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28.12.2025
06:19 Uhr
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Putin droht mit der Fortsetzung des Krieges +++ Europäische Verbündete stärken Selenskyj vor Treffen mit Trump den Rücken +++ Russischer Angriff auf Kiew mit 400 Drohnen und 50 Raketen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Russland betrachtet als Teil von möglichen Sicherheitsgarantien in die Ukraine entsandte europäische Truppen als legitime Ziele für seine Streitkräfte. Dies sagte Außenminister Sergej Lawrow in Äußerungen, die am Sonntagmorgen von der russischen Staatsnachrichtenagentur Tass verbreitet werden. Lawrow behauptete zudem, die europäischen Politiker seien von „Ambitionen“ getrieben und missachteten die Interessen der eigenen Bevölkerung sowie der Ukrainer.Russlands Staatschef Wladimir Putin drohte zuvor, den Krieg gegen die Ukraine weiterzuführen, sollte diese keine „friedliche Lösung des Konflikts“ anstreben. Putins Äußerungen folgten auf einen massiven russischen Drohnen- und Raketenangriff auf die Ukraine. Allein die Hauptstadt Kiew und ihr Umland wurde nach ukrainischen Angaben am Samstag mit 500 Drohnen und 40 Raketen angegriffen. Mindestens zwei Zivilisten wurden dabei getötet. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurden rund 2600 Wohngebäude und mehr als 300 Schulen getroffen.
Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Florida an diesem Sonntag über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs wird zeitlich etwas vorgezogen. Das bilaterale Gespräch ist nun für 13.00 Uhr Ortszeit (19.00 MEZ) angesetzt und damit zwei Stunden früher als bislang geplant, wie das Weiße Haus mitteilte. Ein Grund wurde nicht genannt. Zeitverschiebungen per se sind erst einmal nichts Ungewöhnliches im Terminkalender des US-Präsidenten.Trump hält sich derzeit in seiner luxuriösen Residenz Mar-a-Lago in Palm Beam im US-Bundesstaat Florida auf. In dem Privatclub hatte er in der Vergangenheit immer wieder hochrangige Politiker empfangen. Laut einem Bericht des öffentlich-rechtlichen ukrainischen Senders Suspilne traf Selenskyj am Samstagabend (Ortszeit) bereits in den USA ein.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in Uniform von seinem Generalstab über angebliche neue Eroberungen in der Ukraine informieren lassen. Putins Auftritt in Uniform kurz vor einem an diesem Sonntag in Florida geplanten Treffen des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump dürfte kein Zufall sein. Der Kremlchef fordert Selenskyj seit längerem zum Rückzug ukrainischer Truppen im Donbass auf als einen Weg zu einem Waffenstillstand. Selenskyj aber wirft Putin immer wieder Lügen über angebliche Eroberungen vor. Er lehnt eine Kapitulation ab.Putin sagte, dass sich Russland den Donbass – dazu gehören die Gebiete Donezk und Luhansk – auch militärisch einverleiben könne. Er warf Selenskyj in einem vom Kreml am Samstagabend veröffentlichen Clip vor, kein Interesse an einem Friedensabkommen zu haben.
Das ukrainische Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj will nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Sonntag mit europäischen Staats- und Regierungschefs beraten. Kiew strebe damit eine stärkere Position an, um eine Verschleppung des Krieges durch Russland zu verhindern, teilt Selenskyj auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Er habe bereits mit mehreren Partnern der Ukraine gesprochen, um die Prioritäten auf diplomatischem Wege abzustimmen. „Morgen, nach dem Treffen mit Präsident Trump, werden wir die Gespräche fortsetzen“, heißt es in dem Beitrag.
