FAZ 03.01.2026
11:40 Uhr

Krieg in der Ukraine: Kiesewetter und Strack-Zimmermann: Einsatz der Bundeswehr in Ukraine ist möglich


Selenskyj tauscht ukrainischen Verteidigungsminister aus +++ Budanow neuer ukrainischer Präsidialamtschef +++ Tausende Kinder sollen ukrainische Orte an der Front verlassen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Krieg in der Ukraine: Kiesewetter und Strack-Zimmermann: Einsatz der Bundeswehr in Ukraine ist möglich

In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten „Koalition der Willigen\" zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Freitag ankündigte. Auch Vertreter der EU und der NATO seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.In der kommenden Woche will Selenskyj in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen. Die internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, hatten sich jüngst wieder intensiviert. Am Sonntag waren Selenskyj und Trump in dessen Privatanwesen in Florida zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide Seiten meldeten danach Fortschritte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will abermals den Posten des Verteidigungsministers für den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg neu besetzen. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, solle das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, kündigte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft an. Das ukrainische Parlament muss der Personalie zustimmen.Schmyhal war erst im Sommer als Regierungschefs entlassen und anstelle von Rustem Umjerow als Verteidigungsminister eingesetzt worden. Er solle eine andere, für die Stabilität des Landes nicht weniger wichtige Aufgabe übernehmen, sagte Selenskyj. „Ich habe beschlossen, die Arbeitsweise des Verteidigungsministeriums zu ändern“, sagte Selenskyj. Fedorow beschäftige sich intensiv mit dem Einsatz von Drohnen in dem Krieg und arbeite sehr effektiv an der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und Prozesse. „Zusammen mit unserem gesamten Militär, der Militärführung, den nationalen Waffenherstellern und den Partnern der Ukraine müssen wir im Verteidigungsbereich solche Veränderungen umsetzen, die hilfreich sind“, sagte Selenskyj.Die Personalie ist ein weiterer Baustein einer von Selenskyj angestoßenen Neuaufstellung des Verteidigungs- und Sicherheitsapparats in der Ukraine. „Heute haben wir einen grundlegenden Neustart begonnen – interne Veränderungen, damit die Ukraine stabiler wird“, sagte Selenskyj. Wegen Problemen in der Vergangenheit gebe es eine „Welle personeller Veränderungen“. Weitere sollen demnach folgen.

Die ukrainischen Behörden haben angeordnet, dass mehrere tausend Kindern und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk in Sicherheit gebracht werden. Wegen der „schwierigen Sicherheitslage“ sei beschlossen worden, mehr als 3000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram. Russische Soldaten waren in den vergangenen Monaten in beiden Gebieten vorgerückt.Nach Angaben des Ministers gab es bereits in den letzten Dezembertagen Evakuierungen der Region Tschernihiw im Norden des Landes. Insgesamt seien seit dem 1. Juni 2025 150.000 Menschen aus Frontgebieten in sicherere Gebiete gebracht worden, erklärte Kuleba. Die meisten Zwangsevakuierungen, die Zivilisten betrafen, hatte es in den vergangenen Jahren in der Region Donezk im Osten der Ukraine gegeben, wo ein Großteil der Kämpfe stattfand. Die russische Armee rückt aber auch in der Region Dnipropetrowsk vor, in die sie im Sommer 2025 eingedrungen war, und in die Region Saporischschja, wo die Front über lange Zeit eingefroren war.

