FAZ 23.12.2025
14:06 Uhr

Krieg in Nahost: Jemen: Fast 3.000 Gefangene kommen bei Austausch frei


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Krieg in Nahost: Jemen: Fast 3.000 Gefangene kommen bei Austausch frei

Die Regierung im Jemen und die Huthi-Miliz haben sich auf den Austausch von fast 3.000 Gefangenen geeinigt. Im Rahmen der Vereinbarung würden unter anderem sieben Saudi-Araber, 20 Sudanesen sowie der bekannte jemenitische Politiker Mohammed Kahtan freigelassen, sagte Madschid Fadail, der für die Regierung an den Verhandlungen beteiligt ist.Der Unterhändler für die Huthi-Miliz, Abdel Kadir al-Murtada, bestätigte die Einigung auf der Plattform X. Ihm zufolge werden die vom Iran unterstützten Huthi 1.700 Gefangene freilassen und die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, im Gegenzug 1.200. Der Austausch folgt auf zwölf Tage dauernde Gespräche in Muskat im Oman, das an den Jemen grenzt und als Vermittler in dem Bürgerkrieg auftritt. Wann die ersten Gefangenen freikommen sollen, teilten die Konfliktparteien nicht mit. Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, begrüßte die Einigung und sprach von einem „positiven und bedeutungsvollen“ Schritt. Das Leid der Gefangenen und ihrer Angehörigen werde damit hoffentlich gelindert.  

Nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney hat der israelische Staatspräsident Izchak Herzog nach Angaben seines Sprechers eine Einladung nach Australien angenommen. Herzog werde „so bald wie möglich“ die Reise antreten, sagte Sprecher Benjamin Lee. Der australische Premierminister Anthony Albanese habe Herzog während eines Telefongesprächs über die Einladung informiert, teilte das Büro des Präsidenten mit. Albanese habe während des Gesprächs „tiefes Entsetzen über den Terroranschlag gegen die jüdische Gemeinde in Australien zum Ausdruck gebracht“, hieß es weiter. „Er äußerte großes Mitgefühl für die zahlreichen Opfer und übermittelte sein Beileid an die trauernden Familien.“Herzog habe Albanese gegenüber betont, es sei von höchster Bedeutung, „alle notwendigen rechtlichen Maßnahmen“ umzusetzen, „um der gefährlichen und beispiellosen Zunahme von Antisemitismus, Extremismus und dschihadistischem Terror entgegenzuwirken“. 

In der syrischen Stadt Aleppo ist es Staatsmedien zufolge am Montag zu Zusammenstößen zwischen kurdischen Truppen und Regierungseinheiten mit mindestens drei Todesopfern gekommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, zwei Zivilisten seien durch Beschuss der mehrheitlich kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ums Leben gekommen. Acht weitere Zivilisten wurden den Angaben zufolge verletzt.Das syrische Innenministerium teilte mit, kurdische Truppen hätten Sicherheitskräfte an gemeinsamen Kontrollposten in den mehrheitlich kurdischen Stadtteilen Scheich Maksud und Aschrafijeh im Norden von Aleppo angegriffen. Die SDF wiederum machten „mit der Übergangsregierung verbündete Gruppen“ für den Angriff verantwortlich. Eine 57-jährige Frau sei getötet und 17 Zivilisten seien bei dem Angriff mit schweren Waffen in den Stadtteilen Scheich Maksud und Aschrafijeh verletzt worden, hieß es.Am Abend riefen beide Seiten ihre Mitglieder auf, die Kämpfe einzustellen und machten sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich. Das Verteidigungsministerium erklärte laut Sana, der Generalstab der syrischen Armee habe „den Befehl erteilt, die Quellen des Beschusses nicht mehr anzugreifen“. Die von den USA unterstützten SDF erklärten ihrerseits, sie hätten den Streitkräften „die Anweisung erteilt, nicht mehr auf Angriffe zu reagieren“. Im Oktober hatte Syrien nach Zusammenstößen in den Bezirken der zweitgrößten Stadt des Landes eine Waffenruhe mit kurdischen Kräften verkündet. In den beiden Stadtteilen kam es wiederholt zu stärkeren Spannungen. Seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember vergangenen Jahres steht Aleppo unter Verwaltung der neuen islamistischen Übergangsregierung. Nur die Bezirke Scheich Maksud und Aschrafijeh stehen weiterhin unter der Kontrolle kurdischer Einheiten mit Verbindungen zu den SDF und weiteren örtlichen kurdischen Sicherheitskräften.In der Hauptstadt Damaskus trafen unterdessen am Montag der türkische Außenminister Hakan Fidan, der türkische Verteidigungsminister Yasar Güler und Geheimdienstchef Ibrahim Kalin mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa zusammen, wie aus einer Erklärung der Präsidentschaft hervorgeht.Die Türkei und Syrien haben seit dem Sturz Assads enge Beziehungen aufgebaut. Die türkische Regierung sieht in der Präsenz kurdischer Kräfte an der türkisch-syrischen Grenze eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes. Gemäß einem im März zwischen Damaskus und den SDF geschlossenen Abkommen sollten die zivilen und militärischen Institutionen der Kurden bis zum Jahresende in die syrische Zentralregierung integriert werden. Doch trotz internationalen Drucks hat sich die Umsetzung des Abkommens aufgrund von Differenzen verzögert.„Es ist wichtig, dass die SDF durch Dialog und Versöhnung auf transparente Weise in die syrische Verwaltung integriert werden und nicht länger ein Hindernis für die territoriale Integrität und langfristige Stabilität Syriens darstellen“, sagte Fidan an der Seite seines syrischen Amtskollegen Asaad al-Schaibani vor Journalisten. Die Kurden hätten „nicht die Absicht, große Fortschritte“ bei der Umsetzung des Abkommens zu machen, fügte Fidan hinzu.

