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06.03.2026
08:18 Uhr
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Die Republikaner verfügen in der Kammer über eine knappe Mehrheit +++ Israel greift Ziele in Iran und Libanon an +++ Admiral: USA haben mehr als 30 iranische Schiffe versenkt +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump befürwortet Kurden-OffensiveDer amerikanische Präsident Donald Trump hat eine Offensive kurdischer Kämpfer in Iran ausdrücklich begrüßt. „Ich finde es wunderbar, dass sie das tun wollen. Ich wäre voll dafür“, sagte Trump in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters auf eine entsprechende Frage. Die Hintergründe hat unsere Korrespondentin Friederike Böge recherchiert:
Trump will Khameneis Nachfolger mitbestimmen Die USA müssen nach Darstellung von Präsident Donald Trump an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt werden. In einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters verglich Trump dies am Donnerstag mit dem Vorgehen der USA in Venezuela und sagte: „Wir werden diese Person gemeinsam mit dem Iran auswählen müssen. Wir werden diese Person auswählen müssen.“
Emirates und Etihad nehmen Flugbetrieb eingeschränkt wieder auf Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad Airways nehmen den Flugbetrieb von ihren Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in begrenztem Umfang wieder auf. Emirates teilte am Freitag mit, bis auf Weiteres 82 Destinationen zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris. Die Sicherheitslage bleibt jedoch fragil. So musste ein von Frankreich gecharterter Air-France-Flug zur Rückholung von Staatsbürgern wegen Raketenbeschusses in der Region umkehren.
Irans Führungsrat befasst sich mit Khamenei-Nachfolge Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der provisorische Führungsrat mit dessen Nachfolge befasst. Bei ihrer vierten Sitzung planten Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde demnach außerdem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei war am Samstag bei israelisch-amerikanischen Angriffen getötet worden. Seitdem leitet verfassungsgemäß ein Führungstrio die Regierungsgeschäfte im Iran. Am Donnerstag wurde dem Rat mehr Macht übertragen. Er kann künftig über Krieg und Frieden entscheiden, sowie Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen. Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Wann der Rat zusammenkommt, bleibt auch nach der Regierungserklärung unklar. Israels Verteidigungsminister drohte am Mittwoch, sein Land werde auch den Nachfolger Khameneis töten. Als aussichtsreicher Kandidat gilt dessen zweitältester Sohn Modschtaba.
USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufenDie USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit. Russland dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. „Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen“, betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei. Der Finanzminister sprach von einer „Überbrückungsmaßnahme“, die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten Irans entstehe. US-Präsident Donald Trump hatte Indien im vergangenen Jahr wegen dessen Ölgeschäften mit Russland mit Strafzöllen belegt, um die wirtschaftliche Basis des Kremls angesichts des andauernden Kriegs in der Ukraine zu schwächen. Jüngst hob Trump die Zölle aber auf und begründete das damit, dass Indien Schritte unternommen habe, um den Import von russischem Öl einzustellen.
Trump erwägt derzeit keine Bodentruppen in IranUS-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine Entsendung von Bodentruppen in Iran. „Das wäre Zeitverschwendung“, sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview.
Südkorea fürchtet von Verlegung von US-Kräften in den Nahen OstenDer Krieg in Iran verstärkt in Seoul bestehende Befürchtungen, dass die Vereinigten Staaten zumindest vorübergehend weitere wichtige Elemente der Abschreckung von Südkorea in den Nahen Osten verlegen könnten. Die koreanische Zeitung „DongA Ilbo“ berichtete am Donnerstag, dass Seoul und Washington Konsultationen über den Munitionsbedarf der USA und die mögliche Verlegung von US-Streitkräften in den Nahen Osten führten.Die USA hätten bereits Mitte Dezember mindestens eintausend Lenkbomben-Vorrichtungen vom Typ „Paveway“, mit denen konventionelle Bomben für Präzisionsschläge ausgerüstet werden können, zunächst zurück in die USA verlegt, berichtete die Zeitung „Chosun Ilbo“. Der amerikanische Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Mittwoch gesagt, die USA verfügten über „nahezu unbegrenzte Vorräte“ von GPS- und lasergelenkten Präzisions-Freifallbomben. Um diese einzusetzen, benötigt Amerika Lenkbomben-Vorrichtungen wie jene, die Land aus Südkorea abgezogen hat. Die USA haben rund 27.000 Soldaten in Südkorea stationiert und betreiben dort verschiedene Abwehrsysteme. Insbesondere das vor zehn Jahren aufgestellte strategische System „Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)“ gegen ballistische Raketen ist dabei der Großmacht China Dorn im Auge, weil die Raketen und das entsprechende