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03.03.2026
22:57 Uhr
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Armeesprecher: Gezielte Attacke am Stadtrand von Teheran +++ Trump widerspricht Rubio bei Kriegsgrund +++ US-Präsident stellt Öltankern Geleitschutz in Straße von Hormus in Aussicht +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Drohnenangriff löst Feuer nahe US-Konsulat in Dubai ausEin Drohnenangriff hat ein Feuer in der Nähe des US-Konsulats in Dubai ausgelöst. Der Brand konnte nach Angaben der örtlichen Behörden unter Kontrolle gebracht werden. Es habe keine Verletzten gegeben. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte den Angriff, der einen Parkplatz neben dem Gebäude getroffen habe. Das Personal sei wohlauf. Der Angriff erfolgte inmitten iranischer Vergeltungsangriffe auf die US-israelischen Attacken auf die Islamische Republik.Anwohner sprachen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer lauten Explosion. Ein Anwohner sagte, den Brand gesehen zu haben. Einer AFP-Journalistin vor Ort zufolge wurde ein Sicherheitsbereich in der Umgebung von der Polizei eingerichtet. Zuvor waren Militärflugzeuge über Dubai zu hören.
Syrien verstärkt Grenze zum Libanon mit Raketeneinheiten und SoldatenSyrien hat seine Grenze zum Libanon mit Raketeneinheiten und Tausenden Soldaten verstärkt. Das syrische Verteidigungsministerium teilte mit, die Armee habe ihre Präsenz entlang der Grenzen zum Libanon und zum Irak ausgebaut. Dies geschehe im Rahmen von Bemühungen zum Schutz und zur Kontrolle der Grenzen angesichts des eskalierenden regionalen Konflikts. Acht syrische und libanesische Sicherheitskreise bestätigten der Nachrichtenagentur Reuters, dass zu den Verstärkungen auch Raketenwerfer gehören.Die Verstärkungsoperation habe bereits im Februar begonnen, sei aber in den vergangenen Tagen beschleunigt worden, sagten fünf syrische Offiziere. Nach ihren Angaben umfassen die Verstärkungen Infanterieeinheiten, gepanzerte Fahrzeuge sowie Grad- und Katjuscha-Kurzstreckenraketenwerfer. Formationen mehrerer syrischer Armeedivisionen hätten ihre Präsenz entlang der Grenze im westlichen Homs und südlich von Tartus ausgeweitet. Ein syrischer Offizier erklärte, die Maßnahme ziele darauf ab, Waffen- und Drogenschmuggel zu verhindern sowie die von Iran unterstützte libanesische Hizbullah oder andere Kämpfer an der Infiltration Syriens zu hindern.
Iranische Rakete trifft großen US-Stützpunkt in QatarEine aus Iran abgefeuerte ballistische Rakete hat den auch vom US-Militär genutzten Stützpunkt Al-Udeid in Qatar getroffen. Dabei sei niemand verletzt worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X. Die Behörde machte keine Angaben zum genauen Einschlagsort der Rakete oder möglichen Schäden. Eine zweite ballistische Rakete sei von der Luftabwehr abgefangen worden. Al-Udeid am Rande der katarischen Hauptstadt Doha ist der größte Stützpunkt des US-Militärs im Nahen Osten. Iran hatte den Stützpunkt, der auch von qatarischen und britischen Streitkräften genutzt wird, bereits im vergangenen Jahr als Vergeltungsschlag für das US-Bombardement iranischer Atomanlagen angegriffen. Die iranischen Streitkräfte erklärten auch am Samstag nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe, sie hätten Raketen auf Al-Udeid abgefeuert. Der Stützpunkt in Qatar ist auch die Kommandozentrale des US-Militärs in der Region. Das Hauptquartier des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom) wiederum liegt in Tampa im US-Bundesstaat Florida.
Kanadas Premier Carney ruft zu rascher Deeskalation aufDer kanadische Premierminister Mark Carney hat zu einer Entschärfung des Krieges der USA und Israels gegen den Iran aufgerufen. „Kanada fordert eine rasche Deeskalation der Kampfhandlungen und ist bereit, bei dem Erreichen dieses Ziels zu helfen“, sagte Carney während seines Besuchs in der australischen Metropole Sydney. Der Iran-Krieg sei „ein weiteres Beispiel für das Versagen der internationalen Ordnung“.Carney bekräftigte, dass „das Völkerrecht für alle Kriegsteilnehmer bindend ist“. Zwar drückte er sein „Bedauern“ darüber aus, dass internationale Bemühungen nicht zu einer Entwaffnung des Iran geführt hätten. Zugleich sagte er, dass „die USA und Israel gehandelt haben, ohne die Vereinten Nationen einzubeziehen oder sich mit ihren Verbündeten, einschließlich Kanada, abzustimmen“.
US-Regierung entsendet Charterflüge zur Evakuierung von US-BürgernDie US-Regierung hat die Bereitstellung von Charterflügen zur Evakuierung von US-Bürgern aus dem vom Iran-Krieg erschütterten Nahen Osten bekanntgegeben. US-Vertreter hätten bei der Organisation von Flügen aus Jordanien, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten geholfen und „werden weiterhin zusätzliche Kapazitäten sichern, sofern die Sicherheitslage dies zulässt“, teilte das US-Außenministerium mit.Seit dem Beginn des Krieges am Samstag seien bereits mehr als 9000 US-Bürger sicher aus dem Nahen Osten ausgereist, davon mehr als 300 aus Israel, teilte das US-Außenministerium mit. Am Montag hatte Washington seine Bürger in der Region zur Ausreise auf kommerziellem Wege aufgerufen. Die Flughäfen in einem Großteil der Länder des Nahen Osten sind jedoch geschlossen oder strengen Beschränkungen unterworfen.Die israelische Regierung teilte mit, in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag seinen Luftraum schrittweise wieder öffnen zu wollen. Dies geschehe „selbstverständlich vorbehaltlich der Sicherheitslage“, sagte die israelische Verkehrsministerin Miri Regev bei einer Pressekonferenz am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv. Die zunächst genehmigten Flüge dienten der Rückführung von Israelis, teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums der Nachrichtenagentur AFP mit. Vorerst werde es keine Abflüge geben.