Der ukrainische Auslandsnachrichtendienst SZRU hat vor russischen Provokationen rund um das orthodoxe Weihnachtsfest am 6. und 7. Januar gewarnt. Russland bereite demnach eine Fortsetzung seiner Operationen zur Sabotage der Friedensverhandlungen zwischen den USA und der Ukraine vor. Der SZRU rechnet laut der Mitteilung mit Provokationen „mit erheblichen menschlichen Opferzahlen“ an einem symbolischen Ort in Russland oder in den besetzten Gebieten. Der Auslandsnachrichtendienst prognostiziert auf diese Weise einen russischen Angriff auf eigene Staatsbürger, um den Eindruck eines ukrainischen Angriffs zu erwecken. Dafür plane Moskau auch, Trümmer westlicher Kampfdrohnen an den Ort des Geschehens zu verbringen, schreibt der SZRU. „Die Ausnutzung von Angst und die Verübung von Terroranschlägen mit menschlichen Opfern unter fremder Flagge entspricht voll und ganz der Arbeitsweise der russischen Geheimdienste.“Zuletzt hatte Moskau nach Gesprächen zwischen den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Donald Trump einen ukrainischen Angriff auf eine Residenz Wladimir Putins beklagt. Der Vorstoß wirkte improvisiert, auch die Drohnenabschusszahlen des Verteidigungsministeriums wurden nicht auf die späteren Angaben abgestimmt. Am Neujahrstag vermeldeten russische Stellen dann einen ukrainischen Angriff auf eine Silvesterparty in einem Café im russisch besetzten Teil des Gebiets Chersons, bei dem es nach Moskauer Angaben mehr als 20 Todesopfer gegeben haben soll. 

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat ein Video veröffentlicht, auf dem die inszenierte Tötung des rechtsextremen Kämpfers Denis Kapustin zu sehen sein soll. Nach Angaben des Dienstes gelang es mithilfe der Aufnahmen, den russischen Auftraggebern eine Prämie zu entlocken. Man habe mit der Operation das Leben Kapustins gerettet und ein feindliches Agentennetz enttarnt, schrieb der Dienst zu dem Video. 

In der Ukraine sind bei einem Angriff auf die Großstadt Charkiw nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unbekannt. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen das Töten fortzusetzen. Charkiws Bürgermeister Ihor Terechow schrieb bei Telegram zunächst von 16 Verletzten und erheblichen Schäden nach einem Treffer auf ein Hochhaus. 

Der ukrainische Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow wird künftig das Präsidialamt leiten. Budanow teilte am Freitagnachmittag in sozialen Medien mit, er habe ein Angebot des Präsidenten angenommen und ihm für dessen Vertrauen gedankt. Budanow schrieb weiter, er betrachte es als große „Ehre und Verantwortung, sich in dieser historischen Zeit auf Fragen der strategischen Sicherheit des Staates“ zu konzentrieren. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Budanow die Leitung des Präsidialamts zuvor in einem Treffen angeboten. Dies geht aus einem Beitrag Selenskyjs in sozialen Medien hervor. Darin schrieb der Präsident, das Land müsse sich stärker „auf Fragen der Sicherheit, der Weiterentwicklung der Armee und auf die Verhandlungen konzentrieren“. Der Leiter des Präsidialamts ist auf dem Papier nicht einmal Teil der Regierung, er wird ohne demokratische Wahl vom Präsidenten bestimmt. In der Praxis gilt die Position aber als mächtig, insbesondere während des Krieges, da die Entscheidungsfindung stark zentralisiert ist. Kyrylo Budanow stand mehr als fünf Jahre an der Spitze des Militärgeheimdienstes HUR. In dieser Rolle wurde er in der Ukraine einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Nach fast vier Jahren russischer Vollinvasion gehört er zu den beliebtesten Vertretern aus dem Verteidigungsbereich, mitunter wird in Wahlumfragen deshalb bereits sein Name abgefragt. Budanow wusste sich stets zu inszenieren, etwa durch Fernsehinterviews, in denen er Zukunftsprognosen zum Fortgang des Krieges wagte. Im Hinblick auf Operationen beließ er es hingegen oft bei Andeutungen oder vielsagendem Schweigen. Der HUR verantwortete aufsehenerregende Aktionen, etwa Angriffe auf die Krimbrücke oder Übertritte auf russisches Gebiet. Am Freitagnachmittag war zunächst nicht bekannt, wer den Militärgeheimdienst künftig leiten wird. Bereits Ende November hatte Selenskyj seinen umstrittenen Präsidialamtschef und engen Vertrauten Andrij Jermak entlassen. Kurz zuvor hatten Antikorruptionsbehörden dessen Wohnung durchsucht. Jermak galt als einflussreich, er vertrat Kiew auch bei Verhandlungen mit der amerikanischen Regierung. Für Zivilgesellschaft und Opposition hingegen war er das zentrale Feindbild; insbesondere weil nach Kriegsbeginn direkte Kritik am Präsidenten verpönt war. Kritiker warfen Jermak Machtmissbrauch und Einschüchterung vor.

