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29.12.2025
11:51 Uhr
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Russland droht mit militärischen Vergeltungsschlägen +++ Ukraine weist russische Anschuldigungen als „Lüge“ zurück +++ Italien will die Ukraine auch 2026 mit Militärhilfen unterstützen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Donald Trump hat den angeblichen Angriff der Ukraine auf die Residenz von Wladimir Putin kritisiert. Angesichts der derzeit laufenden Gespräche über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine sei es „nicht der richtige Zeitpunkt“ für einen solchen Angriff, sagte Trump am Montag zu Journalisten auf seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida. „Es ist eine Sache, offensiv zu sein, weil sie offensiv sind. Es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen\", sagte Trump. Er bestätigte das Telefonat mit Putin. Er selbst habe ihn in diesem darüber informiert, „dass er angegriffen wurde. Das ist nicht gut“, betonte der US-Präsident und fügte hinzu, er sei „sehr wütend darüber“.
Die russische Armee rückt in der Ukraine nach Angaben der Militärführung in Moskau in den Gebieten Saporischschja und Donezk „sehr dynamisch“ vor. Die russischen Truppen stünden bereits 15 Kilometer im Süden vor der Grenze der Gebietshauptstadt Saporischschja, teilten Militärs bei einer Sitzung mit Kremlchef Wladimir Putin mit. Putin sagte, dass die ukrainischen Streitkräfte sich zwar sehr lange auf eine Verteidigung vorbereitet hätten, aber die russische Armee erledige die Aufgabe der Einnahme Saporischschjas. Die Einheiten „Dnepr“ und „Wostok“ (Osten) sollten die Stadt gemeinsam einnehmen, sagte er.Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte, alles laufe „sehr dynamisch“ und nach Plan. „Tatsächlich haben wir im Dezember das maximale Tempo des Jahres erreicht“, sagte er. Es werde derzeit mehr erreicht als vorgesehen.
Putin hat Trump in einem Telefonat über den angeblichen Angriff auf seine Residenz informiert, sagte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow. Der US-Präsident sei „schockiert“ gewesen von den Schilderungen Putins, behauptete er. „Angesichts des von Kiew ausgeübten Staatsterrorismus kann die russische Seite nicht anders handeln“, betonte Uschakow. „Dies wurde sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.“ Zugleich habe Putin betont, „dass die russische Seite weiterhin eng und fruchtbar mit den amerikanischen Partnern zusammenarbeiten will, um Wege zum Frieden zu finden“.
Die Ukraine wies die Vorwürfe, die Residenz Putins angegriffen zu haben, umgehend als Lüge zurück. Russland wolle mit den Anschuldigungen den Fortschritt bei den Gesprächen zwischen der Ukraine und den USA untergraben, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Tatsächlich sei es so, dass Russland den Boden für einen Angriff auf ukrainische Regierungsgebäude in Kiew vorbereite. Die USA sollten auf die russischen Drohungen entsprechend reagieren, forderte der Präsident. Er habe zudem bereits mit Bundeskanzler Friedrich Merz über die russischen Behauptungen gesprochen. Auch der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha wies die russischen Angaben zurück. „Die übliche russische Taktik: Man beschuldigt die andere Seite für das, was man selbst tut oder plant“, schrieb er auf X.
Die italienische Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni will die Ukraine auch 2026 weiterhin mit umfangreichen Militärhilfen unterstützen. Die rechte Regierung in Rom billigte ein Dekret, mit dem die Lieferung weiterer militärischer Güter und Ausrüstung an Kiew für die Abwehr gegen den russischen Angriffskrieg auch im kommenden Jahr erlaubt wird.Die Entscheidung war ursprünglich für Anfang Dezember geplant, hatte sich jedoch verzögert – unter anderem wegen Forderungen der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega von Vize-Ministerpräsident Matteo Salvini nach Änderungen am Erlasstext. Die Partei drängte darauf, zivile Hilfen stärker zu betonen und Waffenlieferungen ausdrücklich als defensiv darzustellen. Letztlich einigte sich die Regierung auf kleinere sprachliche Anpassungen, ohne jedoch den Inhalt des Dekrets wesentlich zu verändern. Neben der Verlängerung der militärischen Unterstützung sieht der Beschluss auch die Verlängerung von Aufenthaltstiteln für bestimmte ukrainische Staatsbürger vor.