Hizbullah greift israelischen Marinestützpunkt in Haifa mit Raketen anDie pro-iranische Hizbullah-Miliz hat eigenen Angaben zufolge den israelischen Marinestützpunkt in Haifa im Norden Israels mit Raketen angegriffen. Die Miliz teilte mit, sie habe den Stützpunkt als Reaktion auf israelische Angriffe auf libanesische Dörfer und südliche Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut mit einer „Salve hochwertiger Raketen“ attackiert. Die israelische Armee erklärte kurz darauf, mehrere anfliegende Geschosse seien entdeckt und die meisten davon abgeschossen worden. Später berichtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP in Beirut von einer lauten Explosion.
Qatarische Behörden zerschlagen zwei iranische SpionagezellenDie Behörden in Qatar haben nach Angaben der qatarischen staatlichen Nachrichtenagentur zwei mit den iranischen Revolutionsgarden in Verbindung stehende Spionagezellen zerschlagen. Zehn Verdächtige seien festgenommen worden, berichtete die Agentur. „Sieben von ihnen hatten den Auftrag, zu spionieren und Informationen über wichtige militärische Infrastrukturen des Landes zu sammeln, drei sollten Sabotageakte begehen“, hieß es in dem Bericht weiter.Die Verdächtigen hätten während der Ermittlungen ihre Verbindungen zu den Revolutionsgarde zugegeben, berichtete die qatarische Nachrichtenagentur. Sie seien angewiesen worden, „Spionage- und Sabotageakte“ zu begehen.
USA melden Zerstörung von 17 iranischen SchiffenDas US-Militär hat nach eigenen Angaben 17 iranische Schiffe zerstört, darunter ein U-Boot. Zudem seien fast 2000 Ziele in Iran angegriffen worden, erklärte das US-Zentralkommando. „Heute ist kein einziges iranisches Schiff im Arabischen Golf, in der Straße von Hormus oder im Golf von Oman unterwegs“, sagte Zentralkommando-Chef Brad Cooper in einem auf X veröffentlichten Video.
Israelische Armee startet neue AngriffswelleDie israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge eine „breite Welle“ von Angriffen auf Ziele in Iran gestartet. Die Angriffe zielten auf iranische „Abschussanlagen, Luftabwehrsysteme und weitere Infrastruktur“ ab, teilte die israelische Armee mit. Zuvor hatte die Regierung in Teheran Israel nach israelischen Angaben mit einer massiven Angriffswelle überzogen.In weiten Teilen Israels waren in der Nacht zum Mittwoch Luftschutzsirenen zu hören, während die israelische Armee versuchte, die iranischen Geschosse abzufangen. Es gab keine unmittelbaren Berichte über nennenswerte Treffer. Die israelische Polizei erklärte, im Raum Tel Aviv sei eine Frau durch Splitter leicht verletzt worden.
Trump stellt Öltankern Geleitschutz in AussichtIm Iran-Krieg will US-Präsident Donald festsitzenden Öltankern notfalls Geleitschutz geben. „Falls nötig, wird die US-Marine so schnell wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman ist derzeit effektiv gesperrt. Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran die Sperrung der Straße von Hormus verkündet. Sie gilt als Nadelöhr für den globalen Container- und Tankerverkehr. Am Montag drohte ein General der Revolutionsgarden mit Angriffen auf Schiffe, die die Meerenge passieren wollten. Dort waren bereits mehrere Schiffe von Geschossen getroffen worden.Trump stellte Reedereien zudem vergünstigte Risikoversicherungen und Garantien der USA in Aussicht. Damit wollten die Vereinigten Staaten für „die finanzielle Sicherheit des gesamten Seeverkehrs“ sorgen, erklärte der Präsident.
Trump will Handel mit Spanien einstellen Der amerikanische Präsident Donald Trump will aus Verärgerung über die spanische Kritik am Angriff auf Iran den gesamten Handel mit dem südeuropäischen Land einstellen. Im Weißen Haus bezeichnete er im Beisein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Spanien als einen „schrecklichen“ Verbündeten. Er habe deshalb Finanzminister Scott Bessent angewiesen, alle Handelsbeziehungen zu dem Land abzubrechen. Trump erinnerte daran, dass Spanien der einzige NATO-Mitgliedstaat, der sich nicht zum Fünfprozentziel der NATO verpflichtet habe. Nicht einmal die zugesagten zwei Prozent bringe Spanien auf. „Wir wollen nichts mehr mit Spanien zu tun haben\", sagte Trump.
Was bedeutet der Irankrieg für die Hizbullah in Libanon? Unsere Korrespondenten Christoph Ehrhardt und Christian Meier analysieren die Lage für die irantreue libanesische Miliz.
Wie ist die Stimmung in Iran, wie gehen die Menschen mit dem Krieg um? Unsere Korrespondentin Friederike Böge hat mit Iranern gesprochen, die zwischen Angst und Hoffnung schwanken.