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19.02.2026
16:16 Uhr
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Nordische Kombinierer verpassen Medaille +++ Reporterin bittet nach Alkohol-Auftritt im TV um Entschuldigung +++ Skibergsteigerin Paller wird Vierte +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Biathletin Franziska Preuß hat sich einen Tag nach dem bitteren Auftritt in der Frauenstaffel am Mittwoch zu ihrem Auftritt geäußert. „Gestern war natürlich kein schöner Tag. Gerade bei einer Staffel ist das immer besonders hart. Mir tut es wahnsinnig leid für die anderen drei Mädels und auch für das ganze Team\", sagte Preuß am Donnerstag.Preuß hatte in Führung liegend eine Strafrunde geschossen und damit die aussichtsreiche Position der deutschen Biathletinnen im Rennen vergeben. „Entsprechend war die Stimmung natürlich nicht besonders gut, und man braucht auch einfach ein bisschen Zeit, um das zu verdauen\", so Preuß. Sie kämpfe schon den ganzen Winter mit solchen Situationen. „Man probiert jedes Mal wieder etwas Neues, baut sich wieder auf, und trotzdem ist es dann oft wie ein Blackout, sobald ich auf der Matte stehe“, haderte die 31-Jährige. Bis zum Massenstart am Samstag (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia 2026, in der ARD und bei Eurosport) will Preuß aber alles versuchen, um „wieder mit einem Lächeln am Start“ zu stehen. „Ich versuche heute und morgen nochmal den Kopf frei zu bekommen was hier nicht ganz so einfach, weil es wenig Möglichkeiten gibt, sich abzulenken.“ (jbc./shüs.)
Olympia 2026: Das Ende des „Rockkonzerts“ für die deutschen Curler
Hände am Bob, Helm auf dem Kopf, entschlossener Blick: Deutschlands Sprint-Ass Gina Lückenkemper (29) hat am Rande der Olympischen Winterspiele schon einmal ein bisschen Eiskanal-Luft geschnuppert. Zusammen mit ihrer ehemaligen Staffel-Kollegin Alexandra Burghardt posierte die 100-Meter-Europameisterin von München für Instagram-Fotos als Anschieberin auf der Olympia-Bahn in Cortina d'Ampezzo.„Das Training ist gut gelaufen. Es ist Zeit für den Schlitten, auf den Ihr gewartet habt“, kommentierte Burkhardt, die als Anschieberin von Pilotin Mariama Jamanka 2022 in Peking Olympia-Silber gewonnen hatte. Und Laura Nolte, in Italien mit Silber im Monobob dekoriert, meinte: „Wir sehen uns am Balken.\"Lückenkemper hatte zuletzt gesagt, dass sie sich grundsätzlich eine Zukunft als Bob-Anschieberin vorstellen könnte. „Alles ist möglich“, sagte die 29-Jährige, die als Olympia-Fan vor Ort in Italien war, bei Sport1: „Ausprobieren würde ich es auf jeden Fall.\"Wie Lückenkemper war Burghardt in Paris Teil der Bronze-Staffel des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). (sid)
Die deutschen Nordischen Kombinierer erleben ein Olympia-Debakel und beenden die Winterspiele erstmals seit 1998 ohne Medaille. Trotz guter Gold-Aussichten nach dem Skispringen fielen Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger im Langlaufrennen noch von der Spitzenposition auf Platz fünf zurück. Am Ende fehlten im Teamsprint 1:06,1 Minuten auf Gold. Bis zur achten Runde gehörte Deutschland zur Spitzengruppe. Dann stürzte Geiger zweimal, kollidierte mit einem Konkurrenten und verlor wichtige Sekunden.„Ich habe nicht viel gesehen, meine Brille war zu, dann bin ich in ein Loch reingefahren. Wenig später lag ich schon wieder“, sagte Geiger in der ARD: „Ich bin noch nie gestürzt. Das tut mir richtig fett leid. Wir haben so hart gearbeitet, und dann so ein blöder Fehler.