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23.01.2026
03:37 Uhr
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Nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Witkoff bestätigt der Kreml die Teilnahme an Gesprächen in Abu Dhabi +++ Selenskyj: Habe mich mit Trump auf Sicherheitsgarantien geeinigt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass bei dem geplanten Treffen mit Vertretern Russlands und der USA in Abu Dhabi auch über Gebietsfragen im Krieg mit Russland gesprochen werden solle. Er warte auf den amerikanischen Präsidenten Donald Trump sowie auf ein Datum und einen Ort für die Unterzeichnung des Abkommens über amerikanische Sicherheitsgarantien, teilt Selenskyj laut der Nachrichtenagentur Reuters in einem Whatsapp-Chat mit Journalisten mit. Zudem habe er mit Trump über zusätzliche Raketen für die Luftabwehr und eine freie Wirtschaftszone gesprochen. Außerdem wies Selenskyjs Moskaus Vorschlag, im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau auf eigenem Gebiet wie der Region Kursk zu verwenden, als „Unsinn“ zurück. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle eingefrorenen russischen Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können, teilte Selenskyj in jenem Chat mit.
Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanische Präsident Lai Ching-te schrieb auf der Plattform X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. Eine Stellungnahme aus Kiew lag zunächst nicht vor.
Dem Kreml-Berater Juri Uschakow zufolge hat der russische Präsident Wladimir Putin nach dem Treffen mit US-Gesandten unterstrichen, dass Russland an einer diplomatischen Lösung „aufrichtig interessiert“ sei. „Bis dies erreicht ist, wird Russland weiterhin konsequent die Ziele der speziellen Militäroperation verfolgen. Dies gilt besonders auf dem Schlachtfeld (...)“, sagte Uschakow. Die Gespräche mit Gesandten der USA bezeichnete er als „substanziell, konstruktiv und sehr offen“. Sie hätten kurz vor Mitternacht am Donnerstag begonnen und dauerten etwa vier Stunden, erklärte er gegenüber Reportern.
Die Arbeiten an einem milliardenschweren Aufbauplan für die Ukraine sind nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weitestgehend abgeschlossen. Die Europäische Union, die Vereinigten Staaten und die Ukraine stünden kurz vor einer Einigung, sagte die deutsche Spitzenpolitikerin nach einem EU-Sondergipfel in Brüssel. Der Plan zeige auf, wie der Wohlstand der Ukraine direkt nach einem Waffenstillstand oder Frieden gesteigert werden könne.„Wir sprechen über ein einzelnes Dokument, das die gemeinsame Vision der Ukrainer, der Amerikaner und Europas für die Zukunft der Ukraine nach dem Krieg darstellt“, erklärte von der Leyen. Es stütze sich auf die Bedarfsanalyse der Weltbank und schlage eine Antwort vor, die auf fünf verschiedenen Säulen beruhe.
Nach mehr als 3,5 Stunden sind in der Nacht die Verhandlungen in Moskau über ein Ende des Kriegs in der Ukraine zu Ende gegangen. Das teilte der Pressedienst des Kremls nach dem Treffen zwischen Russlands Präsident Wladimir Putin und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff mit. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Bei dem Treffen ging es auch um die weitere Verwendung der in den USA wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine eingefrorenen Vermögenswerte und um die Einladung Russlands in den von der US-Regierung gegründeten „Friedensrat“.An den erst kurz vor Mitternacht Ortszeit begonnenen Verhandlungen nahmen von amerikanischer Seite neben Witkoff auch der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie Regierungsberater Josh Gruenbaum teil. Auf russischer Seite waren Putin, dessen Sondergesandter Kirill Dmitrijew und der außenpolitische Berater des Präsidenten, Juri Uschakow, dabei.
Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine ist ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet wurden. Zudem habe es mehr als 20 Verletzte gegeben. Betroffen sind dem Gouverneur der Region Saporischschja zufolge einerseits die Ortschaft Komyschuwacha und die Industriestadt Krywyj Rih, wie Oleksandr Vilkul, Leiter der Militärverwaltung der Stadt, auf Telegram mitteilte. Die Stadt ist auch die Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe sollen Wohnhäuser, Schulen und wichtige Infrastruktur getroffen haben.
Donald Trump zufolge streben sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj eine Einigung zur Beendigung des Krieges an. Beide hätten gesagt, sie wollten einen „Deal“ machen, sagt Trump an Bord der Air Force One. Er hatte Selenskyj zuvor am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz getroffen.