Die europäischen Verbündeten Kiews haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor seinem morgigen Treffen mit US-Präsident Donald Trump ihre anhaltende Unterstützung zugesichert. Selenskyj habe Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und weitere europäische Staats- und Regierungschefs am Samstagabend über den Verhandlungsstand informiert, erklärte der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius. „Die elf Staats- und Regierungschefs aus Europa und Kanada sowie die Spitzen von Nato und der EU sicherten der Ukraine ihre volle Unterstützung zu und unterstrichen, in enger Koordination mit den USA für einen nachhaltigen und gerechten Frieden in der Ukraine einzutreten“, fügte er hinzu. Selenskyj befinde sich auf dem Weg in die USA und halte die sogenannte Berlin-Gruppe über die Verhandlungen auf dem Laufenden. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte zuvor auf Bitten Selenskyjs zu einer Telefonschalte im Format des jüngsten Berliner Treffens eingeladen, hieß es weiter.Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte in dem Telefonat die jüngsten russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, wie aus dem Elysée-Palast verlautete. Diese hätten den Kontrast verdeutlicht zwischen der „der Bereitschaft der Ukraine, einen dauerhaften Frieden zu erreichen, und der Entschlossenheit Russlands, den Krieg fortzusetzen“. Von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die ebenfalls an dem Gespräch teilgenommen hatte, hieß es auf der Plattform X, man begrüße „alle Bemühungen, die zu unserem gemeinsamen Ziel führen — einem gerechten und dauerhaften Frieden, der die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine wahrt.“
Der russische Präsident Wladimir Putin wirft der Ukraine vor, den Krieg nicht auf friedlichem Wege beenden zu wollen. Sollte die Ukraine keinen Frieden wollen, werde Russland alle Ziele seines „militärischen Spezialeinsatzes“ gewaltsam durchsetzen, sagt Putin staatlichen russischen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Regierung in Moskau bezeichnet den Konflikt nicht als Krieg.Russische Kommandeure melden nach offiziellen Angaben zudem die Einnahme mehrerer Städte in den Regionen Donezk und Saporischschja. Das ukrainische Militär erklärte am Morgen dagegen, russische Vorstöße in der Nähe einiger der genannten Orte abgewehrt zu haben.
Durch die jüngsten russischen Angriffe sind nach Angaben des Energieversorgers DTEK im Großraum Kiew mehr als eine Million Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten worden. In der ukrainischen Hauptstadt waren mehr als 700.000 Kunden betroffen und in der umliegenden Region weitere 400.000 Haushalte, wie das Unternehmen am Samstag mitteilte. Einsatzkräfte arbeiteten daran, „die Stromversorgung wiederherzustellen, während weiterhin Luftangriffe zu hören sind“.Die russische Armee hatte Kiew und die umliegende Region am Samstag nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyjs mit 500 Drohnen und 40 Raketen angegriffen. Mindestens zwei Menschen wurden bei den Angriffen getötet. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko wurden rund 2600 Wohngebäude und mehr als 300 Schulen getroffen.
Kanada sagt der Ukraine weitere Wirtschaftshilfe in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar zu. Sie solle es dem Land ermöglichen, Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhalten, sagt Premierminister Mark Carney bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums binnen drei Stunden 111 ukrainische Drohnen über sechs russischen Regionen abgewehrt, darunter acht über Moskau. Elf weitere Drohnen wurden dem Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin zufolge später auf dem Weg in die Stadt abgeschossen. Die Moskauer Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo schränkten den Flugverkehr aus Sicherheitsgründen vorübergehend ein, wie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija mitteilte. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