Der ukrainische Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow wird künftig das Präsidialamt leiten. Dies bestätigte Budanow in einem Beitrag in sozialen Medien. Darin bezeichnete er es als große „Ehre, mich in dieser für die Ukraine historischen Zeit auf die entscheidenden Fragen der strategischen Sicherheit unseres Staates zu konzentrieren“. 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem gegenwärtigen Leiter des Militärgeheimdiensts HUR, Kyrylo Budanow, angeboten, das Präsidialamt zu leiten. Das teilte Selenskyj am Freitagvormittag in sozialen Medien mit. Das Land müsse sich stärker „auf Fragen der Sicherheit, der Entwicklung der Armee und auf Verhandlungen konzentrieren“. Der Präsidialamtsleiter werde sich hauptsächlich damit befassen.Ende November hatte Selenskyj den umstrittenen Präsidialamtschef und Vertrauten Andrij Jermak nach Durchsuchungen der Antikorruptionsbehörden entlassen. Jermak galt als sehr einflussreich, er vertrat die Regierung auch bei wichtigen Verhandlungen mit den Amerikanern. 

Mit einer ungewöhnlichen Übergabezeremonie sind am Donnerstagabend Russlands Bemühungen, den amerikanischen Präsidenten Donald Trump für eine härtere Gangart gegenüber der Ukraine zu gewinnen, in eine neue Runde gegangen. Weiter geht es um die am vergangenen Montag angesichts des ohne Eklat verlaufenen Gipfeltreffens zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgebrachte Geschichte von einem angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf Wladimir Putins Residenz im Waldaj-Höhenzug zwischen Moskau und Sankt Petersburg. Kaum hatten amerikanische Medien berichtet, der Chef des Auslandsgeheimdiensts CIA, John Ratcliffe, habe Trump am Mittwoch unterrichtet, dass in der Nacht auf Montag nicht Putins Residenz, sondern ein militärisches Objekt im Nowgoroder Gebiet Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs geworden sei, bestellte Igor Kostjukow, der Leiter des russischen Militärgeheimdienstes GRU, einen Vertreter des Militärattachés an der amerikanischen Botschaft in Moskau ein. Er übergab dem Diplomaten ein angebliches Steuerungselement einer der nach russischen Angaben in der fraglichen Nacht abgeschossenen 91 Drohnen sowie „Entzifferungen“ von Zieldaten, die GRU-Spezialisten vorgenommen hätten. Die Daten, sagte Kostjukow, bestätigten eindeutig, dass Ziel des Angriffs die Präsidentenresidenz gewesen sei. Die Übergabe werde dazu dienen, „die Wahrheit festzustellen“, schloss der GRU-Leiter. Mindestens aus der jüngeren Vergangenheit ist keine solche Aktion erinnerlich. Sie zeigt, dass Moskau seine bisherigen Bemühungen in dieser Einflussoperation für unzureichend erachtet. Putins Sprecher, Dmitrij Peskow, hatte den angeblichen Angriff auf Putin auch als solchen auf Trump und dessen Friedensbemühungen dargestellt, für Belege aber an das Militär verwiesen. Dieses war von der zunächst von Außenminister Sergej Lawrow erzählten Angriffsgeschichte offenkundig überrumpelt worden und hatte seine Verlautbarungen erst im Nachhinein daran angepasst. Auch die am Mittwoch erfolgte Präsentation angeblicher Flugrouten der Drohnen und die Verbreitung von Aufnahmen von Drohnentrümmern im Schnee reichten danach nicht aus, um Trump für die russische Version zu gewinnen. Das Verteidigungsministerium holte zwar einen Mann vor die Kamera, der sagte, er habe in der Kleinstadt Waldaj nahe der Residenz das Geräusch von (Flugabwehr-)Raketen gehört; das unabhängige Portal Moschem Objasnit berichtete aber, 14 befragte Bewohner von Waldaj hätten keine Drohnen oder Abschüsse gehört und auch keine SMS-Warnungen erhalten, wie sie sonst verschickt werden. Das erhärtet die Vermutung, dass Moskaus Führung die Geschichte am Montag spontan aufbrachte und dabei womöglich die Beeinflussbarkeit Trumps überschätzt hat. Der amerikanische Präsident teilte nach der Unterrichtung durch den CIA-Chef einen Kommentar der Zeitung „New York Post“ in seinem Truth-Social-Netzwerk mit der Überschrift „Putins ‚Attacke‘-Getöse zeigt, dass Russland derjenige ist, der einem Frieden entgegensteht“. Darin wird der russische Ansatz kritisiert, trotz ständiger Angriffe auf ukrainische Zivilisten und mehrerer Versuche, Selenskyj zu töten, zu behaupten, Gewalt in Putins Nachbarschaft verdiene besondere Empörung. „Jeder Angriff auf Putin ist mehr als gerechtfertigt.\" Zum anderen heißt es, der Drohnenangriff habe „wahrscheinlich nie stattgefunden“, überhaupt sei „Putins ganzer Krieg eine Lüge“ und Russland arbeite auf der ganzen Welt gegen Trump.    

