|
03.03.2026
11:18 Uhr
|
Es sei kein Austritt radioaktiver Strahlungen +++ Erstes Flugzeug aus Dubai wird am frühen Nachmittag in Frankfurt erwartet +++ Israel ermächtigt Bodentruppen zum Vorrücken in Libanon +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Trump: \"Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!‘“Der amerikanische Präsident Donald Trump hebt auf seiner Plattform Truth Social hervor, welche Schäden man Iran schon zugefügt habe: „Ihre Luftabwehr, ihre Luftwaffe, ihre Marine und ihre Führung sind vernichtet. Sie wollen reden. Ich habe gesagt: ‚Zu spät!‘“. Dazu postet er einen Beitrag der Washington Post, der von der „Geburt einer Trump Doktrin“ spricht. Wie Ronald Reagan sei es Trump gelungen, „die Welt ohne den Einsatz von Bodentruppen zu veränden“.
Auswärtiges Amt bestellt iranischen Botschafter in Berlin einDas Auswärtige Amt hat angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter einbestellt. „Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen“, teilte das Außenministerium in Berlin auf der Plattform X mit. „Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele“, kritisierte das Auswärtige Amt weiter. „Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.“ Die förmliche Einbestellung eines Botschafters gilt als scharfes diplomatisches Mittel, mit dem die Regierung des Gastlandes eine deutliche Verstimmung signalisiert.Botschafter Madschid Nili habe im Auswärtigen Amt erklärt, dass die israelisch-amerikanischen Angriffe gegen das Völkerrecht verstießen, teilte die iranische Vertretung in Berlin mit. Er verwies auf Artikel 51 der UN-Charta, der das Recht zur Selbstverteidigung festlegt. „Die Maßnahmen Irans erfolgen im Rahmen dieses legitimen Selbstverteidigungsrechts“, zitierte ihn die Botschaft.
Hizbullah droht Israel mit offenem KriegDie Hizbullah im Libanon hat Israel mit einem abermaligen offenen Krieg gedroht. Die „Ära der Geduld ist vorbei“, sagte der hochrangige Hizbullah-Funktionär Mahmud Komati in einer Mitteilung der Organisation. Lange Zeit habe sich die Hizbullah zurückgehalten. Doch der Staat sei nicht in der Lage, das Land vor den anhaltenden israelischen Angriffen zu schützen. „Wir können die Tötung unserer Bürger und die Zerstörung unserer Häuser nicht länger dulden“, sagte Komati. Wenn Israel eine Konfrontation suche, „dann soll es ein offener Krieg sein“.
Mehr als 8000 Reisende sitzen in Qatar im Transit festIn Qatar sitzen nach Angaben des Außenministeriums mehr als 8000 Reisende im Transit fest. Diese würden bis zum Ende der Krise in Hotels untergebracht, sagt ein Sprecher des Ministeriums in Doha. Zudem seien Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen versorgt worden. Das gesamte qatarische Territorium war seinen Angaben nach Ziel der Angriffe, nicht nur militärische Einrichtungen. Am Montag seien iranische Jets in den qatarischen Luftraum eingedrungen und abgeschossen worden. Die Besatzungen würden gesucht.
Vereinte Nationen: Mindestens 30.000 Menschen in Libanon geflohen In Libanon mussten nach UN-Angaben infolge der Ausweitung des Irankriegs mindestens 30.000 Menschen fliehen. Die Zahl beruhe auf Schätzungen von Menschen, die in Sammelunterkünften untergebracht und gemeldet worden seien, erklärte ein Sprecher des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) am Dienstag in Genf. Zahlreiche weitere Personen hätten in Fahrzeugen oder am Rand der Straße geschlafen. Aus Teilen Südlibanons, der Bekaa-Ebene in Ostlibanon und den südlichen Vororten von Beirut seien „bedeutende Bevölkerungsbewegungen“ gemeldet worden, erklärte der Sprecher weiter. Die israelische Armee habe vor ihren Luftangriffen die Bewohner von insgesamt 53 Ortschaften in Libanon zur Evakuierung aufgefordert.
Dax sackt abDer Dax ist wegen der Angriffe im Nahen Osten deutlich abgesackt. Der deutsche Leitindex Dax büßte gegen Mittag 3,5 Prozent ein und fand sich mit 23.772 Punkten auf dem tiefsten Niveau seit drei Monaten wieder. Seit Wochenbeginn beläuft sich der Rückschlag nun auf gut 1500 Punkte oder 6 Prozent.
Vereinte Nationen: Angriff auf Schule in Iran könnte Kriegsverbrechen sein Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule in Iran mit fast 200 Todesopfern eine umfassende Untersuchung gefordert. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. „Die Verantwortung für die Untersuchung des Angriffs liegt bei den Streitkräften, die ihn durchgeführt haben“, teilte der Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, in Genf mit. „Wir fordern sie auf, die Ergebnisse zu veröffentlichen und dafür zu sorgen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden und die Opfer Entschädigung erhalten.“Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren iranischen Staatsmedien zufolge am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs sagten daraufhin, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Der amerikanische Außenminister Marco Rubio erklärte, die US-Truppen würden „nicht absichtlich eine Schule ins Visier nehmen“. Beide Länder wollen den Vorfall prüfen.
