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26.11.2025
06:55 Uhr
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USA kündigen Treffen des US-Sondergesandten Witkoff mit Putin an +++ „Koalition der Willigen“ fordert volle Einbindung der Ukraine +++ Macron weist Teile von Trumps Ukraine-Plan zurück +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Bloomberg hat nicht nur das Transkript eines Telefonats veröffentlicht, das Steve Witkoff, der Sondergesandte des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, demnach am 14. Oktober mit Jurij Uschakow geführt hat, dem außenpolitischen Berater des russischen Herrschers Wladimir Putin. Sondern auch das Transkript eines kurzen Telefonats zwischen Uschakow und Kirill Dmitrijew, Putins eigenem Emissär für Deals mit den Amerikanern, vom 29. Oktober. Das Gespräch der beiden Russen ist nicht minder erhellend, wenn es um die Genese des sogenannten Friedensplans geht, mit dem Trump den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden möchte. Uschakow versichert Dmitrijew, der kurz vor dem Telefonat in den USA war und dort unter anderen Witkoff traf, „alles geschickt“ zu haben. Doch den Berater treibt etwas um: „Wir brauchen das Maximum“, warum solle man sonst etwas übergeben? Dmitrijew beruhigt: Man lege in „diesem Papier“ die eigene Position nieder „und ich werde es einfach informell übergeben“, wobei er hervorhebe, „dass das alles informell ist. Und sie machen es einfach zu ihrem. Ich glaube zwar, dass sie nicht ganz unsere Version nehmen werden, aber mindestens etwas, das ihr maximal nahekommt.“ Uschakow wirkt noch nicht beruhigt: „Sie“, die Amerikaner also, könnten das Papier „nicht nehmen, aber sagen, dass es mit uns abgestimmt ist. Das ist, was ich fürchte.“ Dmitrijew versichert Uschakow, er werde seinen Gesprächspartnern „Wort für Wort“ übermitteln, was der Berater ihm, Dmitrijew, sagen werde. „Sie können später alles verdrehen“, gibt Uschakow dann zu bedenken. Diese „Gefahr“ gebe es. Doch so sei das eben, „wir werden sehen“. Dmitrijew beruhigt Uschakow abermals: „Sie können ja auch mit Steve über dieses Papier reden“, sagt er mit Blick auf Witkoff. „Das heißt, wir machen alles vorsichtig.“ Es kam dann, wie Uschakow ausweislich des Transkripts geargwöhnt hatte: Die Positionen des Papiers wurden in Gesprächen zwischen Amerikanern, Ukrainern und Europäern aufgeweicht. Wohl daher war Uschakow am Montag der erste, der die veränderte Version als unannehmbar bezeichnete, obwohl über sie nur Medienberichte kursierten und Putins Sprecher es abgelehnt hatte, sie zu kommentieren.