Israel vertieft seine Sicherheitskooperation mit den Mittelmeernachbarn Zypern und Griechenland. Dies sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einem Dreiergipfel mit seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis und Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis in Jerusalem. „Die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, sind real“, sagte Netanjahu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Gemeinsam verteidigen wir nicht nur unsere eigenen Nationen, sondern auch lebenswichtige Seewege und kritische Infrastrukturen, auf die die Weltwirtschaft angewiesen ist“, sagte Netanjahu. Der Besuch fällt in eine Phase, in der sich die Sicherheits- und Kooperationsarchitektur im östlichen Mittelmeer neu ordnet. Vor dem Hintergrund der zunehmend feindseligen Haltung der Türkei gegenüber Israel rückt der jüdische Staat enger an seine Partner Griechenland und Zypern heran. Beide Länder gelten als Rivalen Ankaras im Mittelmeerraum. Netanjahu betonte, man suche nicht die Konfrontation, „im Gegenteil, wir streben nach Stabilität, Wohlstand und Frieden“. Er sprach von einer Koalition für maritime Sicherheit und sagte, er hoffe, dass diese nicht auf die Probe gestellt werde. Die Armeen der drei Länder halten häufig gemeinsame Übungen ab, im September hatte Zypern das in Israel gekaufte Luftabwehrsystem Barak aufgestellt. Medienberichten zufolge wird auch die Schaffung einer gemeinsamen schnellen Eingreiftruppe mit insgesamt 2.500 Soldaten erwogen. Vorgesehen sind demnach 1.000 Soldaten aus Griechenland, 1.000 aus Israel und 500 aus Zypern. Zypern soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für Einsatz und Unterstützung spielen. Der Truppe könnten Schiffe, Luftfahrzeuge und Infrastrukturen in Zypern, auf einer griechischen Insel sowie in Israel zur Verfügung stehen, ebenso je eine Staffel der griechischen und der israelischen Luftwaffe. Ob sich diese Pläne umsetzen lassen, ist offen.

In der syrischen Stadt Aleppo haben sich syrische Regierungstruppen und kurdische Kämpfer schwere Gefechte geliefert. Die von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hätten Stellungen der Sicherheitskräfte angegriffen, erklärte das Verteidigungsministerium in Damaskus. Es wies Vorwürfe der SDF zurück, die Regierungstruppen hätten deren Stellungen angegriffen. Die Armee habe lediglich auf das Feuer reagiert.Die SDF erklärten, regierungsnahe Kämpfer hätten einen Kontrollpunkt angegriffen. Sie bezeichneten den Vorfall als Teil einer „unkontrollierten Eskalation“, die das Leben von Zivilisten und die Sicherheit der gesamten Stadt bedrohe, und machten die Regierung in Damaskus dafür verantwortlich.Dutzende Menschen hätten Augenzeugen zufolge die Gegend aus Sorge vor einer weiteren Eskalation verlassen. Die staatliche Nachrichtenagentur berichtete, dass auch ein Rettungswagen unter Beschuss geraten sei. Mehrere Personen seien verletzt worden.

Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Bei dem Luftangriff sei ein Auto im Südlibanon in der Provinz Sidon getroffen worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Ein Armeesprecher Israels gab an, mehrere Mitglieder der Hisbollah bei Sidon angegriffen zu haben. Die Schiiten-Miliz äußerte sich zunächst nicht.Eigentlich gilt seit über einem Jahr eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Das israelische Militär greift jedoch nahezu täglich weiter im Libanon an. Es wirft der Hisbollah vor, sich im Süden des Landes neu zu organisieren. Jüngsten Angaben einer Sprecherin der für den Libanon zuständigen UN-Blauhelm-Mission Unifil zufolge gibt es jedoch keine Hinweise auf ein Aufrüsten der Hisbollah in dem Gebiet.Bis zum Jahresende soll gemäß der Waffenruhe-Vereinbarung eine erste Phase zur Entwaffnung der Hisbollah vollendet werden. Dementsprechend soll die libanesische Armee bis dahin die militärischen Einrichtungen der vom Iran unterstützen Organisation und deren Waffen im Gebiet südlich des Litani-Flusses, etwa 30 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt, unter seine Kontrolle bringen. Nach jüngsten Angaben der libanesischen Regierung ist die erste Phase so gut wie abgeschlossen. Israel und sein Verbündeter, die USA, pochen auf ein Einhalten der Frist. Beobachter halten weitere Schläge gegen die Hisbollah für möglich.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan rechnet damit, dass US-Präsident Donald Trump in den kommenden Wochen den Beginn der zweiten Phase der Waffenruhe-Vereinbarung für den Gazastreifen verkünden wird. „Wir erwarten, dass die zweite Phase in den ersten Wochen des neuen Jahres mit einer Erklärung Trumps beginnt“, sagte Fidan bei einem Besuch in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Er fügte hinzu, dass die Übergabe der Verwaltung an eine von Palästinensern geführte Struktur Priorität habe.Bisher stehen dem Start der zweiten Phase des Friedensplans noch Hindernisse im Weg. Sobald die Terrororganisation Hamas die letzte tote israelische Geisel übergibt und Israel im Gegenzug die Leichen von 15 Palästinensern übermittelt, könnte sie jedoch beginnen. Ob die zweite Phase dann erfolgreich umgesetzt werden kann, ist offen. Als besonders strittig gilt die Entwaffnung der Hamas.In Damaskus traf Fidan seinen syrischen Kollegen Asaad al-Schaibani und auch den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Bei den Gesprächen ging es um die Integration der Kurden in die syrischen Institutionen.

Vor dem Hintergrund zunehmender Sorge vor neuen Angriffen Israels hat Iran Medienberichten zufolge mehrere Raketen getestet. Den Angaben nach fanden die Tests in der Hauptstadt Teheran sowie in den Großstädten Isfahan und Maschhad statt. Die Revolutionsgarden oder die Armee bestätigten die Tests bislang nicht. Das Nachrichtenportal Nournews veröffentlichte ein Video, das die Tests zeigen soll. Seit Tagen wächst in der iranischen Bevölkerung die Sorge vor weiteren israelischen Angriffen auf das Land. Im Juni hatte Israel zwölf Tage lang Krieg gegen Iran geführt und gemeinsam mit den USA Ziele aus der Luft bombardiert, darunter Atomanlagen, militärische sowie zivile Einrichtungen in weiten Landesteilen.

Die israelische Regierung hat die Schließung des beliebten Armeesenders beschlossen. Das Kabinett stimmte nach Medienberichten für einen entsprechenden Vorschlag des Verteidigungsministers Israel Katz, Galei Zahal bis zum 1. März zu schließen. Katz hatte dies damit begründet, der als kritisch geltende Sender transportiere „politische und spaltende Inhalte, die nicht mit den Werten der israelischen Armee übereinstimmen“. Der TV-Sender i24news berichtete, der Kommandeur des Senders, Tal Lev-Ram, habe bereits die Absicht signalisiert, die Entscheidung vor dem obersten Gericht anzufechten. Der Armeesender gilt als historisch und sendet schon seit 75 Jahren. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“: „Ein Armeesender, der unter der Autorität des Militärs sendet – ich glaube, so etwas gibt es in Nordkorea und vielleicht noch in ein paar anderen Ländern, und wir wollen mit Sicherheit nicht zu ihnen gehören.“Die Opposition kritisiert die Entscheidung dagegen als Verstoß gegen die Meinungsfreiheit und als Versuch, die Medien zu kontrollieren. Die Regierung setzt sich auch für die Schließung des angesehenen öffentlich-rechtlichen Kan-Senders ein. Der israelische Oppositionsführer Jair Lapid nannte die Entscheidung zur Schließung des Armeesenders auf X „Teil der Regierungsstrategie, die Meinungsfreiheit in Israel in einem Wahljahr abzuschaffen“. Am 27. Oktober soll in Israel ein neues Parlament gewählt werden.  „Sie schaffen es nicht, die Realität zu kontrollieren, also versuchen sie, das Bewusstsein zu kontrollieren“, schrieb Lapid.

