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20.02.2026
18:31 Uhr
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Getötete Polizistin offenbar in Falle gelockt +++ Selenskyj für europäische Truppen in Nähe der Front bei Waffenstillstand +++ Russische Kampfflugzeuge in Luftverteidigungszone vor Alaska +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

Nächtlicher Großangriff auf die UkraineRussland hat bei dem nächtlichen Angriff nach Angaben des ukrainischen Militärs 50 Raketen und 297 Drohen eingesetzt. Die Luftverteidigung habe 33 Raketen und 274 Drohnen abschießen oder neutralisieren können, teilt die Luftwaffe auf Telegram mit. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte auf der Plattform X: „Russland untergräbt mit terroristischen Großangriffen weiterhin die Diplomatie“. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, harte Sanktionen gegen Russland zu verhängen. Eine Stellungnahme aus Moskau liegt zunächst nicht vor. Bei den neuen russischen Drohnen- und Raketenangriffen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens ein Mensch getötet und acht weitere verletzt worden. Unter den Verletzten sei auch ein Kind, teilte Selenskyj bei Telegram mit. „Das Hauptziel des Angriffs war die Energieversorgung, auch normale Wohngebäude wurden beschädigt, und es gab Schäden an der Eisenbahn“, sagte Selenskyj. Bei dem Toten im Kiewer Gebiet handelte es sich Behörden zufolge um einen 49 Jahren alten Mann.
Russland greift weiter Energieinfrastruktur anDie Ukraine meldet einen russischen Angriff mit zahlreichen Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Die Attacke in der Nacht habe wieder auf die Energieinfrastruktur gezielt, erklären das ukrainische Militär und örtliche Behörden. Im Visier seien vor allem Kiew, der Schwarzmeerhafen Odessa und die Zentralukraine gewesen. In der Hauptstadt wurde nach Angaben von Regionalgouverneur Mykola Kalaschnyk mindestens eine Person verletzt. Schäden habe es in fünf Stadtbezirken gegeben, schreibt Kalaschnyk auf Telegram. Der Gouverneur von Odessa, Oleh Kiper, erklärt, durch den Angriff seien Brände ausgebrochen, die inzwischen aber gelöscht werden konnten.
Ukraine wirft Ungarn und Slowakei Erpressung vor Die Ukraine hat den EU-Mitgliedern Ungarn und Slowakei im Streit um Energielieferungen Provokation und Erpressung vorgeworfen. Kiews Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete Drohungen aus Budapest und Bratislava, der Ukraine nach den russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur nun die Stromlieferungen abzustellen, als unverantwortlich. „Das bedroht die Energiesicherheit der gesamten Region“, teilte Sybiha auf der Plattform X mit. Kiew erwäge deshalb, den im Assoziierungsabkommen mit der EU vereinbarten Frühwarnmechanismus in Kraft zu setzen.
Selenskyj: Attentate auf bekannte Ukrainer vereitelt Kiews Sicherheitsdienste haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mehrere Attentate auf prominente Ukrainer verhindert. „Es ist gelungen, russische Söldner unschädlich zu machen, die Anschläge auf unsere Bürger planten“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. „Es handelt sich um ziemlich bekannte Namen, und dass solche Verbrechen verhindert werden konnten, ist ein bedeutendes Ergebnis“, sagte er vor dem vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.Die Russen hätten Anschläge gegen ukrainische Militärs, Geheimdienstmitarbeiter und ukrainische Medienvertreter vorbereitet und seien unschädlich gemacht worden, führte Selenskyj aus. Details nannte er nicht. Er dankte den Behörden für den Schutz der Bürger.
