FAZ 21.02.2026
11:44 Uhr

Liveblog Olympia 2026: DOSB über zahlreiche vierte Plätze: „Das schmerzt“


Chef de Mission des deutschen Teams: „Freude, Stolz und eine kleine Prise Ernüchterung“ +++ Franziska Preuß beendet am Samstag ihre Biathlon-Karriere +++ Nolte im Zweierbob auf Goldkurs +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Liveblog Olympia 2026: DOSB über zahlreiche vierte Plätze: „Das schmerzt“

Ausnahme-Langläufer Johannes Hoesflot Klaebo hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien seine sechste Goldmedaille gewonnen und damit den nächsten Rekord aufgestellt. Der Norweger siegte über 50 Kilometer in der klassischen Technik. Damit ist er der erste Sportler bei Winterspielen, der bei einer Olympia-Ausgabe sechs Titel gewinnt.Mit nun elf Goldmedaillen führt Klaebo zudem souverän die Rangliste der erfolgreichsten Winterspiele-Athleten vor seinen Landsleuten Marit Björgen (Langlauf), Ole Einar Björndalen (Biathlon) und Björn Dählie (Langlauf) an, die jeweils achtmal Gold gewonnen haben.Klaebo, der nun bei allen Starts in Tesero gewonnen hat, setzte sich schon früh im Rennen mit Emil Iversen und Martin Löwström Nyenget ab. Die drei Norweger machten die Medaillen unter sich aus. Nyenget holte Silber, Iversen Bronze. Als bester Deutscher lief Florian Notz in Tesero auf den zehnten Platz. Klaebo erreichte nach 2:07:07 Stunden das Ziel.Schon nach seiner zehnten olympischen Goldmedaille, die der 29-Jährige am Mittwoch im Teamsprint gewonnen hatte, sagte er: „Es ist verrückt. Es ist schwer, es in Worte zu fassen. Es fühlt sich unwirklich an.“ Zum Abschluss setzte er noch einen drauf. (dpa)

Nach einem schlimmen Kufentreffer im Gesicht ist die polnische Olympia-Shorttrackerin Kamila Sellier in Italien operiert worden. „Kamila wurde operiert, um den beschädigten Knochen zu reparieren. Alles wurde gereinigt“, berichtete Polens Chef de Mission Konrad Niedzwiedzki bei Eurosport. Sellier (25) sei am Samstagmorgen mit starken Schwellungen aufgewacht und habe nicht viel geschlafen. Im weiteren Tagesverlauf solle die Beweglichkeit ihres Auges weiter überprüft werden. Sellier war während des Viertelfinals über 1500 m am Freitag in einer Kurve gestürzt, eine Gegnerin schlitzte ihr dabei mit der Kufe unbeabsichtigt das Gesicht unter dem linken Auge auf. Das Rennen wurde unterbrochen, Sellier musste minutenlang behandelt und anschließend mit einer Trage abtransportiert werden. Auf dem Eis blieb eine Blutspur zurück. (sid)

Die USA haben die chinesischen Überflieger im Aerials-Finale der Mixed-Teams überraschend geschlagen. Weltmeisterin Kaila Kuhn, Connor Curran und Christopher Lillis holten in Livigno mit 325,35 Punkten mit großem Vorsprung die Goldmedaille. Die Amerikaner, die ihren Olympiasieg von 2022 wiederholten, kamen als einzige der vier Nationen ohne Sturz durch den entscheidenden Final-Durchgang und setzten sich souverän vor der Schweiz (296,91 Punkte) und China (279,68) durch.Für die in den Einzelentscheidungen so dominanten Chinesen waren Olympiasieger Wang Xindi und Li Tianma bei ihren Sprüngen gestürzt. Die USA lagen nach den Sprüngen der Frauen noch hinter den Asiaten zurück, doch Curran und Lillis überzeugten mit starker Ausführung. Für die Schweiz glänzte der WM-Dritte Pirmin Werner mit der besten Final-Wertung von 123,00 Punkten. In der Einzel-Entscheidung der Frauen hatte Wangs Ehefrau Xu Mengtao wie 2022 Gold gewonnen. (sid)