Estlands Verteidigungsminister Hanno Pevkur hat die militärpolitische Entschlossenheit und Unterstützung der Bundesregierung für die von Russland angegriffene Ukraine gelobt. \"Bundeskanzler Merz hat deutlich gemacht, dass er ein starker Unterstützer der Ukraine ist. Aber natürlich zählen nicht nur Worte, sondern auch Taten\", sagte Pevkur der Deutschen Presse-Agentur am Rande einer Konferenz in Litauens Hauptstadt Vilnius. Dass der deutsche Verteidigungshaushalt auf 100 Milliarden Euro steige und die Militärhilfe für die Ukraine im kommenden Jahr rund 12 Milliarden Euro betragen werde, seien „sehr gute Nachrichten“.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat einem Medienbericht zufolge einem Kreml-Berater Ratschläge gegeben, wie der russische Staatschef Wladimir Putin US-Präsident Donald Trump ein Ukraine-Abkommen vorschlagen sollte. Dies geht laut einem Bloomberg-Bericht aus einem Transkript eines Telefonats zwischen Witkoff und dem Kreml-Berater Juri Uschakow vom 14. Oktober hervor.Das Telefonat scheint auf den Ursprung eines von US-Präsident Trump unterstützten 28-Punkte-Plans hinzudeuten, der weithin als für Moskau vorteilhaft eingestuft wurde. Der Plan forderte von der Ukraine bedeutende territoriale Zugeständnisse und die Zusage, nicht der NATO beizutreten.Laut dem Transkript, über das Bloomberg berichtet, sagte Witkoff während des Gesprächs, er glaube, dass Russland – das im Februar 2022 den Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen hatte – „immer einen Friedensdeal gewollt“ habe. Witkoff äußerte demnach zudem „den tiefsten Respekt für Präsident Putin“.Der US-Gesandte riet Uschakow, Putin solle Trump in einem Telefonat für die erzielte Waffenruhe im Gazastreifen loben. Dieses Telefonat sollte vor einem für den 17. Oktober vorgesehenen Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus stattfinden, habe Witkoff empfohlen. Der US-Sondergesandte schlug vor, einen 20-Punkte-Friedensplan für die Ukraine zu erstellen, „so wie wir es für Gaza getan haben“. Er wisse, was nötig sei, um einen Friedensplan abzuschließen, fuhr Witkoff fort: „Donezk und ein Gebietsaustausch irgendwo“, sagte er mit Blick auf die von Russland beanspruchte Region im Osten der Ukraine.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die Hoffnung auf einen schnellen Frieden in der Ukraine gedämpft. „Auf dem Weg zum Frieden sind wir noch längst nicht am Ziel“, sagte Rutte in Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) und der spanischen Zeitung „El Pais“. Der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump bilde die Grundlage für Gespräche zwischen der Ukraine und den USA und enthalte einige starke, aber auch einige schwierige Elemente, die noch mehr Arbeit und Verhandlungen erforderten. Die jüngsten Gespräche in Genf bezeichnete Rutte als „echten Erfolg“. Sie seien jedoch nur die Grundlage für einen substanziellen Dialog.Mit Blick auf ein mögliches Abkommen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mahnte Rutte zur Vorsicht. „Wenn man mit ihm einen Deal macht, muss man sicherstellen, dass es in Putins eigenem Interesse liegt, sich daran zu halten“, sagte der NATO-Generalsekretär. Man könne Putin nicht vertrauen, es sei mehr nötig. Es gehe darum sicherzustellen, „dass Putin nie wieder einen Angriff wagt, weil er genau weiß, dass die Folgen für ihn verheerend wären.“Nach Ruttes Einschätzung verzeichne Russland enorme Verluste, ohne dabei wesentliche Fortschritte zu erzielen. Russland verliere jeden Monat rund 20.000 Soldaten. „Können Sie sich das vorstellen: 20.000 Menschenleben, jeden Monat? Das sind Väter und Söhne, die sterben, ohne nennenswerte Gebietsgewinne zu erzielen“, sagte Rutte dem RND. Insgesamt seien bislang etwa eine Million Russen getötet oder schwer verwundet worden. In diesem Jahr habe Russland nur etwa ein Prozent ukrainisches Territorium eingenommen. Die seit 18 Monaten umkämpfte Stadt Pokrowsk habe Russland noch immer nicht vollständig unter seine Kontrolle bringen können.
