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04.10.2026
15:22 Uhr
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Staatsoberhaupt al-Alimi: „Bis das Land aus dem Griff der Miliz befreit ist“ +++ Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffen +++ Iran bestellt britischen Botschafter ein +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Explosionen nahe Tankschiff vor JemenEin Tanker hat der britischen Seeschifffahrtsbehörde UKMTO zufolge mehrere Explosionen in seiner Nähe rund 60 Seemeilen südlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka im Golf von Aden gemeldet. Die Besatzung sei unversehrt, teilt die Behörde weiter mit. Es gebe keine Berichte über Umweltschäden.
Iranischer Ölminister Paknedschad zurückgetretenDer iranische Ölminister Mohsen Paknedschad ist nach Angaben des Präsidialamts in Teheran zurückgetreten. Zum Interimsnachfolger wurde per Dekret der Chef des staatseigenen Ölkonzerns National Iranian Oil Company, Hamid Boward, ernannt, wie der staatliche Sender Irib am Sonntag unter Berufung auf eine Erklärung des Büros von Präsident Massud Peseschkian berichtete.
USA weisen zwei Mitglieder der iranischen UN-Delegation ausDie USA haben zwei Mitglieder der iranischen Delegation ausgewiesen, die an der jüngsten UN-Generalversammlung in New York teilgenommen hatten. Die beiden Iraner hätten eine Aufforderung zum Verlassen des Landes ignoriert, teilte das US-Außenministerium am Samstag (Ortszeit) mit. Zwei Mitglieder der iranischen Delegation seien „lange nach Abschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen“ in New York angetroffen worden, hieß es demnach. „Sie wurden nun aus den Vereinigten Staaten ausgewiesen“, sagte ein US-Beamter der Nachrichtenagentur AFP. Er betonte, Außenminister Marco Rubio meine es „ernst“.Wie das Nachrichtenportal „Axios“ berichtete, reiste ein Mitglied der iranischen Delegation am Freitagabend ab, während das zweite Mitglied das Land am Samstagmorgen verließ.
Huthi-Miliz im Jemen greift Ölanlagen in Riad anDie von Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Anlage in der Hauptstadt. Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, 26 Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben.Die Huthi-Kämpfer „haben einen groß angelegten Militäreinsatz durchgeführt und dabei mehrere ballistische Raketen und Drohnen eingesetzt, um Aramco in der Hauptstadt des saudiarabischen Feindes anzugreifen“, erklärte der Huthi-Sprecher Jahja Saree. Die „präzisen und direkten“ Angriffe hätten „Brände an den getroffenen Standorten“ ausgelöst, fügte er hinzu. Die Behörden Saudi-Arabiens äußerten sich zunächst nicht zu den Vorfällen.
Nach Protesten: Teheran richtet weiteren Mann hinDie iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet. Wie die regimenahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.Die Staatsanwaltschaft beschuldigte den Mann, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen „Kriegführung gegen Gott\" („Moharebeh\"), die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.Im Zusammenhang mit der Protestwelle zum Jahreswechsel sind nach Angaben von Menschenrechtlern bislang mindestens 32 Männer hingerichtet worden. Der Direktor der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO), Mahmood Amiry-Moghaddam, erklärte auf X, mindestens 100 weiteren Demonstranten drohe die Exekution.Internationale Menschenrechtsorganisationen kritisieren die systematische Anwendung der Todesstrafe in der Islamischen Republik Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen gezielt zur Abschreckung und politischen Einschüchterung zu nutzen. Die Justiz stützt sich dabei häufig auf dehnbare Straftatbestände wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung. Laut einem Bericht von Amnesty International richtete der Iran im Jahr 2025 mindestens 2.159 Menschen hin. Dies entspricht dem höchsten gemessenen Wert seit 1981.
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach MassenprotestenDie iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet. Wie die justiznahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen Kriegführung gegen Gott (Moharebeh), die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.