Florian Wilmsmann hat beim Platzierungslauf der Skicrosser die viertbeste Zeit erzielt und Hoffnungen auf eine weitere deutsche Medaille nach Gold durch Daniela Maier genährt. Schneller als der WM-Zweite von 2023 waren unter anderem zwei Topfavoriten: Reece Hodwen aus Kanada, der in diesem Winter vier von neun Weltcup-Rennen gewonnen hat, und Ryan Regez aus der Schweiz (+1,05 Sekunden), Olympiasieger von 2022 und amtierender Weltmeister. Überraschend die zweitbeste Zeit erreichte der Japaner Satoshi Furuno (+0,99).Anhand des Platzierungslaufs, bei dem die Fahrer alleine auf dem Kurs unterwegs sind, wird die Setzliste für die Vierer-Läufe in der K.-o.-Runde (12.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) erstellt: Wilmsmann (+1,14) befindet sich in einer Hälfte des Tableaus mit Howden, auf den er im Halbfinale treffen kann. Der Erste und Zweite eines jeden Laufs kommen eine Runde weiter.Neben Wilmsmann sind in Livigno drei weitere Deutsche unter den 32 Teilnehmern. Florian Fischer (14.), Cornel Renn (20.) und Tim Hronek (26.) konnten im Platzierungslauf nicht überzeugen. Renn trifft damit bereits im Achtelfinale unter anderem auf Teamkollege Wilmsmann. (sid)

Johannes Lochner peilt mit voller Überzeugung sein erstes olympisches Gold-Double an. Im ersten von vier Läufen legte der Weltcup-Gesamtsieger aus Berchtesgaden in seinem letzten Rennen mit seiner Crew Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer Start- und Bahnrekord hin. So fuhr das Quartett in der Königsklasse des Bobsports 0,39 Sekunden Vorsprung auf Francesco Friedrich raus, der zwar am Start mit 4,73 Sekunden genauso schnell war, sich dann aber einige kleine Fehler erlaubte. Auf Rang drei liegt der Brite Brad Hall. Auch Adam Ammour von Eintracht Frankfurt, der die letzten zwei Rennen im Weltcup gewann, leistete sich wie Friedrich einen Fehler bei der Ausfahrt vier und touchierte mehrere Banden. Auf Bronze hat er als Fünfter zwölf Hundertstelsekunden Rückstand. Der im Training jeweils mit Bestzeiten überzeugende Italiener Patrick Baumgartner, der vom deutschen Ex-Weltmeister Manuel Machata trainiert wird, liegt mit 0,64 Sekunden Rückstand auf Lochner als Siebter schon weit zurück. (dpa)

Franziska Preuß geht das letzte Biathlonrennen ihrer Karriere ohne den Druck an, doch noch ihre erste olympische Einzel-Medaille gewinnen zu müssen. „Mein Hauptziel ist, noch mal die Freude zu spüren und den Grund, warum ich mich damals entschieden habe, Biathlon zu machen“, sagte die 31-Jährige dem ZDF: „Weil es einfach ein cooler Sport ist. Ich hoffe, dass ich das fühle und alles andere komplett ausklammern kann.“ Um ein besonders gutes Ergebnis geht es der Bayerin dabei nur bedingt. „Was auch immer dann kommt, ich bin völlig fein damit“, sagte die Verfolgungs-Weltmeisterin. Bei den Winterspielen in Antholz wird Preuß heute (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) im Massenstart letztmals antreten, ehe sie ihre Laufbahn anschließend sofort beendet und nicht mehr bei den noch drei ausstehenden Weltcups bis Ende März antritt. „Ich habe ehrlicherweise schon gewusst, egal, wie es hier läuft, hier wird Schluss sein“, sagte Preuß.Bei ihrer Rücktrittsankündigung unmittelbar vor Olympia hatte sie noch gesagt, erst in Italien entscheiden zu wollen, ob sie doch noch mal im Weltcup startet. Nun finden die verbleibenden Stationen in Estland, Finnland und Norwegen bereits ohne Deutschlands Sportlerin des Jahres statt. „Morgen geht es nicht um Zeiten oder Platzierungen. Morgen geht es um Dankbarkeit. Ein letztes Mal alles geben“, schrieb Preuß schon am Freitag bei Instagram.„Es fühlt sich einfach genau richtig an. Ich freue mich, dass dann auch was anderes kommt“, sagte Preuß. Wie genau ihr Leben weitergeht, weiß die elfmalige WM-Medaillengewinnerin aber noch nicht. „Ich war immer der Typ von Sportler, der jeden Tag 100 Prozent gegeben hat“, sagte Preuß: „Es ist eine coole Zeit, wo man alles ausprobieren kann. Ich freue mich einfach darauf, etwas komplett anderes zu erleben.“Bei ihren vierten Olympischen Spielen in Südtirol hatte Preuß mit großen Problemen am Schießstand zu kämpfen. Mehrfach vergab sie durch Fehler im letzten Stehendschießen mögliche Medaillen, zuletzt am Mittwoch mit der Frauenstaffel, die am Ende Vierte wurde. Zum Auftakt hatte sie mit der Mixed-Staffel aber bereits Bronze gewonnen. (dpa)

