Die aktuelle Lage im Nahen Osten in unserer Karte im Überblick:
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05.03.2026 07:51 Uhr |

Die aktuelle Lage im Nahen Osten in unserer Karte im Überblick:
Revolutionsgarden melden Angriff auf amerikanischen TankerDie iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge einen US-Tanker im nördlichen Teil des Golfs getroffen. Das Schiff stehe in Flammen. Die Revolutionsgarden erklären in einer von den staatlichen Medien verbreiteten Mitteilung, dass in Kriegszeiten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter der Kontrolle der Islamischen Republik stehen werde. In der Nacht hatte schon die britische Seefahrtsbehörde UKMTO von einer Explosion an einem Tanker berichtet. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut. Ob es sich dabei um denselben Vorfall handelt, ist noch unklar.
Iran droht USA nach dem Abschuss eines KriegsschiffsEinen Tag nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiffs im Indischen Ozean hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi den USA mit Konsequenzen gedroht. Die iranische Fregatte „Iris Dena“ sei „ohne Vorwarnung in internationalen Gewässern angegriffen“ worden, erklärte Araghtschi am Donnerstag im Onlinedienst X. „Die USA werden diesen Präzedenzfall bitter bereuen.“ Die USA hätten „2000 Meilen vor der iranischen Küste eine Gräueltat auf See begangen“, fügte Araghtschi hinzu. Demnach sei die Fregatte „Gast der indischen Marine“ gewesen.Das iranische Schiff war am Mittwoch vor der Küste Sri Lankas gesunken. Polizeiangaben zufolge wurden bislang über 80 Leichen von Besatzungsmitgliedern geborgen, rund 60 Menschen wurden noch vermisst.
Iran setzt Angriffe auf Israel fortIran hat seine Angriffe auf Israel auch in der Nacht fortgesetzt. Die israelischen Streitkräfte alarmierten wegen iranischer Raketenangriffe in weniger als zwei Stunden drei Mal die Bevölkerung. In Jerusalem waren Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Rettungsdienste erklärten aber, es lägen keine Berichte über Verletzte vor.Auch in der iranischen Hauptstadt Teheran waren Explosionen zu hören, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Iran habe seine Abwehrsysteme aktiviert.
Linkspartei fordert „sichere Fluchtwege“ aus Iran nach DeutschlandDie Linkspartei hat einen Abschiebestopp für Iran sowie „sichere und legale Fluchtwege“ aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland gefordert. „Schutzsuchende müssen deutsche Auslandsvertretungen in den Nachbarstaaten aufsuchen können“, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Clara Bünger, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Dort sollen sie unkompliziert humanitäre Visa für eine sichere Einreise erhalten.“Dafür müsse die Bundesregierung die Aufnahme nach Paragraf 22 des Aufenthaltsgesetzes wieder ermöglichen. Die Koalition von Union und SPD hatte die humanitären Aufnahmeprogramme gestoppt.„Viele Menschen im Iran werden sich und ihre Familien jetzt zu Recht in Sicherheit bringen wollen“, sagte Bünger. „Das Regime der Islamischen Republik unterdrückt die Bevölkerung massiv.“ Zudem gefährde der „völkerrechtswidrige Angriff“ auf das Land noch mehr Menschenleben.
Irans Militär greift kurdische Gruppen im Irak anDie iranischen Streitkräften haben nach eigenen Angaben abermals kurdische Gruppen im benachbarten Irak angegriffen. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldete die staatlichen Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Militärführung in Teheran. Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen „anti-iranischer Separatisten“ zu sehen sein sollen.US-Medien berichteten zuletzt, Präsident Donald Trump erwäge, kurdische Gruppen für einen Aufstand gegen Irans Regierung zu bewaffnen. Das Weiße Haus wies dies zurück. Regierungssprecherin Karoline Leavitt bestätigte allerdings, dass Trump mit kurdischen Anführern in der Region mit Blick auf den US-Stützpunkt im Norden des Iraks gesprochen habe.Die Kurden sind eine ethnische Gruppe mit schätzungsweise 30 Millionen Angehörigen, die vor allem im Irak, im Iran sowie in Syrien und der Türkei leben. Sie kämpfen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat und wurden lange im Irak wie auch im Iran verfolgt und unterdrückt. Die autonome Kurdenregion im Irak entstand nach dem Sturz von Diktator Saddam Hussein im Jahr 2003.
Außenminister der EU und der Golfstaaten beraten über Iran-KriegDie Außenminister der Europäischen Union beraten heute per Videoschaltung mit Kollegen aus den Golfstaaten über den Iran-Krieg. Dabei soll es um die jüngsten Entwicklungen im Iran, aber auch im Nahen Osten allgemein gehen. Einberufen wurde das virtuelle Treffen von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas. An dem Treffen nimmt auch der Generalsekretär des Golf-Kooperationsrats (GCC) teil. Bislang geht es für die europäischen Staaten vor allem darum, ihre in der Region festsitzenden Staatsbürger zu evakuieren. Daneben beobachten sie die Auswirkungen der steigenden Energiepreise. In Brüssel wird zudem verfolgt, ob die Zahl der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten steigt.
