstagmorgen im Eiskanal von Cortina d'Ampezzo ausgetragen, die letzten beiden finden am Freitagabend statt.Heraskewytsch hatte beabsichtigt, im Wettkampf einen Helm mit Porträts ukrainischer Athleten zu tragen, die im Angriffskrieg durch Russland ihr Leben verloren haben, was vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als unvereinbar mit der Olympischen Charta bezüglich der Richtlinien zum Ausdruck von Athleten angesehen wurde. (sid)
Mitfavorit Kanada ist mit einem lockeren Sieg in das Eishockeyturnier bei den Olympischen Winterspielen gestartet. Die mit zahlreichen NHL-Profis gespickte Auswahl um die Stars Connor McDavid und Sidney Crosby gewann ihr Auftaktspiel gegen Tschechien 5:0 (1:0, 2:0, 2:0). Vor der Schweiz und Frankreich führt das Team von Jon Cooper die Gruppe A an.McDavid und Crosby kamen am Donnerstag in Mailand auf viel Eiszeit und glänzten mit gemeinsam fünf Assists. Die Tore erzielten Macklin Celebrini (20.), Mark Stone (27.), Bo Horvat (38.), Nathan MacKinnon (48.) und Nick Suzuki (54.).Erstmals seit Sotschi 2014 nehmen die NHL-Stars wieder am olympischen Eishockeyturnier teil. Neben Kanada gelten vor allem die USA als Titelfavorit. Das US-Team, das in der deutschen Gruppe C ist, trifft am Abend (21.10 Uhr) auf Lettland. (sid)
Die deutschen Eishockey-Frauen bekommen es im Viertelfinale der Olympischen Winterspiele mit dem erwarteten schweren Gegner zu tun. Die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod trifft in der Runde der besten acht auf die mitfavorisierten Kanadierinnen, die am Donnerstag ihr Nachholspiel gegen Finnland mit 5:0 (1:0, 2:0, 2:0) klar für sich entschieden. Das Viertelfinale steigt am Samstag (16.40 Uhr/ARD und Eurosport).Die USA und Kanada dominieren das Frauen-Eishockey und haben sämtliche Olympiasiege bislang unter sich ausgemacht. Kanada, das sich in der stärker besetzten Gruppe A auf Rang zwei platzierte, hatte am Dienstag überraschend deutlich gegen das US-Team (0:5) verloren.Deutschland beendete die Gruppe B der schwächer eingestuften Teams auf Platz zwei. Bei ihrer bis dato letzten Olympiateilnahme waren die deutschen Frauen 2014 in Sotschi in der Gruppenphase ausgeschieden. (sid)
Die deutschen Curling-Männer haben ihren ersten Sieg bei den Olympischen Winterspielen gefeiert. Die Mannschaft um Skip Marc Muskatewitz setzte sich am Donnerstag in Cortina d'Ampezzo mit 5:4 gegen Norwegen durch. Den Auftakt hatte Deutschland noch auf bittere Art und Weise mit 6:7 nach Extra-End gegen Kanada verloren. Nach einem frühen Rückstand ging das Muskatewitz-Team im dritten End mit 3:1 in Führung und sorgte so für großen Jubel bei den vielen deutschen Fans im Cortina Curling Olympic Stadium. In der Folge blieb es eine ausgeglichene Begegnung; immer wieder sicherten sich beide Teams einzelne Punkte. Zu Beginn des letzten Ends lag Deutschland aber weiter mit zwei Zählern vorn – und brachte den wichtigen Sieg ins Ziel. Zum ersten Mal seit Sotschi 2014 ist wieder ein deutsches Curling-Team bei Olympia dabei; erklärtes Ziel der Auswahl vom kanadischen Trainer Ryan Sherrard sind die Top vier. Weiter geht es am Freitag (19.05 Uhr/ARD und Eurosport) gegen Gastgeber Italien. In der Round Robin treffen die Europameister von 2024 zudem auf die USA, Großbritannien, Peking-Olympiasieger Schweden, Tschechien, die Schweiz und China. Die besten vier Teams ziehen ins Halbfinale ein; am 20. und 21. Februar geht es um die Medaillen. (sid)
