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03.03.2026
03:23 Uhr
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Offenbar nur geringer Sachschaden entstanden +++ Trump: „Wir vernichten die Bedrohung durch dieses Terrorregime“ +++ Ölpreise steigen weiter +++ alle Entwicklungen im Liveblog

China fordert erneut Stopp der Angriffe auf Iran China ruft abermals dazu auf, die Angriffe auf den Iran einzustellen. Eine weitere Ausbreitung des Krieges müsse verhindert werden, teilte das Außenministerium in Peking mit. Die Regierung mahnt eine Rückkehr zum Dialog an. China werde weiterhin eine konstruktive Rolle bei den Friedensbemühungen spielen.
Tui plant heute Rückholung von Urlaubern Der Reisekonzern Tui rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel im Programm von n-tv. Eine konkrete Zahl nannte er nicht. „Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können“, sagte Ebel. Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly bereit. Diese seien „standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen“.„Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt“, sagte Ebel. Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden könne, hänge von der Sicherheitslage ab. „Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen.“ Er gehe jedoch davon aus, dass es „etwas ist, was einige Tage dauern wird“. Reisen könnten teurer werdenDie Lage könnte sich auch auf künftige Reisekosten auswirken, sagte Anke Budde, Präsidentin der Allianz Selbstständiger Reiseunternehmen, im RBB-Inforadio. Zwar setze die Branche alles daran, Reisen weiterhin für jeden erschwinglich zu halten. Doch es sei mit steigenden Kosten für die Unternehmen aufgrund von höheren Ölpreisen und einem gestiegenen Beratungsaufwand zu rechnen.
US-Botschaft in Riad angegriffenDie US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein „begrenztes Feuer“ ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit.Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die US-Armee werde „bald“ Vergeltungsmaßnahmen wegen des Angriffs ergreifen.Gegenüber News Nation erklärte der US-Präsident, die USA würden zurückschlagen: “Sie werden bald herausfinden”, was das bedeute. Indessen werde es wohl nicht notwendig sein, Bodentruppen einzusetzen. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Das saudi-arabische Verteidigungsministerium teilte später mit, acht weitere Drohnen seien nahe Riad und Al-Chardsch, rund 80 Kilometer weiter südlich, abgefangen und zerstört worden.Auch an der US-Botschaft im kleinen Golfstaat Kuwait war am Montag offenbar ein Feuer ausgebrochen. Augenzeugen hatten der Deutschen Presse-Agentur von aufsteigendem Rauch an dem Gebäude berichtet. Die Hintergründe blieben auch da zunächst unklar.
US-Außenministerium zieht Botschaftspersonal aus dem Nahen Osten abDas US-Außenministerium zieht angesichts des Iran-Krieges den Großteil seines Botschaftspersonals aus Bahrain, Jordanien und dem Irak ab. Das Ministerium habe aus Sicherheitsgründen seine Reisehinweise für die Länder aktualisiert und die „Ausreise von allen nicht für Notfälle zuständigen Mitarbeiter der US-Regierung sowie deren Familienangehörigen“ angeordnet, teilte das Außenministerium in Washington am Dienstag im Onlinedienst X mit. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wurde derweil „bis auf Weiteres“ geschlossen.„Aufgrund der anhaltenden Spannungen in der Region\" seien alle Konsulatstermine in Kuwait abgesagt worden, die Botschaft bleibe vorerst geschlossen, teilte die US-Botschaft in Kuwait auf X mit. Das Botschaftsgebäude war zuvor bei einem Drohnenangriff direkt getroffen worden.
Preise für Öl steigen weiterDie Ölpreise sind am Dienstag den dritten Tag in Folge gestiegen, nachdem Iran gedroht hat, auf jedes Schiff zu feuern, das versucht, die Straße von Hormus zu durchfahren. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 78,83 Dollar je Barrel. US-Leichtöl WTI legte um ein Prozent auf 71,97 Dollar zu. Ein ranghoher Vertreter der iranischen Revolutionsgarden erklärte laut iranischen Medien, die Meerenge sei geschlossen. Versicherer haben ihre Deckung für Schiffe in der Region gestrichen. Der unter honduranischer Flagge fahrende Tanker \"Athe Nova\" brenne nach einem Drohnenangriff, meldeten iranische Nachrichtenagenturen.Analysten rechnen in den kommenden Tagen mit weiter steigenden Preisen.
