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24.11.2025
12:49 Uhr
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Ukraine meldet „massiven Angriff“ auf die Energieinfrastruktur +++ Kreml lehnt europäischen Vorschlag für Friedensplan ab +++ Merz: Frieden in der Ukraine gibt es nicht über Nacht +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Bundesaußenminister Johann Wadephul begrüßt, dass die Gespräche zwischen Russland und den USA zur Beendigung des Angriffskriegs gegen die Ukraine fortgesetzt werden. Dies sei „ein gutes Zeichen\", sagte Wadephul auf dem Berliner Forum Außenpolitik der Körber Stiftung. Es gebe jetzt die Chance, dass es schrittweise zu Verhandlungen kommen könne. „Das ist doch entscheidend\", betont Wadephul. Zu Einzelheiten der aktuellen Vorlage des Plans will der Minister nichts sagen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist möglicherweise in den nächsten Tagen in die USA, um ein Abkommen mit US-Präsident Donald Trump zur Beendigung des Krieges mit Russland zu schließen. Man freue sich darauf, den Besuch zum frühestmöglichen Zeitpunkt im November zu organisieren, um die letzten Schritte abzuschließen und eine Vereinbarung mit Präsident Trump zu treffen, schreibt der Chef des Nationalen Sicherheitsrates der Ukraine, Rustem Umjerow, auf Facebook.
Rumänien hat nach einer Drohnenortung im eigenen Luftraum während russischer Angriffe auf die benachbarte Ukraine wieder Kampfflugzeuge aufsteigen lassen. Eine Drohne sei tiefer ins Landesinnere vorgedrungen, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Zum Schutz des Luftraums seien vier Kampfflugzeuge aufgestiegen, darunter auch zwei Eurofighter eines Bundeswehr-Kontingents, das gemeinsam mit der rumänischen Luftwaffe den südöstlichen Luftraum des NATO-Gebiets sichert. Sie hätten eine Drohne verfolgt, die dann wieder in die Ukraine geflogen sei. Es war demnach zunächst unklar, ob auch eine zweite Drohne den rumänischen Luftraum verletzt hat. Bei russischen Angriffen auf ukrainische Häfen an der Donau kommt es immer wieder zu solchen Luftraumverletzungen in dem NATO-Staat Rumänien, zuletzt erst in der vergangenen Woche.
Auch nach dem Treffen einer russischen Delegation mit dem amerikanischen Unterhändler Dan Discroll in Abu Dhabi gibt es nach russischen Angaben keine neue Entwicklung in den Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine. Man habe keine überarbeitete Fassung des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump erhalten, erklärt Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. „Derzeit ist das einzig Substanzielle das amerikanische Projekt, das Trump-Projekt. Wir sind der Ansicht, dass dies eine sehr gute Grundlage für Verhandlungen sein könnte. Wir halten weiterhin an diesem Standpunkt fest\", sagt Peskow.
Der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine geht nach Ansicht des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zwar in die richtige Richtung, benötige aber Verbesserungen. Er müsse für die Ukraine und Europa annehmbar gemacht werden, sagt Macron im RTL-Hörfunk. „Wir wollen Frieden, aber wir wollen keinen Frieden, der eine Kapitulation wäre.\" Der vorgelegte Plan gebe eine Vorstellung davon, was für die Russen annehmbar wäre. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Ukrainer und Europäer ihn akzeptieren müssten. Nur die Ukrainer könnten entscheiden, zu welchen territorialen Zugeständnissen sie bereit seien. Die erste Verteidigungslinie der Ukraine im Falle eines Friedens sei der Wiederaufbau der eigenen Armee, wofür es keine Begrenzung geben dürfe. Zudem befänden sich die eingefrorenen russischen Vermögenswerte in Europa, und Europa allein könne über deren Verwendung entscheiden. Pläne, für Verhandlungen nach Washington zu reisen, habe er derzeit nicht, sagt Macron.
Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind den Behörden zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Mindestens neun weitere Personen seien bei den nächtlichen Angriffen mit Drohnen und Raketen verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag mit. Zwei mehrstöckige Wohngebäude gerieten in Brand. Die Stadtverwaltung musste den Angaben zufolge die Wärmeversorgung für Teile von Kiew einschränken. Auch die Strom- und Wasserversorgung der Stadt war gestört, wie Bürgermeister Klitschko erklärte.Russland nehme gezielt zivile Infrastruktur und Wohnhäuser ins Visier, schrieb der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Das sei „zynischer Terror\". Nach den Angriffen in der Nacht wurde am frühen Morgen erneut Luftalarm ausgelöst. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor.
Bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Region Rostow sind nach russischen Angaben drei Menschen getötet worden. Zehn weitere seien verletzt worden, teilte Regionalgouverneur Juri Sljussar mit.Der Gouverneur der benachbarten Region Krasnodar schrieb auf Telegram von einem „massiven“ Angriff. Sechs Menschen seien verletzt worden, mindestens 20 Häuser in fünf Orten seien beschädigt worden.
Trotz laufender Gespräche über Frieden in der Ukraine hat das russische Militär die Hauptstadt Kiew erneut mit nächtlichen Luftangriffen überzogen. Die Millionenmetropole sei mit Hyperschallraketen und Drohnen attackiert worden, berichteten örtliche Medien wie das Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“. Aus verschiedenen Stadtbezirken seien Explosionen und Stromausfälle gemeldet worden. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko wurden Wohngebäude getroffen und gingen in Flammen auf. Ein 22-stöckiges Hochhaus sei evakuiert worden.Bei dem Angriff starb nach Behördenangaben eine Person. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit.Das ukrainische Energieministerium sprach dem „Kyiv Independent“ zufolge von einem „massiven kombinierten Angriff“ auf die Energieinfrastruktur. Die ukrainische Luftwaffe habe eine landesweite Warnung vor Raketenangriffen ausgegeben, nachdem russische Kampfflugzeuge von Stützpunkten innerhalb Russlands aufgestiegen waren.
US-Präsident Donald Trump ist nach Angaben seiner Sprecherin weiter hoffnungsvoll, dass die Gespräche über einen Frieden in der Ukraine zu einem Ergebnis führen. Es habe am Wochenende sehr produktive Gespräche zwischen dem nationalen Sicherheitsteam des Präsidenten und der ukrainischen Delegation gegeben, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt. Nun gebe es nur noch ein paar Punkte, über die es noch keine Einigung gebe, sagte sie.
Nun sind in Kiew auch vorbeifliegende Geran-2-Drohnen zu hören (Shaheds).
In Kiew sind abermals laute Explosionen zu hören.
In zahlreichen Gebieten der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst.
In Kiew ist der Einschlag einer Rakete zu hören. Zuvor wurde Luftalarm ausgelöst. Die vergangenen Tage war es in der Hauptstadt ruhig.
Das Weiße Haus hat Vorwürfe zurückgewiesen, Präsident Donald Trump sei bei den aktuellen Ukraine-Verhandlungen parteiisch zugunsten Russlands. „Die Vorstellung, dass die Vereinigten Staaten von Amerika in diesem Krieg nicht gleichermaßen beide Seiten beachten, um ihn zu beenden, ist ein vollständiger und totaler Irrtum“, sagte Trump-Sprecherin Karoline Leavitt am Montag vor Journalisten.