Der finnische Skisprung-Trainer Igor Medved ist wegen seines Verhaltens durch das Nationale Olympische Komitee Finnlands von Olympia in Italien ausgeschlossen worden. „Medved ist heute nach Hause gereist. Es geht um Alkoholprobleme“, sagte Janne Hänninen, NOK-Direktor Finnlands. „Wir nehmen den Regelverstoß sehr ernst und haben umgehend reagiert.“ Laut Mitteilung gehe es um ein Verhalten, dass „gegen die Regeln und Werte des finnischen Teams“ verstoße. „Die Angelegenheit wird unmittelbar nach den Olympischen Spielen in Mailand mit Igor besprochen“, erklärte Marleena Valtasola, Geschäftsführerin des finnischen Skiverbandes. Sie sprach beim TV-Sender Yle von einem „bedauerlichen Vorfall, bei dem Alkohol entgegen den Teamregeln konsumiert wurde“. Valtasola äußerte sich nicht dazu, wo und wann Alkohol konsumiert wurde. Der 44 Jahre alte Coach der finnischen Männer bat bereits nach seinem Vergehen um Entschuldigung. „Ich habe einen Fehler gemacht. Es tut mir sehr leid. Ich möchte mich beim gesamten finnischen Team, den Athleten und auch den Fans entschuldigen“, sagte der Slowene Medved laut der Mitteilung. Für die restlichen Wettkämpfe im Einzel- und im Teamwettbewerb von der Großschanze wird Lasse Moilanen das Männer-Team begleiten, mit Unterstützung von Frauen-Coach Ossi-Pekka Valta sowie Sportdirektor Petter Kukkonen. (dpa/sid)
Nach einer verhängnisvollen Kollision waren die beiden besten deutschen Snowboardcrosser am Boden zerstört: Beim Kampf um eine erhoffte Medaille bei den Olympischen Spielen räumten sich Leon Ulbricht und Martin Nörl in ihrem gemeinsamen Viertelfinallauf selbst ab – ein weiterer Rückschlag für die deutschen Snowboarder, die in Livigno aller Voraussicht nach ohne Medaille bleiben werden. Das war dem Verband schon 2022 in Peking passiert.Wie vor vier Jahren sicherte sich der Österreicher Alessandro Hämmerle die Goldmedaille. In einem spannenden Finale ließ der 32-Jährige wie in Peking den Kanadier Eliot Grondin hinter sich, der abermals Silber gewann. Bronze ging an den früheren Weltmeister Jakob Dusek aus Österreich.In einem packenden Viertelfinallauf lag der zweimalige Gesamtweltcupsieger Nörl zunächst in Führung, fiel dann aber zurück und geriet bei der Aufholjagd zunächst leicht mit dem US-Amerikaner Nick Baumgartner aneinander. Dabei kam der Niederbayer ins Rutschen, schoss Ulbricht ab und landete mit ihm gemeinsam im Fangnetz. „Das ist schon ein bisschen bitter“, sagte der WM-Zweite von 2023 im ZDF.Nörl wunderte sich, dass die Jury den Lauf nicht per Video überprüfte – „dass ich stürzte, hatte mit einem Kontakt zu tun“, betonte er. Er und Ulbricht hätten „sicher nicht zu den Favoriten gehört“, ergänzte er, „aber wir hatten gutes Material und waren wahnsinnig schnell.“ Nörl beendete das Viertelfinale noch als chancenloser Dritter, Ulbricht gab auf. Ulbricht und Nörl waren bereits im Achtelfinale gemeinsam in einem Lauf am Start gewesen, sie belegten die Plätze eins und zwei. Für ihre Teamkollegen Niels Conradt und Julius Reichle war bereits in der ersten K.-o.-Runde Schluss gewesen, beide belegten in ihrem Lauf jeweils Rang vier. (sid)
