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06.05.2026
21:43 Uhr
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Eine Bestätigung Irans bleibt bislang aus +++ Macron telefoniert mit Irans Präsident +++ Iran: USA wollen Teheran zur Kapitulation zwingen +++ Beratungen zur Hormus-Mission am Donnerstag +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Iranischer Präsident hat Obersten Führer Khamenei getroffenDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat sich nach eigenen Angaben kürzlich mit dem Obersten Führer Modschtaba Khamenei getroffen. Dies berichten staatliche Medien. Es ist der erste öffentliche Bericht über eine Begegnung der beiden, seit Khamenei zu Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen Iran schwer verwundet wurde. Das Treffen sei von einer „bescheidenen und zutiefst herzlichen“ Atmosphäre geprägt gewesen, wird Peseschkian zitiert.
Israel tötet Hizbullah-Kommandeur in BeirutDas israelische Militär hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff auf Beirut einen Kommandeur der Hizbullah-Elitetruppe Radwan getötet. Es handelte sich um den ersten israelischen Angriff auf die libanesische Hauptstadt seit der im vergangenen Monat vereinbarten Waffenruhe, wie die Streitkräfte am Donnerstag mitteilten. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hatten das Vorgehen bereits am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung angekündigt. Von der Hizbullah lag zunächst keine Stellungnahme vor.Die Attacke gefährdet die ohnehin brüchige Feuerpause zwischen den USA und Iran. Eine Kernforderung Irans war dabei ein Stopp der israelischen Militäraktionen im Libanon. Ungeachtet der Waffenruhe halten sich israelische Truppen weiterhin in Gebieten südlich des Litani-Flusses auf. Zudem setzte Israel seine Militärschläge in Südlibanon fort. Bei einem Luftschlag auf die Stadt Selaja wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch vier Menschen getötet. Die Hizbullah feuerte daraufhin erneut Raketen auf Israel ab.Israel hat in Südlibanon eine bis zu zehn Kilometer tiefe Sicherheitszone eingerichtet, um den Norden des eigenen Landes vor Raketenbeschuss durch die Hizbullah zu schützen. Parallel führt Israel Gespräche mit der libanesischen Regierung. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete ein Treffen auf höchster Ebene am Mittwoch allerdings als verfrüht. Zunächst müsse die Waffenruhe gefestigt werden. US-Präsident Donald Trump will ein Treffen von Netanjahu mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun in Washington organisieren.
Trump kündigt abermals schnelles Ende des Irankriegs anBei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Georgia hat US-Präsident Donald Trump ein schnelles Ende des Irankriegs vorausgesagt. Die USA dürften nicht zulassen, dass Iran eine Atomwaffe bekommt, sagte er. „Ich denke, die meisten Leute verstehen das. Sie verstehen, dass das, was wir tun, richtig ist, und es wird schnell vorbei sein.“
US-Marineeinsatz offenbar wegen Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien unterbrochenDer US-Sender NBC News berichtet, US-Präsident Donald Trump habe wegen Unstimmigkeiten mit Saudi-Arabien den Marineeinsatz „Project Freedom“ zur Wiedereröffnung der blockierten Meerenge von Hormus unterbrochen. Saudi-Arabien habe dem US-Militär die Nutzung eines Stützpunkts im Land für die Operation untersagt, meldet der Sender unter Berufung auf zwei nicht genannte US-Regierungsvertreter. Die saudische Führung sei von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert gewesen, heißt es in dem Bericht. Daraufhin habe Riad Washington mitgeteilt, es werde den USA die Erlaubnis verweigern, Militärflugzeuge von dem Stützpunkt aus oder durch den saudischen Luftraum fliegen zu lassen. Auch ein Telefonat zwischen Trump und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman habe das Problem nicht lösen können.
Trumps Zickzackkurs Donald Trump hat im Irankrieg seine Strategie schon oft und immer wieder auch abrupt geändert. Nikolas Busse analysiert den Zickzackkurs des amerikanischen Präsidenten:
Macron telefoniert mit Irans PräsidentFrankreichs Präsident Emmanuel Macron hat nach eigenen Angaben mit dem iranischen Präsidenten telefoniert und angekündigt, nun auch das Gespräch mit US-Präsident Donald Trump suchen zu wollen. Macron schrieb dazu auf der Plattform X, er wolle Kontakt zu Trump aufnehmen. Hintergrund sind die französischen Vermittlungsbemühungen in der Krise um die Straße von Hormus. Paris hatte zuvor im Namen der internationalen Marinemission für die Straße von Hormus ein Verhandlungsangebot vorgelegt, das die blockierte Meerenge wieder für die Schifffahrt öffnen soll. Unter folgenden Bedingungen: Washington soll die Blockade für iranische Öltanker aufheben; Teheran soll im Gegenzug die Verhandlungen über alle strittigen Punkte wieder aufnehmen.
Iranischer Abgeordneter nennt amerikanischen Vorschlag „Wunschzettel“ Ein Sprecher des außenpolitischen Ausschusses des iranischen Parlaments, Ebrahim Rezaei, hat den amerikanischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges als realitätsfernen Wunschzettel bezeichnet. Er sei mehr Wunschliste als die Realität. Übereinstimmenden Berichten strebt Washington eine Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges an, die 14 Punkte umfassen soll. In einer anschließenden 30 Tage langen Verhandlungsphase soll Iran die Anreicherung von Uran aussetzen, während die USA bereit seien, Sanktionen aufzuheben und eingefrorene Ölgelder freizugeben.