Nach dem Treffen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend in Florida haben die beiden in einer Videokonferenz mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs gesprochen, unter anderem mit Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Ministerpräsidenten Keir Starmer. In Berlin hieß es dazu am Montag, es habe sich um ein „sehr konstruktives Gespräch“ gehandelt, besonders hinsichtlich der Sicherheitsgarantien, die die Ukraine im Falle eines Waffenstillstands bekommen solle. Unklar sei jedoch weiterhin die Position Russlands zu den territorialen Fragen. Die Gespräche sollten „in hoher Intensität“ auf Beraterebene fortgesetzt werden.
Die Grünen haben mit Blick auf die Gespräche über ein Ende des Kriegs in der Ukraine mehr internationalen Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin gefordert. „Er ist der Aggressor. Er führt diesen Krieg und fügt den Menschen in der Ukraine unendliches Leid zu“, sagte die Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es brauche daher jetzt „mehr Druck auf Putin“.„Die Ukraine ist es, die ein Ende des Krieges will. Sie ist es, die zu Verhandlungen bereit ist, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Haßelmann weiter. Dies habe der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zum wiederholten Mal bei seinem jüngsten Treffen mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Mar-a-Lago deutlich gemacht. Die Ukraine habe als angegriffener Staat zudem „für sich schmerzliche Angebote gemacht“.Hingegen bombardiere Putin die Ukraine mit unverminderter Härte weiter, warf Haßelmann dem russischen Präsidenten vor. Dieser sei „nicht zu einem Waffenstillstand bereit, geschweige denn zu ernsthaften Friedensverhandlungen“. Nur Putin sei es aber, der den von Russland begonnenen Krieg stoppen könne.Konkret forderte die Grünen-Fraktionschefin weitere Sanktionen gegen Russland sowie ein härteres Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte. „Zögerliche Uneinigkeit“, wie sie die EU zuletzt bei den eingefrorenen Vermögenswerten gezeigt habe, müsse hingegen vermieden werden.„Wir müssen uns immer vergegenwärtigen, es geht Putin nicht nur um die Ukraine“, sagte Haßelmann zudem. „Es geht auch um unseren Frieden, unsere Sicherheit und unsere Freiheit in Europa, die es zu schützen gilt.“ Dafür sei ein „entschlossenes und gemeinsames Handeln Europas“ notwendig.Nach den Gesprächen mit Selenskyj in Mar-a-Lago hatte Trump von „Fortschritten“ gesprochen. Allerdings sind offensichtlich weiterhin noch zentrale Fragen ungeklärt. Zu Irritationen führten zudem lobende Worte des amerikanischen Präsidenten für Putin, mit dem Trump vor dem Treffen mit Selenskyj telefoniert hatte. „Fest steht: Nichts geht ohne die Ukraine und über den Kopf der Ukraine hinweg“, sagte dazu Haßelmann. Sie äußerte sich auch zurückhaltend zu der Frage, wie belastbar mögliche Absprachen zwischen Trump und Selenskyj sind. Das „bleibt offen“, sagte die Grünen-Fraktionschefin.