Erst im Fangzaun, dann auf Wolke sieben: Abfahrts-Olympiasiegerin Breezy Johnson hat beim Super-G in Cortina d'Ampezzo eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Als sie nach ihrem Sturz wohlbehalten am Fuße der Tofana angekommen war, sank ihr Freund Connor Watkins vor ihr auf die Knie und machte ihr einen Heiratsantrag. Johnson schossen die Tränen in die Augen, den Antrag nahm sie ebenso gerührt an wie den dargebotenen Silberring mit blauem Edelstein Watkins stand auf, das Paar küsste sich und Jubel brandete auf. Neben dem Ring überreichte Watkins seiner Verlobten ein Stückchen Holz, in das eine Zeile aus dem Song „The Alchemy“ von Pop-Queen Taylor Swift eingraviert war.Hatte Johnson damit gerechnet? „Das war meine Hoffnung“, sagte sie bei NBC, „aber es ist definitiv viel verrückter, weil alles gleichzeitig passiert, und die Realität so anders ist, als man es sich vorgestellt hat – und so viel besser.“ Die 30-Jährige hatte sich 2022 als bisexuell geoutet und in den Sozialen Medien geschrieben, dass sie „offen darüber sein möchte, wer ich bin“. Johnson ist auch Weltmeisterin in der Abfahrt und der Team-Kombination. Die Hoffnung auf eine weitere Olympia-Medaille erfüllte sich in Cortina aber nicht: In der Team-Kombination wurde sie trotz Bestzeit in der Abfahrt an der Seite von Ski-Königin Mikaela Shiffrin Vierte, im Super-G kam das frühe Aus – mit Happy End. (sid)
Die Schwedin Frida Karlsson hat im Skilanglauf bei den Olympischen Spielen furios ihre zweite Goldmedaille gewonnen. Die 26-Jährige distanzierte über die 10 Kilometer im Freistil in 22:49,2 Minuten die Konkurrenz. Landsfrau Ebba Andersson holte mit einem Rückstand von knapp 47 Sekunden ebenfalls ihr zweites Silber vor der US-Amerikanerin Jessie Diggins, die völlig ausgepumpt minutenlang im Ziel liegen blieb. Die deutschen Frauen waren erwartungsgemäß im Medaillenkampf chancenlos. Pia Fink aus Bremelau kam als beste DSV-Läuferin als 19. ins Ziel. Helen Hoffmann aus Oberhof lief auf Platz 28. „Das Material hat heute nicht gepasst“, monierte Hoffmann nach dem Rennen. „Bei so einem Abstand weiß ich nicht, ob das nur an mir liegt.“Wie bereits beim Skiathlon und im Sprint dominierten die schwedischen Langläuferinnen das Rennen nach Belieben und sicherten sich Gold und Silber. Damit gewannen die Skandinavierinnen in den bisherigen drei Langlaufrennen dreimal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze. In der Staffel am Samstag gilt Schweden daher als klarer Favorit.Medaillenchancen rechnen sich die deutschen Langläuferinnen erst im Team-Sprint am kommenden Mittwoch aus. Vor vier Jahren gelang in Peking Katharina Hennig Dotzler und der wegen einer positiven Dopingprobe gesperrten Victoria Carl ein Gold-Coup. (dpa)
Der entthronte „König der Buckelpiste“ warf wütend und frustriert seine Silber-Ski in den Schnee, hinter ihm sank der Sensations-Olympiasieger auf die Knie. Der Australier Cooper Woods hat dem kanadischen Topfavoriten Mikael Kingsbury die sicher geglaubte Goldmedaille im „Moguls“ noch aus den Händen gerissen.Außenseiter Woods, der noch nie einen Weltcup gewonnen hat, kam im letzten aller Finalläufe wie der 100-malige Sieger Kingsbury auf 83,71 Punkte. Weil der Herausforderer aber die besseren Schwünge (Turns) zeigte und dort auf einen höheren Wert kam (48,4 zu 47,7), erhielt er Gold.„Ah, besser wird's nicht!“, sagte Woods, als er im Schnee kniete und abwechselnd weinte und lachte. Auch der 25-Jährige selbst schien nicht mit seinem Coup gerechnet zu haben, war völlig überwältigt.Kein Wunder: Kingsbury ist die lebende Legende auf der Buckelpiste, der „GOAT“ seines Sports, der Größte, jemals. Mit Olympia aber steht der 33-Jährige, der neunmal Weltmeister war, ein bisschen auf dem Kriegsfuß. Nur 2018 reichte es zu Gold, schon 2014 und 2022 holte er „nur“ Silber.Woods schockte nicht nur den „König“. Hinter Kingsbury gewann Weltmeister Ikuma Horishima aus Japan (83,44 Punkte) Bronze. Dem Schweden Walter Wallberg, Olympiasieger von Peking, blieb in einem hochklassigen Wettkampf der undankbare vierte Platz (82,40). (sid)