Zwischen der Ukraine und der neuen Regierung der Tschechischen Republik ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Kiews Botschafter in Prag protestierte nun gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Dieser hatte in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen „sinnlosen Krieg“ fortzuführen. Die ukrainische Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschimpfte er laut Medienberichten als korrupte „Diebe“.In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Vasyl Zvarych die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, „unter dem Einfluss russischer Propaganda“ zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.In der Tschechischen Republik regiert seit wenigen Wochen eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der rechtspopulistischen ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis. Tschechien zählte bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine. Ob es unter der neuen Regierung dabei bleibt, ist fraglich.

Im russisch kontrollierten Teil des Gebiets Cherson sollen der Besatzungsverwaltung zufolge mehr als 24 Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet worden sein. Ein Café im Dorf Chorly am Schwarzen Meer sei von drei Drohnen getroffen worden, als dort Silvester gefeiert wurde, teilte Verwaltungschef Wladimir Saldo auf Telegram mit. Er sprach morgens zunächst von 24 Toten, sagte aber später, dass die Zahl höher liege. Das russische Außenministerium sprach von einem Terroranschlag, bei dem auch 50 Menschen verletzt worden seien. Auch Kremlchef Wladimir Putin ließ sich von Saldo informieren, wie das Präsidentenamt mitteilte.Der ukrainische Generalstab wies die Darstellung als falsch und typische russische Desinformation zurück. Ziel der Russen sei es, mit solchen Falschbehauptungen Einfluss auf die Partner der Ukraine und den Verlauf der Friedensverhandlungen zu nehmen.

Die Nachricht vom Tod des für die Ukraine kämpfenden russischen Nationalisten Denis Kapustin war nach An­gaben des ukrainischen Militärgeheimdiensts HUR eine „Spezialoperation“ zur Täuschung Russlands. Der HUR veröffentlichte auf Telegram ein Video, in dem Geheimdienstchef Kirill Budanow Kapustin zur „Rückkehr“ gratuliert. Der HUR habe eine angeblich von den russischen Geheimdiensten ausgeschriebene Belohnung für die Tötung Kapustins in Höhe von 500.000 Dollar kassiert und werde sie für neue „Spezialoperationen“ nutzen. In dem Video berichtet der Leiter einer HUR-Sondereinheit Budanow über die  Operation. Auch Kapustin ist in der Aufnahme zu sehen. Er bekundet seine Bereitschaft, weiter für die Ukraine zu kämpfen.Das von Kapustin gegründete und geführte „Russische Freiwilligenkorps“ (RDK) hatte am 27. Dezember mit­geteilt, Kapustin sei bei Kämpfen im Gebiet Saporischschja im Süden der Ukraine getötet worden. Die Einheit hatte im Frühjahr 2023 Aufsehen erregt, als sie zweimal von der Ukraine aus auf russisches Staatsgebiet vorstieß. Die Einheit setzt sich aus emigrierten russischen Nationalisten und Rechtsextremisten zusammen, deren Ziel der gewaltsame Sturz des Regimes von Wladimir Putin ist.

Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur in Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben des Verteidigungsministers Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.Das Bundesverteidigungsministerium hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals. Norwegen kündigte im Sommer an, die Lieferung der zwei Systeme an Kiew finanziell zu unterstützen.