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28.05.2026
02:08 Uhr
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Aus dem Süden Irans werden erneut Explosionen gemeldet +++ US-Präsident: Bislang nicht zufrieden mit Verhandlungen mit Iran +++ Israel fordert Einwohner von Nabatieh zur Flucht auf +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump: \"Die Zwischenwahlen interessieren mich nicht\"US-Präsident Donald Trump macht sich nach eigenen Worten keine Sorgen über die politischen Folgen eines anhaltenden Konflikts mit Iran. Die iranische Führung habe sich getäuscht, wenn sie geglaubt habe, die Zwischenwahlen im November würden ihn zu einem Abkommen zwingen. „Die Zwischenwahlen interessieren mich nicht“, sagte im Weißen Haus. Trump hatte ursprünglich gesagt, der Krieg würde etwa vier Wochen dauern, nun nähert er sich dem vierten Monat. Zeitweise deutete Trump an, der Konflikt könne binnen Tagen beendet sein, um später anzudeuten, der Konflikt könnte noch einige Zeit andauern.
Trump: Bislang nicht zufrieden mit Verhandlungen mit Iran Donald Trump begann die Kabinettssitzung am Mittwoch damit, die Erfolge seiner Regierung aufzuzählen. Zum Thema Iran kam er erst später. Wer darauf gehofft hatte, der Präsident werde im Weißen Haus am Mittwoch Erfolge in den Verhandlungen mit Teheran ankündigen, der wurde enttäuscht. Iran wolle eine Einigung, behauptete Trump abermals, man sei bislang aber „nicht zufrieden damit“. Dann fügte er in Bezug auf die Militäroperation an: „Vielleicht müssen wir zurückkehren und es beenden, vielleicht nicht.“ Die Verhandler Steve Witkoff und Jared Kushner machten einen guten Job, aber Iran dürfe nie eine Atomwaffe besitzen „und das werden sie nicht“.Außerdem werde „niemand“ die Straße von Hormus kontrollieren, sagte er auf Nachfrage eines Journalisten. Das iranische Staatsfernsehen hatte zuvor einen Entwurf für einen Deal veröffentlicht, in dem es hieß, die Meerenge werde künftig von Iran in Zusammenarbeit mit Oman kontrolliert.
Staatsfernsehen: Entwurf für Abkommen mit USA sieht Öffnung der Straße von Hormus vor Iran liegt einem Bericht des staatlichen Fernsehens zufolge ein Entwurf für ein Rahmenabkommen mit den USA vor. Demzufolge sollen die USA ihre Truppen in unmittelbarer Nähe zum Iran abziehen. Zudem würden sie die Seeblockade aufheben. Im Gegenzug verpflichte sich Teheran, die Anzahl der Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Diese Absichtserklärung sei aber noch nicht finalisiert. Ohne Bestätigung werde der Iran keine Schritte unternehmen. Zuvor hieß es im Staatsfernsehen, dass die USA und Israel weiter die Führung des Iran stürzen wollten. „Der Feind“ verfolge nun mit anderen Mitteln das Ziel, das er zu Beginn des Iran-Krieges „offen verkündet“ habe, er aber durch militärische Mittel „nicht erreichen konnte“, hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung des Geheimdienstministeriums. Das Ministerium erklärte weiter, es habe Hinweise darauf erhalten, dass die USA und Israel versuchen würden, den „wirtschaftlichen Druck zu verstärken“, religiöse und ethnische Gruppen zu spalten sowie Sabotageakte und andere „terroristische Operationen“ auszuführen. Dazu würden im großen Stil „Waffen, Munition und illegale Kommunikationsmittel, insbesondere Starlink-Geräte“ für den Zugang zum Internet per Satellit geschmuggelt.
Neue Evakuierungsanordnung für NabatiehDie israelischen Streitkräfte haben eine Evakuierungsanordnung für die südlibanesische Stadt Nabatieh herausgegeben. Die Einwohner sollten ihre Häuser unverzüglich verlassen, und sich vor anstehenden Bombardements in Gegenden nördlich des Zahrani-Flusses in Sicherheit bringen, hieß es. Die Stadt ist in den vergangenen Tagen von heftigen israelischen Luftangriffen getroffen worden. Sie ist eine Hochburg der von Iran gelenkten Schiitenmiliz Hizbullah, liegt aber weit jenseits der von Israel ausgegeben „Pufferzone“ im Landesinneren. In den Außenbezirken der Stadt wurden laut libanesischen Presseberichten auch israelische Militärfahrzeuge gesichert. Die militärische Konfrontation an der Libanon-Front ist in den vergangenen Tagen merklich eskaliert. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trotz eines nominellen Waffenstillstands angekündigt, ihre Operationen gegen die Hizbullah auszuweiten. Am Mittwoch gab es neue Luftangriffe in Südlibanon und in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes.