“Rydzek und Geiger mussten sich den siegreichen Norwegern Andreas Skoglund und Jens Luraas Oftebro sowie den Finnen Eero Hirvonen und Ilkka Herola geschlagen geben. Bronze ging an die Österreicher Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter.Dabei hatte das Skispringen zunächst große Hoffnung auf einen deutschen Triumph gemacht. Im dichten Schneetreiben war Rydzek bei seinen wohl letzten Olympischen Spielen 123 Meter weit gesprungen, Geiger landete in Predazzo nach 122,5 Metern. Mit 13 Sekunden Vorsprung auf Norwegen ging das deutsche Duo ins Langlaufrennen.Im Teamsprint laufen zwei Athleten pro Mannschaft im Wechsel. Jeder Sportler absolviert fünf Runden, die jeweils 1,5 Kilometer lang sind. Schon die Einzel-Wettbewerbe auf der Normalschanze und auf der Großschanze in Predazzo waren schlecht gelaufen. Vor allem im Skispringen hatte das Team von Bundestrainer Eric Frenzel große Probleme gehabt. (dpa)
Tatjana Paller hat bei der Olympia-Premiere der Skibergsteigerinnen den vierten Platz im Sprint belegt. Die 30-Jährige erreichte das Finale, die historisch erste Goldmedaille gewann aber Marianne Fatton aus der Schweiz. Silber ging an die Französin Emily Harrop, Dritte wurde Ana Alonso Rodriguez aus Spanien. Paller fehlten trotz einer Aufholjagd in der Abfahrt etwas mehr als drei Sekunden zu Bronze.Angenommen wurde die Neuerung im olympischen Wettkampfprogramm gut. Die Stimmung auf der Tribüne und an der Piste sei ausgelassen und spürbar besser gewesen als bei einem Weltcup, meinte ein Sprecher des deutschen Teams. Angestachelt von der Atmosphäre erreichte Paller als Zweite ihres Vorlaufs das Halbfinale, in dem sie in einem engen Kampf ebenfalls einen guten Eindruck hinterließ und abermals direkt weiterkam.Skibergsteigen hat den Ursprung im Skitourengehen. Die Athletinnen und Athleten laufen mit ihren Skiern einen Hang hoch. Um dabei nicht rückwärts zu rutschen, sind Felle unten an die Skiflächen gespannt. Für ein kurzes Stück müssen sie auch Treppen steigen, auf diesem Streckenabschnitt werden die Skier abgeschnallt. Oben angekommen werden die Felle an den Skiern entfernt und es geht eine kurze Abfahrt hinunter.Frühzeitig waren indes Helena Euringer als Fünfte und Finn Hösch auf Rang vier in ihren Vorläufen gescheitert. „Vorwiegend überwiegt die Freude, das ist ein unvergesslicher Tag“, sagte Hösch, dem fast vier Sekunden für das direkte Weiterkommen gefehlt hatten. „Das Ergebnis weiß ich sportlich einzusortieren. Ich weiß, dass es nicht an der Laufleistung gelegen hat, sondern, dass es eine falsche taktische Entscheidung mit der Fellwahl war.“ (dpa)
Das hätte übel enden können: Der Nordische Kombinierer Benjamin Loomis ist bei den Olympischen Winterspielen nur knapp einem harten Crash entgangen. Der 27-Jährige aus den USA wurde beim Skispringen des Teamsprints in der Anlaufspur von einem Schneebläser getroffen. „Ich hatte Glück, dass es nur meine Schulter traf. Hätte es mich im Gesicht getroffen, wäre es ganz anders ausgegangen“, sagt Loomis dem norwegischen Sender NRK. Die Bläser standen bei starkem Schneefall an der Schanze, um die Spur freizuhalten. Fast alle zogen rechtzeitig zurück, doch einer war unaufmerksam. Loomis vollendete den Sprung und landete nach 116 Metern. Lasse Ottesen, Renndirektor des Weltverbands Fis, sagte zu dem Zwischenfall: „Ein extremer Tag. Die Crew hat hervorragende Arbeit geleistet. Es ist sehr bedauerlich, dass es zu einem Zwischenfall mit Loomis kam“, Ottesen ergänzte: „Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert, so etwas sollte aber nicht vorkommen. Die betreffende Person hat sich bei der Jury entschuldigt, und die Fis hat sich bei den USA entschuldigt.“ (dpa)
Sie lallte betrunken in einer Live-Schalte bei Olympia: Die TV-Reporterin Danika Mason hat um Entschuldigung für einen Alkohol-Aussetzer im australischen Fernsehen gebeten. „Ich möchte kurz den Moment nutzen, wenn das okay ist, um mich zu entschuldigen“, sagte Mason am Tag nach dem Geschehen. „Ich hätte nichts trinken sollen und erst recht nicht unter diesen Bedingungen: Es ist kalt, wir sind in großer Höhe, und dass ich nichts zu Abend gegessen hatte, hat wahrscheinlich auch nicht geholfen.“Mason war am Mittwochmorgen im Rahmen einer Show des australischen Senders Channel9 live aus Livigno zugeschaltet. Dabei redete sie auffällig langsam und recht zusammenhangslos über die Kaffeepreise in Italien, Leguane und Lindsey Vonn, später legte sie sich noch hin, um einen Schneeengel zu machen. „Mir ist das ein bisschen peinlich. Ich habe eine Situation komplett falsch eingeschätzt“, sagte Mason hinterher.Studio-Moderator Karl Stefanovic hatte unmittelbar nach dem Lall-Auftritt zunächst zu seiner Kollegin Jayne Azzopardi gesagt, die verwaschene Aussprache der Reporterin habe möglicherweise mit der eisigen Kälte in Livigno zu tun, sie habe Masons Lippen beeinträchtigt. Doch es war der Alkohol.Schon Tage zuvor hatte Mason bei einer Reportage aus einem Nachtclub berichtet, einige Limoncello von Italienern bekommen zu haben. In Australien kam nach der Lall-Schalte Kritik auf: Die Produzenten des Senders hätten Mason in ihrer Verfassung nicht auf Sendung gehen lassen sollen. Doch die Betroffene selbst nahm die Schuld auf sich. „Ich möchte die volle Verantwortung übernehmen. Das entspricht nicht dem Anspruch, den ich an mich selbst habe. Deshalb: Es tut mir wirklich leid. Und danke auch an alle für die Nachrichten, die ich bekommen habe.“ (dpa)
Wegen einer ganzen Serie von Fehlern bei der Live-Übertragung der Olympia-Eröffnungsfeier in Mailand hat der Sportchef des italienischen Fernsehsenders Rai, Paolo Petrecca, seinen Posten verloren. Der 61-Jährige reichte nach viel Kritik seinen Rücktritt ein, wie die Rai mitteilte. Im eigenen Sender hatten die Gewerkschaften nach der Sendung vor zwei Wochen von einer „Blamage“ gesprochen. Zudem drohten sie mit Streik.Bei der Eröffnung der Winterspiele im San-Siro-Stadion hatte der Journalist reihenweise Leute verwechselt oder nicht erkannt. So brachte Petrecca US-Popdiva Mariah Carey, die einen großen Auftritt hatte, und die italienische Schauspielerin Matilda De Angelis durcheinander. Die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry, die auf der Ehrentribüne neben Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella saß, hielt er für dessen Tochter. Als das brasilianische Team ins Stadion kam, stellte er fest, dass Brasilianer eben „den Tanz im Blut“ hätten.Petrecca hatte den Platz des eigentlich vorgesehenen Kommentators übernommen, den er wegen einer angeblichen Indiskretion nicht ans Mikrofon lassen wollte. Früher leitete er den Nachrichtenkanal Rai24. Politisch wird er im Lager von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verortet. Die Opposition wirft der rechten Regierung bereits seit langem vor, Einfluss auf den öffentlich-rechtlichen Sender zu nehmen. Sie nennt die Rai „Telemeloni“. Mehrere bekannte Journalisten haben den Sender seit Melonis Amtsantritt verlassen.In Italien war es allerdings auch früher schon nicht ungewöhnlich, dass sich Parteien bei dem Sender einmischen. Auch Regierungen anderer Couleur nahmen Einfluss auf die Besetzung wichtiger Posten. Die Abschlussfeier am Sonntagabend in Verona wird nun ein anderer Journalist für die Rai kommentieren. (dpa)
