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14.12.2025
15:12 Uhr
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Merz begrüßt ukrainischen Präsidenten und amerikanische Verhandler Witkoff und Kushner in Kanzleramt +++ Selenskyj: Verzicht auf NATO-Beitritt ist schon Kompromiss +++ Bundeswehr hilft Polen bei Grenzsicherung +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat ein positives Fazit der ersten Gesprächsrunde mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin gezogen. Es seien „große Fortschritte“ erreicht worden, erklärte Witkoff nach dem Treffen im Kanzleramt am Sonntagabend im Onlinedienst X. Es seien „intensive Diskussionen über den 20-Punkte-Friedensplan, wirtschaftliche Agenden“ und weitere Themen geführt worden. Die Beratungen sollen nach Angaben der USA und der Ukraine am Montag fortgesetzt werden.
Nach Gesprächen mit einer US-Delegation in Berlin hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Kanzleramt verlassen. Dies will ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur am Abend beobachtet haben. Auch aus deutschen Regierungskreisen hieß es, Selenskyj habe nach etwa fünfeinhalb Stunden das Kanzleramt verlassen. Ob die Verhandlungen zwischen US-Amerikanern und Ukrainern andauerten, war zunächst unklar.Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe die Regierungszentrale bereits etwas früher verlassen, hieß es weiter. Offen blieb zunächst weiterhin, ob und in welchem Format die Gespräche am Montag fortgesetzt werden. Es gehe weiterhin um die zentralen Fragen der von Russland geforderten Gebietsabtretungen, der Sicherheitsgarantien für Kiew und um die Frage der Verwendung der in der EU eingefrorenen Vermögenswerte der russischen Zentralbank.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius bezeichnet die Zusammensetzung der Ukraine-Gesprächsrunde mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner als nicht ideal, aber gutes Zeichen. „Es ist zumindest alles andere als eine ideale Aufstellung für eine solche Verhandlung“, sagt Pistorius dem „heute journal“ des ZDF. „Aber wie heißt das so schön? Man kann nur mit den Menschen tanzen, die auf der Tanzfläche sind“, räumt der SPD-Politiker ein. „Ich begrüße es sehr, dass sie heute nach Berlin gekommen sind zu den Gesprächen im Kanzleramt. Das ist gut und notwendig. Es ist erstmal ein gutes Zeichen.“ Pistorius äußert sich allerdings skeptisch, dass der russische Präsident Wladimir Putin auf Friedensvorschläge eingehe, statt den Krieg fortzusetzen: „Wir erleben das ja nicht zum ersten Mal. Deswegen wäre ich nicht überrascht, wenn es so ausginge. Hoffen tue ich auf ein anderes Ergebnis.“
Heute geht es in Berlin vor allem um amerikanisch-ukrainische Gespräche. Morgen sollen dann verschiedene europäische Staats- und Regierungschefs mitreden. Erwartet wird unter anderem der niederländische Ministerpräsident Dick Schoof. Er sagte der „Süddeutschen Zeitung“, es sei „eine ausgezeichnete Initiative, am Montag in Berlin mit vielen beteiligten Ländern und Parteien zusammenzukommen“. NATO und Europa müssten eng eingebunden werden in die Ukraine-Gespräche. Er betonte außerdem: „Keine Entscheidungen über die Ukraine ohne die Ukrainer.“
Bei russischen Gleitbombenangriffen auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind mindestens elf Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten seien zwei Rettungskräfte und ein Polizist, teilte der Gouverneur des Gebiets Iwan Fedorow bei Telegram mit. Von der Verwaltung veröffentlichte Bilder zeigten Schäden an einem Supermarkt in einem Wohngebiet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Beratungen über einen Waffenstillstand im russischen Krieg gegen sein Land in Berlin eingetroffen. Im Kanzleramt wurde er nach Beobachtung eines Reporters der Deutschen Presse-Agentur von Kanzler Friedrich Merz (CDU) bei seiner Ankunft herzlich begrüßt. Zuvor war dort eine US-Delegation mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, angekommen. Die US-Delegation, zu der auch der Sondergesandte Steve Witkoff gehört, hat am Vormittag zunächst Gespräche im Berliner Hotel Adlon geführt. Etwas später schrieb Selenskyj in den Sozialen Medien: „Wir haben unser Treffen begonnen\". Dazu postete er Fotos, die zeigten, wie er den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner begrüßte. An dem Gespräch im Kanzleramt nimmt auch der Oberbefehlshaber der NATO-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich, teil. Bundeskanzler Merz ist offenbar nicht im Raum. Deutschland wird Berichten zufolge von Merz' sicherheitspolitischem Berater Günter Sautter vertreten. Zu den Ukrainern in Uniform und Zivil, die am Vormittag in Berlin ankamen und am Kanzleramt von Sautter begrüßt wurden, zählten nach Angaben von dpa-Reportern der frühere Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Generalstabschef Andrij Hnatow. Umjerow fuhr gemeinsam mit Sautter zu dem Hotel, in dem zuvor die US-Delegation abgestiegen war. Der frühere Minister ist Selenskyjs Chefunterhändler sowie Sekretär des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine.