Geheimes Treffen von US-Kabinettsmitgliedern zu Iran und JemenFührende Kabinettsmitglieder von US-Präsident Donald Trump haben sich einem Medienbericht zufolge heimlich zu Beratungen über die nächsten Schritte im Iran-Krieg und dem Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen getroffen. Dies berichtet das Nachrichtenportal \"Axios\" unter Berufung auf Insider. Das Treffen auf dem Präsidenten-Landsitz Camp David sei von Vizepräsident J.D.Vance geleitet worden.
Zwei Tanker in Straße von Hormus von Geschossen getroffenIn der Straße von Hormus sind nach britischen Angaben abermals zwei Tanker angegriffen worden. Die Schiffe seien im Gebiet der Meerenge von „unbekannten Geschossen“ getroffen worden, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit. Der erste Angriff habe einen Brand und einen Stromausfall an Bord ausgelöst. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, es habe auch keine Opfer oder Umweltschäden gegeben. Das Schiff habe seine Fahrt fortgesetzt.Die Behörde machte keine näheren Angaben zu dem Schiff. Sie nannte weder den Flaggenstaat noch den Start- und Zielhafen. Einige Stunden später wurde ein weiterer Öltanker östlich vom Oman von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen. Laut UKMTO waren alle Besatzungsmitglieder wohlauf und es wurden keine Umweltschäden gemeldet.
Milliardenauftrag für RaketenNach Berichten über Engpässe bei den Raketenbeständen der Vereinigten Staaten infolge des Iran-Krieges hat das Pentagon einen milliardenschweren Auftrag zur zügigeren Herstellung von Mehrzweck-Lenkwaffen vergeben. Der Vertrag mit dem Unternehmen Raytheon mit einem Volumen von 24 Milliarden Dollar (rund 21,3 Milliarden Euro) werde die Produktion der SM-6-Raketen beschleunigen, erklärte das Pentagon am Donnerstag.Die Geschosse seien „entscheidende Munition für die Luft- und Überwasserkriegsführung“. Der auf fünf Jahre ausgelegte Vertrag mit optionaler Verlängerung um zwei Jahre werde „eine schnellere Produktion vorantreiben“. Zudem biete der Auftrag „der Verteidigungsindustrie langfristige Planungssicherheit“.SM-6-Raketen sind bordgestützt und können Flugzeuge und Marschflugkörper treffen. Der Rüstungskonzern Raytheon hatte am Mittwoch erklärt, dass seine SM-6-Raketen „erfolgreich von verschiedenen bordgestützten Plattformen der US-Marine sowie von Abschussanlagen an Land abgefeuert“ worden seien. Sie seien eine „kampferprobte Waffe“.
Nach Geiselhaft: „Das Leben wird nie wieder dasselbe sein“Drei Jahre nach dem Hamas-Massaker in Israel kämpfen Überlebende und ihre Familien noch immer mit den traumatischen Folgen. „Das Leben wird für uns nie wieder dasselbe sein“, sagt Efrat Machikawa der Deutschen Presse-Agentur. Ihre Tante und ihr Onkel wurden damals in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer schliefen sie und ihre Angehörigen schlecht. „Wir haben noch nicht wieder ins Leben zurückgefunden.“In der Geiselhaft hätten ihre Verwandten unter schlechten hygienischen Bedingungen und Nahrungsknappheit gelitten, sagt Machikawa. Ihr Onkel, der Deutsch-Israeli Gadi Moses, habe viel Zeit damit verbracht, in seinem Zimmer auf und ab zu gehen. Der heute 83-Jährige wurde am 7. Oktober 2023 aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt und 482 Tage lang von Mitgliedern der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) alleine festgehalten. Besonders grausam seien für ihn die Lügen seiner Entführer über seine Familie gewesen, berichtet seine Nichte.
