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03.03.2026
10:04 Uhr
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Maschine wird am frühen Nachmittag erwartet +++ Israel ermächtigt Bodentruppen zum Vorrücken in Libanon +++ US-Botschaft in Riad angegriffen – Trump kündigt Vergeltung an +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Schäden an Urananreicherungsanlage in IranDie Internationale Atomenergiebehörde IAEA meldet Schäden an Gebäuden, die mit der unterirdischen Urananreicherungsanlage der Stadt Natans in Iran verbunden sind. Es sei kein Austritt radioaktiver Strahlungen zu erwarten, teilt die Behörde mit. Auch an der Atomanlage selbst seien keine Auswirkungen festgestellt worden.
Trump verärgert über StarmerDer amerikanische Präsident Donald Trump hat sich verärgert über Großbritannien gezeigt, obwohl britische Streitkräfte als einzige militärische Einheiten europäischer Nationen bei den Angriffen auf Iran begrenzten Beistand leisten. Zuvor hatte sich der britische Premierminister Keir Starmer im Unterhaus von der Angriffsaktion der USA und Israels mit den Worten distanziert, er „glaube nicht an Regimewechsel aus der Luft“. Trump sagte in Interviews mit mehreren britischen Zeitungen, Starmer sei „nicht sehr hilfreich gewesen“; er sei „von Starmer enttäuscht“. Diese Äußerungen bezogen sich größtenteils auf die anfängliche britische Weigerung, den Amerikanern für ihren ersten Schlag gegen Iran die Nutzung von Militärstützpunkten in britischer Hoheit zu erlauben. Inzwischen hat die britische Regierung eine entsprechende Erlaubnis für einen Fliegerhorst in Großbritannien und für den Stützpunkt Diego Garcia auf den Chagos-Inseln im Indischen Ozean erteilt, sie aber begrenzt auf militärische Aktivitäten, die der direkten Vergeltung iranischer Angriffe dienen und daher ausschließlich iranischen militärischen Zielen gelten dürfen.
Fast 800 Tote in IranIn Iran sind bei den israelisch-amerikanischen Angriffen nach Angaben des Roten Halbmonds mindestens 787 Menschen ums Leben gekommen. Die staatliche iranische Organisation berichtet von Attacken in 153 Städten. Mehr als 3600 Mitarbeiter der Rettungsdienste seien landesweit bei Such- und Bergungsaktionen im Einsatz.
Frankreich will gefährdete Staatsbürger ausfliegen Frankreich steht nach Angaben von Außenminister Jean-Noel Barrot bereit, die am meisten gefährdeten Franzosen in der Region auszufliegen. Insgesamt rund 400.000 französische Staatsangehörige hielten sich in den von dem Krieg betroffenen Gebieten auf. Frankreichs Priorität seien die Sicherheit der eigenen Bürger und die Deeskalation des Konflikts.
Weltweite Börsentalfahrt geht weiter Auf Kursverluste an den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten folgen neuerliche Einbußen an Europas Märkten im frühen Handel. Und auch für die Wall Street und die Nasdaq-Börse werden bereits wieder fallende Kurse prognostiziert. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren dabei Konjunktur- und Inflationsängste. Vieles hängt nun von der Dauer des Krieges ab.Der Dax fiel um 1,8 Prozent und lag mit 24.204 Punkten auf dem niedrigsten Niveau seit Mitte Dezember 2025. Der M-Dax der mittelgroßen Börsentitel gab um 1,2 Prozent auf 30.493 Zähler nach, vermied aber ein Abrutschen unter die Marke von 30.000 Punkten. Der Eurozone-Leitindex Euro Stoxx 50 verlor 1,6 Prozent.
Mehr als 100.000 Australier sitzen wegen Irankrieg festAngesichts der Ausweitung des Irankriegs steht Australien nach Angaben von Außenministerin Penny Wong vor einer „beispiellosen“ konsularischen Herausforderung. Schätzungsweise 115.000 Australier halten sich Medienberichten zufolge derzeit im Nahen Osten auf. Viele von ihnen sitzen wegen gesperrter Lufträume fest. Im Senat sagte Wong, die Situation sei ohne Präzedenzfall, weil die üblichen Luftfahrtdrehkreuze in Krisenzeiten nun selbst von der Krise betroffen seien. Die Zahl der in der Region festsitzenden Australier übertreffe jede frühere konsularische Operation des Außenministeriums. Die Regierung arbeite weiter eng mit Fluggesellschaften in der Region zusammen, um Ausreisemöglichkeiten zu schaffen. Zwar seien in der Nacht vereinzelt kommerzielle Flüge gestartet, eine rasche Entspannung der Lage sei jedoch nicht in Sicht.