Die sogenannte „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine hat nach Angaben der Bundesregierung bei einem virtuellen Treffen die Notwendigkeit der Beteiligung Kiews an den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine unterstrichen. Die mehr als 30 Länder der Koalition betonten, „dass jede Lösung die Ukraine vollständig einbeziehen, ihre Souveränität wahren und ihre langfristige Sicherheit gewährleisten müsse“, erklärte die Bundesregierung am Dienstagabend.Die Staats- und Regierungschefs seien zudem mit US-Außenminister Marco Rubio übereingekommen, „die gemeinsame Arbeit mit den Vereinigten Staaten zu beschleunigen, um die Ausgestaltung der Sicherheitsgarantien voranzutreiben“, hieß es.An dem von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Großbritanniens Premierminister Keir Starmer geleiteten Treffen nahmen nach Angaben aus Berlin unter anderen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter der 35 Länder der Koalition und US-Außenminister Rubio teil. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen war zugeschaltet.Die Staats- und Regierungschefs begrüßten nach Angaben der Bundesregierung die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um eine Beendigung des Krieges. Zugleich hätten sie den Grundsatz bekräftigt, „dass Grenzen nicht mit Gewalt verändert werden dürfen.“ Bei den Gesprächen zwischen Delegationen Washingtons und Kiews am Wochenende in Genf hätten sich „bedeutende Fortschritte“ gezeigt, erklärte die Bundesregierung. Beide Seiten betrachteten diese „als einen wichtigen Schritt nach vorne“.Die Staats- und Regierungschefs hätten zudem die Zusicherung begrüßt, „dass Fragen, die die Interessen Europas und der NATO betreffen würden, separat und unter vollständiger Einbeziehung der europäischen Partner und NATO-Verbündeten“ beraten würden, erklärte die Bundesregierung weiter. Hier sei unter anderem eine rasche Entscheidung über „die vollständige Nutzung der eingefrorenen russischen Staatsvermögen“ von „entscheidender Bedeutung“.
Die Ukraine hat Strafmaßnahmen gegen mehr als 50 Schiffe verhängt, mit denen Russland Getreide aus den besetzten Gebieten exportieren lässt. Das teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache mit. „Dies ist eine neue Richtung unserer Sanktionen, und ein Teil dieser Schiffe wurde bereits von unseren Partnern sanktioniert, aber nicht alle, und wir werden diesen Druck weiter verstärken“, sagte er in Kiew. Die Ukraine hat bereits internationale Sanktionen gegen Tanker, die russisches Öl transportieren, um eigene Maßnahmen ergänzt.Selenskyjs Präsidentenbüro veröffentlichte die Liste der 56 Getreideschiffe mit deren Eignern. Den Schiffen wurde das Anlaufen ukrainischer Häfen untersagt, auch jede Geschäfte unter Verwendung dieser Frachter sind verboten. Die meisten Schiffe fahren demnach unter russischer Flagge, einige auch unter der Flagge Panamas oder anderer Staaten.
Gerade noch hatte der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak der amerikanischen Nachrichtenwebsite Axios gegenüber trotz Thanksgiving auf ein baldiges Treffen Selenskyjs mit Trump gedrängt, der sich in den nächsten Tagen in seinem Anwesen in Florida aufhält. Er versuchte es mit Schmeicheleien: Das werde dem amerikanischen Präsidenten dabei helfen, seine „historische Mission“ für ein Ende des Krieges fortzusetzen. Doch Trumps Post auf „Truth Social“ von Dienstagnachmittag klang erst einmal nicht danach. Er schrieb, „in der Hoffnung, den Friedensplan bald zu finalisieren“, habe er den Sondergesandten Steve Witkoff angewiesen, zu Wladimir Putin nach Moskau zu reisen. Heeresminister Dan Driscoll werde sich (noch einmal) mit den Ukrainern treffen. Er, Trump, werde dabei über alle Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten. Er freue sich darauf, Selenskyj und Putin „bald“ zu treffen – „aber NUR, wenn der Deal für ein Ende des Krieges FINAL beschlossen oder in den letzten Zügen ist“. Bemerkenswert ist, dass Trump den „ursprünglichen 28-Punkte-Friedensplan“ in seinem Beitrag als „von den Vereinigten Staaten entworfen“ bezeichnet. Kritiker hatten der amerikanischen Regierung vorgeworfen, den Plan unter Ausschluss der Ukraine mit dem Aggressor Russland ausgehandelt zu haben