Wer heute bei den Ukraine-Gesprächen in Berlin mit wem spricht, ist nicht vollständig bekannt. Auch nicht, über was genau. Aber mittlerweile gibt es immer mehr Anzeichen: Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur hat beobachtet, wer von ukrainischer Seite aus im Hotel angekommen ist, wo sich ranghohe amerikanische Verhandler aufhalten. Demnach ist dort aus Kiew unter anderem der frühere Verteidigungsminister Rustem Umjerow eingetroffen. Laut dpa fuhr er zusammen mit Günter Sautter, dem außen- und sicherheitspolitischen Berater von Kanzler Friedrich Merz (CDU), in das Hotel Adlon, wenige Meter entfernt vom Brandenburger Tor. Umjerow ist Selenskyjs Chefunterhändler sowie Sekretär des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine. Geplant war, dass die zwischen Vertretern der USA und der Ukraine geführten Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs zunächst mit europäischer Beteiligung auf Beraterebene fortgesetzt werden – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. In ukrainische Medien ist aber auch von Gesprächen die Rede, die Präsident Wolodymyr Selenskyj in Berlin heute führen will. Nach Angaben der ukrainischen Regierung ist auch er in Deutschland angekommen.
Auf dem Weg nach Berlin hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor Journalisten gesagt, was er von den Gesprächen in Deutschland erwartet. „Es wird keinen Plan geben, der jedem gefällt“, sagte er. Vor allem sei wichtig zu verhindern, dass Russland die Ukraine ein weiteres Mal angreifen kann.Die Ukraine sei schon auf Kompromisskurs, argumentierte Selenskyj laut einem Bericht des „Kyiv Independent“. Denn sein Land sei angesichts ausbleibender Unterstützung der USA und einiger europäische Staaten bereit, auf einen NATO-Beitritt zu verzichten. Sein Ziel seien nun Sicherheitsgarantien, die ähnlich wie der Artikel 5 der NATO funktionierten. Dieser Artikel regelt die Beistandspflichten unter NATO-Mitgliedern. Sein Kern: Ein Angriff auf ein Mitglied wird als Angriff auf alle verstanden und entsprechend beantwortet. Selenskyj bestätigte, dass die Ukraine auch in Berlin nicht direkt mit Russland verhandeln werde. Moskaus Positionen würden von den Amerikanern weitergeleitet, sagte Selenskyj. Außerdem sagte der ukrainische Präsident heute gehe es um Verhandlungen zwischen der Ukraine und den USA. Am Abend werde ein separat Bundeskanzler Merz treffen und „höchstwahrscheinlich“ auch andere europäische Staats- und Regierungschefs.