Das ukrainische Antikorruptionsbüro (NABU) ermittelt gegen mehrere Abgeordnete des Landes wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Die Behörde erklärte am Samstag auf Telegram, sie habe eine „organisierte kriminelle Gruppe“ mit aktuellen Parlamentsabgeordneten enttarnt, die für ihr Abstimmungsverhalten „systematisch illegale Vorteile“ erhalten hätten. NABU-Ermittler versuchten demnach deswegen, Büros von Parlamentsausschüssen zu durchsuchen, seien aber von örtlichen Sicherheitskräften daran gehindert worden. Der abermalige Korruptionsvorwurf trifft die Ukraine in einer wichtigen Phase. Für Sonntag ist ein Gespräch von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit US-Präsident Donald Trump über den US-Plan zur Beendigung des Ukrainekrieges geplant. Es soll auf Trumps Privatanwesen Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida stattfinden. Zugleich steht die Ukraine militärisch weiter massiv unter Druck. In der Nacht zum Samstag griff die russische Armee abermals mit zahlreichen Drohnen und Raketen an und sorgte für Stromausfälle.Erst Ende November war Selenskyjs enger Mitarbeiter und Präsidialamtschef Andrij Jermak wegen Korruptionsverdachts zurückgetreten. Kurz zuvor hatten NABU und die Antikorruptions-Staatsanwaltschaft über Durchsuchungen in Jermaks Wohnung informiert und dabei offen gelassen, ob die Ermittlungen gegen Jermak mit einem Korruptionsskandal im Energiesektor in Verbindung standen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in die USA aufgebrochen. Er werde sich bei einem Zwischenstopp in Kanada mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney treffen, sagte Selenskyj. Mit Blick auf die Gespräche mit Trump über einen Friedensplan erklärt er, die Ukraine habe ihre „roten Linien“. Er sei aber sicher, dass ein Kompromiss gefunden werden könne.
In Kiew sind nach russischen Luftschlägen in zwei Hochhäusern nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko schwere Brände ausgebrochen. Klitschko berichtete in seinem Telegram-Kanal nach den Angriffen mit Drohnen und Raketen auch von mehr als zwei Dutzend Verletzten. Die Zahl erhöhte sich im Verlauf des Morgens immer wieder. Im Kiewer Gebiet starb laut Behörden eine 47 Jahre alte Frau bei den Angriffen. Wegen des Angriffs wurden nach Angaben der polnischen Flugsicherung die Flughäfen Rzeszow und Lublin im Südosten Polens vorübergehend geschlossen, nachdem polnische Kampfflugzeuge aufgestiegen waren. In der Hauptstadt fiel in Tausenden Haushalten die Heizung aus. Es gab auch Stromausfälle. Im ganzen Land gab es Luftalarm. Derzeit gebe es in der Hauptstadt mehr als 4000 Wohnhäuser, 187 Kindergärten, 138 Schulen und 22 soziale Einrichtungen ohne zentrale Wärmeversorgung, teilte Klitschko mit. „Energieversorger und Kommunalbetriebe arbeiten daran, die Energie- und Wärmeversorgung wiederherzustellen.“ Die Temperatur in der Hauptstadt liegt bei etwa null Grad Celsius. In der umliegenden Region Kiew sind den Behörden zufolge zudem 320.000 Haushalte ohne Strom. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj setzte Russland fast 500 Drohnen und 40 Raketen ein. Ziele seien Energie- und zivile Infrastruktur. Wenn Russland selbst die Weihnachts- und Neujahrszeit in eine Zeit zerstörter Häuser und Kraftwerke verwandle, könne auf dieses „krankhafte Vorgehen“ nur mit „wirklich starken Schritten“ geantwortet werden, schrieb Selenskyj auf der Plattform X.
Vor den für Sonntag in Florida geplanten Gesprächen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump über einen überarbeiteten US-Plan für ein Ende des Ukrainekrieges hat Moskau Kiew vorgeworfen, die Gespräche zu „torpedieren“. Der neue Entwurf sei „radikal anders“ als der Text, über den Moskau mit Washington verhandelt habe, sagte der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Freitag. Die Ukraine und ihre Unterstützer – allen voran die EU, die „nicht für eine Einigung“ in dem Konflikt sei – hätten ihre „Bemühungen verstärkt, sie zu torpedieren“, sagte Rjabkow im russischen Fernsehen. „Ohne angemessene Lösung der Probleme, die zu dieser Krise geführt haben, wird es ganz einfach unmöglich sein, zu einer abschließenden Einigung zu gelangen“, betonte der russische Vizeaußenminister.