Israelischer Botschafter: Haben „keine richtige Antwort“ auf einen möglichen Regimesturz in IranIsraels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, sieht keinen ausgereiften Plan für die Zeit nach einem möglichen Sturz der iranischen Führung. „Wir müssen erst darüber nachdenken, dass wir keine richtige Antwort dafür haben“, sagte er in einem Podcast des Portals Politico auf die Frage, wer Iran künftig führen könnte – etwa der Schah-Sohn Reza Pahlavi. „Das Wichtigste ist, dass dieses Regime nicht mehr existiert“, sagte Prosor.Ziel Israels sei es, die Fähigkeiten der Führung in dem Land zurückzudrängen, ein Wandel könne aber „nur von innen da sein“. Die Bevölkerung in dem Land habe „wirklich genug und will Freiheit haben“.
Bericht: Israelische Bodentruppen in Iran im Einsatz Offenbar haben israelische Spezialeinheiten und der Mossad einem Bericht des Senders Al Arabiya zufolge am Montagabend neben Luftangriffen auch eine Bodenoperation in Iran durchgeführt.
Treibstofftank in Oman von Drohne getroffenIm omanischen Handelshafen Dukm ist ein Treibstofftank von einer Drohne getroffen worden. Es sei ein begrenzter Schaden entstanden, meldet die staatliche omanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Es seien keine Menschen verletzt worden. Bereits am Sonntag war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Nach Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran am Samstag hat Teheran mehrfach US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Im Oman selbst sind keine US-Stützpunkte, Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden.
Explosionen in IranIn Schiras im Südwesten Irans und in Isfahan im Zentrum der Islamischen Republik sind Explosionen zu hören. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr.
Hizbullah will israelische Stützpunkte angegriffen habenNach israelischen Luftangriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut hat die mit Iran verbundene Hizbullah-Miliz eigenen Angaben zufolge drei Militärstützpunkte in Israel angegriffen. „Als Reaktion auf die kriminelle israelische Aggression gegen Dutzende libanesischer Städte und Ortschaften“ seien die Luftwaffenstützpunkte Ramat David und Meron im Norden Israels mit Drohnen angegriffen worden, teilte die Hizbullah am Dienstag mit. Zudem sei die Militärbasis Nafah auf den von Israel besetzten Golanhöhen mit Raketen beschossen worden.
Mützenich fordert Gründe für Irankrieg, Kiesewetter will deutsche Unterstützung Der SPD-Politiker Rolf Mützenich erwartet von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass er bei seinem Besuch im Weißen Haus mit US-Präsident Donald Trump auch über die Ziele der Angriffe auf Iran spricht. Allein präventiv auf die Zukunft hin zu bombardieren, „das geht im Völkerrecht nicht“, sagte Mützenich im Deutschlandfunk. Merz wird heute im Weißen Haus erwartet. Der Bundeskanzler hatte zwar Verständnis für die Angriffe auf Iran geäußert, sich aber nicht klar hinter sie gestellt. Auf Kritik und Belehrungen der beiden wichtigen Verbündeten USA und Israel verzichtete Merz, mahnte aber auch: „Das ist nicht ohne Risiko.“Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter drängt die Bundesregierung zu einer größeren Unterstützung der USA und Israels. Der „Augsburger Allgemeinen“ sagte er: „Wir haben zwar sehr begrenzte Fähigkeiten und Mittel, aber in Absprache mit unseren Partnern können wir als Europa schon mehr leisten, wenn wir den Willen dafür haben.\" Dies könne von der Unterstützung bei Infrastruktur und Logistik, zum Beispiel durch Luftbetankung und medizinische Versorgung, über die konkrete Beteiligung an Luftverteidigung bis hin zu offensiven Maßnahmen zur Bekämpfung militärischer Infrastruktur des iranischen Regimes gehen.
Israelische Armee im Süden Libanons im Einsatz Israel hat in der Nacht zum Dienstag Soldaten im Süden Libanons postiert. Verteidigungsminister Israel Katz teilte am Morgen mit, er und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hätten die Armee ermächtigt, „vorzurücken und die Kontrolle über weitere strategische Positionen in Libanon zu übernehmen, um Angriffe auf israelische grenznahe Orte zu verhindern“. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte gegenüber Journalisten, dass israelische Truppen im Süden Libanons damit auch jenseits der fünf Militärposten aktiv seien, welche die Armee seit dem Waffenstillstandsabkommen mit der Hizbullah vom November 2024 nördlich der Grenze unterhält. Es handele sich nicht um eine Bodeninvasion, sagte der Sprecher, sondern um eine „taktische Maßnahme“, die auf grenznahe Gebiete beschränkt sei. Es gebe eine reale Gefahr, dass Hizbullah-Kämpfer wieder „auf den Hügeln oberhalb von israelischen Orten stehen und auf sie feuern“. Gleichzeitig hatte die israelische Armee am Montag die Bewohner von zahlreichen Orten im Süden Libanons aufgefordert, ihre Wohnorte zu verlassen.