Iran will im Krieg beschädigten internationalen Flughafen wiedereröffnenDer Betrieb am internationalen Flughafen Shahid Madani in Täbris soll am Mittwoch nach „umfangreichen Reparaturarbeiten“ wieder aufgenommen werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur WANA unter Berufung auf Luftfahrtbeamte.Dem Bericht zufolge war der Flughafen während des Krieges „häufigen Angriffen“ ausgesetzt, wobei die Angriffe „schwere Schäden“ an der Start- und Landebahn sowie am Flugsicherungsturm verursachten.Der Flughafen ist laut WANA der drittgrößte internationale Verkehrsknotenpunkt des Iran und zählt Istanbul, Dubai und Hamburg zu seinen Zielen. In Täbris befindet sich ein unterirdischer Raketenkomplex, den die Amerikaner und Israelis während des Kriegs angriffen.
Revolutionsgarde: Aufflammen des Kriegs unwahrscheinlichEin Aufflammen des Krieges zwischen Iran und den USA ist einem Vertreter der iranischen Revolutionsgarde zufolge unwahrscheinlich. „Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist gering wegen der Schwäche des Feindes“, sagte Mohammed Achbarsadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der Revolutionsgarden, laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Mittwoch vor dem Hintergrund der diplomatischen Verhandlungen über ein Ende des Krieges.Zugleich betonte er die anhaltende Kampfbereitschaft des Iran: „Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen.“ „Das Gebiet von Tschabahar bis Mahschahr“ an der Südküste des Iran könne „in einen Friedhof für Aggressoren“ verwandelt werden, sagte er.Ungeachtet einer eigentlich geltenden Waffenruhe hatten die US-Streitkräfte am Montag iranische Raketenstellungen und Schiffe angegriffen.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den VAEDer UN-Sicherheitsrat hat den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) verurteilt. Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilte das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nannte der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. Im Irak hatten sich von Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran zu Angriffen auf „feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region“ bekannt.
Libanon meldet mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe Bei israelischen Angriffen auf Ziele in Libanon sind nach Angaben der Regierung in Beirut am Dienstag mehr als 30 Menschen getötet worden. Es habe mindestens 31 Todesopfer gegeben, teilte am Abend das libanesische Gesundheitsministerium mit. Unter ihnen seien vier Kinder und drei Frauen. Etwa 40 Menschen seien zudem verletzt worden.
Iran verurteilt US-Angriffe Irans Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. „Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität Irans dulden“, hieß es in einer Erklärung. Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den „boshaften Willen“ der US-Regierung offenbart. Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben im Süden des Landes iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten „Angriffe zur Selbstverteidigung“ dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte.
Israel: Neuer Hamas-Chef eine Woche nach Ernennung im Gazastreifen getötetRund anderthalb Wochen nach dem tödlichen Angriff auf den Chef des bewaffneten Hamas-Arms Essedin-al-Qassam-Brigaden hat Israel nach Regierungsangaben auch dessen Nachfolger im Gazastreifen getötet. Der Angriff habe sich gegen Mohammed Odeh gerichtet, „den neuen Kommandeur des Flügels der Hamas-Terrororganisation und einen der Architekten des Massakers vom 7. Oktober“, hieß es am Dienstag in einer gemeinsamen Erklärung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz.Bei dem Überfall der islamistischen Palästinenserorganisation und ihrer Verbündeten am 7. Oktober 2023 war Odeh der Erklärung zufolge Chef des Hamas-Geheimdienstes. Vor gut einer Woche wurde er zum Nachfolger von Essedine al-Haddad ernannt, der wenige Tage zuvor bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen getötet worden war. Odeh war demnach verantwortlich „für die Ermordung, Entführung und Verletzung zahlreicher israelischer Zivilisten und Soldaten“. „Wir werden weiterhin alle verfolgen, die an dem Massaker vom 7. Oktober beteiligt waren“, erklärten Netanjahu und Katz. „Früher oder später wird Israel sie alle zur Rechenschaft ziehen.“
Iranische Nachrichtenagentur: Iran lässt 25 Schiffe Straße von Hormus passieren Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden passieren in den vergangenen 24 Stunden 25 Öltanker, Containerschiffe und andere Handelsschiffe die Straße von Hormus mit Erlaubnis Irans. Dies meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Elitetruppe.