Die deutschen Curler haben sich mit einem Erfolgserlebnis von den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo verabschiedet. Im neunten und letzten Spiel der Round Robin gewann das Team um Skip Marc Muskatewitz mit 6:4 gegen China, das Aus war schon vor dem Duell besiegelt gewesen. Mit vier Siegen und fünf Niederlagen verpassten die Europameister von 2024 in der Besetzung Muskatewitz (30), Benjamin Kapp (23), Felix Messenzehl (22) und Johannes Scheuerl (23) auf Rang sieben das vor dem Turnier erklärte Ziel Halbfinale. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die beiden Niederlagen am Dienstag gegen die zuvor noch sieglosen Tschechen (7:9) und die Schweiz (4:8) gewesen. „Ich bin enorm stolz“, sagte Muskatewitz in der ARD dennoch mit Blick auf die letzte Woche. Als jüngste Mannschaft im Turnier habe er mit seinen Teamkollegen „draußen alles gelassen“ und sei nun „super happy“ mit dem versöhnlichen Abschluss. „Wir haben es total genossen. Die deutschen Fans waren unglaublich, die ganze Woche, heute nochmal besonders“, sagte Scheuerl: „Das ist für uns etwas extrem Besonderes, wir sind mega dankbar für alles.“ Und doch gab es auch „ein bisschen Enttäuschung, weil wir gemerkt haben, dass wir ganz vorne mitspielen können“, sagte Kapp. Der kleinen Hype, den die deutschen Curler in der Heimat ausgelöst haben, sei „wunderschön, weil wir treten sonst viel im Schatten rum“, sagte Messenzehl. Unterstützung gab es unter anderem vom ehemaligen Fußball-Weltmeister Mats Hummels. „Wir haben schon einiges mitbekommen. Wir genießen das, wenn wir auf Social Media positive Kommentare über das Curling lesen, und auch die Nachrichten, die wir von Fans bekommen haben. Das werden wir alle nie vergessen“, so Messenzehl. Im Halbfinale treffen die Schweizer, die alle neun Spiele im Modus jeder gegen jeden gewinnen konnten, bereits am Abend (19.05 Uhr/ARD und Eurosport) auf Weltmeister Großbritannien, zeitgleich duellieren sich im Cortina Curling Stadium Rekord-Olympiasieger Kanada und Norwegen. Am Samstag im Spiel um Platz drei und Sonntag im großen Finale geht es dann um die Medaillen. (sid)
Nach dem bitteren Olympia-Viertelfinalaus hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die Heimreise angetreten. Bereits um 6.00 Uhr verließen an diesem Donnerstag die ersten Shuttle das Olympische Dorf, teilte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mit, die letzten Mitglieder von Team und Staff brechen am Nachmittag auf. Für Kapitän Leon Draisaitl und seine bereits ausgeschiedenen NHL-Kollegen hob am Mailänder Flughafen Malpensa eine Maschine nach Nordamerika ab. Die nordamerikanische Profiliga nimmt am 25. Februar den Spielbetrieb wieder auf. „Es war nicht das Turnier, das wir uns erhofft hatten, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis voller schöner Erinnerungen“, schrieb Draisaitl bei Instagram: „Danke, Mailand! Und vielen Dank an alle für eure Unterstützung.