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20.02.2026
13:21 Uhr
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Der Deutschen gelingt perfektes Finale +++ Biathlon-Legende ist „sehr enttäuscht von den Deutschen“ +++ deutsche Fahnenträger für Abschlussfeier stehen fest +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Angesichts der schlechten Ausbeute des deutschen Biathlon-Teams bei den Olympischen Winterspielen hat Sportdirektor Felix Bitterling den zunehmenden Hass in den sozialen Medien angeprangert. „Was nicht hilft und das nimmt leider zu, ist, dass bei dem kleinsten Misserfolg Hunderte von Hassnachrichten auf diese Mannschaft einprasseln“, sagte Bitterling im ZDF.Die Athletinnen und Athleten sowie ihn treffe es in allererster Linie. „Das ist total inakzeptabel, unter der Gürtellinie. Wir reden hier über Sport und man kann uns auch sportlich gerne kritisieren für das, was wir nicht gut machen, aber bitte auf einem gewissen Niveau“, ergänzte der nach dem Saisonende zum Weltverband IBU wechselnde Bitterling.Vor den abschließenden Massenstarts hat das deutsche Team erst eine Bronzemedaille zum Auftakt in der Mixed-Staffel auf dem Konto. Es droht das schlechteste Abschneiden bei Winterspielen jemals. (dpa)
Die Rodler Tobias Wendl und Tobias Arlt werden bei der Abschlussfeier der Olympischen Winterspiele am Sonntagabend in Verona als Fahnenträger das deutsche Team anführen. „Was sie geschaffen haben, bleibt für immer. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Tobis zwei wunderbare Fahnenträger gefunden haben. Sie haben sich diese Auszeichnung absolut verdient“, sagte Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Wendl und Arlt hatten bei ihren letzten olympischen Spielen Bronze im Doppelsitzer sowie Gold in der Team-Staffel geholt. Damit sind die beiden 38-Jährigen die erfolgreichsten deutschen Winter-Olympioniken. Insgesamt kommen sie auf sieben Gold- und eine Bronzemedaille seit den Winterspielen von Sotschi 2014 und übertrafen damit ihre ehemalige Teamkollegin Natalie Geisenberger (38), die sechsmal Gold und einmal Bronze gewinnen konnte. „Wir werden sie im Team D vermissen und hoffen, ihnen mit dem Erlebnis als Fahnenträger einen würdigen Abschied bereiten zu können“, sagte Weikert. (dpa)
Skicrosserin Daniela Maier hat im Platzierungslauf am Freitagvormittag die beste Zeit erreicht und damit die Hoffnungen auf eine Medaille genährt. Die Olympiadritte von 2022 war bei ihrer Fahrt 0,21 Sekunden schneller als die große Goldfavoritin Sandra Näslund aus Schweden, die vor vier Jahren in Peking gewonnen hatte. Anhand der Zeiten aus dem Platzierungslauf, den jede der 32 Teilnehmerinnen alleine bestreitet, werden die Vierergruppen für das Achtelfinale (ab 12.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, im ZDF und bei Eurosport) zusammengesetzt. Jeweils die ersten beiden kommen eine Runde weiter. Maier und Näslund können damit frühestens beim Kampf um die Medaillen oder im „kleinen Finale“ aufeinandertreffen. Im Achtelfinale bekommt es Maier zunächst unter anderem mit Teamkollegin Luisa Klapproth (16. im Platzierungslauf) zu tun, Veronika Redder (15.) fährt in der ersten Runde unter anderem gegen Näslund. Vierte Deutsche ist Leonie Staudl-Bachinger (19.). (sid)
Das ukrainische Team wird aus Protest gegen die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge die Eröffnungsfeier der Paralympischen Winterspiele boykottieren. „Das ukrainische Paralympics-Team und das Nationale Paralympische Komitee der Ukraine boykottieren die Eröffnungsfeier der 14. Paralympischen Winterspiele und fordern, dass die ukrainische Flagge bei der Eröffnungsfeier der Paralympics 2026 nicht verwendet wird“, schrieb das Ukrainische Paralympische Komitee in einem am Freitag veröffentlichten Statement. Zuvor hatten bereits ukrainische Regierungsvertreter ihr Fernbleiben von sämtlichen offiziellen Veranstaltungen der Paralympics (6. bis 15. März) angekündigt. Die Ukraine fühlt sich angesichts der Teilnahme von Russen und Belarussen unter eigener Flagge an den Winterspielen verraten. Für die Wettkämpfe werde man nach eigenen Angaben dennoch mit einer Delegation von 36 Sportlerinnen und Sportlern, 22 Trainern