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05.03.2026
21:44 Uhr
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Vorausgegangen war ein iranischer Raketenbeschuss in Richtung Türkei am Mittwoch +++ Aserbaidschan droht Iran nach Drohneneinschlag mit Vergeltung +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Israels Luftwaffe bombardiert abermals in TeheranIsraels Luftwaffe greift in der Nacht abermals Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran an. Man habe eine „großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet“, gab die Armee bekannt. Nähere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt. Israels Generalstabschef Ejal Zamir hatte zuvor eine neue Phase der Angriffe gegen den Erzfeind angekündigt. „In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen“, sagte Zamir laut Militärangaben. Er kündigte demnach nicht näher benannte „weitere Überraschungen“ an.
Ministerium: Hotel und Wohngebäude in Bahrain beschädigtBei iranischen Angriffen auf Bahrains Hauptstadt Manama sind nach Angaben des dortigen Innenministeriums ein Hotel und zwei Wohngebäude getroffen worden. Dabei sei „materieller Schaden“ entstanden, es sei aber niemand ums Leben gekommen, erklärte das Innenministerium in der Nacht auf Freitag im Kurzbotschaftendienst X. In einem der Wohngebäude sei ein Feuer ausgebrochen, das aber gelöscht werden konnte.Das Innenministerium hatte zunächst erklärt, bei den Angriffen seien zwei Hotels und ein Wohngebäude getroffen worden. Es korrigierte seine Angaben später.Saudi-Arabien erklärte derweil, drei ballistische Raketen abgefangen zu haben. „Drei ballistische Raketen, die in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden waren, wurden abgefangen und zerstört“, erklärte das Verteidigungsministerium des Landes auf X.
US-Admiral: Bislang mehr als 30 iranische Schiffe versenktDie US-Streitkräfte haben seit Beginn des Irankriegs nach eigenen Angaben mehr als 30 Schiffe der iranischen Marine versenkt. „Wir sind jetzt bei mehr als 30 Schiffen“, sagte der Leiter des für den Nahen Osten zuständigen Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.Erst vor wenigen Stunden sei ein iranischer Drohnenträger von der Größe eines Flugzeugträgers aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs getroffen worden, sagte Cooper. „Während wir sprechen, steht er in Flammen.“Zugleich sei der Zahl iranischer Angriffe mit ballistischen Raketen seit dem ersten Kriegstag um 90 Prozent zurückgegangen, sagte der Admiral. „Drohnenangriffe sind seit Tag eins um 83 Prozent zurückgegangen.“
Etihad nimmt eingeschränkten Flugbetrieb wieder aufDie Fluggesellschaft Etihad Airways nimmt vom 6. bis 19. März den kommerziellen Flugbetrieb teilweise wieder auf. Zu den wichtigsten Zielen von und nach Abu Dhabi gehören demnach unter anderem Kairo, Delhi, London, Frankfurt, New York, Paris, Moskau, Toronto und Zürich, wie das Unternehmen mitteilt.
Hegseth: „Haben keinen Mangel an Munition“Im Krieg gegen Iran sehen sich die USA haushoch überlegen und für einen längeren Einsatz gewappnet. „Wir haben keinen Mangel an Munition“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz. Die Vorräte an offensiven und defensiven Waffen ermöglichten es, die Kampagne „so lange aufrechtzuerhalten, wie es nötig ist“. Er trat damit Befürchtungen einiger Demokraten entgegen, die sich zuletzt besorgt über die große Menge Munition gezeigt hatten, die die USA in dem Krieg einsetzen.Die Regierung in Iran habe sich verkalkuliert, wenn sie davon ausgehe, dass Washington den Einsatz nicht langfristig durchhalten könne, sagte Hegseth an Teheran gewandt.
Trump: Großteil der iranischen Raketen ist zerstört Die Luftabwehr und die Raketen Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. „Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg“, sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. „Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen.“Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung das Raketenprogramm Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.
Israel greift südliche Vororte von Beirut anDie israelische Armee hat am Donnerstagabend nach einem Evakuierungsaufruf Angriffe auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die israelischen Streitkräfte hätten „mit Angriffen auf Infrastrukturen der Hizbullah“ in dem Vorort Dahijeh begonnen, hieß es in einer Erklärung der Armee. Libanesische Staatsmedien berichteten ebenfalls von Angriffen auf südliche Vororte Beiruts. Aufnahmen von AFPTV zeigten eine Rauchwolke, die über der Stadt aufstieg. Am Nachmittag war unter den Bewohnern Beiruts Panik ausgebrochen, nachdem Israel dazu aufgerufen hatte, alle südlichen Vororte zu evakuieren.