Warnung vor den Folgen der InternetblockadeIm Zuge des Irankriegs hat das Regime in Teheran abermals den Zugang zum Internet eingeschränkt. Die Organisation Netblocks warnt vor den schweren Folgen dieser Internetblockade. Auf der Plattform X schreibt sie, Menschen seien von der Welt abgeschnitten. Sie hätten keinen Zugang zu Informationen, die für ihre Sicherheit notwendig seien, heißt es mit Blick auf die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran. Außerdem könnten sie bei einer Eskalation kaum Kontakt mit ihren Angehörigen im Ausland aufnehmen.Laut Netblocks gibt es im Iran seit mehr als 60 Stunden einen fast vollständigen Internetausfall. Die Behörden sperrten den Zugang am Samstag nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe auf das Land. Ein User schrieb auf X laut Übersetzung: „Eines der schlimmsten Dinge ist die Ungewissheit. Das Internet ist komplett abgeschaltet. Satellitenempfang wird gestört. Wenn man die staatlichen Sender schaut, hat man das Gefühl, man sei nicht in diesem Land und auf diesem Boden. Wir leiden wirklich unter dem Mangel an verlässlichen Informationen und unter völliger Stille – und ich weiß nicht mehr, was richtig ist und was falsch. Seid unsere Stimme, Freunde im Ausland.“
Israelische Armee: Sitz von iranischem Staatsrundfunk zerstörtDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Dienstag den Sitz des iranischen Staatsrundfunks Irib im Norden Teherans „angegriffen und zerstört“. „Vor kurzem hat die israelische Luftwaffe das Kommunikationszentrum des iranischen Terrorregimes“ in Teheran „angegriffen und zerstört“, erklärte das israelische Militär mit Blick auf Irib.„Die Aktivitäten in diesem Zentrum wurden von den iranischen Revolutionsgarden ausgeführt und geleitet“, hieß es weiter. „Seit Jahren rief die iranische Rundfunkbehörde zur Zerstörung des Staates Israel und zum Einsatz von Atomwaffen auf.“ Kurz zuvor hatte das israelische Militär zur Evakuierung des Gebietes aufgerufen.
USA: Weitere iranische Infrastruktur zerstörtDie US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen in Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mitteilte. „Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen“, hieß es.
Netanjahu rechtfertigt Angriff auf IranIsraels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den Angriff auf Iran mit dem angeblichen Bau neuer Bunker zum Schutz der iranischen Raketen- und Atomprogramme gerechtfertigt. „Der Grund, warum wir jetzt handeln mussten“, sei, dass Iran nach den Bombardierungen seiner Atomanlagen und seiner Raketenarsenale im vergangenen Jahr mit dem Bau „neuer Anlagen, unterirdischer Bunker“ begonnen habe, sagte Netanjahu dem US-Sender Fox News. Das Raketen- und „Atombombenprogramm“ wäre sonst „innerhalb von Monaten“ unangreifbar gewesen, behauptete Netanjahu.Wenn man jetzt nicht gehandelt hätte, „hätte man in Zukunft nichts mehr tun können“, sagte Netanjahu dem Sender weiter. Israel hatte Iran bereits im Juni vergangenen Jahres angegriffen. Das US-Militär hatte sich knapp eine Woche später Israel angeschlossen und Irans Atomanlagen bombardiert.
Vance: Machtwechsel in Iran ist nebensächlichVertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump in Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand in Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident J.D. Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
Rubio verteidigt Iran-AngriffeUS-Außenminister Marco Rubio hat den Beginn der US-Angriffe gegen Iran auf Angriffspläne Israels zurückgeführt. „Wir wussten, dass es ein israelisches Handeln geben würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf US-Streitkräfte nach sich ziehen würde, und wir wussten, dass wir, wenn wir nicht präventiv gegen sie vorgingen, bevor sie diese Angriffe starteten, höhere Verluste erleiden würden“, sagte Rubio vor Journalisten im US-Kapitol.Teheran hatte Rubio zufolge seinen Streitkräften den Befehl erteilt, im Falle eines Angriffs gegen Iran automatisch US-Truppen anzugreifen. „Wenn wir dagestanden und auf diesen Angriff gewartet hätten, bevor wir sie trafen, hätten wir wesentlich höhere Verluste erlitten“, sagte der US-Chefdiplomat. US-Präsident Donald Trump habe daher die „sehr kluge Entscheidung getroffen“, gemeinsam mit Israel anzugreifen, fügte Rubio hinzu.
Republikaner: Israel hätte mit oder ohne USA gehandeltNach Darstellung des Sprechers des US-Repräsentantenhauses hat Druck von Seiten Israels maßgeblich zu der Entscheidung der USA für einen Angriff auf Iran beigetragen. „Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung“, sagte der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.Die US-Regierung habe deshalb eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Sie habe die Bedrohungen für die USA, für deren Soldaten und Einrichtungen in der Region und darüber hinaus bewerten müssen, sagte Johnson. Auf Basis „hervorragender Geheimdienstinformationen“ seien sie zu dem Schluss gekommen, dass Iran im Fall eines Angriffs durch Israel sofort mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA reagieren würde. Er sei überzeugt, dass die US-Regierung das Richtige getan habe.
Amerikaner sollen mehr als Dutzend Länder in Nahost sofort verlassenDas US-Außenministerium ruft Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf „schwerwiegende Sicherheitsrisiken“.