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff ist im Kreml von Russlands Präsident Wladimir Putin empfangen worden. Die Gespräche haben begonnen, wie der Kreml auf seinem Telegramkanal mitteilte. Zuletzt hatte der Kremlchef den Vertrauten von Donald Trump Anfang Dezember empfangen. Die Gespräche damals hatten fünf Stunden gedauert, aber keinen Durchbruch gebracht. Witkoff wird diesmal in Moskau erneut von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner begleitet. Die beiden waren schon im Dezember gemeinsam zu Gesprächen im Kreml. Für Witkoff ist es bereits der siebte Russland-Besuch als Sondergesandter. Der 68-Jährige soll eine Lösung für die Beendigung des nunmehr fast vier Jahre währenden russischen Kriegs in der Ukraine vermitteln.
Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau eingetroffen. Thema ist ein Friedensabkommen für die Ukraine. Die Gesandten kommen aus der Schweiz, wo sie ukrainische Vertreter getroffen haben.
Der finnische Präsident Alexander Stubb sieht die Lage im Ukraine-Krieg aus westlicher Sicht auf einem guten Weg. Donald Trump übe großen Druck auf Russland aus, sagt Stubb in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos. „Ich denke, Präsident Trump übt großen Druck auf Russland aus, und ich hoffe, er macht damit weiter.“ Stubb zeigt sich optimistisch mit Blick auf einen 20-Punkte-Plan, der Sicherheitsgarantien für die Ukraine und den Wiederaufbau des Landes umfasse. Er sei jedoch nicht überzeugt, dass Russland den Plan aus innenpolitischen Gründen annehmen werde.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über US-Sicherheitsgarantien für das von Russland angegriffene Land verkündet. Das Thema Sicherheitsgarantien sei „erledigt“, sagte Selenskyj am Donnerstag vor Journalisten in der Schweiz. „Das Dokument muss von den Seiten, von den Präsidenten unterzeichnet werden und geht dann an die nationalen Parlamente“, sagte Selenskyj, der sich zuvor mit Trump in Davos getroffen hatte. Nach dem Treffen mit Trump hatte Selenskyj betont, dass es ohne US-Sicherheitsgarantien nicht gehe. Zwar hätten Großbritannien und Frankreich ihre Bereitschaft erklärt, eine mögliche Waffenruhe mit Russland vor Ort abzusichern, aber „ohne die USA funktionieren keine Sicherheitsgarantien“. Selenskyj wies zudem vor Journalisten darauf hin, dass die Fragen rund um die Zukunft der Ostukraine „noch nicht gelöst“ seien. „Es geht um den östlichen Teil unseres Landes. Es geht um das Land. Das ist die Frage, die wir noch nicht gelöst haben. Darüber, so denke ich, hat Steve Witkoff gesprochen“, sagte Selenskyj.
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Beschlagnahmung eines Öltankers bekannt gegeben. Macron zufolge enterte die französische Marine am Morgen ein von Russland kommendes Schiff, das unter internationalen Sanktionen stehe und „unter falscher Flagge“ fahre. Die Operation habe im Mittelmeer stattgefunden.
Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über Bedingungen für ein Ende des Ukrainekrieges reden. Die Gespräche sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskyj auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte.
Selenskyj geht mit den Europäern in seiner Rede hart ins Gericht. Der Kontinent müsse endlich lernen, sich selbst zu verteidigen. Nur auf diese Weise könne aus Europa eine echte Macht werden. Selenskyj kritisiert auch die europäische Reaktion auf Trumps Grönland-Forderungen: „Wenn man 40 oder 50 Soldaten nach Grönland schickt, welche Botschaft sendet das? Welche Botschaft sendet das an China, Russland und vor allem an Dänemark – euren wichtigen Alliierten. Ihr riskiert, nicht ernst genommen zu werden.“ Die Ukraine könne mithelfen, wenn es um russische Schiffe in der Nähe von Grönland geht. „Wir können sie vor Grönland versenken, wie wir sie auch in der Nähe der Krim untergehen lassen.“Der ukrainische Präsident bezeichnet Europa als „schönes, aber fragmentiertes Kaleidoskop von Mittelmächten“. Das größte Problem der Europäer sei das eigene Mindset. Man müsse nun handeln, zur See, in der Luft und an Land, um eine neue Weltordnung zu formen. Nur so könne aus dem „Salat aus Mittelmächten“ eine Großmacht werden. „Denn wenn Europa vereint ist, ist es unschlagbar.“ Die gegenwärtigen Herausforderungen seien auch eine Bedrohung für den europäischen „Way of Life“. Europa müsse nun eine bessere Welt erschaffen, eine Welt ohne Krieg. „Dafür braucht es aber Stärke.“ Gegen Ende nimmt Selenskyj Bezug auf den Filmklassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ von 1993. Lasst uns diesen „Groundhog Day“ (Originaltitel) beenden, sagt Selenskyj in Anspielung auf die immer gleichen Debatten. „Und ja, es ist möglich.“