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20.07.2026
23:11 Uhr
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Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge in der Region ausgeführt +++ Trump: Angriffe „zu Ehren“ getöteter Soldaten +++ Revolutionsgarden: Öltanker in der Straße von Hormus gesprengt +++ alle Entwicklungen im Liveblog

US-Militär: Angriffswelle gegen Iran beendetDas US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden.
Wieder nächtliche Explosionen in IranNach Beginn der abermaligen Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele in Iran melden örtliche Medien in der Nacht wieder Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet. Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden Irans.Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas.
Behörde: Abermals Tanker in Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist abermals ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah.
Huthi kündigen Seeblockade an – globales Ölangebot gerät weiter unter DruckDie im Zuge des Irankriegs angespannte Lage am Ölpreismarkt verschärfte sich am Montag nochmal, nachdem die Huthi-Rebellen im Jemen eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt haben. Eine entsprechende vollständige Schließung der Meerenge Bab al-Mandab am südlichen Zugang zum Roten Meer würde die saudiarabischen Ölexporte nach Asien stoppen und könnte das weltweite Ölangebot um sieben Prozent verringern. Dies würde die Ausfälle durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran verschärfen, der das globale Angebot bereits um zehn Prozent reduziert hat. Selbst wenn keine Schiffe angegriffen würden, dürfte allein die Drohung die Schifffahrt beeinträchtigen und für Unsicherheit sorgen, erklärte der jemenitische Analyst Mohammed Albascha der Nachrichtenagentur Reuters. Die Blockade gegen den „kriminellen saudiarabischen Feind“ basiere auf dem Prinzip „Auge um Auge“ und trete mit sofortiger Wirkung in Kraft, teilten die Streitkräfte der mit Iran verbündeten Huthi am Montag mit. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens lag zunächst nicht vor. Die Huthi begründeten die Blockade mit der aus ihrer Sicht seit Jahren andauernden „ungerechten und erdrückenden Belagerung“ des Jemen durch Saudi-Arabien. Bereits in der vergangenen Woche hatten die Rebellen Raketen auf das Königreich abgefeuert. Sie warfen Riad vor, einen unter ihrer Kontrolle stehenden Flughafen bombardiert zu haben, womit eine vierjährige Waffenruhe gebrochen worden sei. Lesen Sie hier mehr zur jüngsten Eskalation in dem Konflikt zwischen den Huthi-Rebellen und Saudi-Arabien.
USA: Libanon übernimmt wieder Kontrolle über drei Dörfer im SüdenDie libanesische Armee hat nach US-Angaben damit begonnen, die Kontrolle über drei Dörfer im Süden des Landes vom israelischen Militär zu übernehmen. Der Schritt sei ein „direktes Ergebnis“ der Verhandlungen zwischen Libanon und Israel, erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Montag. Demnach handelte es sich um die Ortschaften Froun, Srifa und Sautar al-Gharbiya. Ein libanesischer Militärvertreter erklärte, die Armee werde ihre Patrouillen in den Gebieten verstärken.Nach mehreren Runden direkter Verhandlungen hatten Libanon und Israel Ende Juni unter US-Vermittlung einen Grundsatzvertrag unterschrieben, der unter anderem den schrittweisen Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden Libanons,b vorsieht. Demnach sollen die libanesischen Streitkräfte zunächst die Kontrolle in mehreren „Pilotzonen“ vom israelischen Militär übernehmen, um zu testen, ob es der Armee gelingt, die Hisbollah-Miliz zu entwaffnen und aus den Gebieten zu verdrängen.
USA zeigen sich zu weiteren Gesprächen mit Iran bereitDie USA sind trotz neuer Angriffe gegen Iran laut Außenminister Marco Rubio weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit. „Wir sind stets offen für Diplomatie“, sagte er am Sonntagabend (Ortszeit) vor seinem Abflug zum Außenministertreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean. Es müsse aber eine Vereinbarung sein, die Teheran auch bereit sei, einzuhalten. „Wir haben es mehrfach mit Iran versucht und werden es auch weiterhin versuchen. Sollte sich diese Tür öffnen, würden wir das begrüßen“, so Rubio. Teheran hat unterdessen nach eigenen Angaben Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte der Sprecher. „Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen.“
Schiff in der Straße von Hormus angegriffenIn der Straße von Hormus ist wieder ein Schiff angegriffen worden. Es sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumsar. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, woraufhin die Besatzung evakuiert worden sei. „Der Brand ist nicht gelöscht worden und das Schiff treibt derzeit“ auf See, meldete UKMTO. Schiffen wurde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren. Ein unter der Flagge Maltas fahrender Öltanker habe an diesem Standort einen Notruf abgesetzt, berichtete die Sicherheitsfirma Ambrey. Irans Revolutionsgarde teilte der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit, zwei Öltanker seien in der Meerenge „explodiert“. Diese beiden „Abweichler“ hätten versucht, in die Straße von Hormus und aus dieser hinaus über „die unsichere Route“ zu fahren. Die Schiffe seien unter Druck des US-Militärs gezwungen worden, nicht die „ausgewiesenen sicheren Seewege“ zu nutzen.
