FAZ 21.01.2026
13:14 Uhr

Krieg in der Ukraine: Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin festgenommen


Sie soll Informationen mit Bezug zum Ukrainekrieg beschafft haben +++ Putin trifft laut Kreml am Donnerstag US-Gesandten Witkoff +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Krieg in der Ukraine: Mutmaßliche Russland-Spionin in Berlin festgenommen

Der britische Verteidigungsminister John Healey hat angesichts der russischen Bedrohung zum Zusammenhalt aufgerufen. „Wir dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind und wer unsere Verbündeten bleiben“, sagte der Minister nach einem Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen Troels Lund Poulsen in Kopenhagen.„Es sind russische Angriffe, die in der Ukraine eskalieren. Es sind russische Aktivitäten, die im hohen Norden zunehmen. Und es ist die russische Rücksichtslosigkeit, die die NATO auf die Probe stellt“, sagte Healey weiter. Ein sicheres Europa erfordere eine starke Ukraine. Dafür setzten sich Großbritannien und Dänemark gemeinsam ein.Der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen betonte die verstärkte Sicherheitszusammenarbeit der beiden Länder und der NATO in der Ostsee und der Arktis. Man sei sich einig, dass der Sicherheit im hohen Norden eine größere Priorität eingeräumt werden müsse als bisher - auch im Rahmen einer stärkeren Nato-Präsenz.Für dieses Jahr seien weitere Übungen in Grönland geplant, sagte Troels Lund Poulsen. Dazu seien auch die Amerikaner eingeladen. „Wir haben die USA über unsere Initiativen in Grönland informiert und werden im Laufe des Jahres hoffentlich auch eine amerikanische Teilnahme sehen“, sagte der Verteidigungsminister. Bislang hätten die USA noch nicht zugesagt.US-Präsident Donald Trump hatte seine Ansprüche auf das zu Dänemark gehörende Grönland beim Weltwirtschaftsforum in Davos wiederholt. Auf die Anwendung von Gewalt will er aber verzichten. „Diplomatie ist der richtige Weg“, kommentierte Healey. „Der richtige Ansatz für Grönland ist ein ruhiger Ansatz, ein Ansatz der Diskussion unter Verbündeten, und ich betrachte Präsident Trumps Rede heute als Teil der notwendigen Schritte, die wir unternehmen.“

Sich „um die Ukraine zu kümmern“ ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump Aufgabe der NATO und Europas – und nicht der USA. „Was haben die USA von all dieser Arbeit, all diesem Geld, außer Tod, Zerstörung und kolossalen Geldsummen, die an Menschen gehen, die unsere Taten nicht zu schätzen wissen?“, sagte Trump am Mittwoch in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.„Sie wissen nicht zu schätzen, was wir tun, ich spreche von der NATO, ich spreche von Europa. Es ist ihre Aufgabe, sich um die Ukraine zu kümmern, nicht unsere“, sagte Trump weiter. Die USA seien „sehr weit entfernt, ein großer und schöner Ozean trennt uns. Wir haben damit nichts zu tun“, erklärte der US-Präsident.Gleichwohl verkündete Trump, er wolle sich in Davos mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, um über eine Beendigung des Krieges zu sprechen. „Ich verhandele mit Präsident (Wladimir) Putin, und er will einen Deal. Ich verhandele mit Präsident Selenskyj und ich glaube, er will einen Deal. Ich treffe ihn heute“, sagte Trump.Kiew stellte kurz danach Trumps Äußerung richtig: Selenskyj halte sich nicht in Davos auf, sondern sei in der Ukraine. Der ukrainische Präsident hatte zuvor erklärt, das Weltwirtschaftsforum ausfallen zu lassen und sich stattdessen um die massiven, durch russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur ausgelösten Stromausfälle in seinem Land zu kümmern. 

