FAZ 24.01.2026
10:45 Uhr

(+) Hocke/Kunkel im Interview: „Ich glaube, dass das einige Paare nicht überstanden hätten“


Blutige Hände, eine gebrochene Nase und Dreifach-Würfe: Das Eiskunstlaufpaar Annika Hocke und Robert Kunkel spricht darüber, wie sie lernten, zu vertrauen, und wie ein Unfall ihre Partnerschaft prägt.

(+) Hocke/Kunkel im Interview: „Ich glaube, dass das einige Paare nicht überstanden hätten“

Kunkel: Wir sind vorwärtsgelaufen mit ziemlich viel Tempo. Dann sind wir in die Kurve gelaufen und wollten links rum. Anni ist über den Zacken vorn an den Schlittschuhen gestürzt. Ich habe versucht, sie nach oben zu ziehen, sie war aber schon so weit unten, dass das nicht mehr ging und ich mit gestürzt bin. Dann ist sie in die Bande geknallt und ich hinterher. Die Kufen waren zwischen uns. Und jede Hand von mir hat eine Kufe abgekommen. Auf der rechten Seite hat die Kufe den Handrücken aufgeschnitten und die Hälfte der Mittelfingersehne. Auf der linken Seite hat ein Zacken die Haut ausgelöffelt, bis auf den Knochen, bis aufs Gelenk runter. Weil ich so unter Schock stand, habe ich das anfangs gar nicht mitbekommen. Anni hat es aber direkt gesehen.

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Sportredakteurin.

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