FAZ 23.11.2025
12:44 Uhr

Leo-Look im Fussball: Das Raubtier im Haar


Luxustaschen mit Leopardenflecken, Sportschuhe im Leo-Look und nun auch noch Julian Ryerson mit Flecken im Haar. Was will uns der Dortmunder Profi damit sagen?

Leo-Look im Fussball: Das Raubtier im Haar

Auf dem Feld ließ sich ein Leopard in freier Laufbahn beobachten. Er tigerte auf der linken Seite auf und ab. Schwarz-gelb sein Fell, gepunktet sein Haupt. Er hört auf den Namen Julian Ryerson, zumindest noch. Wer ihn beobachtete, wie er sich da auf dem Rücken wälzte, mit dem Ball spielte, musste zugeben: Da verkörpert jemand den Leo, mit Haupt und Haar. Auf seinen weißblonden Haaren waren braune Tupfer mit schwarzer Umrandung. Die Leoparden sind wieder los, nicht nur auf dem Fußballfeld. Prada bedruckt Taschen mit Leopardenflecken, auch Adidas brachte zuletzt einen Samba-Schuh im Look raus. Wiederkehrende Trends sind nichts Neues. Man denke nur an Stefan Effenberg, der sich nach einer verlorenen Wette von seinem Friseur ein Tigergesicht in die Haare zaubern ließ. Danach bekam er den Spitznamen Tiger verpasst. Ob auch Ryerson auf einen neuen Spitznamen hofft? Wir wissen es nicht. Was wir aber wissen ist, dass er voll im Leoparden-Trend liegt. Und: Er trägt den Leo nicht nur wie Schuh oder Tasche, er lebt ihn auf dem Platz. Vielleicht half auch die schwarz-gelbe BVB-Identität, um den Leoparden in sich zu finden. Damit verfängt er nicht nur bei Fußballfans. Vielleicht lockt er bald auch Tierfreunde oder Modeliebhaber ins Stadion, die dort auf Safari gehen wollen.