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13.02.2026
05:50 Uhr
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Behörden melden beschädigte Häuser und Energieanlagen +++ Ukrainischer Inlandsgeheimdienst SBU verschickt Warnmeldungen auf Mobiltelefone +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Lettlands Verteidigungsminister rechnet nicht mit baldigem Ukraine-FriedenDer lettische Verteidigungsminister Andris Sprūds hält einen Frieden in der Ukraine bis Juni, wie von US-Präsident Donald Trump geplant, laut einem Medienbericht für unrealistisch. „Putins imperiale Ambitionen sind ungebrochen. Der Drang in Moskau, fremde Länder anzugreifen und zu besetzen, besteht unvermindert fort“, sagte Sprūds im Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) laut Vorabbericht. „Es ist also ziemlich unrealistisch, dass bis Juni Frieden in der Ukraine einkehrt.“ Zu den wahren Ursachen dieses Krieges gehöre auch Putins autoritäres Regime, das um jeden Preis überleben wolle und deshalb auf seinen Maximalzielen im Krieg beharre. Daran habe sich nichts geändert.
Selenskyj fordert schnellere Lieferung von Flugabwehrraketen Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert angesichts schwerer russischer Luftangriffe von den europäischen Partnern eine schnellere Versorgung mit Flugabwehrraketen. „Das ist derzeit nicht nur für die Ukraine, sondern für ganz Europa eine zentrale Aufgabe“, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft aus Kiew. „Die Russen dürfen sich nicht daran gewöhnen, dass ihre Raketen und Shahed(-Drohnen) ihnen irgendwie helfen.\"
Pistorius stellt Ukraine weitere Abfangraketen in AussichtBundesverteidigungsminister Boris Pistorius stellt der Ukraine die Lieferung von fünf weiteren PAC-3-Abfangraketen in Aussicht. Die Zusage sei jedoch an die Bedingung geknüpft, dass andere Länder insgesamt 30 dieser Flugkörper spendeten, sagt Pistorius in Brüssel. Deutschland werde sich zudem an einem Projekt zum Schutz von Großstädten in der Ukraine beteiligen.
Beschädigte Energieanlagen: Ukraine produziert zu wenig Strom Die durch russische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigten Energieanlagen in der Ukraine produzieren trotz gestiegener Temperaturen weiter deutlich zu wenig Strom zur Versorgung der Bürger. Das prognostizierte Verbrauchsmaximum liege aktuell bei 16,4 Gigawatt, bereitgestellt werden könnten nur 12,3 Gigawatt, sagte Energieminister Denys Schmyhal auf der Sitzung des parlamentarischen Energieausschusses gemäß einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine. Millionen Ukrainer haben länger als 20 Stunden täglich keinen Strom. Erst für den Frühling wird eine leichte Besserung erwartet.Derzeit kommen den Angaben zufolge 7,5 Gigawatt aus Atomkraftwerken, etwa 2 Gigawatt werden importiert und etwas mehr als 800 Megawatt stammen aus fünf verbliebenen Blöcken in Wärmekraftwerken. Schmyhal sagte, am Dienstag und Mittwoch habe es bereits 1,6 bis 1,7 Gigawatt aus Solarenergie gegeben. Für den Frühling hoffe er auf höhere Beiträge der Wasserkraftwerke. Reserven sehe er auch noch beim Atomkraftwerk Riwne. In den Tagen zuvor mit zweistelligen Minusgraden in einigen Teilen des Landes war der Bedarf an Strom den Angaben zufolge auf bis zu 18 Gigawatt gestiegen.
Ukrainischer Inlandsgeheimdienst verschickt WarnmeldungDer ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat am Donnerstagabend eine Warnmeldung auf alle ukrainischen Mobiltelefone geschickt. \"Der Feind versucht, Ukrainer zu rekrutieren, um seine blockierten Starlink-Terminals zu registrieren\", heißt es darin. \"Eine solche Hilfe ist eine Straftat!\" Ukrainer, die gebeten werden, \"mit Starlink zu helfen\", sollen dies an den SBU melden. Hintergrund ist die in der vergangenen Woche zwischen dem ukrainischen Verteidigungsministerium und dem Unternehmen Space X, der Muttergesellschaft von Starlink, getroffene Vereinbarung, Internetterminals in der Ukraine registrieren zu lassen, um eine Nutzung durch russische Streitkräfte zu verhindern. Zuvor waren Berichte öffentlich geworden, wonach Russland ukrainische Kriegsgefangene zwingen soll, von ihren Angehörigen die Registrierung von Starlink-Terminals zu verlangen. Nicht registrierte Starlink-Terminals, die von der russischen Armee unter anderem zur Steuerung von Drohnen genutzt wurden, sind seit dem Zwang zur Registrierung ausgefallen. Innerhalb der russischen Streitkräfte soll das für erheblichen Ärger sorgen.
