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01.08.2026
05:22 Uhr
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US-Präsident: Iran fast besiegt +++ Saudi-Arabien gründet Allianz zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer +++ Iran warnt Bulgarien und Zypern vor US-Stationierungen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Kuwait meldet DrohnenabschussKuwait hat nach eigenen Angaben am Samstag feindliche Drohnen in seinem Luftraum zerstört. Die kuwaitische Armee sprach von einem iranischen Angriff, bei dem eine Regierungseinrichtung im Norden des Landes und ziviles Eigentum eines Unternehmens auf der Insel Bubiyan getroffen worden seien. Herabfallende Trümmer hätten Sachschäden verursacht. Opfer habe es nicht gegeben.
Huthis wollen saudische Tanker zur Umkehr gezwungen habenDie von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat nach eigenen Angaben acht saudische Öltanker zu einem Kurswechsel gezwungen. Diese müssten nun vom Roten Meer über das Kap der Guten Hoffnung vor Südafrika fahren, um ans Ziel zu kommen – bei einer Fahrt vom Roten Meer in Richtung Asien ein langer und teurer Umweg. Eine Bestätigung von Saudi-Arabien gab es zunächst nicht. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete, sechs saudische Öltanker würden den Umweg um den afrikanischen Kontinent nehmen.Saudi-Arabien kämpft gemeinsam mit der international anerkannten Regierung im Jemen seit mehr als zehn Jahren gegen die schiitische Miliz. Im Zuge des Irankriegs ist auch deren Konflikt neu eskaliert. Die Huthi kontrollieren vom Jemen aus die wichtige Meerenge Bab al-Mandab. Es wird befürchtet, dass auch dieses Nadelöhr wie die Straße von Hormus durch Angriffe faktisch geschlossen wird – mit noch schwereren Folgen für den Welthandel und Energiepreise.
Tanker in Straße von Hormus angegriffen – Maschinenraum beschädigtIn der Straße von Hormus ist vor der Küste des Omans erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, das Schäden am Maschinenraum verursacht habe, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 20 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima. Iran verlangt, dass Schiffe in der Straße von Hormus eine Route entlang seiner Küste nehmen. Teheran hat wiederholt erklärt, nur die vom Iran vorgegebene Route durch die Meerenge sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist ein wesentlicher Grund, warum der Krieg zwischen den USA und Iran zuletzt wieder eskalierte.
Iran sei fast besiegt US-Präsident Donald Trump hat am Freitag in seiner Residenz Camp David eine Kabinettssitzung einberufen. Dabei kündigte er weitere Angriffe auf Iran an. „Wir werden sie sehr hart treffen“, sagte er. Einen Zeitrahmen nannte er nicht und wurde auch sonst nicht konkret. „Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können.“ Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, betonte er. Die militärische Lage dort sei „sehr besorgniserregend“, sagte Trump weiter. Nach fünf Kriegsmonaten behauptete er abermals, die iranischen Luft- und Seestreitkräfte seien „zerstört“, die Raketenkapazitäten sowie die Produktion von Drohnen und Raketen seien „fast vollständig ausgeschaltet“ worden. Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. „Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen.“ In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär keine neuen Angriffe auf den Iran gemeldet.
Medien: Iran könnte hinter Cyberangriff auf US-Infrastruktur steckenIn den USA wird es Medienberichten zufolge für wahrscheinlich gehalten, dass iranische Hacker hinter einem koordinierten Cyberangriff auf Dutzende Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota stecken. Die „Washington Post“ berichtete, Geheimdienste gingen davon aus; die „New York Times“ bezog sich auf Ermittler. Beide Zeitungen stützten sich dabei auf US-Beamte und wiesen jeweils darauf hin, dass die Befunde noch nicht endgültig seien. Der Angriff ereignete sich in dieser Woche. In der Folge sei mindestens ein System kurzzeitig offline gewesen, es gebe aber keine ausdrückliche Aufforderung an die Einwohnerinnen und Einwohner von Minnesota, ihren Trinkwasserverbrauch anzupassen, hieß es. US-Präsident Donald Trump sagte bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David, er glaube nicht, dass Iran dahinterstecke. Er würde die Schuld bei dem Bundesstaat und dessen Gouverneur Tim Walz von den Demikarten sehen. Trump, der Walz in verschiedenen Kontexten immer wieder kritisiert, warf der Führung Minnesotas Inkompetenz vor. Iran habe größere Probleme als sich um Minnesota zu sorgen, sagte er.