Iran: USA wollen Teheran zur Kapitulation zwingen Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat den USA vorgeworfen, Teheran mit verschiedenen Methoden zur Aufgabe zwingen zu wollen. „Der Feind versucht in seiner neuen Strategie, durch eine Seeblockade, wirtschaftlichen Druck und Medienmanipulation den Zusammenhalt des Landes zu zerstören, um uns zur Kapitulation zu zwingen“, sagte Ghalibaf in einer am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal veröffentlichten Botschaft. Auf einen von den USA vorgelegten Friedensplan, den Teheran eigenen Angaben zufolge noch prüft, ging der einflussreiche Politiker und Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA nicht weiter ein. Der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei hatte iranischen Staatsmedien zufolge mit Blick auf den Vorschlag zuvor erklärt, Teheran werde „seine Positionen endgültig festlegen“ und sie dem Vermittler Pakistan mitteilen.
Beratungen zur Hormus-Mission am DonnerstagAus dem Verteidigungsministerium in Berlin war zu erfahren, dass es gelungen sei, die Vorschläge zur internationalen Marinemission von Großbritannien und Frankreich zu synchronisieren. Zur Absprache konkreter Fähigkeitsbeiträge in der Straße von Hormus solle am morgigen Donnerstag eine „Force Generation Conference“ stattfinden. An dieser werde sich auch Deutschland beteiligen. Unter anderem geht es dabei um das bereits auf dem Weg in die Region befindliche Minenjagdboot Fulda und den Tender Mosel. Weiter hieß es im Verteidigungsministerium, Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung seien allerdings, wie bereits zuvor gesagt, ein verlässlicher Waffenstillstand, ein völkerrechtliches Mandat und ein Bundestagsbeschluss.
USA wollen Iran-Resolution in UN-Sicherheitsrat einbringenDie Regierung Donald Trumps will im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine Resolution vorlegen, die die Blockade der Straße von Hormus durch Iran verurteilt. Das gab Außenminister Marco Rubio in dieser Woche bekannt. In einer Mitteilung des Außenministeriums hieß es, Iran halte die Weltwirtschaft als „Geisel“. Gemeinsam mit den Partnern im Nahen Osten habe man auf Anweisung Donald Trumps daher einen Resolutionsentwurf ausgearbeitet, der auf die Freiheit der Meerenge ziele. Zu den Mitautoren gehören demnach Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Qatar.Der Entwurf fordert Iran nach Aussage des Außenministeriums dazu auf, die Angriffe und das Auslegen von Seeminen einzustellen. Die Standorte der Seeminen müssten öffentlich gemacht und deren Beseitigung in Kooperation erfolgen. Außerdem soll Teheran künftig keine Gebühren mehr für die Durchfahrt der Meerenge erheben und die Einrichtung eines „humanitären Korridors“ unterstützen. Laut Rubio soll die Abstimmung im Sicherheitsrat „in den kommenden Tagen“ erfolgen. Sie werde ein „echter Test“ für die UN sein in Bezug auf die Frage, ob die Organisation „etwas ist, das funktioniert und echte Probleme lösen kann“.
Frankreich macht Angebot zur Sicherung der Straße von HormusNach dem Aussetzen des sogenannten Project Freedom von Donald Trump ist Frankreich im Namen der internationalen Marinemission mit einem Verhandlungsangebot vorgeprescht, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Der Vorschlag sieht vor, dass Washington die Blockade für iranische Öltanker aufhebt und Teheran im Gegenzug die Verhandlungen über alle strittigen Punkte wieder aufnimmt. Dann könne die internationale Marinemission unter französisch-britischer Führung „umgehend“ die Sicherung des Schiffsverkehrs in der wichtigen Meerenge übernehmen, hieß es im Elysée-Palast. Das erste Echo in Washington und Teheran sei positiv.
Iran prüft US-Vorschlag zu Kriegsende Iran prüft nach eigenen Angaben einen US-Vorschlag zur Beendigung des mehr als zweimonatigen Krieges. Die Führung in Teheran werde dem Vermittler Pakistan ihre Position dazu übermitteln, meldete die iranische Nachrichtenagentur Isna unter Berufung auf das Außenministerium. Zuvor hatte es aus pakistanischen Vermittlerkreisen geheißen, die USA und Iran stünden kurz vor einer Vereinbarung für ein Kriegsende. Eine Absichtserklärung könne sehr bald zum Abschluss gebracht werden. Demnach ist von einem Memorandum im Umfang von einer Seite die Rede. Das Dokument solle zudem den Rahmen für detailliertere Atomverhandlungen abstecken, berichtete das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf amerikanische Regierungsvertreter.
Trump droht Iran mit neuen Angriffen Donald Trump hat Iran am Mittwoch abermals mit heftigen Angriffen gedroht. „Angenommen, der Iran erklärt sich bereit, das Vereinbarte zu erfüllen – was vielleicht eine gewagte Annahme ist –, dann wird die bereits legendäre Epic Fury ein Ende finden, und die äußerst wirksame Blockade wird es ermöglichen, dass die Straße von Hormus für alle offen ist, einschließlich für Iran“, schrieb der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social. Ansonsten „beginnen die Bombardements, und diese werden leider ein weitaus größeres Ausmaß und eine weitaus größere Intensität haben als zuvor“, drohte Trump.
Paris schickt Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ ins Rote Meer Frankreich verlegt den Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Richtung Golf von Aden. Der Verband rund um das Schiff habe den Suezkanal passiert und steuere den Süden des Roten Meeres an, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Der Verband rund um die „Charles de Gaulle“ war kurz nach den Luftangriffen der USA und Israels auf Iran ins östliche Mittelmeer entsandt worden. Mit der Verlegung bereiten Frankreich und Großbritannien eine künftige Mission zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus vor. Auch Deutschland, Italien und die Niederlande hätten bereits Kriegsschiffe in die Region verlegt. Man sei bereit, hieß es in Paris.