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20.02.2026
06:35 Uhr
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Kampfflugzeuge der USA und von Kanada steigen zu Abfangeinsatz auf +++ Orbán droht Ukraine mit Behinderung der Stromversorgung +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

UN: Mehr als 5000 Frauen und Mädchen in der Ukraine getötetIn der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) seit 2022 mehr als 5000 Frauen und Mädchen getötet worden. Weitere 14.000 seien seit der russischen Invasion im Februar vor fast genau vier Jahren verletzt worden, erklärte die Leiterin von UN-Women Sofia Calltorp in Genf vor Journalisten.
Russland greift Öl- und Gasinfrastruktur der Ukraine anRussische Drohnen haben die Öl- und Gasinfrastruktur der Ukraine in dem zentral gelegenen Gebiet Poltawa getroffen und dabei Schäden und einen Brand verursacht. Das teilt das staatliche Energieunternehmen Naftogaz mit. „Dies ist ein weiterer gezielter Angriff auf unsere Öl- und Gasinfrastruktur. Seit Jahresbeginn hat der Feind die Anlagen der Naftogaz-Gruppe mehr als 20 Mal angegriffen“, schrieb Firmenchef Sergij Korezkyi auf Facebook.
Russland: Ukrainische Drohnenangriffe auf die KrimDie russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs gewesen. Die Flugabwehr habe 26 Drohnen abgeschossen, teilte der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Angaben zu möglichen Treffern, vor allem auf militärische Ziele im Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte, machte er nicht.Ein Mann sei getötet worden, eine Frau verletzt, schrieb Raswoschajew. Er berichtete von zersplitterten Fenstern und anderen kleinen Schäden an Häusern. Der russischsprachige, aber proukrainische Telegramkanal Krimski Weter berichtete von Explosionen bei Dschankoi im Norden der Krim, wo es einen Militärflugplatz gibt.Ukrainische Stellen berichteten morgens von Treffern russischer Drohnen und Artillerie in der Frontstadt Nikopol im Süden des Gebiets Dnipropetrowsk. Drei Menschen seien verletzt worden. In der Großstadt Charkiw schlug eine Rakete ein.
AKW Saporischschja droht vom Strom abgeschnitten zu werdenNach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wird das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine nur noch über eine letzte verbliebene externe Stromleitung versorgt. Eine Reserveleitung sei vor mehr als einer Woche ausgefallen. Der Ausfall der Leitung Ferrosplavna-1 am 10. Februar sei „Berichten zufolge infolge militärischer Aktivitäten“ geschehen, teilt IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi in einer Erklärung mit. Das von russischen Truppen in den ersten Wochen der Invasion eingenommene Kraftwerk ist das größte Europas. Es erzeugt selbst keinen Strom mehr, benötigt diesen jedoch zur Kühlung des Kernmaterials, um eine Kernschmelze zu verhindern.
Ukrainische Drohnen haben den Hafen von Sewastopol auf der Krim angegriffenDabei sei ein Mensch getötet worden, berichtet der von Russland eingesetzte Gouverneur der von Russland annektierten Halbinsel, Michail Raswosschajew, auf Telegram. Flugabwehreinheiten hätten 16 ukrainische Drohnen abgefangen. Mehrere Hochhäuser und Privathäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden.
Orbán erhöht Druck auf die UkraineUngarns Ministerpräsident Viktor Orbán deutet an, dass sein Land die Stromversorgung der benachbarten Ukraine behindern könnte, falls Kiew weiter Ungarns Belieferung mit russischem Erdöl beeinträchtige. „Ich will ja nicht drohen und nichts vorwegnehmen. Aber die Ukraine bekommt einen bedeutenden Teil ihrer Stromversorgung über Ungarn“, sagte Orban in Washington bei einer Pressekonferenz, die live übertragen wurde.„Wir hoffen, dass sie (die Führung der Ukraine) einsehen, dass ihr Unruhe- und Chaosstiften sowie ihre Erpressungsversuche scheitern und dass sie diese nicht fortsetzen.“ Anderenfalls könnte Ungarn an „Antwortschritte“ denken, sagte der Premier weiter.Seit Ende Januar kommt kein Erdöl mehr durch die Druschba-Pipeline über die Ukraine aus Russland nach Ungarn. Davon war die Ölversorgung der Slowakei ebenso wie Ungarns bisher weitgehend abhängig. Budapest und Bratislava haben deswegen bereits am Mittwoch ihre Treibstoff-Lieferungen an die Ukraine gestoppt.