Die US-Regierung hat der Ukraine nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj „starke“ Sicherheitsgarantien für einen Zeitraum von 15 Jahren mit Möglichkeit zur Verlängerung angeboten. „Ich wollte wirklich, dass diese Garantien länger sind“, sagte Selenskyj in einem Chat per Messengerdienst mit Journalisten am Montag. Er habe US-Präsident Donald Trump bei ihrem Treffen am Sonntag in den USA gesagt, Kiew würde gerne „die Möglichkeit von 30, 40, 50 Jahren in Betracht ziehen“. Der US-Präsident habe entgegnet, er würde über den Vorschlag nachdenken.Selenskyj betonte zudem, dass der Krieg ohne Sicherheitsgarantien nicht als „wirklich beendet“ gelten könne. „Wir können nicht anerkennen, dass er zu Ende ist, denn mit einem solchen Nachbarn besteht weiterhin das Risiko erneuter Aggression“, sagte der ukrainische Präsident. Sobald der Krieg beendet sei und die Ukraine Sicherheitsgarantien erhalten habe, werde Kiew das Kriegsrecht aufheben.
In Moskau wird das Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump sowie dessen anschließendes Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj positiv bewertet. „Es herrscht das Empfinden, dass sich eine Bewegung voran andeutet“, schrieb der Vizechef des Föderationsrats (Oberhaus des russischen Parlaments) Konstantin Kossatschow, der als einer der profiliertesten Außenpolitiker des Landes gilt, auf Telegram. Er lobte die US-Position als ausgewogen und zielorientiert.„Eins ist klar: Die Schlüssel zur Regulierung (des Konflikts) haben Russland und die USA, die Europäer werden nach wie vor Bosheiten machen und Selenskyj wird nervös am Spielfeldrand rauchen“, schrieb er. Der echte Verhandlungsprozess sei durch das Telefonat zwischen Trump und Putin angestoßen worden, meinte Kossatschow. Bedeutend sei die Abmachung über zwei Verhandlungszweige: einen zu Sicherheitsfragen und einen zu wirtschaftlichen Themen. Die Gespräche zwischen Europäern und Ukrainern hingegen bezeichnete er als wertlos.
Mehrere Ukraine-Unterstützerstaaten wollen sich nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Anfang Januar in Paris beraten. „Wir versammeln die Länder der Koalition der Willigen (...), um die konkrete Beteiligung jedes einzelnen festzulegen“, schrieb Macron am Montag im Onlinedienst X. Er und weitere europäische Spitzenpolitiker hatten am Sonntag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenksyj und US-Präsident Donald Trump telefoniert.Zur „Koalition der Willigen“ aus Ländern, die über Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach einem möglichen Waffenstillstand mit Russland beraten, zählen gut 30 überwiegend europäische Staaten.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump und führenden europäischen Politikern für Januar angekündigt. Trump werde sie in Washington empfangen, sagt Selenskyj. Weitere Einzelheiten nennt er zunächst nicht.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, europäischen Staats- und Regierungschefs sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von „guten Fortschritten“ bei den Friedensverhandlungen. Europa sei bereit, weiter mit der Ukraine und den US-Partnern zusammenzuarbeiten, um diese Fortschritte zu festigen, sagt sie. Unerlässlich seien „unumstößliche Sicherheitsgarantien“ vom ersten Tag an. Das Gespräch anlässlich des Treffens von Trump und Selenskyj in Florida habe eine Stunde gedauert.
