FAZ 08.01.2026
08:44 Uhr

Kritik von Hannawald: „Nicht das Gefühl, dass einer brennt“


„Mehr Gas geben“ sei nicht möglich gewesen, kritisiert Sven Hannawald die deutschen Springer nach einer durchwachsenen Vierschanzentournee. Einen Springer lässt er bewusst außen vor.

Kritik von Hannawald: „Nicht das Gefühl, dass einer brennt“

Sven Hannawald hat nach der enttäuschend verlaufenen Vierschanzentournee Kritik an den deutschen Skispringern geäußert. „Mir ist wieder aufgefallen, dass uns Deutschen dieses ‚noch mal mehr Gas geben‘ nicht möglich war“, sagte der Tourneesieger von 2002 im Gespräch mit RTL/ntv und sport.de. Seit dem Sieg des heute 51-Jährigen wartet Deutschland auf einen weiteren Titel beim Prestige-Event. Und besonders der Umgang mit Enttäuschungen stößt bei Hannawald auf Unverständnis. „Ich sehe jetzt wenige Springer, die mal sauer sind oder einfach mal Luft rauslassen, weil es einfach nervt, dass sie es irgendwie nicht hinbekommen“, sagte Hannawald: „Ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass da irgendwo einer brennt, vorwärtszukommen. Und das ist, glaube ich, so ein bisschen der Unterschied zu Österreich.“ Schwache Platzierungen für Wellinger und Geiger Der ehemalige Tourzweite Karl Geiger erreichte bei keinem der Springen den zweiten Durchgang und landete in der Gesamtwertung auf Platz 45. Olympiasieger Andreas Wellinger beendete die Tour auf Platz 36. Bester Deutscher war Felix Hoffmann auf Gesamtrang sechs. Deutschlands Hoffnungsträger Philipp Raimund (25), der bei der Tournee den achten Gesamtrang ersprang, nahm Hannawald von seiner Kritik aus. „Der ist da voll Attacke, dem merkst du den Ehrgeiz an“, sagte er.