Der amerikanische Präsident Donald Trump hat sich optimistisch über einen baldigen Durchbruch in den Ukraine-Verhandlungen geäußert. „Ich denke, wir kommen einer Einigung sehr nahe“, sagte Trump am Dienstag in Washington. Das Weiße Haus äußerte sich dagegen zurückhaltender. In den Gesprächen mit der Ukraine und Russland seien noch einige „heikle, aber nicht unüberwindbare“ Punkte des US-Plans zu klären, erklärte Präsidentensprecherin Karoline Leavitt.Trump betonte zum wiederholten Male, er habe sich die Verhandlungen mit Kiew und Moskau „einfacher“ vorgestellt – „aber ich denke, wir machen Fortschritte“, fügte er hinzu. Trump äußerte sich bei der traditionellen Truthahn-Begnadigung vor dem Familienfest Thanksgiving im Rosengarten des Weißen Hauses. Am vergangenen Freitag hatte der Präsident der Ukraine eine Frist zur Zustimmung zu dem US-Plan bis Thanksgiving am Donnerstag gestellt. Diese Forderung wiederholte Trump jedoch nicht.Lesen Sie hier mehr über den Stand der Verhandlungen:
In einer Videokonferenz der „Koalition der Willigen“ zur Unterstützung der Ukraine hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron deutlich gemacht, dass Frankreich gemeinsam mit anderen EU-Staaten eine Lösung für die finanzielle Unterstützung der Ukraine finden will. Dabei sollen auch eingefrorene russische Vermögenswerte eine Rolle spielen, sagte Macron nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Die Ukraine brauche einen „ernsthaften“ Frieden, der das „internationale Recht respektiert“. Bereits zuvor hatte er amerikanische Pläne zur Nutzung russischer Vermögenswerte zurückgewiesen. „Die Europäer sind die einzigen, die entscheiden, was mit den in Europa eingefrorenen russischen Vermögen passiert“, sagte Macron dem Sender RTL in einem am Dienstag ausgestrahlten Interview. „Das entspricht geltendem Recht, und das haben wir immer so gehalten“, fügte er hinzu.Der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump vorgeschlagene Ukraine-Plan sieht unter anderem vor, dass 100 Milliarden Dollar eingefrorener russischer Vermögen für Aufbauprojekte und Investitionen in der Ukraine unter US-Führung genutzt werden sollen. Die Hälfte der Gewinne sollten an die USA gehen.
Bei den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges darf es nach den Worten von Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) keine Festlegungen geben, die den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu neuen Angriffen ermutigen würden. Es dürfe keine Entscheidungen geben, „die die Verteidigung der Ukraine schwächen, keine Entscheidungen, die Putin einladen, schon den nächsten Angriff zu planen und keine Entscheidungen, die in die Souveränität der Europäischen Union oder der NATO eingreifen“, sagte Wadephul am Dienstag in Berlin. „Ich bin froh, dass unsere Partner in den USA das auch so sehen.“Die diplomatischen Bemühungen liefen derzeit „auf Hochtouren“, sagte der Minister und verwies auf die Ukraine-Gespräche am Sonntag in Genf sowie die Videokonferenz der sogenannten Koalition der Willigen am Dienstag. Am Mittwoch solle eine Videokonferenz der EU-Außenminister folgen. „Das zeigt, wir arbeiten unter Hochdruck, wir arbeiten Hand in Hand immer an der Seite der Ukraine mit dem wichtigsten Ziel, das es für uns überhaupt geben kann: Frieden in der Ukraine, Frieden für Europa.“Den russischen Präsidenten Wladimir Putin forderte Wadephul auf, er müsse „endlich Verhandlungsbereitschaft zeigen“. Putin habe diesen Krieg begonnen, „er muss ihn nun beenden, wenn er Frieden will“, sagte der Außenminister.