Russischer Geheimdienst stuft Telegram als Gefahr ein Moskaus Inlandsgeheimdienst FSB hat die von Millionen Menschen in Russland genutzte Online-Plattform Telegram als Sicherheitsrisiko eingestuft. Das russische Militär habe durch die Nutzung des Messengers an der Front im Kampf gegen die ukrainischen Truppen wiederholt das Leben von Soldaten gefährdet, teilte der FSB in Moskau mit.Demnach gebe es „zuverlässige Informationen darüber, dass die Streitkräfte und Geheimdienste der Ukraine in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit Informationen aus dem Messengerdienst Telegram abzurufen und für militärische Zwecke zu nutzen“, hieß es in der Mitteilung.Die Vorwürfe des FSB schüren in Russland einmal mehr Befürchtungen, dass das extrem beliebte soziale Netzwerk in dem Land bald abgeschaltet werden könnte. Für viele Russen ist Telegram der wichtigste Weg für den ungehinderten Zugang zu Informationen.Der russische Machtapparat hat den nationalen Messengerdienst Max entwickelt, der Telegram, WhatsApp und andere Netzwerke ersetzen soll. Die App steht als Überwachungsinstrument in der Kritik, durch das Menschen nicht nur kontrolliert, sondern auch mit zensierten Inhalten und mit Propaganda gefüttert werden.
Slowakei erhöht im Energiestreit den Druck auf die UkraineNach Ungarn erhöht nun auch die Slowakei den Druck auf die Ukraine, russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline wieder zu ermöglichen. Wenn der Öltransit an die Slowakei am Montag nicht wieder aufgenommen werde, werde er den staatlichen Netzbetreiber SEPS auffordern, die Notstromlieferungen an die Ukraine einzustellen, sagte Regierungschef Robert Fico laut Regierungsmitteilung, wie die Nachrichtenagentur CTK meldete.Über die Druschba-Pipeline wird Öl aus Russland über die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei geliefert. Sie ist nach ukrainischen Angaben durch russische Bombardierungen seit Ende Januar unterbrochen. Ungarn und die Slowakei beschuldigen die ukrainische Führung, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verhindern. Die Ölversorgung beider Länder ist weitestgehend von der Pipeline abhängig. Aus ukrainischer Sicht trägt der Kauf von Gas und Öl aus Russland durch die zwei EU-Länder zur Finanzierung des russischen Angriffskriegs bei.
Verletzte nach ukrainischem Angriff Bei einem ukrainischen Luftangriff auf die für ihre Rüstungsbetriebe bekannte russische Republik Udmurtien sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen verletzt worden. Drei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte in der Hauptstadt Ischwesk der regionale Gesundheitsminister der Republik, Sergej Bagin, bei Telegram mit.Laut nicht überprüfbaren Berichten in sozialen Netzwerken wurde ein für die Herstellung von Raketen der Typen Iskander und Oreschnik wichtiger Rüstungsbetrieb in der Stadt Wotkinsk rund 50 Kilometer nordöstlich von Ischewsk getroffen. Bewohner in der Region westlich des Uralgebirges veröffentlichten auch Aufnahmen in sozialen Netzwerken von einem Brand und Schäden. Demnach soll eine Fabrik zur Herstellung von Raketentriebwerken Ziel gewesen sein. Eine amtliche Bestätigung dafür gab es nicht.Zuvor hatte der Chef der Republik Udmurtien, Alexander Bretschalow, berichtet, dass ein Objekt mit Drohnen angegriffen worden sei. Er sprach von Schäden und Verletzten. Details nannte er nicht – auch nicht den genauen Ort. In der Hauptstadt Ischewsk gab es wegen Luftalarms auf dem Flughafen zeitweilig keine Starts und Landungen.Laut Medien in Kiew sollen nicht Drohnen, sondern ein Marschflugkörper des Typs Flamingo für den Angriff in Wotkinsk eingesetzt worden sein. Dafür gab es ebenfalls keine offizielle Bestätigung. Allerdings teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass die Flugabwehr unter anderem 5 Flamingos und mehr als 170 Drohnen abgeschossen habe. Zu Schäden oder den genauen Orten machte das Ministerium wie fast immer keine Angaben.
Ungarn droht mit Blockade von Ukraine-DarlehenTrotz der bereits gefundenen EU-Einigung droht Ungarn überraschend ein milliardenschweres Darlehen an die Ukraine nicht freizugeben. „Wir blockieren das 90-Milliarden-Euro-Darlehen der EU für die Ukraine, bis der Öltransit nach Ungarn über die Druschba-Pipeline wieder aufgenommen wird“, schrieb der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X.
