|
03.03.2026
21:27 Uhr
|
„Ich habe Israel unter Zugzwang gesetzt“ +++ Trump stellt Öltankern Geleitschutz in Aussicht +++ Gebäude des iranischen Expertenrats getroffen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Unterirdische iranische Atomanlage laut israelischer Armee angegriffenDie israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine unterirdische Atomanlage im Iran angegriffen. Der israelische Militärgeheimdienst habe die Aktivitäten der Wissenschaftler weiter verfolgt und ihren neuen Standort lokalisiert, „sodass ein präziser Angriff auf die geheime unterirdische Anlage möglich war“, erklärte die israelische Armee am Dienstag. Sie veröffentlichte eine Karte, auf der die Anlage am östlichen Stadtrand von Teheran zu sehen ist.An dem Standort habe „eine Gruppe von Atomwissenschaftlern heimlich an der Entwicklung einer Schlüsselkomponente für Atomwaffen“ gearbeitet, hieß es weiter. Die Wissenschaftler hätten an dem unterirdischen Standort gearbeitet, nachdem Israel im Juni vergangenen Jahres im Zwölftagekrieg mehrere iranische Atomanlagen angegriffen hatte.Damals hatten Israel mit den USA drei wichtige iranische Atomanlagen bombardiert. US-Präsident Donald Trump zufolge wurden die Anlagen Fordo, Natans und Isfahan in dem zwölf Tage dauernden Krieg vollständig zerstört, der wirkliche Umfang der Schäden ist aber nicht klar. Die Angriffe im Juni erfolgten mit dem erklärten Ziel, Teheran vom Bau einer Atombombe abzuhalten.
Trump stellt Öltankern Geleitschutz in AussichtIm Iran-Krieg will US-Präsident Donald festsitzenden Öltankern notfalls Geleitschutz geben. „Falls nötig, wird die US-Marine so schnell wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist derzeit effektiv gesperrt. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Sie gilt als Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr. Am Montag drohte ein General der Revolutionsgarden mit Angriffen auf Schiffe, die die Meerenge passieren wollten. Dort waren bereits mehrere Schiffe von Geschossen getroffen worden.Trump stellte Reedereien zudem vergünstigte Risikoversicherungen und Garantien der USA in Aussicht. Damit wollten die Vereinigten Staaten für „die finanzielle Sicherheit des gesamten Seeverkehrs“ sorgen, erklärte der Präsident.
Trump will Handel mit Spanien einstellen Der amerikanische Präsident Donald Trump will aus Verärgerung über die spanische Kritik am Angriff auf Iran den gesamten Handel mit dem südeuropäischen Land einstellen. Im Weißen Haus bezeichnete er im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Spanien als einen „schrecklichen“ Verbündeten. Er habe deshalb Finanzminister Scott Bessent angewiesen, alle Handelsbeziehungen zu dem Land abzubrechen. Trump erinnerte daran, dass Spanien der einzige NATO-Mitgliedstaat, der sich nicht zum Fünfprozentziel der NATO verpflichtet habe. Nicht einmal die zugesagten zwei Prozent bringe Spanien auf. „Wir wollen nichts mehr mit Spanien zu tun haben\", sagte Trump.
Was bedeutet der Irankrieg für die Hizbullah in Libanon? Unsere Korrespondenten Christoph Ehrhardt und Christian Meier analysieren die Lage für die irantreue libanesische Miliz.
Wie ist die Stimmung in Iran, wie gehen die Menschen mit dem Krieg um? Unsere Korrespondentin Friederike Böge hat mit Iranern gesprochen, die zwischen Angst und Hoffnung schwanken.
Selenskyj bietet Golfstaaten Drohnenabwehr an Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den amerikanischen Verbündeten im Nahen Osten im Zuge der massiven iranischen Angriffe vorgeschlagen, Raketenabwehr gegen Drohnenabwehr zu tauschen. „Sprechen wir über die Waffen, die uns fehlen: PAC-3-Raketen“, sagte Selenskyj am Dienstag Journalisten in Kiew. „Wenn sie uns diese liefern, liefern wir ihnen Abfangraketen.“ Selenskyj nannte das Angebot einen „fairen Tausch“. „Wir werden das auf jeden Fall tun“, sagte der ukrainische Staatschef, der am Dienstag mit dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sajed, telefoniert hatte. „Und wenn die Teams jetzt mit der Arbeit beginnen, werden wir sehen, was dabei herauskommt.\"Die wichtigste Frage sei, „wie wir ihren Luftraum schützen können“, sagte Selenskyj unter Bezugnahme auf die Golfstaaten, die seit vier Tagen von anhaltenden iranischen Angriffen erschüttert werden. „Auch wir beschäftigen uns mit dieser Frage“, ergänzte der ukrainische Staatschef in Anspielung auf die von Moskau seit Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine eingesetzten Schahed-Drohnen aus iranischer Produktion. Über die von der Ukraine zur Verteidigung gegen russische Angriffe dringend benötigten PAC-3-Raketen sagte Selenskyj, diese seien gegen einen Angriff hunderter Schahed-Drohnen wirkungslos.
