|
16.02.2026
08:57 Uhr
|
Helmholtz-Zentrum simuliert Auswirkungen möglicher Ölunfälle in der Ostsee +++ Ukrainischer Energieminister Haluschtschenko festgenommen +++ Nordkorea spendiert Wohnungen für Familien gefallener Soldaten +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Russland: Feuer nach ukrainischem Drohnenangriff gelöschtEin Feuer im russischen Schwarzmeerhafen Taman ist den örtlichen Behörden zufolge gelöscht worden. Es war bei einem ukrainischen Drohnenangriff am Sonntag ausgebrochen. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Wenjamin Kondratjew ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals beschädigt. Die Oblast Krasnodar liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.
Nordkorea: Kim enthüllt Wohnungen für Familien von in Ukraine getöteten SoldatenNordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Wohnungen für die Familien von in Russlands Krieg gegen die Ukraine getöteten nordkoreanischen Soldaten enthüllt. Mit dem Bau bezwecke Pjöngjang, dass „seine vortrefflichen Söhne, die das Heiligste verteidigt haben, indem sie ihr Wertvollstes opferten, für immer weiterleben“, sagte Kim in einer Rede, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag berichtete.Von KCNA veröffentlichte Bilder zeigten Kim in Begleitung seiner Tochter und möglichen Nachfolgerin Kim Ju Ae bei der Eröffnung der Wohnungen entlang der Straße Saeppyol. Ein Foto zeigt Kim, wie er auf einem Sofa offenbar mit Angehörigen eines gefallenen Soldaten spricht, seine Tochter steht hinter ihnen. „Vor ihrem Tod werden sich die heldenhaften Märtyrer vor dem inneren Auge ihre geliebten Familien in dem ewig aufblühenden Land ausgemalt haben“, sagte Kim in seiner Rede.
Stromausfall in westrussischem Brjansk nach DrohnenangriffenIn der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen. „Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen“, schrieb Gouverneur Alexander Bogomas bei Telegram. Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden.
Fico: Ukraine könnte mit Ölpipeline Druck auf Ungarn ausüben Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico warnt davor, dass die Ukraine Ungarn mit der ausbleibenden Reparatur der Druschba-Ölpipeline unter Druck setzen könne. Dies wäre dann der Fall, wenn die Ukraine die Pipeline nicht repariere, die russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei transportiert, sagt Fico nach einem Treffen mit dem amerikanischen Außenminister Marco Rubio in Bratislava.
Russland schlägt internationale Verwaltung für Ukraine vor Moskau bringt kurz vor Gesprächen über ein Kriegsende wieder eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter Ägide der Vereinten Nationen ins Spiel. Russland sei bereit, mit den USA, Europa und anderen Ländern über eine externe Verwaltung zu sprechen, sagte Vizeaußenminister Michail Galusin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in Moskau. „Ein solcher Schritt würde es ermöglichen, demokratische Wahlen in der Ukraine abzuhalten und eine handlungsfähige Regierung an die Macht zu bringen“, sagte Galusin. Mit dieser Führung könnten dann ein Friedensvertrag und Dokumente über die zukünftige Zusammenarbeit der beiden Länder unterzeichnet werden.Galusins Äußerungen reihen sich ein in die Moskauer Versuche, die Ukraine als nicht handlungsfähigen Staat und die Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj als nicht legitim darzustellen. In der Ukraine sind aber alle staatlichen Stellen arbeitsfähig.Selenskyj verwies bei der Münchner Sicherheitskonferenz darauf, wie schwierig eine Wahl sei, solange die Soldaten an der Front wie die Bevölkerung im Hinterland unter Beschuss liegen. Vor einer Wahl seien mindestens zwei Monate Waffenruhe nötig, erklärte er.