Medien: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach NahostDas Pentagon schickt Medienberichten zufolge eine dritte Flugzeugträgerkampfgruppe sowie weitere Kriegsschiffe in den Nahen Osten. Das berichten das „Wall Street Journal“ und das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf US-Beamte. Demnach wird erwartet, dass neu entsandte Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge, Marineinfanteristen und Matrosen dort bis Ende November eintreffen. Laut dem „Wall Street Journal“ stocken die USA ihre Truppenpräsenz in der Region um 9.000 bis 10.000 Soldaten auf. Die Berichte schüren Spekulationen, dass die USA nach den wichtigen Parlamentswahlen Anfang November neue Angriffe auf Iran starten könnten. Auf eine entsprechende Frage in einem Interview mit dem „Time“-Magazin, sagte US-Präsident Donald Trump zuletzt schlicht: „Möglich“.
USA streichen wegen des Iran-Kriegs Menschenrechtsauflagen für Militärhilfe an ÄgyptenDie USA haben nach Regierungsangaben wegen des Krieges gegen Iran die Menschenrechtsauflagen für Militärhilfen an Ägypten in Höhe von mehr als 300 Millionen Dollar aufgehoben. US-Außenminister Marco Rubio habe die entsprechenden Anforderungen für 320 Millionen Dollar im Haushaltsjahr 2025 ausgesetzt, hieß es in einem Schreiben an Kongressausschüsse, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Das Außenministerium in Washington teilte am Donnerstag (Ortszeit) mit, dass es den Schritt bestätige. Eine Stellungnahme des ägyptischen Außenministeriums lag zunächst nicht vor.Zur Begründung hieß es in einem begleitenden Memorandum, die Ausnahme sei für die nationalen Sicherheitsinteressen der USA unerlässlich. Dies gelte insbesondere angesichts der „hilfreichen Rolle“ Ägyptens nach dem Beginn des gemeinsamen Militäreinsatzes der USA und Israels gegen den Iran. Worin genau diese Rolle bestand, wurde nicht erläutert. Ein Ministeriumssprecher erklärte, die Entscheidung trage der Bedeutung der Sicherheitskooperation in einer Zeit großer regionaler Herausforderungen Rechnung.
Berichte: Explosionen in Jemens Hauptstadt SanaaIn Jemen ist es erneut zu Kampfhandlungen gekommen. Nach Angaben von Augenzeugen waren in der Hauptstadt Sanaa mehrere schwere Explosionen zu hören. In der Folge seien Rauchsäulen in der Nähe des Präsidentenpalasts zu sehen gewesen, hieß es weiter.Der Huthi-nahe Sender Al-Masirah berichtete von Angriffen Saudi-Arabiens auf Sanaa sowie auf die Provinzen Saada, Tais und Amran. Details zu den Zielen der Angriffe oder zu möglichen Schäden nannte der Sender nicht.
Großeinsatz an Militärstützpunkt: Behörden nehmen britisch-iranischen Doppelstaatler festIm Zusammenhang mit den verdächtigen Aktivitäten an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands haben die Behörden einen britisch-iranischen Doppelstaatler festgenommen. Die britische Anti-Terror-Polizei teilte am Donnerstag mit, dass ein „25-jähriger Mann mit britisch-iranischer Doppelstaatsbürgerschaft“ in Westminster im Zentrum Londons „wegen des Verdachts der Vorbereitung terroristischer Handlungen“ festgenommen worden sei. Es ist die sechste Festnahme im Zuge der Ermittlungen zu dem Vorfall.Die britische Polizei war in der Nacht zum Sonntag zu dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford gerufen worden, der auch von der US-Armee für den Krieg gegen Iran genutzt wird. Die Polizei entdeckte an dem Stützpunkt drei weiße Lieferwagen und nahm fünf Verdächtige vorübergehend fest. Die fünf Briten im Alter zwischen 23 und 25 Jahren waren am Montag gegen Kaution wieder freigelassen worden.