Großbritannien verlegt Kriegsschiff nach ZypernNach den Drohnenangriffen auf den britischen Militärstützpunkt Akrotiri auf Zypern hat der britische Premierminister Keir Starmer die Entsendung eines Kriegsschiffs und von Helikoptern zur Drohnenbekämpfung bekanntgegeben. Die „HMS Dragon“ und mehrere Hubschrauber würden für „Defensiveinsätze“ zur Insel geschickt, erklärte Starmer am Dienstag im Onlinedienst X. Er habe mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides gesprochen und ihn über die Entsendung informiert. „Großbritannien setzt sich uneingeschränkt für die Sicherheit Zyperns und der dort stationierten britischen Militärangehörigen ein“, fügte Starmer an. London werde „stets im Interesse Großbritanniens und unserer Verbündeten handeln“.
Iran droht mit Angriffen auf regionale WirtschaftszentrenIran droht nach Angaben eines hochrangigen Vertreters der Revolutionsgarde mit Angriffen auf alle Wirtschaftszentren der Region, sollten die wichtigsten Orte in der Islamischen Republik getroffen werden. Das meldeten iranische Nachrichtenagenturen.
Hizbullah greift Militärstellungen in Golanhöhen anDie mit Iran verbündete libanesische Hizbullah-Miliz hat nach eigenen Angaben Militärstellungen in den Golanhöhen angegriffen. Der strategisch wichtige Höhenzug gehört zu Syrien, ist aber seit dem Sechstagekrieg 1967 von Israel besetzt. 1981 wurde das Gebiet von Israel faktisch annektiert. International anerkannt ist das nicht. Allerdings haben die USA während Donald Trumps erster Präsidentschaft 2019 die Golanhöhen als Teil Israels anerkannt.
Israel greift iranische Produktionsstätten für Raketen anDie israelische Luftwaffe hat am Dienstag in Iran nach Armeeangaben mehrere Produktionsstätten für ballistische Raketen angegriffen. Die Angriffe hätten sich „gezielt“ gegen Industrieanlagen gerichtet, die Waffen und insbesondere ballistische Raketen herstellten, erklärte die Armee. Insbesondere im zentraliranischen Isfahan seien „dutzende Ziele“ ins Visier genommen worden, darunter Abschussrampen und Lagerstätten.
Mehrere europäische Länder organisieren Evakuierungsflüge für ihre StaatsbürgerMehrere Länder bringen nach der Eskalation im Nahen Osten die ersten Evakuierungsflüge für ihre Staatsbürger auf den Weg. 175 Spanier seien von Abu Dhabi aus mit einer Linienmaschine gestartet und auf dem Weg nach Madrid, teilte Spaniens Außenminister José Manuel Albares mit. Nach Schätzungen der Behörden in Madrid halten sich derzeit rund 30.000 Spanier in der Konfliktregion auf. Weitere Flüge seien geplant, um die Ausreise vor allem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu beschleunigen, sagte Albares. Dort lebten etwa 13.000 Spanier. Als „schwierigste Situation“ bezeichnete er Iran, wo sich noch etwas mehr als 150 spanische Staatsbürger aufhielten.Die britische Regierung organisiert ebenfalls einen Charterflug, der in den kommenden Tagen von Maskat in Oman aus starten soll, wie Außenministerin Yvette Cooper im Parlament ankündigte. 130.000 Briten im Nahen Osten registrierten sich Cooper zufolge bis Dienstagmorgen bereits beim Außenministerium.Polens Regierungschef Donald Tusk sagte, auch sein Land bereite eine Evakuierungsaktion für die polnischen Staatsbürger in der Region vor. Er habe Anweisungen gegeben, dass auf Flüge mit den Regierungsflugzeugen verzichtet werde, damit die Maschinen bereit seien, wenn sich die Möglichkeit biete, erklärte Tusk. Nach seinen Angaben befinden sich rund 14.000 Polen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Netanjahu droht Hizbullah mit Verschärfung der AngriffeIsraels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der libanesischen Hizbullah-Miliz mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe gedroht. „Die Hizbullah hat einen sehr schweren Fehler begangen, als sie uns angegriffen hat“, sagte Netanjahu bei einem Besuch eines Luftwaffenstützpunktes. Israel habe bereits mit großer Kraft reagiert, „und wir werden mit noch größerer zusätzlicher Kraft reagieren“.Die Hizbullah hatte in der Nacht zum Montag als Reaktion auf die Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Khamenei Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Daraufhin begann das israelische Militär zahlreiche Ziele in Libanon anzugreifen, vor allem im Süden des Landes und in den südlichen Vororten der Hauptstadt Beirut. Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hizbullah.Netanjahu erklärte, sowohl die libanesische Regierung als auch das libanesische Volk müssten verstehen, dass die Hizbullah sie in einen Krieg hineinziehe, der nicht der ihre sei. Neben seiner an die proiranische Miliz gerichteten Drohung kündigte der Regierungschef an, Israel werde auch Iran weiter „mit großer Kraft“ angreifen. „Unsere Piloten sind am Himmel über dem Iran und Teheran“, sagte der Regierungschef vor Soldaten auf dem Stützpunkt der Luftwaffe.
Drohnenangriffe an Omans KüsteIm Handelshafen von Dukm in Oman ist es erneut zu einem Drohnenangriff gekommen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur ONA unter Berufung auf Sicherheitsquellen berichtete, wurden Treibstofftanks von mehreren Drohnen attackiert. Verletzt wurde demnach niemand, die Schäden seien begrenzt. Zunächst war unklar, wer für den Angriff verantwortlich war. Iran wies zurück, hinter dem Angriff zu stecken. Es seien keine Attacken „gegen das Territorium und die Häfen des befreundeten und benachbarten Landes Oman“ erfolgt, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den Generalstab.