US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj haben bei ihrem Treffen in Florida nach Angaben Trumps „große Fortschritte“ erzielt. „Wir kommen (einer Einigung) viel näher, vielleicht sogar sehr nahe“, sagte Trump am Sonntag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Selenskyj in seiner Privatresidenz Mar-a-Lago. Die kommenden Wochen würden zeigen, ob eine Lösung zur Beendigung des Ukraine-Kriegs erreicht werden könne.Trump sprach von einem fantastischen Treffen mit Selenskyj. Man sei einem russisch-ukrainischen Abkommen seiner Meinung nach viel näher gekommen. Allerdings gebe es noch ein oder zwei schwierige Fragen. Selenskyj bestätigte seinerseits, er habe eine großartige Diskussion mit Trump geführt. „Wir haben vereinbart, dass sich unsere Teams in den kommenden Wochen treffen werden, um alle besprochenen Angelegenheiten abzuschließen“, sagte Selenskyj. Das Problem der Sicherheitszusagen sei zu 100 Prozent gelöst, der US-Präsident meinte dagegen zu 95 Prozent.Dem US-Präsidenten zufolge schalteten sich auch europäische Staats- und Regierungschefs zu. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb anschließend auf dem Kurznachrichtendienst X, es seien gute Fortschritte bei der etwa einstündigen Schalte erzielt worden. Europa sei bereit, weiter mit der Ukraine und den US-Partnern zusammenzuarbeiten, um diese Fortschritte zu festigen. Unerlässlich seien „unumstößliche Sicherheitsgarantien“ vom ersten Tag an. Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew schrieb in einer ersten Reaktion auf X: „Die ganze Welt würdigt die Friedensbemühungen von Präsident Trump und seinem Team.“Vor dem Gespräch mit Selenskyj hatte Trump angekündigt, im Anschluss abermals mit dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin zu telefonieren. Nach Angaben des Kreml fordern Trump und Putin von der Ukraine eine rasche Entscheidung über den Donbass. Darauf hätten sich die beiden Staatsoberhäupter in ihrem Telefonat verständigt, sagte der außenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow. Moskau verlangt den Rückzug der Ukraine aus dem Donbass. „Um (den Konflikt) zu beenden, muss Kiew eine mutige Entscheidung treffen“, sagte Uschakow vor Journalisten in Moskau. Seinen Angaben nach sind Trump und Putin auch der Ansicht, dass ein von der EU und der Ukraine vorgeschlagener Waffenstillstand den Konflikt verlängern würde.
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Mar-a-Lago empfangen. Kurz vor dem Beginn der Gespräche sagte Trump, beide Konfliktparteien wollten Frieden, und er sei zuversichtlich, dass eine Einigung erzielt werden könne. Er habe dafür aber keine Fristen, so Trump auf Nachfrage. Man könne nun weiter vorankommen. Auch eventuelle Gebietsabtretungen sollen Teil des Gespräches sein, aber die Ukraine solle „große wirtschaftliche Vorteile“ davontragen. Er werde nach dem Gespräch mit Selenskyj abermals mit dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin telefonieren, sagte Trump weiter. Auch mit den europäischen Staats- und Regierungschefs wolle er sprechen. Kurz zuvor hatte der Kreml mitgeteilt, Trump und der russische Präsident Wladimir Putin forderten von der Ukraine eine rasche Entscheidung über den Donbass. Darauf hätten sich die beiden Staatsoberhäupter in ihrem Telefonat verständigt, sagte der außenpolitische Berater des Kreml, Juri Uschakow. Moskau forderte dann kaum verhohlen abermals den Rückzug der Ukraine aus dem Donbass. „Um (den Konflikt) zu beenden, muss Kiew eine mutige Entscheidung treffen“, sagte Uschakow vor Journalisten in Moskau. Seinen Angaben nach sind Trump und Putin auch der Ansicht, dass ein von der EU und der Ukraine vorgeschlagener Waffenstillstand den Konflikt verlängern würde. Uschakow zufolge ging das Telefonat auf die Initiative Trumps zurück und dauerte etwa eine Stunde und 15 Minuten. Nach dem Treffen Trumps mit Selenskyj in Florida wollen Trump und Putin demnach abermals miteinander sprechen. „Ich denke, wir sind in der Endphase der Gespräche“, sagte Trump vor dem Treffen mit Selenskyj. Sollte keine Einigung erreicht werden, würden die Kämpfe „für eine lange Zeit“ weitergehen. Der russische Präsident habe ebenso wie Selenskyj „ernste“ Friedensabsichten, sagte Trump. Der US-Präsident betonte, die Ukraine werde im Falle einer Einigung auf einen Friedensplan „starke“ Sicherheitsgarantien erhalten, an denen sich auch die Europäer beteiligen sollen.