NATO-Truppen in Lettland üben Zielschießen mit HaubitzenBei einem Manöver in Lettland haben NATO-Truppen den Schutz und die Verteidigung der NATO-Ostflanke geübt. Während der Militärübung „Striking Thunder“ trainieren Soldaten der von Kanada geführten multinationalen Nato-Brigade in dem baltischen EU-Land das Gefechtsschießen mit M777-Haubitzen aus einer getarnten Stellung. „Wir üben sowohl das Bekämpfen von Zielen mit Artillerie als auch das Auffinden dieser Ziele“, sagte der kanadische Oberstleutnant Andrew Curr auf dem Truppenübungsplatz in Adazi. Kanada führt in dem an Russland und Belarus grenzenden Lettland eine Nato-Brigade, der rund 3.500 Soldaten aus gut einem Dutzend NATO-Staaten angehören – es ist die größte Auslandsmission des nordamerikanischen Landes. ng nähern könnten.
Hunderte Kenianer laut Geheimdienst für Ukraine-Krieg rekrutiert Schätzungsweise 1.000 Kenianer sind laut einem Bericht von Russland für den Einsatz im Krieg gegen die Ukraine rekrutiert worden. Wie die kenianische Tageszeitung „Daily Nation“ am Donnerstag unter Berufung auf Berichte des kenianischen Geheimdienstes NIS meldete, sind 89 von ihnen aktuell im Einsatz. Dem Bericht zufolge werden die Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren nach wenigen Wochen Training an die Front geschickt. Den Männern sollen hohe Löhne versprochen werden. Nachdem Rekruten vermehrt am Flughafen der Hauptstadt Nairobi aufgehalten worden seien, würden sie nun über Uganda und die Demokratische Republik Kongo ausreisen. Lesen Sie hierzu auch den Bericht unserer Korrespondentin Claudia Bröll:
Schweden sagt weitere Militärhilfe zuSchweden unterstützt die Ukraine mit einem neuen militärischen Hilfspaket im Volumen von 12,9 Milliarden Kronen (rund 1,3 Milliarden Euro). Es umfasse Flugabwehrsysteme, Drohnen und Langstreckenraketen, teilte Verteidigungsminister Pal Jonson mit. Die Gesamtsumme der schwedischen Militärhilfe seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 steige damit auf 103 Milliarden Kronen (knapp zehn Milliarden Euro). Das neue Paket sei Teil der für 2026 veranschlagten Unterstützung.
Rotes Kreuz: Schlimmster Winter in der UkraineDurch den extremen Winter benötigen laut Deutschem Roten Kreuz (DRK) fast 13 Millionen Menschen in der Ukraine humanitäre Hilfe. Seit dem Beginn des Krieges vor fast vier Jahren sei dies die „schlimmste Situation“, sagte der Leiter der Internationalen Zusammenarbeit des DRK, Christof Johnen, am Donnerstag in Berlin. Durch die zerstörte Energieinfrastruktur sei es in vielen Wohnungen nur fünf bis sieben Grad warm.Das DRK arbeite mit dem Ukrainischen Roten Kreuz (URK) zusammen und unterstütze mit Generatoren, Spenden und Arbeitskraft. Die Kooperation bestehe schon seit vielen Jahren. Das URK habe mehr als 2000 Mitarbeitende und über 8000 Freiwillige. 20 Mitarbeiter vom DRK seien vor Ort, unter anderem in Kiew, Odessa und Saporischschja.
