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02.03.2026
20:52 Uhr
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US-Präsident: Führen Krieg so lange wie nötig +++ Hegseth: Amerika hat Krieg nicht begonnen +++ Bundesregierung will Flugzeuge entsenden, um Touristen aus Nahem Osten zu holen +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Vance: Machtwechsel in Iran ist nebensächlichVertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump in Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand in Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident J.D. Vance dem Sender Fox News. Trumps vorrangiges Ziel sei aber, dass Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Dafür sei es letztlich nebensächlich, was mit der Führung in Teheran passiere.
Rubio verteidigt Iran-AngriffeUS-Außenminister Marco Rubio hat den Beginn der US-Angriffe gegen Iran auf Angriffspläne Israels zurückgeführt. „Wir wussten, dass es ein israelisches Handeln geben würde. Wir wussten, dass dies einen Angriff auf US-Streitkräfte nach sich ziehen würde, und wir wussten, dass wir, wenn wir nicht präventiv gegen sie vorgingen, bevor sie diese Angriffe starteten, höhere Verluste erleiden würden“, sagte Rubio vor Journalisten im US-Kapitol.Teheran hatte Rubio zufolge seinen Streitkräften den Befehl erteilt, im Falle eines Angriffs gegen Iran automatisch US-Truppen anzugreifen. „Wenn wir dagestanden und auf diesen Angriff gewartet hätten, bevor wir sie trafen, hätten wir wesentlich höhere Verluste erlitten“, sagte der US-Chefdiplomat. US-Präsident Donald Trump habe daher die „sehr kluge Entscheidung getroffen“, gemeinsam mit Israel anzugreifen, fügte Rubio hinzu.
Republikaner: Israel hätte mit oder ohne USA gehandeltNach Darstellung des Sprechers des US-Repräsentantenhauses hat Druck von Seiten Israels maßgeblich zu der Entscheidung der USA für einen Angriff auf Iran beigetragen. „Israel war entschlossen, hier zu seiner eigenen Verteidigung zu handeln, mit oder ohne amerikanische Unterstützung“, sagte der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der Regierung von US-Präsident Donald Trump.Die US-Regierung habe deshalb eine schwierige Entscheidung treffen müssen. Sie habe die Bedrohungen für die USA, für deren Soldaten und Einrichtungen in der Region und darüber hinaus bewerten müssen, sagte Johnson. Auf Basis „hervorragender Geheimdienstinformationen“ seien sie zu dem Schluss gekommen, dass Iran im Fall eines Angriffs durch Israel sofort mit Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA reagieren würde. Er sei überzeugt, dass die US-Regierung das Richtige getan habe.
Amerikaner sollen mehr als Dutzend Länder in Nahost sofort verlassenDas US-Außenministerium ruft Amerikaner in mehr als einem Dutzend Ländern im Nahen Osten dazu auf, diese sofort zu verlassen. Zur Begründung verwies eine Vertreterin des Ministeriums auf der Plattform X auf „schwerwiegende Sicherheitsrisiken“.
Israel greift abermals in Libanon anDie israelische Armee greift in der Nacht abermals in Libanon an. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit Iran verbündeten Hizbullah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilte.
Israels Armee gibt EntwarnungIsrael ist nach Militärangaben in der Nacht abermals aus Iran mit Raketen angegriffen worden. In Tel Aviv und anderen Gebieten des jüdischen Staates heulten die Sirenen. Inzwischen dürfe die Bevölkerung die Schutzräume jedoch wieder verlassen, nachdem zuvor die Luftabwehr im Einsatz war, teilte die Armee mit. Die Menschen sollten sich jedoch weiter in der Nähe der Schutzräume aufhalten.
Israel greift abermals in Teheran an - Explosionen zu hören Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben eine weitere Angriffswelle auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran gestartet. Augenzeugen berichteten von heftigen Explosionen. Der Staatssender PressTV berichtete, das Gelände der IRIB-Rundfunkanstalt sei attackiert worden.Zuvor hatte ein Sprecher der israelischen Armee auf Persisch im Internet alle Bewohner des Stadtteils Evin aufgerufen, sich angesichts unmittelbar bevorstehender Bombardierungen in Sicherheit zu bringen. Dazu wurde eine Karte der Hauptstadt mit dem markierten Gebiet veröffentlicht. In dem Gebiet liegt die iranische Rundfunkanstalt.„Liebe Bürgerinnen und Bürger, zu Ihrer Sicherheit und Gesundheit bitten wir Sie dringend, das auf der Karte markierte Gebiet unverzüglich zu verlassen. Ihre Anwesenheit in diesem Gebiet gefährdet Ihr Leben“, war auf Persisch zu lesen. Allerdings dürfte die Warnung die Menschen kaum erreichen, da die Behörden das Internet in Iran nach Beginn der israelisch-amerikanischen Luftangriffe am Samstag gesperrt haben.