sowie weiteren Betreuern nach Norditalien reisen. „Wir werden für die sportlichen Siege der ukrainischen Athleten bei den XIV. Paralympischen Winterspielen kämpfen und uns gemeinsam mit Athleten anderer Länder für die Grundsätze der Gerechtigkeit im paralympischen Sport einsetzen“, hieß es in dem Statement. Gleichzeitig sei man „allen Ländern Europas und der Welt dankbar für ihre Solidarität im Kampf gegen die militärische Aggression Russlands und seine Drohungen gegenüber europäischen Ländern“. Sechs russische und vier belarussische Sportlerinnen und Sportler waren am Dienstag bei der Vergabe sogenannter Bipartite-Plätze für die Paralympics zugelassen worden. Da die Generalversammlung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) Ende September vergangenen Jahres die Suspendierung der beiden Nationen überraschend aufgehoben hatte, dürfen sie unter eigener Flagge samt Vorführung nationaler Embleme sowie Abspielen der eigenen Hymne antreten. Man rufe das IPC dazu auf, „sich an die hohen Ideale der internationalen Paralympischen Bewegung zu erinnern“, so das Ukrainische Paralympische Komitee, „und den politischen Einfluss eines Landes zu stoppen, das die Welt in Richtung eines dritten Weltkriegs treibt“. Russland und Belarus waren seit Beginn des Angriffskrieges 2022 auf die Ukraine aus dem Weltsport ausgeschlossen. Neben dem Parasport wird auch in der olympischen Welt verstärkt über die Wiederzulassung der beiden kriegstreibenden Nationen diskutiert. (sid)
Nach ihrem heftigen Sturz in der Qualifikation für das olympische Halfpipe-Finale befindet sich Ski-Freestylerin Cassie Sharpe in einem „stabilen Zustand“. Dies teilte das Kanadische Olympische Komitee (COC) mit. Sie werde vom medizinischen Personal des COC und von Freestyle Canada untersucht, hieß es weiter. Weitere Informationen gebe es derzeit bisher nicht.Die 33 Jahre alte Olympiasiegerin von 2018 fiel bei der Landung nach einem Trick hin und schlug dabei hart mit dem Kopf auf die Eisröhre. Sharpe wurde zunächst behandelt und nach rund zehn Minuten in einer Trage weggefahren. Als sie dabei mit beiden Armen winkte und den Kopf leicht hob, jubelten die Zuschauer erleichtert.Schon bei den Snowboard-Wettbewerben in der Halfpipe von Livigno war es mehrfach zu schweren Stürzen gekommen. Der Australier Cameron Bolton brach sich dabei zwei Halswirbel. (dpa)
Nach bislang bitteren Winterspielen für Franziska Preuß traut Biathlon-Rekordweltmeister Johannes Thingnes Bø der Deutschen im letzten Olympia-Rennen ihrer Karriere viel zu. „Ich glaube an eine Medaille für Franzi im Massenstart, das tue ich wirklich“, sagte der 32-Jährige in einem Interview des TV-Senders Sport1. Und was würde der Norweger der Bayerin für den letzten großen Wettbewerb ihrer Laufbahn am Samstag (14.15 Uhr) mitgeben? „Ich würde Franzi einfach viel Glück wünschen und sagen: Entspann dich, habe Spaß“, sagte der fünfmalige Olympiasieger.Preuß muss ein Fehlschuss-Drama in der Frauenstaffel verkraften. In Führung liegend hatte sie am Mittwoch eine Strafrunde geschossen und dem Team eine mögliche Medaille gekostet. Wieder versagten der Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison im entscheidenden Moment die Nerven, Ähnliches geschah schon durch bittere Fehler im letzten Stehendschießen im olympischen Einzel und der Verfolgung. Tief enttäuscht und mit Tränen in den Augen hatte die 31-Jährige nach der Staffel wortlos die Arena verlassen. Es reichte nur zu Platz vier.In bislang neun Olympia-Rennen reichte es nur in der Mixed-Staffel zu einmal Bronze für Deutschlands Biathletinnen und Biathletinnen in Südtirol. „Ich bin sehr enttäuscht von den Deutschen. Sowohl die Damen als auch die Herren waren nicht gut genug“, sagte der einstige Dominator Bø, der seine Laufbahn nach der vergangenen Saison beendete: „Norwegen und Frankreich haben inzwischen einen großen Vorsprung auf die anderen Nationen.“Nur eine Bronzemedaille sei „traurig“, sagte Bø, „weil es ein wichtiges Land für den Biathlon-Sport ist. Dort ist Biathlon am populärsten. Es ist wichtig für uns, Deutschland auf dem Podium zu haben“. Preuß, die am Saisonende aufhören will, sei zwar mehrfach nah dran gewesen, schaffte es in den Einzelrennen aber bisher nicht wie erträumt aufs Treppchen. „Das ist auch der Grund, warum wir Biathlon lieben, aber wenn es am Ende nicht gut für dich ausgeht, dann ist es eine der schlimmsten Sportarten“, sagte Bø: „Sie müssen in Deutschland irgendeine Art von Veränderung vornehmen, um zurückzukommen, denn wir wissen, dass sie die Möglichkeiten dazu haben.“ (dpa)