Ukraine erlaubt Rüstungsfirmen WaffenexporteUkrainische Rüstungsfirmen haben die ersten Lizenzen für den Export ihrer Waren seit Beginn des Krieges erhalten. Das teilte der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, Rustem Umjerow, mit. Die Regierung in Kiew will mit den Ausfuhren Geld für den Ausbau der heimischen Rüstungsindustrie einnehmen. Zudem sollen die innovativen Waffen als diplomatisches Druckmittel zur Stärkung von Bündnissen eingesetzt werden.Umjerow machte keine Angaben zur Anzahl der erteilten Lizenzen. Er erklärte, dass die jährliche Produktionskapazität des Sektors 55 Milliarden Dollar übersteige. Seit der russischen Invasion im Februar 2022 ist der ukrainische Verteidigungssektor stark gewachsen und umfasst inzwischen mehr als Tausend zumeist private Unternehmen. Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge gibt es allein 450 Hersteller von Drohnen. Kleine und günstige unbemannte Fluggeräte (UAV) sind inzwischen für einen Großteil der Angriffe verantwortlich.Umjerow schrieb, „in den Bereichen Drohnen, elektronische Kriegsführung und Aufklärung übersteigen unsere Kapazitäten bereits den heimischen Bedarf“. „Gezielte Exporte ermöglichen es uns, Investitionen anzuziehen, die Produktion auszuweiten und neue Technologien für die ukrainische Armee zu entwickeln.“
Ukraine greift russische Ölraffinerie anDie ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben eine Ölraffinerie weit im russischen Hinterland angegriffen. Das Ziel sei die Anlage des Ölkonzerns Lukoil in der Oblast Komi gewesen, die mehr als 1750 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liege, teilte der ukrainische Generalstab über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Der Angriff habe auf dem Gelände ein Feuer ausgelöst.Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur verstärkt. Ziele sind vor allem Ölraffinerien und Depots. Die Regierung in Kiew will damit den Nachschub für die russische Armee stören und die Einnahmen Moskaus aus dem Export von Energieprodukten schmälern.
Kreml: Russland sperrt Whatsapp Russland hat den Messengerdienst Whatsapp nach Angaben des Kremls wegen Verstößen gegen russisches Recht gesperrt. Auf die Frage nach einer Blockade der App sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow Reportern am Donnerstag, dass „eine solche Entscheidung in der Tat getroffen und umgesetzt“ worden sei. Peskow betonte, die Entscheidung sei auf den „Widerwillen“ des Unternehmens zurückzuführen, sich an russisches Recht zu halten.Peskow rief die Bevölkerung auf, stattdessen die 2025 eingeführte staatliche Plattform Max zu nutzen, über die auch Zahlungen und staatliche Dienstleistungen abgewickelt werden können. Whatsapp hatte am Mittwochabend im Onlinedienst X einen Versuch der russischen Regierung angeprangert, seine Dienste „vollständig zu blockieren“, um die Menschen zur Nutzung der staatlichen „Überwachungs-App“ Max zu drängen. Der Versuch, mehr als 100 Millionen Nutzern eine private und sichere Kommunikation vorzuenthalten, sei „ein Rückschritt, der die Sicherheit der Menschen in Russland nur beeinträchtigen kann\", fügte Whatsapp, das zum Facebook-Mutterkonzern Meta gehört, hinzu.Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor hatte in dieser Woche bereits Beschränkungen für die Nutzung des Onlinedienstes Telegram verhängt und dem Unternehmen vorgeworfen, gegen russisches Recht zu verstoßen. Telegram ist neben Whatsapp einer der beliebtesten Messengerdienste in Russland. Die Plattform war bereits im Januar in Russland weitgehend blockiert worden.
Russland überzieht Ukraine mit neuen schweren Angriffen In der Nacht hat Russland die benachbarte Ukraine erneut mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Schwere Schäden und Verletzte gab es Behördenangaben nach in der Hauptstadt Kiew und im Schwarzmeerhafen Odessa. Zwei Menschen seien bei dem Raketenangriff auf Kiew verletzt worden, einer davon schwer, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit.Abermals waren demnach Infrastrukturobjekte Ziel der Raketenangriffe. Es habe aber auch Einschläge in privaten Wohnhäusern gegeben. Kiew kämpft wegen der ständigen russischen Luftangriffe seit Wochen mit Problemen bei der Energieversorgung, sowohl beim Strom als auch bei der Heizung.