Zahl der US-Todesopfer gestiegen Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran ist die Zahl getöteter US-Einsatzkräfte von vier auf sechs gestiegen. Die Streitkräfte hätten die Überreste zweier vermisster Soldaten aus einer Einrichtung geborgen, die während der ersten Angriffe des Iran in der Region getroffen worden sei, teilte das für die Region zuständige US-Kommando (Centcom) auf X mit.Wie das US-Kommando weiter mitteilte, dauern die Kämpfe in der Region an. Die Identität der Gefallenen werde nach der Benachrichtigung der Angehörigen noch 24 Stunden lang zurückgehalten.
US-Militär: Iran hat keine Schiffe mehr im Golf von Oman Die iranische Führung hat nach Angaben des US-Militärs keine Schiffe mehr im Golf von Oman. Vor zwei Tagen seien es noch elf Schiffe gewesen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mit. „Das iranische Regime hat jahrzehntelang die internationale Schifffahrt im Golf von Oman schikaniert und angegriffen. Diese Zeiten sind vorbei.“ US-Streitkräfte würden die Freiheit der Seeschifffahrt weiterhin verteidigen. Die Straße von Hormus verbindet den Golf von Oman mit dem Persischen Golf. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Öl-Handelsrouten der Welt. US-Präsident Donald Trump und Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Zerstörung der iranischen Marine als eines ihrer Kriegsziele benannt.
Kuwaits Armee meldet erstes Todesopfer seit Irans AngriffenDas Militär des Golfstaats Kuwait hat das erste Todesopfer in den eigenen Reihen seit Beginn der iranischen Gegenangriffe in der Region gemeldet. Ein Marinesoldat sei heute im Dienst bei einem „Militäreinsatz“ ums Leben gekommen, teilte der Generalstabschef der kuwaitischen Armee mit. Details dazu, wo und wie genau der Soldat ums Leben kam, wurden nicht genannt.
Trump: Atomabkommen mit Iran war „schrecklich und gefährlich“In seinen ersten Äußerungen zur Militäroperation in Iran vor Publikum hat Donald Trump das unter Präsident Barack Obama geschlossene Atomabkommen mit Iran kritisiert. Das sei ein „schrecklicher, schrecklicher, gefährlicher“ Deal gewesen, mit dem Iran vor drei Jahren Atomwaffen besessen „und eingesetzt“ hätte, behauptete er. Trump hatte das Atomabkommen 2018 einseitig aufgekündigt. Zur Begründung der umfassenden Militäroperation in Iran führte er abermals die „sehr klare, kolossale Bedrohung“ für Amerika und im Ausland stationierte amerikanische Soldaten an. Trump hob hervor, „alle“ hätten in dieser Sache hinter Washington gestanden, „sie hatten nur nicht den Mut, das auch zu sagen“. Ein iranisches Regime, das im Besitz von Langstreckenraketen und Atomwaffen sei, „wäre eine inakzeptable Bedrohung für den Nahen Osten, aber auch für die Amerikaner“. Als vier Ziele der amerikanischen Operation nannte Trump die Zerstörung des Raketenprogramms, die Auslöschung der iranischen Marine, die Sicherheit, dass Iran niemals eine Atomwaffe haben werde und die Garantie, dass das iranische Regime keine Armeen in anderen Ländern unterstütze. Der Angriff sei auf vier bis fünf Wochen ausgelegt und man sei vor dem Zeitplan, aber werde so lange bleiben wie nötig. Ihm werde nicht „langweilig“ werden, wie einige Medien das behauptet hätten, sagte Trump. „Wir setzen diese Mission mit unerbittlicher Entschlossenheit fort, um die Bedrohung zu vernichten, die dieses terroristische Regime für das amerikanische Volk darstellt.“ Der Präsident wiederholte seinen Aufruf an das iranische Volk nicht, die Chance für einen Regimewechsel zu nutzen. Er nannte das Regime jedoch „krank und heimtückisch“.
Revolutionsgarden: Tanker brennt nach DrohnenangriffIn der Straße von Hormus brennt nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden ein Tanker. Das Schiff sei von zwei Drohnen getroffen worden, melden iranische Nachrichtenagenturen. Die Meerenge verbindet die großen Ölproduzenten am Golf mit dem offenen Meer und gilt als eine der wichtigsten Exportrouten der Welt.
Qatar meldet Abschuss von Flugzeugen aus IranQatar hat nach eigenen Angaben zwei aus Iran kommende Flugzeuge abgeschossen. Dabei handele es sich um Flieger vom Typ Suchoi Su-24, teilt das Verteidigungsministerium mit. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall nennt das Ministerium zunächst nicht.