Russland blickt skeptisch auf die Verhandlungen in Berlin über eine Beendigung des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine. Nach Kremlangaben erwarte man „kaum etwas Gutes“. Die Beiträge der Europäer und der Ukraine zum Friedensplan von US-Präsident Donald Trump werden „wohl kaum konstruktiv sein“, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin dem russischen Staatsfernsehen.
Nach der Ankunft amerikanischer Verhandler hat auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Deutschland erreicht. Das meldet sein Büro. Die Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat der Ukrainer einen Waffenstillstand mit Russland entlang der aktuellen Frontlinien als eine faire Option bezeichnet. Die russische Forderung nach einem Abzug ukrainischer Truppen aus Teilen der östlichen Regionen Donezk und Luhansk sei hingegen unfair, sagte Selenskyj laut Reuters auf Reporterfragen in einem WhatsApp-Chat. Die territoriale Frage sei weiterhin ungelöst und sehr heikel, fügte er demnach hinzu. Russland hat gefordert, dass Kiew seine Truppen aus den Gebieten abzieht, die die Ukraine in den beiden Regionen noch hält.Selenskyj will bei seinem Treffen in Berlin mit dem US-Gesandten Steve Witkoff vor allem seine letzten Vorschläge zum Friedensplan von Präsident Donald Trump erörtern. Er habe bisher keine Reaktion auf seine jüngsten Änderungsvorschläge erhalten, sagte Selenskyj ukrainischen Medien.
In Berlin sind ranghohe Verhandler aus Amerika und der Ukraine zu Gesprächen über ein Ende des russischen Angriffskriegs eingetroffen. Der amerikanische Sondergesandte Steve Wittkof und der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, landeten gegen 10.00 Uhr in der Hauptstadt und fuhren dann über die abgesperrte Stadtautobahn nach Mitte ins Hotel Adlon. Das meldete die „Bild“-Zeitung. In Berlin wurden für die bevorstehenden Ukraine-Gespräche höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen; weiträumige Absperrungen wurden angekündigt.
Die zwischen Vertretern der Vereinigten Staaten und der Ukraine geführten Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskriegs werden an diesem Sonntag in Berlin mit europäischer Beteiligung fortgesetzt. Der Überblick:
Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Florian Hahn, erhofft sich von den Beratungen über eine Waffenruhe in der Ukraine ein deutliches Signal der Einigkeit. „Es darf nur eine Lösung mit der Ukraine geben und nicht über sie“, sagt der CSU-Politiker der „Rheinischen Post“ laut Vorabbericht. „Entscheidend ist jetzt, dass wir mit großer Einigkeit im Kreise der Unterstützer der Ukraine zusammenbleiben, um die Ukraine auf dem Weg zu einem Waffenstillstand und gerechten Frieden bestmöglich zu begleiten.“Dabei sei ein starkes Zeichen, dass bei den Gesprächen in Berlin neben den engsten europäischen Verbündeten Frankreich und Großbritannien auch entscheidende US-Vertreter anwesend seien. „Was aber Putin zu diesen wirklich substanziellen und intensiven Bemühungen, diesen schrecklichen Krieg zu beenden, sagen wird, bleibt abzuwarten. Einen Willen zum Frieden erkenne ich auf russischer Seite leider immer noch nicht“, sagt Hahn mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin.
Das diplomatische Ringen um ein Ende des Ukrainekriegs verlagert sich ab Sonntag nach Berlin: Der US-Sondergesandte Steve Witkoff will sich dort nach Angaben des Weißen Hauses mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Staatenlenkern treffen. Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen führen zunächst die außenpolitischen Berater „unter anderem der USA und der Ukraine“ Gespräche „zu einem möglichen Waffenstillstand in der Ukraine“.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor in Aussicht gestellt, dass am Wochenende die Ansätze für ein Ende des Ukrainekriegs in Berlin „abschließend“ erörtert würden. Am Montag empfängt Merz Selenskyj zu deutsch-ukrainischen Wirtschaftsgesprächen und zu einem Austausch über den Stand der Friedensverhandlungen. Am Montagabend sollen zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs sowie die Spitzen von EU und NATO zu den Gesprächen hinzustoßen.