Das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja benötigt der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge im Falle eines Friedensabkommens einen „Sonderstatus“. Nötig sei zudem eine Kooperationsvereinbarung zwischen Russland und der Ukraine, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi. „Egal, auf welcher Seite der Linie es am Ende liegt, man wird eine kooperative Vereinbarung oder eine kooperative Atmosphäre haben müssen.“ Ohne Frieden bestehe die Gefahr eines Atomunfalls. „Bis der Krieg aufhört oder es einen Waffenstillstand gibt oder die Waffen schweigen, besteht immer die Möglichkeit, dass etwas sehr, sehr schief geht.“ Russische Truppen hatten das AKW, das mit sechs Reaktoren das größte in Europa ist, in den ersten Wochen ihrer im Februar 2022 begonnenen großangelegten Invasion besetzt. Derzeit produziert es keinen Strom, die Reaktoren sind im sogenannten kalten Shutdown. Beide Seiten werfen einander immer wieder militärische Handlungen vor, die die nukleare Sicherheit gefährden. Die IAEA ist mit einem Team dauerhaft vor Ort, um die Sicherheit des AKW zu überwachen.
Deutschland und andere europäische Staaten haben aus Moskauer Sicht ihre Gelegenheit verspielt, an einer Lösung für den Ukrainekonflikt mitzuwirken. „Ihr hattet eure Chancen, Leute“, sagte Außenminister Sergej Lawrow russischen Agenturen zufolge. „Ihr habt diese Chancen nicht genutzt, ihr habt sie einfach vertan“, führte er mit Bezug auf das Minsker Abkommen aus. Die Minsker Friedensverhandlungen waren ein diplomatischer Prozess zur Befriedung des Konflikts im Osten der Ukraine, der im Jahr 2014 begann. Die unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs geschlossenen Abkommen von 2014 und 2015 sahen unter anderem eine Autonomie für den Donbass vor. Jetzt könne von einer Vermittlung Deutschlands und Frankreichs keine Rede mehr sein, sagte Lawrow. Unter den Vermittlern schätze Moskau die Positionen von Belarus, die Türkei und Ungarn. Außerdem die USA, die „im Unterschied zu London, Brüssel, Paris, Berlin“ die Initiative ergreife, um Lösungswege zu finden.
Der britische Premierminister Keir Starmer sieht noch zahlreiche Hürden auf dem Weg zu einem Frieden in der Ukraine. „Wir haben noch einen weiten und beschwerlichen Weg vor uns“, sagte Starmer am Dienstag im britischen Parlament, bevor eine Videokonferenz der sogenannten Koalition der Willigen zur Unterstützung der Ukraine angesetzt war.Zugleich bekräftigte Starmer die anhaltende Unterstützung der europäischen Verbündeten für die Ukraine: „Wir sind entschlossener denn je, uns für diese Sache einzusetzen und diesen Prozess voranzutreiben“, sagte er.In der „Koalition der Willigen“ sind rund 30 überwiegend europäische Staaten zusammengeschlossen. Das virtuelle Treffen solle eine Bilanz der Ukraine-Gespräche in Genf ziehen, hieß es aus dem Élysée-Palast in Paris.
Moskau hält nach Kremlangaben eine Beteiligung der Europäer an Gesprächen über die Sicherheitsarchitektur in Europa für nötig. Ein Sicherheitssystem in Europa für die Zeit nach Ende des Konflikts in der Ukraine zu besprechen, sei „ohne Beteiligung der Europäer praktisch unmöglich“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Auf „irgendeiner Etappe“ sei das nötig. Zu den Verhandlungen über einen US-Friedensplan wiederholte Peskow bisherige Positionen Russlands. Moskau sei daran interessiert, seine Ziele auf diplomatischem Weg zu erreichen. Der ursprüngliche US-Friedensplan könne eine Grundlage für Verhandlungen sein. Man habe aber verstanden, dass der Moskau bekannte Text inzwischen geändert worden sei.