Der britische Freestyler Gus Kenworthy hat nach seinem Pinkel-Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde (ICE) über massive Angriffe gegen sich im Internet berichtet. „Es war hart. Niemand möchte über sich schlechte Dinge lesen, Dinge, die Beleidigungen und brutal und beängstigend und homophob sind“, sagte der 34-Jährige bei BBC Sport. Kenworthy hatte kurz vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Italien auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem „fuck ICE“ zu sehen ist – nach seinen Angaben hat er den Schriftzug in den Schnee gepinkelt. Beim Halfpipe-Wettbewerb am Freitagabend erreichte der Silbermedaillengewinner von 2014, der als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert war, den sechsten Platz.Anschließend bekräftigte er seinen Protest. „Ich glaube nicht, dass das, was ich gesagt habe, kontrovers ist. Mir ist klar, dass die Leute unterschiedliche Meinungen haben, aber ich finde, was da gerade passiert, ist total daneben, und ich habe das Gefühl, dass ich mich dazu äußern muss und meine Reichweite nutze, gerade jetzt, wo ich so viel Publikum habe“, betonte Kenworthy. Er stehe zu dem, was er gesagt habe. „Ich denke, ich stehe auf der richtigen Seite.“Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. (dpa)

Die Erzrivalen Kanada und USA spielen beim Eishockey-Turnier um die prestigeträchtige Goldmedaille. Rekordchampion Kanada um Connor McDavid gewann im Halbfinale nach einem späten Comeback mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen Peking-Olympiasieger Finnland, die US-Amerikaner folgten mit einem 6:2 (2:0, 3:0, 1:1) gegen die Slowakei. Das Eishockey-Finale (14.10 Uhr, ZDF und Eurosport) ist traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele.Die beiden US-Amerikaner Dylan Larkin (5.) und Tage Thompson (20.) legten früh den Grundstein für den Finaleinzug, Jack Hughes (33./39.), Jack Eichel (33.) und Brady Tkachuk (51.) sorgten für die weiteren Tore. Juraj Slafkovsky (45.) und Pavol Regenda (54.) trafen für die Slowakei. Der Peking-Dritte, der die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet hatte, spielt am Samstag (20.40 Uhr) gegen Finnland abermals um Bronze.Die Kanadier kämpfen bei den Männern um ihre 15. Goldmedaille im Eishockey und die erste seit Sotschi 2014. Die USA warten seit 1980, als sie beim „Miracle on Ice“ sensationell die Sowjetunion besiegt hatten, auf ihren dritten Olympiasieg. Letztmals im Finale standen sie 2010 in Vancouver. Damals schoss Crosby Kanadas Siegtreffer in der Overtime. (sid)

Der niederländische Shorttracker Jens van 't Wout hat Geschichte geschrieben. Der 24-Jährige, der seit einem Unfall auf Schlittschuhen einen Goldzahn und eine Narbe auf der rechten Wange trägt, raste am Freitag auch mit der Staffel zum Olympiasieg. Zuvor war er bereits über die 1000 und die 1500 m erfolgreich gewesen, über die 500 m gab es Bronze.Mit drei Olympiasiegen bei ein und denselben Spielen tat er es Wiktor Ahn gleich, der 2006 für sein Geburtsland Südkorea und 2014 für Russland jeweils drei olympische Goldmedaillen gewann. In der Staffel siegte van 't Wout an der Seite seines Bruders Melle, der über die 500 m Silber gewonnen hatte.Weitere Mitglieder der Gold-Staffel waren Teun Boer, Friso Emons und Itzhak de Laat. Für die Eisschnelllauf-Nation Niederlande war es nach sieben WM-Titeln in der Shorttrack-Staffel der erste Olympiasieg in dieser Disziplin. Silber ging an Südkorea, Bronze an Italien. (sid)