Radar weit in den chinesischen Luftraum reichen können. Südkoreanische Rüstungsexperten äußerten zuletzt die Sorge, dass auch THAAD-Raketen nun in den Nahen Osten verlegt werden könnten. Um amerikanische Munitionsengpässe auszugleichen, könnten zudem taktische Boden-Boden-Raketen vom Typ ATACMS in den Nahen Osten verlegt werden. Diese sind in Südkorea vornehmlich gegen die Bedrohung aus Nordkorea stationiert.Während Iran im Krieg mit oft günstigen Raketen und Drohnen die vergleichsweise teure Flugabwehr der Golfstaaten übersättigen will, steigt unterdessen auch in Korea selbst die Nachfrage nach weiteren Abfangraketen. So hieß es, dass die Vereinigten Arabischen Emirate das in Südkorea entwickelte Flugabwehrsystem Cheongung-II (M-SAM) vom Rüstungskonzern Hanwha bereits erfolgreich gegen iranische Raketen eingesetzt haben.Der Irankrieg trifft Südkorea indes hart, vor allem im Energiebereich. Das Land importiert rund siebzig Prozent seines Öls und zwanzig Prozent seines Flüssiggases über die Straße von Hormus aus dem Nahen Osten. Berichten zufolge erwägt Seoul die Freigabe strategischer Energiereserven. Notfallprotokolle wurden bereits aktiviert. Präsident Lee Jae-myung ordnete am Donnerstag die Ausarbeitung eines Systems zur Festlegung von Obergrenzen für Benzin an Tankstellen an. In Südkorea haben die Kraftstoffpreise den höchsten Stand seit fast vier Jahren erreicht.
Eurowings schickt eigenes Flugzeug zur Evakuierung nach RiadDie Lufthansa-Tochter Eurowings schickt ein erstes eigenes Flugzeug ins Krisengebiet Naher Osten, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug aus dem saudischen Riad nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilt.An Bord kommen Gäste des eigenen Reiseveranstalters Eurowings Holidays, die in Dubai und Umgebung vom US-israelischen Angriff auf Iran überrascht worden waren. Sie sollen mit Bussen zum Flughafen Riad gebracht werden. Die Landung des Airbus A320 mit der Flugnummer EW6131 wird in Köln für Samstag um 00.30 Uhr erwartet. Es handelt sich um den ersten eigenen Evakuierungsflug der Lufthansa Group nach Deutschland. Die Airline war bislang als Dienstleister der Bundesregierung tätig.
Hizbullah warnt Bewohner im Norden IsraelsDie von Iran unterstützte Hizbullah-Miliz in Libanon hat die Bewohner im Norden Israels zum Verlassen des Gebiets aufgerufen. Die Angriffe der israelischen Armee im Libanon würden „nicht ohne Reaktion bleiben“, drohte die Schiiten-Organisation. Sie rief dazu auf, alle israelischen Siedlungen innerhalb von fünf Kilometern von der Grenze entfernt zu räumen. Es war die erste Warnung der Miliz dieser Art seit Ausbruch der neuen Gewalt.
Israels Luftwaffe bombardiert abermals TeheranIsraels Luftwaffe greift in der Nacht abermals Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine „großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet“, gab die Armee bekannt. Nähere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Israels Generalstabschef Ejal Zamir hatte zuvor eine neue Phase der Angriffe gegen den Erzfeind angekündigt. „In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen“, sagte Zamir laut Militärangaben. Er kündigte demnach nicht näher benannte „weitere Überraschungen“ an.
Ministerium: Hotel und Wohngebäude in Bahrain beschädigtBei iranischen Angriffen auf Bahrains Hauptstadt Manama sind nach Angaben des dortigen Innenministeriums ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei sei „materieller Schaden“ entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen, erklärte das Innenministerium in der Nacht auf Freitag im Kurzbotschaftendienst X. In einem der Wohngebäude sei ein Feuer ausgebrochen, das aber gelöscht werden konnte.Das Innenministerium hatte zunächst erklärt, bei den Angriffen seien zwei Hotels und ein Wohngebäude getroffen worden. Es korrigierte seine Angaben später.Saudi-Arabien erklärte derweil, drei ballistische Raketen abgefangen zu haben. „Drei ballistische Raketen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden waren, wurden abgefangen und zerstört“, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes auf X.
US-Admiral: Bislang mehr als 30 iranische Schiffe versenktDie US-Streitkräfte haben seit Beginn des Irankriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt. „Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen“, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnenträger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. „Während wir sprechen, steht er in Flammen.“Zugleich sei der Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. „Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.“
Etihad nimmt eingeschränkten Flugbetrieb wieder aufDie Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.
Hegseth: „Haben keinen Mangel an Munition“Im Krieg gegen Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. „Wir haben keinen Mangel an Munition“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne „so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist“. Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen.Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt.