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19.09.2026
19:13 Uhr
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Teheran fordert Einstellung der Kämpfe und Aufhebung der Seeblockade +++ Saudi-Arabien ruft Luftalarm aus – Explosionen in Riad +++ Mann in Iran wegen Vorwurfs der Spionage für Israel hingerichtet +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Huthi-Rebellen melden Angriffe auf Aramco-Anlage und Riad Die jemenitischen Huthi-Rebellen haben nach eigenen Angaben eine Anlage des Ölkonzerns Saudi Aramco in der saudiarabischen Stadt Janbu angegriffen. Zudem haben sie demnach mit ballistischen Raketen und Drohnen als empfindlich bezeichnete Ziele in der Hauptstadt Riad beschossen. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien liegt zunächst nicht vor.
Mann in Iran wegen Vorwurfs der Spionage für Israel hingerichtetIn Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Hossein Pedaran habe Informationen über iranische Raketenstellungen in der Provinz Isfahan an den israelischen Geheimdienst Mossad weitergegeben, teilte das Justizportal Misan mit, ohne Details zur Festnahme des Mannes und zum Prozess gegen ihn zu nennen. Menschenrechtsorganisationen zufolge ist Iran nach China das Land, in dem die meisten Todesurteile vollstreckt werden. Nach Angaben der Organisation Iran Human Rights (IHR) mit Sitz in Norwegen und der französischen Organisation Gemeinsam gegen die Todesstrafe (ECPM) wurden in Iran 2025 mindestens 1639 Menschen hingerichtet – so viele wie seit 1989 nicht mehr.
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-AngriffeDer UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums erklärten ihre Solidarität mit dem Königreich, welches das Recht auf Selbstverteidigung habe, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die von Iran unterstützten Rebellen forderten sie auf, die militärische Eskalation unverzüglich einzustellen.Der Sicherheitsrat verurteilte zudem die Angriffe auf die Handelsschifffahrt im Roten Meer und in der Meerenge und forderte „praktische Zusammenarbeit“, auch mit der jemenitischen Regierung, um den Zugang der Huthis zu Waffen und anderem militärischem Inventar zu unterbinden. Die Staaten verurteilten auch die militärische Eskalation im Jemen selbst „auf das Schärfste“ angesichts von Berichten über Tote, Verletzte und mehr als 125.000 Vertriebene.
Saudi-Arabien ruft Luftalarm aus – Explosionen in RiadInmitten des Konflikts mit den Huthi-Rebellen im Jemen hat Saudi-Arabien für die Hauptstadt Riad Luftalarm ausgerufen. „Das Gebiet ist einer feindlichen Luftbedrohung ausgesetzt“, hieß es in einer Nachricht, die Bewohner Riads erhielten. In der saudi-arabischen Hauptstadt waren daraufhin zwei Explosionen zu hören.Später am Tag berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP von schwarzem Rauch und Flammen in der Nähe des internationalen Flughafens von Riad. „In Richtung des Flughafens haben wir schwarzen Rauch und Feuer gesehen“, erklärten demnach zwei Bewohner Riads. Andere Anwohner berichteten zudem von Explosionen. Ein AFP-Journalist beobachtete, wie Feuerwehrleute in der Nähe des Flughafens versuchten, einen brennenden Tank mit dem Logo des sudiarabischen Ölriesen Aramco zu löschen. Die Website \"Flightradar24\" meldete größere Schwierigkeiten am Flughafen. Es gebe Flugstreichungen und Verspätungen.Die Huthi hatten im Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither Ziele in dem Königreich und Schiffe im Roten Meer angegriffen. Nach einer Blitzoffensive übernahm die Miliz vergangene Woche die Kontrolle über große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab.
Ex-US-Sicherheitsberater wirft Trump in Iran massive Versäumnisse vorDer frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, wirft US-Präsident Donald Trump im Krieg gegen Iran massive Versäumnisse vor. „Trump entscheidet, ohne die Folgen zu bedenken, ohne mögliche Szenarien durchzuspielen. Das hat ihn in eine Lage gebracht, aus der er heute keinen Ausweg weiß“, sagte Bolton mit Blick auf den Krieg im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks. „Die entscheidende Frage ist, welches Ziel man mit militärischer Gewalt verfolgt.“Bolton warf Trump zudem mangelhafte Informationspolitik vor. Der Republikaner habe weder die US-Bevölkerung noch den Kongress von der Notwendigkeit eines Militäreinsatzes in Iran überzeugt. Er habe weder die NATO noch die Golfstaaten informiert, auch nicht Japan oder Südkorea. Und vor allem habe er nicht mit dem Widerstand in Iran zusammengearbeitet. „Der ist sehr verbreitet, wenn auch schlecht organisiert“, sagte Bolton. Trump hätte die Opposition fragen können, ob sie Geld, Kommunikationsmittel oder Waffen benötigte. „Menschen im Land könnten das Regime weiter destabilisieren, bis es sich nicht mehr halten kann.“