US-Außenminister Rubio: Andere Länder müssen mehr für Schutz der Straße von Hormus tunUS-Außenminister Marco Rubio hat mit Blick auf den Konflikt um die Straße von Hormus andere Länder zu mehr Druck auf den Iran aufgefordert. Die Vereinigten Staaten würden „weiterhin tun, was nötig ist, um die weltweite Schifffahrt zu schützen“, sagte Rubio am Sonntag (Ortszeit). Andere Staaten müssten jedoch „durch Ausrüstung oder Finanzmittel“ ihren Beitrag dazu leisten. „Zumindest einige Leute im Iran“ wollten die wirtschaftlich bedeutende Meerenge kontrollieren und somit als „Druckmittel gegenüber der Welt“ einsetzen, sagte Rubio. Er äußerte sich vor einer Reise auf die Philippinen, wo er an einem Treffen der Außenminister der südostasiatischen Asean-Staaten teilnehmen wollte.Die Führung in Teheran hält die für die internationale Schifffahrt äußerst wichtige Meerenge wegen des Iran-Kriegs de facto geschlossen. Immer wieder wurden dort Schiffe angegriffen.
US-Militär erklärt neue Angriffswelle in Iran für beendetDas US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele in Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf X mit. Das Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit weiter zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute anzugreifen, die die Straße von Hormus passieren, hieß es weiter. Die US-Angriffe erfolgten demnach in der nunmehr neunten Nacht in Folge. Im Streit um die für den weltweiten Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge ist der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder eskaliert.
Brent-Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit JuniNach den neuen US-Angriffen auf den Iran ist der Ölpreis für die Nordseesorte Brent zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit Juni gestiegen. Im Handel an den asiatischen Börsen wurden am Montag gegen 03.00 Uhr MESZ für ein Barrel Brent bei Lieferung im September 90,50 Dollar (79,16 Euro) aufgerufen, ein Anstieg von 2,72 Prozent. Zwischenzeitlich wurde die Marke von 91 Dollar überschritten, der höchste Preis seit Juni. Die Sorte West Texas Intermediate legte um 2,39 Prozent auf 84,46 Dollar zu.Die US-Armee hatte am Sonntag (Ortszeit) neue Angriffe auf Iran bekanntgegeben. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) erklärte, in der Straße von Hormus brenne ein Schiff. In der für die weltweite Schifffahrt bedeutenden Meerenge waren zuletzt immer wieder Tanker angegriffen worden. Der Krieg zwischen den USA und Iran war zuletzt wieder eskaliert. Die US-Armee überzog den Iran mit einer Angriffswelle. Der Iran attackierte seinerseits Ziele in mehreren Golfstaaten.
Iran: Zwei Öltanker in der Straße von Hormus gesprengtNach Angaben der iranischen Revolutionsgarden sind zwei Öltanker auf der Südroute durch die Straße von Hormus gesprengt worden und nun manövrierunfähig. Das US-Militär habe die Besatzungen aufgefordert, diese unsichere Passage zu nutzen, teilen die Garden mit. Solange die US-Aggression in der Region andauere, sei die Meerenge weder für den Transport von petrochemischen Produkten noch für „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ sicher. Das US-Militär müsse sich auf eine „Strafaktion“ einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Vorfall zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zu Namen, Flaggen, Besatzungen oder möglichen Opfern machen die Garden keine Angaben.
Trump: Haben Iran wieder hart getroffenUS-Präsident Donald Trump hat die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs auf Ziele in Iran mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region begründet. „Diese großartigen Menschen, diese großartigen Patrioten, waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf Iran seien „zu Ehren“ der Soldaten erfolgt. „Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, sagte Trump weiter. Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten, erklärte der US-Präsident. „Militärisch haben sie fast alles verloren“, behauptete er. „Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.“ Zudem kontrollierten die USA die Straße von Hormus, behauptete Trump weiter. „Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert“, so der Präsident.
Medien: USA verlegen weitere Kampfflugzuge nach NahostDie USA verlegen inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfflugzeuge vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Großbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region. Auch die „New York Times“ berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden.
Nahost-Konflikt bremst erneut Schiffsverkehr in der Straße von HormusDer Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des zunehmenden militärischen Schlagabtauschs zwischen den USA und Iran am Wochenende zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge; am Samstag waren es acht gewesen. Die USA erklärten am Sonntag, sie hätten in der achten Nacht in Folge Luftangriffe auf Ziele in Iran geflogen. Die mit den USA verbündeten Staaten Kuwait und Bahrain meldeten zudem weitere iranische Attacken. Beide Seiten nehmen zunehmend die Schifffahrt ins Visier. Die US-Regierung setzt nach eigenen Angaben eine Seeblockade vor iranischen Häfen durch. Iran geht seinerseits gegen Schiffe vor, die aus seiner Sicht die Regeln in der Straße von Hormus verletzen. Durch die Meerenge wird üblicherweise etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.Seit Donnerstag wurden keine Tanker für verflüssigtes Erdgas (LNG) mehr bei der Durchfahrt durch die Meerenge registriert. Einige Schiffe schalten jedoch zeitweise ihre Transponder ab, um ihre Route zu verschleiern. Die LNG-Produktion in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hält sich S&P Global zufolge trotz der Behinderungen relativ stabil. Dadurch steigt die Menge an LNG, die auf wartenden Schiffen im Golf lagert. An Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen. Insgesamt befinden sich derzeit LNG-Tanker mit einer Gesamtkapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region. Diese Schiffe könnten für einen raschen Anstieg der Exporte sorgen, sollte sich die faktische Blockade der Straße von Hormus in den kommenden Wochen lockern, teilten die Analysten von S&P Global mit.