Der Kreml bestätigt das Treffen Wladimir Putins mit den amerikanischen Emissären Steve Witkoff und Jared Kushner an diesem Donnerstag in Moskau. Entsprechend äußerte sich Dmitrij Peskow, der Sprecher des russischen Herrschers, am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, wobei sich dem Bericht nicht entnehmen ließ, dass der Kreml selbst um das Treffen ersucht, wie Witkoff dem Sender CNBC sagte. „Es ist wichtig, dass wir alle Informationen über die Erörterungen erhalten, die zwischen den Amerikanern und Europäern sowie zwischen den Ukrainern und Europäern zu verschiedenen Themen geführt wurden“, sagte Peskow weiter. „Es ist wichtig, die diesbezüglichen Vorschläge zu hören.“ Putin und seine Funktionäre haben bei etlichen Gelegenheiten klargestellt, dass Moskau selbst der ursprüngliche 28-Punkte-Katalog der Amerikaner, der als „Friedensplan“ verbreitet wurde, nicht weit genug geht. Unter anderem fordert Putin, dass die Ukrainer nicht allein, wie in dem Ausgangsentwurf vorgesehen, die beiden Donbass-Gebiete von Luhansk und Donezk Russland überlassen sollten, sondern auch die südlichen Gebiete von Cherson und Saporischschja. In dem Treffen dürfte Putin bestrebt sein, neuerlich der Ukraine und ihren europäischen Unterstützern die Schuld an der Fortdauer des russischen Angriffskrieges zu geben und den amerikanischen Präsidenten Donald Trump für sich einzunehmen. 

 Die Bundesregierung wirft Russland nach den jüngsten schweren Angriffen auf die Ukraine Kriegsverbrechen vor. „Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Russland überziehe die Ukraine im kältesten Winter seit Kriegsbeginn mit brutalen Angriffswellen auf zivile Ziele und Energieanlagen, so auch in der vergangenen Nacht. „Die Bundesregierung verurteilt diese fortgesetzten massiven russischen Luftangriffe aufs Schärfste.“Meyer erklärte mit Blick auf den russischen Präsidenten: „Putin nutzt Kälte als Waffe. Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend.“ Diese Kriegsführung solle die Ukraine zermürben und sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. „Putins Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen“, sagte der Sprecher. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj waren nach den jüngsten Angriffen mehr als eine Million Menschen allein in der Hauptstadt Kiew ohne Strom. Schon nach dem Wochenende waren 5635 Mehrfamilienhäuser in Kiew ohne Heizung. Lesen Sie dazu den Bericht von dem F.A.Z.-Korrespondenten Stefan Locke. 

Der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff reist nach eigenen Angaben am Donnerstag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten ​Wladimir Putin nach Moskau. Der Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, werde ihn begleiten, sagt Witkoff dem Sender CNBC. Das ⁠Treffen finde auf Wunsch der ​russischen Seite statt. „Ich denke, das ist eine wichtige Aussage von ihrer Seite.“ ⁠Die russische Führung hatte vergangene Woche mitgeteilt, sie bereite ‍den Empfang von Witkoff ‍und Kushner für Friedensgespräche zur Ukraine vor, nannte aber keinen Termin. Nun bestätigt das Präsidialamt in Moskau das Treffen ⁠am Donnerstag. Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow hatte vergangene Woche erklärt, die ​Gespräche ​mit US-Vertretern würden fortgesetzt. ‌Es gehe dabei um eine Lösung für ‍den seit fast vier Jahren andauernden Krieg mit Russland. ‍Die Gespräche sollen diese ⁠Woche beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos stattfinden. 