US-Eiskunstläuferin Alysa Liu hat sich nicht einmal zwei Jahre nach ihrem Comeback mit dem Olympiasieg bei den Winterspielen in Italien gekrönt. Die 20 Jahre alte Weltmeisterin verbesserte sich dank einer nahezu perfekten Kür vom dritten auf den ersten Rang. „Ich kann das einfach nicht fassen. Das ist unmöglich“, sagte die US-Amerikanerin nach ihrem Triumph in Mailand zu ihren Trainern. Zweite wurde die Japanerin Kaori Sakamoto vor ihrer Teamkollegin Ami Nakai, die mit 17 Jahren ihr olympisches Debüt feierte. Für Sakamoto, die bereits vor vier Jahren Bronze gewann, war der Auftritt in Italien der Abschied von der olympischen Bühne. Nach der Saison beendet sie ihre Karriere.Doch Liu stahl den beiden Asiatinnen die Show. Sie ist die erste amerikanische Eiskunstlauf-Olympiasiegerin bei den Frauen seit Sarah Hughes 2002 in Salt Lake City. „Es war so schön, ihre Freude zu sehen, ihre Unbeschwertheit. Sie hat ihre Sprünge mit ganz großer Sicherheit gezeigt“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD. „Es war eine sehr gute Konkurrenz, nicht so ein Sturzfestival wie bei den Männern.“2022 hatte Liu als damals 16-Jährige überraschend entschieden, ihre Karriere zu beenden. Zur Saison 2024/2025 kehrte sie dann zurück und wurde auf Anhieb Weltmeisterin. Nun krönte sie sich vor den Augen von Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin endgültig.Die amerikanische Meisterin Amber Glenn, die im Kurzprogramm noch schwer gepatzt hatte, verbesserte sich noch vom 13. auf den 5. Platz. Für eine Medaille reichte es trotz der drittbesten Kür aber nicht.Für Deutschland war keine Läuferin dabei, eine in Deutschland gebürtige Sportlerin nahm trotzdem teil. Die für Rumänien startende Julia Sauter belegte den 17. Rang. Als sie 15 Jahre alt war, wurde sie in Deutschland aus dem Kader sortiert, weil sie keine zwei verschiedenen Dreifachsprünge beherrschte. In der Kür sprang sie insgesamt sechs Dreifachsprünge, davon vier verschiedene. „Ich unterstütze unsere deutschen Läufer, ich wohne in Deutschland. Ich liebe unsere deutschen Paare und ich feuere die genauso an, aber für meine Karriere ist es das Land Rumänien“, sagte Sauter, die in Baden-Württemberg geboren wurde. (dpa)
Die Eishockey-Frauen der USA haben ihrem Erzrivalen Kanada im ewigen Finalduell auf dramatische Art die Goldmedaille entrissen und sich zum dritten Mal zum Olympiasieger gekrönt. Altstar Hilary Knight rettete ihr Team im aufgeheizten und schwer umkämpften Endspiel von Mailand spät in die Verlängerung, in dieser gelang Megan Keller der goldene Treffer zum 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0).Idol Knight (58.) glich 124 Sekunden vor dem Ende die Führung der Kanadierinnen durch Kristin O'Neill (21.) aus. In der Overtime waren beide Mannschaften dem Siegtreffer nah, ehe Verteidigerin Keller zum viel umjubelten siebten Sieg nacheinander gegen die Ahornblätter traf. Die USA nahmen damit erfolgreich Revanche für das verlorene Endspiel vor vier Jahren in Peking (2:3). Zuvor hatte das Team USA bei der Premiere des olympischen Frauen-Turniers 1998 in Nagano und 2018 in Pyeongchang triumphiert.Das Duell in der Mailänder Arena Santagulia war bereits das 30. Finalduell dieser Länder bei Olympia und Weltmeisterschaften. Nur bei Olympia 2006, als Kanada gegen Schweden gewann, und bei der WM 2019, als die USA im Finale die Finninnen besiegten, hieß das Duell um Gold nicht Kanada gegen USA.Zugleich trafen letztmals die großen Idole ihrer Nationen bei Winterspielen aufeinander. Für die 36-jährige Knight, die einen Tag vor dem Finale ihrer Partnerin Brittany Bowe einen Antrag gemacht hatte, war es das letzte Spiel bei Olympia. Ob Marie-Philip Poulin, mit 27 Einsätzen nun Rekordspielerin Kanadas und mit 20 Treffern die erfolgreichste Torschützin der Olympia-Geschichte, weitermacht, ließ die 34-Jährige offen. (sid)