Haluschtschenko steht unter KorruptionsverdachtIm Herbst erschütterte ein Korruptionsskandal die Ukraine: Ein kriminelles Netzwerk soll 100 Millionen Dollar beim staatlichen Atomkraftwerkbetreiber Energoatom unterschlagen haben. Eine der führenden Figuren in dem Fall ist mutmaßlich der damalige Justiz- und frühere Energieminister Herman Haluschtschenko. Dieser ist nun bei einer versuchten Ausreise aus der Ukraine festgenommen worden. Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Behörden SAP und NABU am Sonntag auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weitverzweigten Fall dauerten an.Ukrainische Korruptionsermittler hatten im November Vorwürfe gegen eine Gruppe von Ministern, Beamten und Vertrauten im Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj erhoben. Sie sollen bei Ernergoatom Geld abgezweigt haben, das eigentlich für Schutzbauten um Energieanlagen gegen feindliche Luftangriffe bestimmt war. Der damalige Justizminister Haluschtschenko musste ebenso wie seine Nachfolgerin als Energieministerin, Switlana Hryntschuk, seinen Rücktritt einreichen. Der langjährige Freund von Selenskyj und mutmaßliche Kopf des Netzwerks, Tymur Minditsch, konnte sich wenige Stunden vor den damaligen Durchsuchungen bei ihm ins Ausland absetzen. Infolge des Skandals entließ der Präsident auch seinen einflussreichen Stabschef Andrij Jermak.
Gouverneur: Russische Oblast Krasnodar Ziel von DrohnenangriffDie russische Oblast Krasnodar ist Gouverneur Wenjamin Kondratjew zufolge Ziel eines schweren ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Der Hafen Taman sei beschossen worden. Ein Feuer sei ausgebrochen. Ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals des Hafens seien beschädigt worden, teilt Kondratjew mit. Krasnodar war wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Die Oblast liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.
Hillary Clinton: Trumps Haltung zur Ukraine ist schändlichDie frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat Präsident Donald Trumps Haltung zur Ukraine als „schändlich“ bezeichnet. „Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit Putin zu zwingen, für beschämend“, sagte die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, sagte die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren, sagte Clinton. Clinton und ihr Ehemann, der frühere Präsident Bill Clinton, sind Kritiker von Trumps Politik. Hillary Clinton war im Präsidentschaftswahlkampf 2016 dessen Kontrahentin und unterlag Trump bei der Wahl.
Selenskyj nimmt in München stellvertretend für alle Ukrainer Kleist-Preis entgegenFür ihren anhaltenden Widerstand gegen die russischen Invasionstruppen sind die Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) geehrt worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm den Preis am Samstagabend stellvertretend für die ukrainische Bevölkerung in Empfang. Gastgeber der Zeremonie in München war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).Die Ukrainer kämpften seit Jahren „für ihre Freiheit, Unabhängigkeit und Würde“ und würden für ihren „Mut und ihre Widerstandskraft“ geehrt, hatte vor der MSC-Vorsitzende Wolfgang Ischinger zur Begründung der Preisverleihung erklärt.
Die Musik spielte heute in München. Was auf der Sicherheitskonferenz passiert ist, können Sie hier nachlesen:
Selenskyj: Brauchen Sicherheitsgarantien für mindestens 20 JahreDie USA haben ukrainischen Angaben zufolge dem Land Sicherheitsgarantien für 15 Jahre angeboten. Das sagte der Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit amerikanischen Senatoren am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz. Das reiche allerdings nicht. „Wir wollen 20 Jahre und mehr – 30, 50“, sagte Selenskyj mit Blick auf mögliche Investoren. Die Unternehmen brauchten deutlich längere Zusagen.
Kiew: Moskau will Entscheidungen verzögern Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, mit einem überraschenden Wechsel an der Spitze von Moskaus Verhandlungsteam für die anstehenden Friedensgespräche in Genf jegliche Entscheidungen verzögern zu wollen. Dies sagt er am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz vor Journalisten. Er macht zudem deutlich, dass aus seiner Sicht nach Zustandekommen eines Friedensabkommens ausländische Truppen nötig seien, um Russland künftig abzuschrecken. Die USA hätten eine Sicherheitsgarantie für 15 Jahre nach dem Krieg angeboten, die Ukraine fordere jedoch eine Laufzeit von 20 Jahren oder länger.
Selenskyj bekräftigt Interesse an TaurusDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das anhaltende Interesse seines Landes an Marschflugkörpern des Typs Taurus aus Deutschland bestätigt. Auf die Frage, ob die Ukraine die 500 Kilometer weit reichenden Marschflugkörper bei ihrer Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg brauche, sagte er „ja“. Eine Entscheidung darüber sei aber bislang nicht gefallen.Kiew hatte Berlin bereits vor einigen Jahren um die Lieferung von Taurus gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Sein späterer Nachfolger Friedrich Merz hatte die Lieferung hingegen nicht ausschließen wollen.