In Brandenburg sind ein Russe und ein Deutscher festgenommen worden, die jahrelang prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine unterstützt haben sollen. So sollen sie unter anderem am Transport von Drohnen in die Donbass-Region beteiligt gewesen sein, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mitteilte. In dem Verein, der dies organisierte, hätten sie „herausgehobene Stellungen“ innegehabt. Seit 2014 wurden die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk im ostukrainischen Donbass von prorussischen Separatisten kontrolliert. Nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine 2022 erklärte Moskau die Regionen für annektiert. Die Bundesanwaltschaft stuft die beiden sogenannten Volksrepubliken als ausländische terroristische Vereinigungen ein. Diese hätten ab 2014 die Kontrolle über die ukrainischen Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk beansprucht mit dem Ziel, sie von der Ukraine zu lösen. Dabei hätten sie sich intensive Auseinandersetzungen mit den ukrainischen Streitkräften geliefert und immer wieder auch Gewalt gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Ende 2022 seien sie in die Befehlsstrukturen der russischen Streitkräfte eingegliedert worden.Schon im Mai 2025 waren in dem Zusammenhang in Brandenburg und Berlin Objekte durchsucht worden, unter anderem die Wohnung eines weiteren Beschuldigten, wie die Bundesanwaltschaft ausführte. Am Mittwoch wurden dann in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland zwei Männer vom Bundeskriminalamt festgenommen.Ihre Namen gab die Bundesanwaltschaft mit Suren A. und Falko H. an, auch ihre Wohnungen wurden durchsucht. Der Verein, für den die beiden Beschuldigten seit 2016 gearbeitet haben sollen, organisierte der Behörde zufolge den Transport von Versorgungsgütern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen an die prorussischen Milizionäre in den Donbass.A. soll Vereinsgelder von mehr als 14.000 Euro dorthin geleitet und Gütertransporte finanziert haben. H. soll selbst mehrmals zu Gesprächen mit den Separatisten in die Region gereist sein. Dort habe er Lieferaufträge entgegengenommen und beim Verteilen von Gütern mitgearbeitet. Den beiden Männern wird die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen zur Last gelegt. Sie sollten am Donnerstag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet. 

Mehrere Hilfsorganisationen haben vor einer weiteren Verschlimmerung der humanitären Situation in der Ukraine gewarnt und mehr Hilfe für die Zivilbevölkerung angemahnt. „2025 war das tödlichste Jahr für Zivilistinnen und Zivilisten in der Ukraine seit der Eskalation des Krieges vor rund vier Jahren“, erklärte die internationale Hilfsorganisation Help in Bonn. So seien im vergangenen Jahr rund 2400 Zivilisten durch die Angriffe getötet und fast 12.000 verletzt worden. Das seien fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen.Derzeit träfen besonders die Angriffe auf zivile Energie- und Heizinfrastruktur die Bevölkerung hart. „Die Attacken auf das ukrainische Energiesystem nehmen immer mehr zu. Die Folgen sind dramatisch: Stromausfälle, eingeschränkte Wasser- und Heizversorgung und damit zusätzliche Risiken für die betroffenen Menschen, insbesondere bei aktuell bis zu minus 25 Grad Celsius“, sagte der Help-Landesdirektor in der Ukraine, Oleksandr Novykov.Auch die Hilfsorganisation Care verweist auf die dramatische Lage. „Das Leid der Zivilbevölkerung in der Ukraine übersteigt inzwischen unsere schlimmsten Befürchtungen. Nacht für Nacht werden Energie- und Heizsysteme angegriffen - gezielt jene Infrastruktur, die Menschen am dringendsten brauchen, um bei eisigen Temperaturen zu überleben“, erklärte der Care-Länderdirektor in der Ukraine, Michael McGrath. Die Zivilbevölkerung bezahle derzeit „den höchsten Preis dieses Krieges“. Deshalb dürfe die internationale Gemeinschaft nicht wegsehen.Die Hilfsorganisation Malteser hob die seelischen Folgen der andauernden Angriffe durch Russland hervor. „Unsere Psychologinnen und Psychologen warnen, dass sich der psychische Zustand der Menschen zunehmend verschlechtert“, sagte der Programmmanager von Malteser International in der Ukraine, Philipp Gliesche. „Stress wird, vor allem im Osten des Landes und der Hauptstadt, nicht mehr als akute Reaktion auf bestimmte Ereignisse wahrgenommen, sondern als permanenter Hintergrund des Lebens.“ 

Der Kreml-Gesandte Kirill Dmitriew hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in der Schweiz eigenen Angaben zufolge „konstruktive“ Gespräche mit den amerikanischen Gesandten über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine geführt. „Die Treffen sind konstruktiv, und immer mehr Menschen erkennen, dass Russlands Position richtig ist“, behauptete Dmitriew am Dienstag nach einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner.Dmitriew hatte zuvor im Onlinedienst X erklärt, dass er in Davos eingetroffen sei, und dazu ein Friedenstauben-Emoji gepostet. Er hatte für die russische Regierung bereits im Dezember an Gesprächen in Florida mit Kushner und Witkoff über die Zukunft der Ukraine teilgenommen.

Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, ​Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, hieß es. Ganze Wohnblöcke seien ⁠ohne Strom. Eine ​russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor.

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands sind nach offiziellen Angaben acht ⁠Menschen verletzt worden. In ​der Republik Adygeja sei ein Wohnhaus getroffen worden, teilte ⁠Gouverneur Murat Kumpilow auf ‍Telegram mit. Sieben der ‍Verletzten, darunter ein Kind, würden im Krankenhaus behandelt. In der benachbarten Region ⁠Krasnodar sei nach Angaben von Gouverneur Wenjamin ​Kondratjew ​ein weiteres Wohnhaus beschädigt ‌und die Bewohner in ‍Sicherheit gebracht worden. Eine ukrainische Stellungnahme ‍liegt zunächst nicht ⁠vor.

Nach den schweren russischen Angriffen sind dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge mehr als eine Million Verbraucher allein in Kiew ohne Strom. Mehr als 4000 Hochhäuser in der Dreimillionenstadt seien ohne Heizung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. Er forderte den Energieversorger Ukrenergo, die Regierung, regionale Behörden und Stadtverwaltungen - dabei explizit die der Hauptstadt - auf, jede Stunde an der Energieversorgung zu arbeiten. Selenskyj kritisierte außerdem erneut die Flugabwehr. Die Arbeit der Luftstreitkräfte gegen die Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed sei unbefriedigend, sagte er. Die Arbeit der Luftstreitkräfte müsse anders organisiert werden. Darüber sei mit Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow gesprochen worden, führte er aus und kündigte Konsequenzen an. 

Rund jeder sechste Bewohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. „Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Stadt zu verlassen, aber momentan schrumpft die Bevölkerung.“ Angesichts der verschärften russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hatte Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung aufgerufen.Nach einem russischen Angriff in der Nacht zum Dienstag war bei fast der Hälfte der Wohnungen in Kiew bei zweistelligen Minusgraden Strom und Heizung ausgefallen. „Die Temperatur liegt bei fast minus 20 Grad und Putin nutzt dies, um den Widerstand zu brechen“, kritisierte Klitschko.Am 9. Januar hatte die russische Armee ihren bislang heftigsten Angriff auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt ausgeführt. Zahlreiche Kiewer hatten tagelang keinen Strom. In einem außergewöhnlichen Appell hatte Bürgermeister Klitschko die betroffenen Bürger aufgerufen, die Stadt nach Möglichkeiten vorübergehend zu verlassen. 

In der Ukraine sind das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl und andere atomare Anlagen in der radioaktiv verseuchten Sperrzone um das AKW wieder am Stromnetz. „Das Kraftwerk ist mit den notwendigen Treibstoffvorräten und funktionierenden Reservestromquellen für den Fall neuer (russischer) Angriffe ausgestattet“, versicherte das Energieministerium in Kiew in einer Mitteilung. Die Strahlungswerte um die Industrieanlagen und im Sperrgebiet seien innerhalb der Normen. 

Für den Unterhalt der ukrainischen Armee sind nach Angaben der Regierung innerhalb der nächsten zehn Jahre mehrere Hundert Milliarden Euro notwendig. „Wenn sich die Situation nicht ändert, das heißt das aggressive Verhalten Russland bezüglich Europas und der Welt, dann kann das in den nächsten zehn Jahren bis zu 700 Milliarden US-Dollar (gut 600 Milliarden Euro) kosten“, sagte der für die EU- und NATO-Integration zuständige ukrainische Vizeregierungschef Taras Katschka bei einer Diskussionsveranstaltung beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Wirtschaftsminister Olexij Sobolew zufolge handelt es sich bei der Summe um Verteidigungsausgaben, die nicht im ukrainischen Etat festgeschrieben sind – und somit von außerhalb kommen müssen. Den dazu kommenden ukrainischen Anteil aus dem Haushalt an den Verteidigungsausgaben der kommenden zehn Jahre bezifferte er auf umgerechnet 425 Milliarden Euro.