“ Für den 30-Jährigen hatten seine ersten Winterspiele mit einer besonderen Ehre begonnen: Draisaitl wurde von den deutschen Sportfans und den Mitgliedern der deutschen Olympiamannschaft zum Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier gewählt.Für das prominent besetzte deutsche Team mit sieben Profis mit NHL-Verträgen lief es nicht wie erhofft: Gegen die Slowakei, einen Gegner auf vermeintlicher Augenhöhe, war im Viertelfinale nach einem 2:6 Endstation. Um die Medaillen wird ab Freitag gespielt, am Sonntag steigt das Finale. Draisaitl erzielte zwei Tore und fünf Vorlagen, damit war der frühere NHL-MVP Topscorer der deutschen Auswahl.Die Konstellation der Mannschaft bei den Winterspielen in Italien sei „historisch“ gewesen, hatte Bundestrainer Kreis (Vertrag bis ins Jahr 2027) vor dem Slowakei-Spiel gesagt: „Es sind alles Kumpels. Diese Mannschaft wird so wohl nicht wieder zusammenspielen.“ Bei der Weltmeisterschaft im Mai in der Schweiz, inmitten der NHL-Play-offs, wird das deutsche Team ein anderes Gesicht haben. Draisaitl hatte vor dem Olympia-Turnier, für das die NHL eigens pausiert, zuletzt vor sieben Jahren für Deutschland gespielt. (sid)
Bei dichtem Schneefall in Bormio haben die Skibergsteiger ihre Olympia-Premiere gegeben. Während sich Tatjana Paller als deutsche Medaillenhoffnung mit Rang zwei in ihrem Vorlauf für das Halbfinale qualifizierte, schied Helena Euringer in ihrem Durchgang als Fünfte aus. Bei den Männern startete Finn Hösch als einziger deutscher Athlet. Der 23-Jährige schied als Vierter seines Vorlaufs jedoch ebenfalls früh aus. Ihm fehlten für das direkte Weiterkommen fast vier Sekunden. Skibergsteigen hat den Ursprung im Skitourengehen. Die Athletinnen und Athleten laufen mit ihren Skiern einen Hang hoch. Um dabei nicht rückwärts zu rutschen, sind Felle unten an die Skiflächen gespannt. Für ein kurzes Stück müssen sie auch Treppen steigen, auf diesem Streckenabschnitt werden die Skier abgeschnallt. Oben angekommen werden die Felle an den Skiern entfernt und es geht eine kurze Abfahrt hinunter. (dpa)
Die deutschen Nordischen Kombinierer gehen als Führende ins letzte Langlaufrennen ihrer Disziplin bei den Olympischen Winterspielen in Italien und haben gute Gold-Chancen. Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger starten im Team Sprint 13 Sekunden vor den zweitplatzierten Norwegern. Beim Skispringen im dichten Schneetreiben sprang Rydzek 123 Meter weit. Geiger landete in Predazzo nach 122,5 Metern. Das entscheidende Langlaufrennen ist für 14 Uhr in Tesero angesetzt. Für die deutschen Kombinierer ist es die letzte Chance, ein Olympia-Debakel zu verhindern. Schaffen es Rydzek und Geiger nicht auf das Podest, wären es für den Deutschen Skiverband die ersten Winterspiele seit 1998, bei denen er ohne Edelmetall in der Disziplin nach Hause fahren würde. (dpa)
Italien als Gastgeber der bevorstehenden Paralympics-Winterspiele sperrt sich gegen die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus. „Die italienische Regierung bringt ihre absolute Ablehnung gegenüber der Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees zum Ausdruck, sechs russische und vier belarussische Athleten zur Teilnahme an den Paralympischen Spielen in Mailand-Cortina 2026 zuzulassen“, heißt es in einer Erklärung von Außenminister Antonio Tajani. Zuvor schon hatte die Ukraine angekündigt, der Eröffnungsfeier am 6. März in Verona fernzubleiben.Die Ukraine wehrt sich schon seit vier Jahren gegen eine russische Invasion. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den derzeit laufenden Olympischen Winterspielen nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte dagegen im September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben.Nach aktuellen Planungen sollen die Behindertensportler aus Russland und Belarus bei der Eröffnungsfeier auch unter eigener Flagge sowie eigener Hymne einlaufen dürfen. Dazu heißt es in der Erklärung des italienischen Außenministers, die auch von Sportminister Andrea Abodi unterzeichnet ist: „Die anhaltende Verletzung des Waffenstillstands sowie der olympischen und paralympischen Ideale durch Russland, unterstützt von Belarus, ist mit der Teilnahme ihrer Athleten unvereinbar, es sei denn als neutrale Einzelathleten.“Vor kurzem hatte das IPC bestätigt, dass bei den Paralympics sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien. Belarus darf vier Teilnehmer entsenden. Zugleich verwies das Komitee darauf, dass die endgültige Entscheidung bei den italienischen Organisatoren und Behörden liege.Eine Sprecherin des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) hatte dazu erklärt: „Stand jetzt kann ich sagen, dass wir auf uns schauen und uns auf den Sport fokussieren.“ Zuvor hatte der DBS die Russland-Entscheidung des IPC wiederholt kritisiert. (dpa)
Im Wirbel um negative Äußerungen über einen israelischen Bobfahrer fordert Israels Olympisches Komitee (OCI) die Prüfung des weiteren Einsatzes eines Schweizers TV-Reporters bei den Winterspielen. In einem Beschwerdebrief an den Sender RTS und die Europäische Rundfunkunion schrieb das OCI, es erwarte eine öffentliche Entschuldigung für die Aussagen des Journalisten über den Athleten Adam Edelman während einer Live-Übertragung. Der Reporter hatte dem Bobpiloten vorgeworfen, einen „Genozid in Gaza“ zu befürworten und auf öffentliche Äußerungen Edelmans etwa in sozialen Netzwerken verwiesen. „Die während der Übertragung gemachten Äußerungen waren einseitig, politisch und hetzerisch und hatten auf einer olympischen Bühne nichts zu suchen“, schrieb OCI-Geschäftsführer Gili Lustig laut Medienberichten in dem Brief. Die Aussagen hätten Edelman persönlich in Gefahr gebracht, erklärte Lustig. Daher werde neben einer Entschuldigung „eine sofortige Überprüfung der weiteren Beteiligung des Kommentators an Olympia-bezogenen Übertragungen erwartet, einschließlich der Erwägung einer Suspendierung des Kommentators von der Olympia-Berichterstattung“, wie es in dem Schreiben weiter heißt. Der Sender RTS hatte die Aufzeichnung des Beitrags zuvor schon von seiner Webseite genommen, den Mitarbeiter aber verteidigt. „Unser Journalist wollte die Politik des IOC (Internationalen Olympischen Komitees) bezüglich der Äußerungen des betroffenen Athleten hinterfragen“, teilte der Sender mit. „Allerdings ist eine solche Information, obwohl sachlich richtig, aufgrund ihrer Länge für einen Sportkommentar ungeeignet.“ RTS ist der französischsprachige Arm des öffentlichen Rundfunks. Edelman reagierte auf dem Kurznachrichtendienst X in mehreren Posts gelassen und mit Ironie. Er beklagte die mangelhafte Vorbereitung des Reporters auf seinen Kommentar. „Du hast nur eine Chance, deinen Hass bei den Olympischen Spielen rauszulassen, und du weißt nicht einmal, an wie vielen Olympischen Spielen ich teilgenommen habe? Ich verdiene besseren Hass“, schrieb Edelman. (dpa)