Die Polin Kamila Sellier hat sich bei einem schlimmen Sturz im Shorttrack durch die Kufe einer Kontrahentin eine blutige Verletzung im Gesicht zugezogen. Die 25-Jährige kam im Viertelfinale über die 1.500 Meter in Mailand zu Fall. Dabei schlitterte sie so unglücklich über das Eis, dass sie von der hinteren Kufenkante der noch laufenden Amerikanerin Kristen Santos-Griswold unter dem linken Auge getroffen wurde. Das Rennen wurde sofort abgebrochen.Sellier wurde mehrere Minuten auf dem Eis versorgt, Helfer schirmten sie mit einer weißen Plane ab. Sie wurde auf einer Trage fixiert und unter dem Applaus der Zuschauer vom Eis gefahren. Dabei zeigte sie den Daumen nach oben. Nach Angaben von polnischen Funktionären ist das Auge von Sellier in Ordnung. Sie wurde noch in der Arena an der Wunde genäht und kam für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. Auf dem Eis blieb zunächst eine Blutspur zurück.Die Amerikanerin Santos-Griswold wurde ebenso wie Sellier disqualifiziert, weil sie beide kurz vor dem Unfall geschoben hatten. In den Sturz war auch Italiens Arianna Fontana verwickelt. Beim Neustart waren nur noch vier Athletinnen dabei, die 14-malige olympische Medaillengewinner erreichte das Halbfinale und wenig später auch den Endlauf. (dpa)

Hunter Hess gab alles, um den US-Präsidenten zu widerlegen, doch der Druck war wohl zu groß. Nach den Anfeindungen durch Donald Trump, der den amerikanischen Ski-Freestyler einen „Loser“, also einen Verlierer, genannt hatte, flog Hess in der Halfpipe klar an einer Medaille vorbei. Platz zehn beim Olympiasieg seines Teamkollegen Alex Ferreira, des Zweiten von 2018 und Dritten von 2022, war nicht sein Ziel.Hess zeigte im ersten Run eine medaillenwürdige Vorstellung, ehe er den letzten Trick verpatzte. Im zweiten Lauf verlor er den rechten Ski, im letzten Lauf landete er den dritten Sprung unsauber. Ferreira setzte sich mit 0,75 Punkten Vorsprung auf den Esten Henry Sildaru durch, Bronze ging an Brendan Mackay aus Kanada.Hess hatte zu Beginn der Spiele auf einer Pressekonferenz angesichts der verschärften Einwanderungskontrollen in seiner Heimat gesagt: „Nur weil ich die Flagge trage, heißt das nicht, dass ich alles repräsentiere, was in den USA vor sich geht.“ Trump hatte ihn daraufhin einen „echten Versager“ und es „schade“ genannt, „dass er dabei ist“. Für Hess folgten die zwei „wohl härtesten Wochen“ seines Lebens, wie er bekannte.Bei der Qualifikation am Vormittag hatte er nach seinem ersten Lauf seinen Daumen und Zeigefinger zu einem L geformt. „Ganz offensichtlich bin ich ein Loser“, sagte er in Anspielung auf die Worte des US-Präsidenten. Auch auf Instagram nennt er sich inzwischen selbstironisch so, in Wahrheit aber sei er „nur ein Skifahrer aus Bend, Oregon“.Hess hatte die Spiele 2022 wegen einer schweren Verletzung verpasst, auf seine erste Olympia-Teilnahme habe er sein „ganzes Leben lang hingearbeitet“, sagte er und betonte mit Blick auf Trump: „Ich lasse mich von solchen Kontroversen nicht aufhalten.“ Zu seinen Worten, betonte Hess, stehe er. Auch wenn ihn das zu einem „Loser“ mache. (sid)