Selenskyj: Auch die USA verlangen von Ukraine Aufgabe des gesamten DonbassIn den Verhandlungen über eine Waffenruhe im Ukrainekrieg fordern nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die USA im Einklang mit Russland von seinem Land die Aufgabe der gesamten Donbass-Region. „Sowohl die Amerikaner als auch die Russen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus“, sagte Selenskyj am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP.
Selenskyj plädiert für europäische Truppen in der Nähe der FrontWolodymyr Selenskyj hat für den Fall einer Waffenruhe mit Russland für die Stationierung europäischer Truppen nahe der Frontlinie plädiert. „Natürlich möchten die Ukrainer, dass unsere Partner mit uns an der Frontlinie zusammenstehen“, sagte der ukrainische Präsident in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Er räumte zugleich ein, dass „natürlich niemand an der ersten Linie stehen möchte.“ Außerdem sagte Selenskyj in dem Gespräch, dass nicht nur Russland, sondern auch die USA von seiner Regierung die Aufgabe der gesamten Donbass-Region verlangten. „Sowohl die Amerikaner als auch die Russen sagen: Wenn Ihr wollt, dass der Krieg morgen endet, dann geht aus dem Donbass raus“, sagte Selenskyj. Moskau beansprucht den gesamten Donbass für sich, obwohl die russische Armee die Region in der Ostukraine nur teilweise unter ihre Kontrolle gebracht hat.
Kommt das 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland?Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas setzt darauf, dass die EU sich am Montag auf ein 20. Sanktionspaket gegen Russland einigen kann. „Am kommenden Montag wollen wir das 20. Sanktionspaket gegen Russland verabschieden. Die Sanktionen zeigen Wirkung, sie schaden der russischen Wirtschaft schwer, und jede neue Maßnahme schränkt Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung weiter ein“, sagt Kallas auf einer Pressekonferenz anlässlich des Treffens der E5-Verteidigungsminister in Krakau. Am Montag treffen sich die EU-Außenminister in Brüssel. Aus Diplomatenkreisen hatte es am Mittag geheißen, dass auf Botschafter-Ebene noch keine Einigung über ein neues Sanktionspaket erzielt worden sei; dass die Botschafter aber am Wochenende weiter beraten könnten. Im Gespräch ist unter anderem ein vollständiges Verbot von Dienstleistungen für die Verschiffung von russischem Rohöl.
UN: Mehr als 5000 Frauen und Mädchen in der Ukraine getötetIn der Ukraine sind nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) seit 2022 mehr als 5000 Frauen und Mädchen getötet worden. Weitere 14.000 seien seit der russischen Invasion im Februar vor fast genau vier Jahren verletzt worden, erklärte die Leiterin von UN-Women Sofia Calltorp in Genf vor Journalisten.
Russland greift Öl- und Gasinfrastruktur der Ukraine anRussische Drohnen haben die Öl- und Gasinfrastruktur der Ukraine in dem zentral gelegenen Gebiet Poltawa getroffen und dabei Schäden und einen Brand verursacht. Das teilt das staatliche Energieunternehmen Naftogaz mit. „Dies ist ein weiterer gezielter Angriff auf unsere Öl- und Gasinfrastruktur. Seit Jahresbeginn hat der Feind die Anlagen der Naftogaz-Gruppe mehr als 20 Mal angegriffen“, schrieb Firmenchef Sergij Korezkyi auf Facebook.
Russland: Ukrainische Drohnenangriffe auf die KrimDie russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht Ziel eines ukrainischen Drohnenangriffs gewesen. Die Flugabwehr habe 26 Drohnen abgeschossen, teilte der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Angaben zu möglichen Treffern, vor allem auf militärische Ziele im Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte, machte er nicht.Ein Mann sei getötet worden, eine Frau verletzt, schrieb Raswoschajew. Er berichtete von zersplitterten Fenstern und anderen kleinen Schäden an Häusern. Der russischsprachige, aber proukrainische Telegramkanal Krimski Weter berichtete von Explosionen bei Dschankoi im Norden der Krim, wo es einen Militärflugplatz gibt.Ukrainische Stellen berichteten morgens von Treffern russischer Drohnen und Artillerie in der Frontstadt Nikopol im Süden des Gebiets Dnipropetrowsk. Drei Menschen seien verletzt worden. In der Großstadt Charkiw schlug eine Rakete ein.