Was wusste die CIA vor dem Nordstream-Anschlag?Schon im Frühjahr 2022 soll der amerikanische Geheimdienst mit den späteren Drahtziehern über einen möglichen Anschlag auf die Nordstream-Pipelines gesprochen haben. Das berichten die Kollegen vom „Spiegel“ unter Berufung auf langjährige Quellen in der Ukraine. Eine Sprecherin der CIA wies die Darstellung dem „Spiegel“ gegenüber als „komplett und völlig falsch“ zurück. Laut den ukrainischen Quellen wusste der amerikanische Geheimdienst weit früher als bislang bekannt von den Anschlagsplänen, die im September 2022 dann umgesetzt wurden. Bei dem Treffen im Frühjahr sollen demnach ukrainische Sabotagespezialisten den CIA-Vertretern von der Idee erzählt haben, die Gaspipelines zu sprengen, die russisches Gas nach Deutschland transportierten. Man habe sich über technische Details ausgetauscht, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf Aussagen von Teilnehmern des Treffens gegenüber Vertrauten. Die Amerikaner sollen von der Idee angetan gewesen sein. Es habe weitere Treffen gegeben. Erst später, so der „Spiegel“, hätten die Amerikaner sich dann gegen die Anschlagspläne ausgesprochen und die Ukrainer vor deren Umsetzung gewarnt – ohne Erfolg. In Hamburg sitzt derzeit der Ukrainer Serhij K. in Untersuchungshaft. Der Generalbundesanwalt wirft ihm verfassungsfeindliche Sabotage in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und mit Zerstörung von Bauwerken vor. Der Bundesgerichtshof ist, wie aus einem Beschluss hervorgeht, der Auffassung, dass es sich bei der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 um einen „geheimdienstlich gesteuerten Gewaltakt“ im fremdstaatlichen Auftrag handelt.
Gauck spricht sich für Taurus-Lieferung an Kiew ausDer frühere Bundespräsident Joachim Gauck findet es falsch, dass die Bundesregierung der Ukraine bislang nicht die gewünschten Taurus-Marschflugkörper geliefert hat. „Das halte ich für einen Fehler“, antwortete er in der ARD-Sendung „Maischberger“ auf eine entsprechende Frage. „Wir sehen den Aggressor mit all seinen Waffenmöglichkeiten, und das angegriffene Opfer wird von uns so behandelt als wäre er, das Opfer, der Gefährder des Friedens.“Die Regierung in Kiew hatte Berlin bereits vor einigen Jahren um die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete. Sein Nachfolger Friedrich Merz (CDU) wollte eine Lieferung hingegen nicht ausschließen. Kremlchef Wladimir Putin warnte vor einer Kriegsbeteiligung Deutschlands, falls die Bundesregierung den Ukrainern einen Einsatz der Waffe ermöglichen sollte.
Merz: Krieg erst zu Ende, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist Bundeskanzler Friedrich Merz sieht kaum Chancen für ein rasches Ende des Ukrainekriegs auf dem Verhandlungsweg. „Dieser Krieg wird nach meiner Einschätzung erst zu Ende gehen, wenn eine der beiden Seiten erschöpft ist, entweder militärisch oder ökonomisch“, sagte der CDU-Chef den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) und der „Rheinpfalz“.
US-Senatoren fordern schärfere Sanktionen gegen RusslandEine Gruppe von US-Senatoren der Demokraten hat bei einem Besuch in der Ukraine schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert. Man hoffe auf stärkere Anstrengungen, um Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin auszuüben, sagte Senatorin Jeanne Shaheen. Länder wie China, Indien, Ungarn und Brasilien, die russisches Öl und Gas kauften, sollten sehr starke Anreize erhalten, dies zu beenden, sagte Senator Richard Blumenthal. Zudem solle die „Schattenflotte\" von Tankern, die russisches Öl transportieren, eingedämmt werden. Die Senatoren kündigen an, nach ihrer Rückkehr nach Washington auf entsprechende Gesetze zu drängen.