FAZ 15.02.2026
12:28 Uhr

Künstliche Intelligenz: Jetzt übernehmen die Maschinen


Bisher war die Künstliche Intelligenz für den Menschen ein Werkzeug. Jetzt beginnt sie, ihn zu ersetzen. Ausgerechnet ein bisheriger Underdog treibt dabei die Branche vor sich her.

Künstliche Intelligenz: Jetzt übernehmen die Maschinen

Den Softwareentwicklern steckt der Schreck noch in den Knochen. Ihre Branche stürzte tiefer als alle anderen, als Anfang Februar plötzlich die Aktienkurse fielen – ausgelöst von einem neuen KI-Programm. Plötzlich stand ihr gesamtes Geschäftsmodell infrage. Der Kurs von Adobe ging innerhalb einer Woche um 10 Prozent zurück, der des Datenbankunternehmens Oracle um 15 Prozent. Auch in Deutschland geht die Angst um. Viele in der Softwarebranche hätten darauf gehofft, dass sich das Wachstum in der Künstlichen Intelligenz verlangsamt, berichtet der Unternehmensberater Martin Geißler von Argon & Co., der viele Softwareunternehmen von innen kennt. Jetzt werde Realität, was viele befürchtet hatten: „Dass es vielleicht doch so rasant geht, wie wenige glauben wollten.“

Künstliche Intelligenz wird zur Herausforderung für indische Riesen der Softwarebranche. Ministerpräsident Modi hält diesen neu entstehenden Markt offen. Das größte Volk der Welt erprobt, was im Alltag funktioniert.

Der Wiener Peter Steinberger gilt vielen als Programmierlegende. Nicht nur Meta und Anthropic buhlten um den Entwickler aus Österreich. Nun wechselt er zu Open AI. Wer ist der Mann, der Open Claw aus der Taufe hob?

Arbeitnehmer sollen fit im Umgang mit Künstlicher Intelligenz werden. Weiterbildungen fördert daher der Staat. Doch nach F.A.Z.-Recherchen geht es vielen Anbietern nur ums Abkassieren. Manch einer spricht gar von „Coronatestzentren 2.0“.

Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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