Olympiasieger Philipp Raimund hat sich über ein Instagram-Video von seiner Schwester Sina, die sich bei seinem Goldsprung filmt, berührt gezeigt. „Ich bin super froh, dass ich es sehen konnte, wie sie im Zug komplett explodiert“, sagte der 25-Jährige. „Zum Glück gehört sie zu der Generation, die sich selbst gerne filmt. Ansonsten hätte es dieses Video nicht gegeben.\"Schwester Sina Raimund verfolgte die Entscheidung von der Normalschanze am Montagabend via Handy live in einem Regionalzug. Nach dem Gewinn der Goldmedaille ihres Bruders klatschte sie erst laut, dann kullerten auch die Tränen. „Das hat mich sehr berührt“, sagte Raimund. „Ich fand das Video mega toll.“Generell zeigte sich Raimund mit den Reaktionen nach seinem Gold-Coup auf der Normalschanze im italienischen Tesero etwas überfordert. „Ich muss mich bei allen entschuldigen, bei denen ich es nicht schaffe, zu antworten. Allein an dem Abend waren fast 800 Nachrichten auf meinem Handy, nur bei Whatsapp“, sagte Raimund in der ARD. (dpa)
Trotz seines Ausschlusses aus dem olympischen Skeleton-Wettbewerb darf der Ukrainer Wladislaw Heraskewytsch seine Akkreditierung für die Winterspiele in Italien doch behalten. Die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees habe auf Antrag von IOC-Chefin Kirsty Coventry den Entzug der Zugangsberechtigung zurückgenommen, teilte die Dachorganisation mit. Damit könne sich Heraskewytsch weiter in besonderen Bereichen wie dem olympischen Dorf aufhalten, auch wenn er nicht an Wettwerben teilnehmen könne. Der 27-Jährige war zuvor kurz vor dem ersten Durchgang im Skeleton-Wettkampf disqualifiziert worden, weil er einen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen tragen wollte. Dies war ihm mehrfach vom IOC untersagt worden. Politische Botschaften sind Athleten in olympischen Wettbewerben verboten. Die Rückgabe der Akkreditierung geschehe als Ausnahme nach einer „sehr respektvollen Unterhaltung“ zwischen Heraskewytsch und Coventry, teilte das IOC mit. (dpa)
Die deutschen Skeleton-Piloten Axel Jungk und Christopher Grotheer liegen beim vom Ausschluss des Ukrainers Wladyslaw Heraskewytsch überschatteten Olympiarennen in Cortina d'Ampezzo zur Halbzeit auf Medaillenkurs. Jungk (34), Olympiazweiter in Peking vor vier Jahren, hat als Zweiter 0,30 Sekunden Rückstand auf den britischen Weltmeister und Gesamtweltcupsieger Matt Weston. Peking-Olympiasieger Grotheer (33) ist Dritter (+0,46).Auch Olympiadebütant Felix Keisinger (28) hat als Sechster (+0,88) noch Chancen auf Edelmetall. \"Ich denke, ich kann Matt morgen schon noch ärgern“, sagte Jungk selbstbewusst und zeigte sich sehr zufrieden. Weston, der fünf von sieben Weltcuprennen in dieser Saison gewann und sein Ausnahmekönnen unterstrich, ist der große Topfavorit im Cortina Sliding Centre.Der Oberhofer Grotheer war nach einem schwierigen Saisonstart in guter Form nach Norditalien gereist und kämpfte sich mit einem starken zweiten Lauf von Platz vier einen Rang nach vorne. „Es ist eine gute Ausgangsposition“, betonte Grotheer, der am Freitag angreifen will: „Ich habe Bock. Es könnte nach vorne ein bisschen näher sein. Aber es war ein guter Tag.“Die deutschen Skeletonis wollen an den Erfolg von Peking 2022 anknüpfen, als beide Olympiasiege und drei von sechs Medaillen an die Athletinnen und Athleten des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) gingen. In Cortina wird erstmals auch eine Entscheidung im Mixed-Team ausgefahren. Im Einzel der Männer fällt die Entscheidung am Freitagabend ab 19.30 Uhr in zwei weiteren Läufen. (sid)