Bericht: Mädchenschule im Iran während US-Angriffen getroffen Die Bombardierung einer Mädchenschule in Iran am ersten Kriegstag ist einem US-Bericht zufolge während US-Angriffen auf eine nahegelegene Militäranlage erfolgt. Eine Auswertung der „New York Times“ von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag schwer beschädigt worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe. Dieser werde von Irans Revolutionsgarden betrieben.Offizielle Erklärungen, wonach US-Streitkräfte Marineziele nahe der Straße von Hormus angegriffen haben, wo sich der Stützpunkt befindet, „legen nahe, dass sie den Angriff höchstwahrscheinlich ausgeführt haben“, heißt es in der Analyse. Die „New York Times“ legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde. Die Regierung habe den Angriff weder dementiert noch bestätigt, hieß es weiter.
Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtete der staatliche iranische Rundfunk. „Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv“, betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. In der Küstenmetropole Tel Aviv waren laute Explosionsgeräusche zu hören. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Berichten zufolge gab es Schäden durch den Einschlag von Raketenteilen. Laut der israelischen Armee war die Raketenabwehr im Einsatz, um die Geschosse abzufangen. Der israelischen Nachrichtenseite „ynet“ zufolge stürzte eine iranische Rakete am Abend auf offenem Gelände ab. Diese Rakete löste demnach keinen Raketenalarm aus.
Mehr Macht im Krieg für Irans Führungstrio Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtete das iranische Onlineportal Didban. Der Rat, dem Präsident, Justizchef und ein Geistlicher angehören, sollen außerdem Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen können. Die Entscheidung dafür traf der sogenannte Schlichtungsrat, ein wichtiges Schiedsorgan im iranischen Machtapparat. Dem aktuellen Führungstrio gehören Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi an. Sie leiten die Staatsgeschäfte, bis ein neuer Religionsführer ernannt ist.
Französischer Rückholflug kehrt wegen Raketenbeschuss um Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. „Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen“, sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen. „Wir sind uns der berechtigten Erwartungen unserer Landsleute vor Ort voll bewusst, aber ihre Rückkehr kann nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen erfolgen“, sagte der Minister. Air France hatte den in Zusammenarbeit mit dem Außenministerium geplanten Flug am Nachmittag angekündigt. „Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage am Zielort wird dieser Rückholflug ausgesetzt“, hieß es dann einige Stunden später. „Die Sicherheit unserer Kunden und Besatzungsmitglieder hat für uns oberste Priorität.“Wie Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot dem Sender TF1 sagte, wollen rund 5000 Franzosen die Krisenregion verlassen. 750 davon seien bereits zurückgeholt worden. Ein vierter Evakuierungsflug für französische Staatsbürger aus der Krisenregion traf am Donnerstag in Orleans ein.
Israels Militärchef kündigt nächste Phase im Irankrieg an Israel geht bei seinen Angriffen in Iran Armeeangaben zufolge in eine nächste Phase über. „In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen“, sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir Militärangaben zufolge. Seit Samstagmorgen habe Israels Luftwaffe in der nun abgeschlossenen „Überraschungsangriffsphase“ rund 2500 Angriffe in Iran ausgeführt, die Lufthoheit erlangt und mehr als 60 Prozent der Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.Laut der israelischen Armee sollen Hunderte dieser Vorrichtungen getroffen worden sein. Dies rette in Israel Leben, erklärte Zamir weiter. Die Gefahr sei aber noch nicht gebannt, warnte der israelische Militärchef zugleich. „Jede Rakete ist tödlich und stellt eine Gefahr dar.“ In Israel heulten am Donnerstag nach iranischem Raketenbeschuss wieder mehrfach die Warnsirenen.Israels Armee teilte derweil am Abend mit, sie habe erneut mehrere Angehörige der iranischen Führung bei Angriffen in Iran getötet. Israels Generalstabschef sagte weiterhin, Ziel des Kriegs sei es, Israels Existenz und Zukunft zu sichern. Zamir kündigte für den künftigen Einsatz in Iran nicht näher benannte „weitere Überraschungen“ an.
Wadephul: Bundesregierung plant auch Sonderflug aus Riad Die Bundesregierung will nach drei Sonderflügen aus dem Oman auch aus der saudischen Hauptstadt Riad in der Nahost-Region gestrandete Deutsche in die Heimat zurückbringen. Das kündigte Außenminister Johann Wadephul (CDU) auf Instagram an.Nach einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Papier des Auswärtigen Amts zur Information des Bundestages soll der Flug aus Saudi-Arabien am Sonntagnachmittag mit einer gecharterten Maschine der Fluggesellschaft Sundair organisiert werden. Zur Vorbereitung der Ausreise sollen besonders verletzliche Deutsche wie Schwangere, Kranke oder Ältere auf dem Landweg aus dem Golfemirat Katar nach Riad gebracht werden.In dem Papier des Außenministeriums heißt es zudem, bislang gebe es auf der Krisenvorsorgeliste Elefand mehr als 35.000 Einträge in der Region. Nicht alle der Deutschen, die sich dort registriert hätten, wollten aber ausreisen. Es gebe auch Deutsche, die die Region bereits verlassen hätten. Wadephul appellierte an die Betroffenen, die bereits zurück in Deutschland sind, sich wieder aus der Liste auszutragen.