Unicef: Mehr als 2.500 Kinder unter KriegsopfernDas Kinderhilfswerk Unicef hat sich besorgt über Berichte geäußert, nach denen die Zahl der in Iran verletzten oder getöteten Kinder 2.500 überschritten habe. Durch den von den USA und Israel begonnenen Krieg wurden laut Mitteilung der UN-Organisation in sechs Ländern der Region mehr als 4.000 Kinder verwundet oder getötet.Kinder würden „weiter an den Orten getötet und verstümmelt, an denen sie eigentlich am sichersten sein sollten – in ihren Häusern, Schulen und Gemeinden“, sagte Abdul Fofana, Unicef-Regionaldirektor für den Nahen Osten. Allein in Iran kamen nach Angaben, die das Hilfswerk zitiert, 386 Kinder ums Leben, 2.117 weitere wurden verletzt.„Die Konfliktparteien dürfen das Leid der Kinder nicht zur Normalität werden lassen, denn sie sind nach wie vor am stärksten von Konflikten betroffen, die sie nicht ausgelöst haben und die sie nicht beenden können“, sagte Fofana. Alle Konfliktparteien müssten ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen, Waffenstillstandsvereinbarungen uneingeschränkt einhalten und alles Zumutbare tun, um die Gewalt zu beenden und Kinder zu schützen.
Kuwaits Armee: Iranische Drohnen abgefangenDie kuwaitischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben iranische Drohnen abgefangen. Sie sollen auf militärische und andere wichtige Einrichtungen gerichtet gewesen sein, so eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums. Durch herabfallende Trümmer soll es teilweise zu Sachschäden gekommen sein – Menschen seien aber nicht verletzt worden, hieß es weiter. Das iranische Militär hatte zuvor mitgeteilt, man habe Ziele in den Golfstaaten Kuwait und Bahrain mit Drohnen angegriffen.Das kuwaitische Außenministerium verurteilte die Angriffe scharf. Diese stellten „einen eklatanten Verstoß gegen die Souveränität des Staates Kuwait, eine direkte Bedrohung für seine Sicherheit und Stabilität sowie einen schweren Verstoß gegen die Regeln des Völkerrechts“ dar, so eine Mitteilung.
Multinationale Militärkoalition zum Schutz der Schifffahrt Saudi-Arabien hat angekündigt, eine internationale Koalition zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer einzurichten. Die saudische Botschaft in den Vereinigten Staaten veröffentlichte am Donnerstag eine Stellungnahme der Gründerstaaten. Demnach habe es ein Treffen in der saudischen Hauptstadt Riad gegeben. Vertreter aus 43 Ländern und der Europäischen Union hätten an einem Treffen teilgenommen, bei dem die Pläne erörtert wurden, teilte das Verteidigungsministerium in Riad ebenfalls am Donnerstag mit.Wie das Ministerium mitteilte, hätten 14 afrikanische und asiatische Staaten ihre Teilnahme zugesagt, darunter die Türkei, Kuwait, Ägypten und Pakistan. Die EU sei mit Vertretern bei dem Treffen gewesen, habe sich aber nicht dazu geäußert, hieß es bei Al Jazeera. Die Europäische Union betreibt in der Seeregion bereits die Operation Aspides, die die Schifffahrt gegen mögliche Angriffe der Huthi-Rebellen im Jemen sichern soll. Aspides arbeitet in enger Abstimmung mit der von den USA geführten internationalen Operation Prosperity Guardian, die dasselbe Ziel verfolgt. Bei Al Jazeera hieß es jedoch, es werde erwartet, dass die Vereinigten Staaten der Koalition beitreten werden.Was nun der Unterschied der saudischen Koalition zu den beiden anderen Missionen ist, war zunächst unklar. Das Königreich werde die neue Koalition als Gründerstaat leiten, hieß es. Das Hauptquartier solle in Riad angesiedelt werden. In der Stellungnahme auf der Plattform X hieß es, die Koalition sei defensiv ausgerichtet. Es gehe unter anderem um das Teilen von Geheimdiensterkenntnissen, Operationsplanung und gemeinsame Übungen.
Iran hindert zwei Tanker an Passage der Straße von Hormus Die iranische Revolutionsgarde hat zwei Tanker an der Durchfahrt der Straße von Hormus gehindert. Vier weitere Tanker hätten umgedreht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars.
Neue iranische AngriffeDie iranische Armee hat nach eigenen Angaben Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Ziel sei der Stützpunkt Ahmed al-Dschaber gewesen, berichten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Armee. Der Angriff sei eine Antwort auf die jüngsten Attacken der USA auf ein Wohnhaus auf der Insel Keschm und andere Ziele in Iran.
Irak billigte Angriffe nach eigenen Angaben nicht Die irakische Regierung hat die US-saudischen Angriffe auf ihrem Territorium nach eigenen Angaben weder genehmigt noch vorab davon gewusst. Anders als von Washington dargestellt, habe Bagdad „keinerlei Kenntnis“ von den Attacken gehabt, sagte ein Regierungssprecher am Donnerstag im staatlichen Fernsehen. Die USA und Saudi-Arabien hatten in der Nacht zum Mittwoch Iran-treue Milizen im Irak angegriffen. Die US-Regierung hatte angegeben, die Angriffe seien mit der irakischen Regierung abgestimmt gewesen.