Spanien verbietet USA Stützpunktnutzung, Polen will Rüstung hochfahren Polen unterstützt die USA derzeit nicht militärisch bei den Angriffen gegen Iran. „Es gab keine solche Bitte, keinen entsprechenden Antrag. Polen nimmt an dieser Operation nicht teil“, sagte Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz bei einem Besuch in Washington. Trotzdem müsse die polnische, europäische und amerikanische Rüstungsindustrie angesichts des Krieges im Nahen Osten „in den sechsten Gang hochschalten“ und in voller Bereitschaft stehen. Spanien verbietet derweil den USA die Nutzung der Militärbasen Rota und Morón in Andalusien. Man stelle die Stützpunkte für die aktuellen Schläge gegen Iran „auf keinen Fall“ zur Verfügung und werde das auch in Zukunft nicht tun, sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles. „Derzeit führen die Streitkräfte Israels und der USA Operationen durch, die einseitig erfolgen und nicht durch eine internationale Resolution gedeckt sind.“ Sowohl aus den USA und Israel als auch innerhalb Spaniens gibt es aber auch Kritik an der Entscheidung der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez. Wegen der Absage aus Madrid verlegten die USA nach Angaben der spanischen Regierung zahlreiche in Spanien stationierte Tankflugzeuge bereits in andere Länder, darunter auf die amerikanische Luftwaffenbasis Ramstein westlich von Kaiserslautern.
Zerstörung in großen Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran„Dies ist ein systematischer Angriff nicht nur auf das Militär, sondern auch auf Zivilisten“, sagte der Journalist Mohammad Khatibi über die Situation in Iran am Dienstag der BBC. „Jeder Teil“ der Hauptstadt sei seit Ausbruch des Konflikts am Samstag von amerikanischen und israelischen Angriffen getroffen worden, darunter auch der Große Basar, der laut Khatibi „in Schutt und Asche gelegt“ wurde.
Israel: Präsidialamt und Sicherheitsrat in Teheran bombardiertDas israelische Militär hat nach eigenen Angaben neue Angriffe auf die iranische Führung geflogen. Im Zentrum der Angriffe standen demnach das Präsidialamt und der Oberste Nationale Sicherheitsrat, auf die die Armee „zahlreiche Bomben“ abgeworfen haben will. Zudem seien auch eine militärische Ausbildungseinrichtung und „weitere wichtige Infrastruktureinrichtungen des Regimes” getroffen worden.
Iran warnt europäische Staaten vor Kriegseintritt Teheran hat europäische Länder davor gewarnt, in den US-israelischen Krieg gegen Iran einzutreten. Jede derartige Handlung gegen Iran würde als „Komplizenschaft mit den Aggressoren“ und als „Kriegshandlung“ angesehen werden, sagte der iranische Außenamtssprecher Esmail Bakaei am Dienstag. Damit reagiert Teheran offenbar auf eine vorherige Erklärung europäischer Staaten. Die sogenannten E-3-Staaten Frankreich, Deutschland und Großbritannien hatten am Sonntagabend bei Bedarf „Defensivmaßnahmen“ gegen Iran angekündigt. Der deutsche Außenminister Johann Wadephul stellte am Montag aber klar, dass sich Deutschland in keiner Weise an einer Auseinandersetzung beteiligen werde. „Wir stellen auch keine militärischen Fazilitäten dafür zur Verfügung.“ Es müsse weiterhin angestrebt werden, den Konflikt mit Iran auf dem Verhandlungsweg beizulegen.
Trump verärgert über StarmerDer amerikanische Präsident Donald Trump hat sich verärgert über Großbritannien gezeigt, obwohl britische Streitkräfte als einzige militärische Einheiten europäischer Nationen bei den Angriffen auf Iran begrenzten Beistand leisten. Zuvor hatte sich der britische Premierminister Keir Starmer im Unterhaus von der Angriffsaktion der USA und Israels mit den Worten distanziert, er „glaube nicht an Regimewechsel aus der Luft“. Trump sagte in Interviews mit mehreren britischen Zeitungen, Starmer sei „nicht sehr hilfreich gewesen“; er sei „von Starmer enttäuscht“. Diese Äußerungen bezogen sich größtenteils auf die anfängliche britische Weigerung, den Amerikanern für ihren ersten Schlag gegen Iran die Nutzung von Militärstützpunkten in britischer Hoheit zu erlauben. Inzwischen hat die britische Regierung eine entsprechende Erlaubnis für einen Fliegerhorst in Großbritannien und für den Stützpunkt Diego Garcia auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean erteilt, sie aber begrenzt auf militärische Aktivitäten, die der direkten Vergeltung iranischer Angriffe dienen und daher ausschließlich iranischen militärischen Zielen gelten dürfen.
Fast 800 Tote in IranIn Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die staatliche iranische Organisation berichtet von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit bei Such- und Bergungsaktionen im Einsatz.