Kanadischer Premier Carney schließt militärische Beteiligung an Iran-Krieg nicht ausDer kanadische Premierminister Mark Carney hat eine Beteiligung seines Landes am Iran-Krieg nicht ausgeschlossen. „Man kann eine Beteiligung nie kategorisch ausschließen“, sagte Carney bei einem Besuch in der australischen Hauptstadt Canberra. Die Frage sei aber „hypothetisch“.„Wir werden an der Seite unserer Verbündeten stehen“, sagte Carney bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem australischen Premier Anthony Albanese. Außerdem werde Kanada „immer Kanadier verteidigen“.
Ölpreise ziehen weiter anDie Sorge vor einer längeren Schließung der Straße von Hormus wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran treibt am Donnerstag die Ölpreise an. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuert sich um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl WTI kostet mit 76,60 Dollar 2,6 Prozent mehr. Die wichtige Schifffahrtsroute für den Energietransport ist seit Tagen blockiert.
IOM-Chefin warnt vor Migrationskrise durch Iran-KriegWegen des Iran-Kriegs warnt die Chefin der UN-Organisation für Migration (IOM) Europa vor einer Migrationskrise, die sich binnen Tagen entwickeln könnte. „Schauen Sie sich das Beispiel der Ukraine an, wo innerhalb weniger Tage Millionen von Menschen die Grenze überquert haben“, sagte IOM-Chefin Amy Pope im Interview der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.Bei Konflikten nicht weit entfernt von Europa sei es entscheidend, die Migrationsbewegungen der Menschen genau zu beobachten. „Wir sehen Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben werden. Wir beobachten, ob und wann diese Vertreibung auf andere Länder übergreifen wird“, sagte die US-Amerikanerin. „Was wir in der Vergangenheit bei Angriffen im Iran beobachtet haben, ist, dass sie zunächst die großen Städte verlassen und zu Familienangehörigen gehen.\"Entscheidend sei, ob der Konflikt andauere, sich ausweite und dabei auch zivile Infrastruktur getroffen werde. „Das sind einige der Auslöser, von denen wir erwarten, dass sie zu mehr Migrationsbewegungen führen werden“, sagte sie.
Kanada holt über 2000 Bürger aus Nahost zurückKanada unterstützt wegen des Nahost-Konflikts mehr als 2000 Staatsbürger bei der die Ausreise aus der Region. Außenministerin Anita Anand teilte mit, die Regierung organisiere Plätze auf kommerziellen Flügen, chartere Flugzeuge und biete Bodentransporte in Nachbarländer an. Der kommerzielle Flugverkehr in der Region ist seit Tagen weitgehend lahmgelegt.
Nachbarschaft der US-Botschaft in Qatar evakuiertDie Umgebung der US-Botschaft in Qatar ist evakuiert worden. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden. Zu den Hintergründen der Evakuierung machte die Behörde zunächst keine Angaben.
Explosion an Tanker im Persischen Golf gemeldetVor der Küste von Kuwait im Persischen Golf ist es zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän des rund 55 Kilometer südöstlich von Mubarak al-Kabir vor Anker liegenden Schiffes habe eine große Explosion an der Backbordseite bemerkt, bevor ein kleines Boot davongefahren sei, berichtete die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO). Öl aus dem Ladetank laufe ins Meer aus. Ein Brand sei zunächst nicht gemeldet worden, der Besatzung gehe es gut.Zuletzt wurden im Persischen Golf, der Straße von Hormus und dem Golf von Oman immer wieder Schiffe von Geschossen getroffen. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Beginn der jüngsten Kampfhandlungen am Samstag beinahe zum Erliegen gebracht.
EU-Kommissar rechnet nicht mit Fluchtbewegung aus IranDie Eskalation im Iran-Krieg führt nach Einschätzung der EU-Kommission zu keiner massenhaften Migration aus dem Land Richtung Europa. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner sagte der „Bild“ mit Blick auf Gespräche mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan: „Der hat versichert, dass er die Grenzen zugemacht hat in Richtung Iran. Und dass er auf der anderen Seite auch dazu steht, dass wir eine gute Kooperation haben zwischen der Europäischen Union und der Türkei.\" Beide Seiten seien interessiert, diese Kooperation beizubehalten und sogar noch zu intensivieren, sagte der EU-Kommissar weiter. Bereits am Montag hatte Brunner gesagt, es würden noch keine größeren Bewegungen an den Außengrenzen Irans beobachtet. Man verfolge die Situation und stehe mit den Partnern im Nahen Osten sowie internationalen Organisationen in engem Austausch.