Weltmeisterin Laura Nolte hat Kurs auf ihr angepeiltes Olympiagold im Zweierbob genommen. Die Weltcup-Dominatorin übernahm nach einem starken zweiten Lauf die Führung und hat zur Halbzeit einen Vorsprung von 0,18 Sekunden auf Teamkollegin Lisa Buckwitz.Die US-Amerikanerin Kaillie Armbruster Humphries, die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte, fiel auf Rang drei zurück (+0,23). Nolte war mit fünf Siegen in sieben Saisonrennen als große Favoritin nach Cortina d'Ampezzo gereist.Vier Tage nach dem Gewinn von Olympiasilber im Monobob gelang Nolte gleich im ersten Lauf ein Startrekord, ehe die zweimalige Zweier-Olympiasiegerin Armbruster Humphries (2010, 2014) zurückschlug. Im zweiten Durchgang zeigte Nolte aber die beste Linie und ballte im Zielbereich die Hand zur Faust. Buckwitz lauert mit Neele Schuten knapp dahinter. Die frühere Weltmeisterin Kim Kalicki und Talea Prepens sind Vierte (+0,43).Für Nolte wäre alles andere als Gold eine Enttäuschung. Vor vier Jahren in Peking war sie mit ihrem Triumph im Zweier zur jüngsten Bob-Olympiasiegerin der Geschichte aufgestiegen. „Der Zweier ist meine Paradedisziplin. Mit Debbie am Start ist es immer schnell und das ist natürlich etwas, was mir ein gutes Gefühl für die Bahn gibt“, hatte Nolte gesagt. (sid)

Beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele läuft alles auf ein Finale zwischen den Erzrivalen Kanada und den USA hinaus. Kanada um Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann am Freitag das umkämpfte Halbfinale gegen Peking-Olympiasieger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) und spielt im Finale am Sonntag (14.10 Uhr/ZDF und Eurosport) um Gold.Finnlands Mikko Rantanen (17.) nutzte ein Powerplay zur Führung, Erik Haula (24.) erhöhte in Unterzahl. Sam Reinhart (35.), Shea Theodore (51.) und Nathan MacKinnon (60.) drehten das Spiel für Gold-Favorit Kanada, der letztlich verdient gewann.Der Gegner im Endspiel, das traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele darstellt, wird am Abend im Duell zwischen den USA und der Slowakei (21.10 Uhr) ermittelt. Die Slowaken hatten die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) um Leon Draisaitl am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet. Sie sind gegen die USA aber klarer Außenseiter. (sid)

Der mit Gold-Ambitionen angetretene italienischen Biathlet Tommaso Giacomel ist nach dem Massenstart im Krankenhaus gelandet. Der 25-Jährige postete wenige Stunden nach dem Rennen, das er vorzeitig abbrechen musste, bei Instagram ein Foto aus dem Krankenbett. „Gleich nach dem zweiten Schießen hörte mein Körper irgendwie auf, richtig zu arbeiten und ich hatte wirklich Schwierigkeiten, zu atmen und mich zu bewegen“, schrieb Giacomel. Daraufhin musste er in der dritten Runde aussteigen und blieb am Streckenrand im Schnee sitzen. „Schlimmstes Gefühl, das ich bisher in meinem Leben erlebt habe“, schrieb er.Mittlerweile gehe es dem Gesamtweltcup-Zweiten zwar körperlich besser, doch die Enttäuschung ist groß. Nach Silber zum Auftakt mit der Mixed-Staffel wollte er bei seinem Heimspiel in Südtirol auch in den Einzelrennen Medaillen gewinnen. Das misslang, obwohl er meist zu den Favoriten gehörte. „Im Moment geht mir viel durch den Kopf... Frustration, Wut, Enttäuschung...“, schrieb Giacomel: „Absolut nicht das Ende der Spiele, auf das ich gehofft hatte, aber ich werde niemals aufgeben.\"Was genau der Grund für sein Aus war, ist noch unklar. Er werde auf jeden Fall bis zu den Winterspielen in vier Jahren in den französischen Alpen weitermachen. „Vier Jahre verfliegen schnell und ich versuche es wieder in Frankreich“, schrieb Giacomel und kündigte an: „Ich werde die nächsten Tage ein paar medizinische Untersuchungen durchführen, um herauszufinden, was heute schiefgelaufen ist.“