Selenskyj stellt Bedingungen für WahlenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Waffenruhe mit Russland sowie internationale Sicherheitsgarantien zu Bedingungen für Wahlen in seinem Land erklärt. „Das ist ganz einfach umzusetzen: Stellt einen Waffenstillstand her, und es gibt Wahlen“, sagte Selenskyj am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz. Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, Kiew erwäge nach entsprechendem Druck aus den USA, im Mai Wahlen abzuhalten. Wenn Russland zustimme, könnten die Kämpfe „bis zum Sommer“ eingestellt werden, sagte Selenskyj. Wahlen werde es in der Ukraine dann geben, wenn es eine Waffenruhe gebe und „all die notwendigen Sicherheitsgarantien in Kraft sind“, betonte er.
Kiew: Verbesserung der Sicherheitslage Voraussetzung für Wahlen in der UkraineDie Ukraine macht eine Verbesserung der Sicherheitslage im Land zur Voraussetzung für das Abhalten von Wahlen. „Es sollte so schnell wie möglich Wahlen geben, aber nicht, bevor die Sicherheitslage dies zulässt“, sagte ein ranghoher Regierungsvertreter am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. „Im Moment geht der russische Terror weiter, und nichts weist darauf hin, dass Russland ein Interesse daran hat, den Krieg zu beenden“, hieß es weiter. Zuvor hatte die „Financial Times“ berichtet, dass die Ukraine im Hinblick auf die Friedensgespräche mit den USA und Russland erwäge, im Mai Präsidentschaftswahlen und ein Referendum über ein mögliches Abkommen abzuhalten. Die USA hatten dahingehend zuletzt den Druck auf Kiew erhöht.
NATO: 1,3 Millionen russische Soldaten getötet oder verletztDie russischen Verluste im Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach Einschätzung der NATO zuletzt weiter erheblich gestiegen. Ein ranghoher NATO-Beamter bezifferte die Zahl der im vergangenen Jahr getöteten oder verletzten russischen Soldaten auf etwa 400.000. Insgesamt summiere sich die Zahl der Verluste damit auf rund 1,3 Millionen. Darunter seien schätzungsweise 350.000 getötete russische Soldaten. „Moskau opfert damit mehr Männer und Frauen als in jedem europäischen Konflikt seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte er.
Wadephul: Zentralasien soll Umgehung von Russland-Sanktionen stoppenAußenminister Johann Wadephul fordert die Regierungen der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepubliken auf, stärker gegen die Umgehung von Sanktionen gegen Russland vorzugehen. „Versuche, diese Sanktionen zu umgehen, stützen den russischen Angriffskrieg und bedrohen damit direkt die Sicherheitsinteressen der Europäischen Union“, kritisierte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit Kollegen aus Turkmenistan, Tadschikistan, Kirgistan, Usbekistan und Kasachstan.Er habe die zentralasiatischen Außenminister deshalb „darum gebeten, ihre Bemühungen beim Kampf gegen die Sanktionsumgehungen zu intensivieren und sich eng mit der Europäischen Union abzustimmen“, sagte Wadephul. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die Politiker aus den zentralasiatischen Staaten zuvor empfangen.
Wadephul will mögliche Wahlen in Kiew nicht kommentierenBundesaußenminister Johann Wadephul möchte einen Bericht, wonach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Wahlen für Mitte Mai ansetzen will, nicht kommentieren. Es sein „eine souveräne Entscheidung der Ukraine und des ukrainischen Präsidenten, wann und wie er mit dem weiteren Verhandlungsfortgang umgeht“, sagt Wadephul in Berlin. Er konzentriere sich darauf, „einen Beitrag dafür zu leisten, dass es überhaupt ein Verhandlungsergebnis gibt“. Er sehe bei Russland zum jetzigen Zeitpunkt „keine ernsthafte Bereitschaft dazu, Frieden zu schließen und die Waffen schweigen zu lassen“. Deswegen bleibe die Position Deutschlands klar: Der Druck auf Russland müsse aufrechterhalten werden. Zuvor hatte die Financial Times berichtet, Selenskyj plane am 24. Februar, dem Jahrestag der russischen Invasion, die Vorbereitung einer Präsidentenwahl und eines Referendums anzukündigen. Ausschlaggebend ist dafür dem Bericht zufolge Druck aus Washington. Ein Sprecher des Präsidialamts dementierte diese Darstellung umgehend gegenüber dem Medium RBK-Ukraina.