Teilweise wieder Zugang zum Internet in IranIn Iran ist der Zugang zum Internet teilweise wieder möglich. Der iranische Vizepräsident Mohammed Resa Aref teilte auf der Plattform X mit, die Regierung erfülle damit „die Forderungen der Iraner“. Dies sei der „erste Schritt in Richtung eines freien und regulierten Zugangs“ zum Internet. Auch die staatlichen Nachrichtenagenturen Irna und Fars berichteten, dass Nutzer von Festnetzanschlüssen jetzt wieder vollen Zugang zum Internet hätten. Die Organisation Netblocks, welche weltweit Internetaktivitäten überwacht, bestätigte zwar, dass Live-Werte eine „teilweise Wiederherstellung“ anzeigten. Es sei aber unklar, ob dies von Dauer sei.Internetnutzer in Iran berichteten, dass das über Festnetzanschlüsse bereitgestellte Internet wieder funktioniere. Der Zugriff auf mobile Daten sei aber weiter unterbrochen. Andere wiederum berichteten, dass der Zugang auch von zu Hause aus lückenhaft bleibe. Daten des IT-Unternehmens Cloudflare zeigten am Dienstag einen Anstieg des Webtraffics im Vergleich zu den vergangenen Wochen. Das Internet in Iran war seit Beginn der Angriffe Israels und der USA Ende Februar blockiert gewesen. Am Montag hatte Präsident Massud Peseschkian die Freischaltung des internationalen Internets iranischen Angaben zufolge angeordnet. Ein konkretes Datum für die Entsperrung wurde bislang nicht genannt. Mitte Mai hatten iranische Medien jedoch über eine mögliche Freischaltung am 5. Juni berichtet.
Israel weitet laut Militärvertreter Bodeneinsatz in Libanon ausIsraels Armee hat ihre Bodeneinsätze im Nachbarland Libanon ausgeweitet. Ziel sei es, die direkte Bedrohung für die israelischen Bürger sowie israelische Soldaten abzuwehren, sagte ein Militärvertreter der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die israelische Armee habe „gezielte“ Einsätze auch in Gegenden jenseits der sogenannten gelben Linie begonnen, die sechs bis zehn Kilometer entfernt von der israelischen Grenze in Südlibanon verläuft. Hinter dieser Linie waren bereits zuvor israelische Bodentruppen stationiert. In dieser Zone liegen auch Dutzende libanesische Dörfer. Aus libanesischen Sicherheitskreisen will die dpa zudem erfahren haben, dass es seit dem Aufruf der israelischen Armee zur Evakuierung der Stadt Nabatija mindestens 20 Angriffe gegeben habe. Schwere israelische Angriffe im Süden des Landes deuteten demnach auf eine mögliche Ausweitung der Bodenoffensive in Richtung Norden hin. Laut mehreren Medien sollen israelische Bodentruppen auch Einsätze nördlich des Litani-Flusses ausführen. Dieser verläuft etwa 30 Kilometer nördlich der israelischen Grenze. Gemäß einem früheren Abkommen sollten sich die Hizbullah-Kämpfer hinter diesen Fluss zurückziehen. Unter anderem die israelische Nachrichtenseite „ynet“ berichtete, Ziel der Ausweitung der Bodeneinsätze sei es auch, gegen die von der Hizbullah eingesetzten Sprengstoffdrohnen vorzugehen und die von Iran unterstützte Miliz weiter zurückzudrängen. Israels Armee hatte am Nachmittag wieder Beschuss mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Drohnen der Miliz gemeldet.
Explosion an Tanker vor der Küste OmansVor der Küste Omans hat sich an einem Tanker nach einem mutmaßlich iranischen Angriff eine Explosion ereignet. Der Kapitän habe eine Explosion am Schiffsrumpf gemeldet, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) heute mit. Die Besatzung sei in Sicherheit, es sei aber Treibstoff ausgetreten und ins Meer geströmt. Schiffe in der Nähe wurden aufgerufen, die Gegend vorsichtig zu befahren. Weil sich die Explosion nahe der Wasserlinie ereignete, könnte es sich um einen Angriff mit einem Drohnenboot handeln oder mit einer Haftmine, die am Schiffsrumpf angebracht wurde.Seit Beginn des Irankriegs vor drei Monaten wurden mehrmals Schiffe in der Straße von Hormus und angrenzenden Gewässern angegriffen. Weil die Meerenge faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen ist, stecken nach US-Angaben rund 22.500 Seeleute an Bord von mehr als 1550 Handelsschiffen im Persischen Golf fest.