Mit Tränen in den Augen hat Präsidentin Kirsty Coventry ein Scheitern des IOC im Helm-Streit mit dem ukrainischen Skeleton-Piloten Wladislaw Heraskewytsch eingeräumt. „Leider sind wir nicht zu einer Lösung gekommen. Ich wollte ihn wirklich heute im Rennen sehen. Es war ein emotionaler Morgen“, sagte die Chefin des Internationalen Olympischen Komitees. Heraskewytsch war im Disput um seinen Kopfschutz mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen nicht auf Kompromissvorschläge des IOC eingegangen und daher vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung traf der zuständige Weltverband IBSF. Das IOC entzog dem 27-Jährigen die Akkreditierung für die Winterspiele in Italien.„Niemand, wirklich niemand, besonders ich nicht, widerspricht der Botschaft. Sie ist kraftvoll. Sie ist eine Botschaft des Gedenkens, eine Botschaft der Erinnerung, und niemand lehnt das ab. Die Herausforderung besteht darin, dass wir eine Lösung speziell für die Wettkampfstätte finden wollten“, sagte Coventry. Sie hatte an der Olympia-Bahn noch versucht, Heraskewytsch in letzter Minute umzustimmen. IOC-Sprecher Mark Adams erklärte, Coventry sei auch deshalb besonders emotional gewesen, weil sie als frühere Vorsitzende der Athletenkommission viel Zeit in die Entwicklung des Regelwerks investiert habe. Nach Rückmeldung von rund 3.500 Sportlerinnen und Sportlern sei der Regelrahmen für politische Äußerungen festgelegt worden. „Es geht nicht um die Botschaft, es geht um die Unantastbarkeit des Spielfelds“, sagte Adams.Heraskewytsch habe die Chance erhalten, in mehreren Trainingsläufen mit dem Helm zu fahren. Das IOC hatte ihm zudem angeboten, ausnahmsweise einen schwarzen Trauerflor am Arm zu tragen. Zudem hätte der Ukrainer den Helm auch im Bereich für Medienvertreter zeigen und sein Anliegen erklären dürfen. „Nur für die eine Minute des Wettbewerbs hatten wir ihn gebeten, es nicht zu tun“, erklärte Adams. (dpa)
Emma Aichers Traum von einer weiteren Medaille war nach nicht einmal einer Minute des olympischen Super-G ausgeträumt. Die Zweite der Abfahrt und der Team-Kombination von Cortina d'Ampezzo fuhr nach einem Fehler auf der Tofana an einem Tor vorbei. Auch Kira Weidle-Winkelmann schied aus.Nach acht Starterinnen lag Lokalmatadorin Federica Brignone in Führung. Nur vier Athletinnen hatten zu diesem Zeitpunkt das Ziel erreicht. Auch Ester Ledecka (Tschechien), die Olympiasiegerin von 2018, schied aus.„Die Tore kommen sehr schnell, sei bereit!“, wurde Aicher vom Team noch nach oben an den Start gefunkt. Ganz oben war sie einen Hauch schneller als Brignone, doch schon bei der zweiten Zwischenzeit hatte sie fast eine halbe Sekunde Rückstand. Als Aicher kurz darauf ausgehoben wurde und aus dem Kurs fuhr, gab es im Ziel aufmunternden Applaus.In Speed-Queen Lindsey Vonn (USA), die seit ihrem Sturz in der Abfahrt mit einem Unterschenkelbruch im Krankenhaus liegt, und Peking-Siegerin Lara Gut-Behrami (Schweiz/Kreuzbndriss) fehlten zwei Topfavoritinnen. Weltmeisterin Stephanie Venier (Österreich) hatte ihre Karriere nach dem Titel 2025 beendet. (sid)