Iran warnt Bulgarien und Zypern vor der Stationierung von US-FlugzeugenIran fordert Bulgarien auf, die vorübergehende Stationierung von amerikanischen Militärflugzeugen auf dem Luftwaffenstützpunkt Besmer zu überdenken. In einem Telefonat mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa bezeichnet Außenminister Abbas Aragtschi die Genehmigung als Beihilfe zu einer Aggression gegen sein Land, wie iranische Staatsmedien berichten. In einem weiteren Gespräch mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos dringt Aragtschi darauf, dass ausländische Militärbasen auf Zypern nicht gegen Iran eingesetzt werden. Das bulgarische Parlament hatte zuvor die Stationierung von bis zu acht US-Tankflugzeugen und 250 Soldaten gebilligt. Auf Zypern befinden sich zwei britische Militärstützpunkte, die den USA für Verteidigungsschläge gegen iranische Raketen zur Verfügung stehen.
Chinesische Flugabwehrraketen für Iran?Der amerikanische Präsident Donald Trump hat zurückhaltend auf einen Bericht reagiert, dem zufolge Iran aus China innerhalb weniger Wochen eine Lieferung von bis zu 400 chinesischen schultergestützten Raketen erhalten soll. Trump sagte am Mittwoch, er wäre „enttäuscht“ von China, sollte das Land Waffen an Iran liefern. „Das war überraschend. Ich meine, so etwas kommt vor, aber das wäre schon überraschend“, sagte Trump auf eine Reporterfrage im Oval Office. Trump wiederholte Aussagen vom April, dass Staats- und Parteichef Xi Jinping ihm die Zusage gegeben habe, dass Peking keine Waffen an Teheran verkaufen werde. „Er hat mir sehr deutlich gesagt, dass er sich nicht daran beteiligen wird, aber er weiß, dass ich sehr enttäuscht wäre. Er kommt, glaube ich, am 24. September hierher“, fügte Trump hinzu. Bislang gibt es keine Anzeichen dafür, dass Trump vor dem angekündigten Besuch von Xi in Amerika schlechte Stimmung verbreiten will, eher im Gegenteil. Aber wie nicht selten vor derartigen Staatsbesuchen verschaffen sich beide Seiten Verhandlungsmasse. Zuletzt verbot Amerika die Einfuhr von Robotern und Wechselrichtern aus dem Ausland, was gegen China zielt.Die nun vermeldeten tragbaren Flugabwehrsysteme sollen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters von China über Pakistan nach Iran gelangen. Der 60 bis 70 Millionen Dollar schwere Deal umfasse den Kauf von 300 bis 400 tragbaren Luftverteidigungssystemen (MANPADS), einschließlich in China hergestellte QW-12- und FN-16-Raketen, berichtete Reuters unter Berufung auf drei nicht näher benannte Quellen. Der Vertrag sei mit der Firma Zhongqing Baoshang International Investment geschlossen worden, einem in Hongkong ansässigen Unternehmen. Die Firma fungiere den Quellen zufolge als Vermittler zwischen der iranischen Seite und China.Das Außenministerium in Peking wies den Bericht am Donnerstag als „unwahr und haltlos“ zurück. „China hat sich stets für die Förderung des Friedens und die Verhinderung von Kriegen eingesetzt“, hieß es. Eine direkte chinesische Beteiligung am Irankrieg ist bislang nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass China Güter mit doppeltem Verwendungszweck an Iran liefert, die also zivil oder militärisch eingesetzt werden können.
Rushdie-Attentäter wegen Terrorismus verurteilt Der wegen des Attentats auf Schriftsteller Salman Rushdie verurteilte Angreifer muss wegen eines neuen Urteils in den USA eine noch höhere Strafe fürchten. Ein Bundesgericht in Buffalo sprach ihn nun auch des transnationalen Terrorismus und anderer Vergehen schuldig, wie aus einer Mitteilung des US-Justizministeriums hervorging. Ihm drohe nun lebenslange Haft.Dem zuvor bereits zu 25 Jahren Gefängnis verurteilten Attentäter Hadi Matar war in dem neuen Verfahren vorgeworfen worden, auf Anweisung der von Iran unterstützten Hizbullah-Miliz im Libanon gehandelt und durch die Durchsetzung einer Fatwa, eines religiösen Erlasses, einen Terrorakt verübt zu haben. Der 28-Jährige aus New Jersey habe sich damit der „Beteiligung an einem die Landesgrenzen überschreitenden Terrorakt und der materiellen Unterstützung von Terroristen“ schuldig gemacht, hieß es in der Mitteilung. Die Fatwa besteht seit 1989. Der damalige iranische Revolutionsführer Ajatollah Chomeini hatte wegen des von islamischen Fundamentalisten als blasphemisch empfundenen Romans „Die satanischen Verse“ zur Ermordung des Autors aufgerufen.Matar stach bei einer Lesung des weltbekannten Autors im August 2022 mehr als ein Dutzend Mal auf Rushdie ein. Das Messer durchtrennte einen Sehnerv – seitdem ist der Autor auf einem Auge blind und trägt eine Brille mit einem abgedunkelten Glas. Rushdie verarbeitete den Vorfall in seinem im April 2024 veröffentlichten Buch „Knife: Gedanken nach einem Mordversuch“.