Angesichts der Zunahme antisemitischer Gewalttaten hat der israelische Außenminister Gideon Saar Juden in westlichen Ländern dazu aufgerufen, nach Israel auszuwandern. „Heute rufe ich die Juden in England, die Juden in Frankreich, die Juden in Australien, die Juden in Kanada, die Juden in Belgien auf: Kommt ins Land Israel! Kommt nach Hause“, sagte Saar bei einer Feier zum letzten Tag des jüdischen Lichterfests Chanukka in Rischon Lezion nahe Tel Aviv.„Juden haben das Recht, überall in Sicherheit zu leben“, sagte Saar, fügte jedoch an: „Aber wir sehen und verstehen sehr gut, was vor sich geht, und wir haben gewisse historische Erfahrungen gemacht. Heute werden Juden weltweit gejagt.“Das 1950 in Israel verabschiedete „Rückkehrgesetz“ ermöglicht es jeder Jüdin und jedem Juden auf der Welt, sich in Israel niederzulassen und die israelische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Das Anrecht auf die sogenannte Alija, die Auswanderung nach Israel, steht auch Menschen zu, die mindestens ein jüdisches Großelternteil haben.

Israel hat die Schaffung von 19 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland gebilligt. Der rechtsextreme Finanzminister Bezalel Smotrich schrieb in einem Post auf der Plattform X: „Das Kabinett hat den von mir gemeinsam mit meinem Freund, Verteidigungsminister Israel Katz, eingebrachten Vorschlag genehmigt, 19 neue Siedlungen auszurufen und zu regeln!“Israelische Medien hatten bereits in dieser Woche berichtet, das sogenannte Sicherheitskabinett habe die Einrichtung von 19 neuen Siedlungen beschlossen. Dafür gab es aber bisher keine offizielle Bestätigung der Regierung. Israel hatte 1967 unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert, wo heute mehr als 700.000 Siedler inmitten von rund drei Millionen Palästinensern leben. Nach internationalem Recht sind die Siedlungen dort illegal. Die Vereinten Nationen betrachten die israelischen Siedlungen als großes Hindernis für eine Friedensregelung, weil sie kaum noch ein zusammenhängendes Territorium für die Palästinenser bei einer möglichen Zweistaatenlösung zulassen würden. Mit Zweistaatenlösung ist gemeint, dass Israel und ein unabhängiger Palästinenserstaat friedlich Seite an Seite existieren.

Eine Woche nach einem tödlichen Angriff auf US-Soldaten in Syrien hat die US-Armee mehr als 70 Ziele der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in dem Land angegriffen. US-Präsident Donald Trump bezeichnete das militärische Vorgehen in der Nacht zum Samstag als „sehr schwere Vergeltungsmaßnahme“ für den Anschlag. Aktivisten zufolge wurden bei den US-Luftangriffen, an denen sich auch Syriens Nachbarland Jordanien beteiligte, mindestens fünf IS-Mitglieder getötet. Das US-Regionalkommando Centcom erklärte, im Zentrum Syriens seien „mehr als 70 Ziele“ mit Kampfflugzeugen, Hubschraubern und Artillerie angegriffen worden. Trump schrieb auf seiner Onlineplattform Truth Social, es handle sich um die angekündigten Vergeltungsmaßnahmen gegen die „mörderischen Terroristen“. Wer US-Bürger angreife, werde „härter getroffen als je zuvor“. Ziel des Militäreinsatzes war es US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge, Waffenlager, Infrastruktur und Kämpfer des IS zu eliminieren. Die jordanische Armee teilte mit, ihre Luftwaffe sei an den US-geführten Luftangriffen auf IS-Stellungen im Süden Syriens beteiligt gewesen. Jordanien wolle damit „verhindern, dass extremistische Organisationen diese Regionen als Ausgangspunkt nutzen, um die Sicherheit der Nachbarländer Syriens zu bedrohen“, erklärte die Armee. Dies gelte „insbesondere, nachdem sich die Terrororganisation IS neu formiert und ihre Fähigkeiten im Süden Syriens wiederaufgebaut hat“. 

Bei Einsätzen der israelischen Armee im Norden des palästinensischen Westjordanlands sind nach Militärangaben zwei Palästinenser getötet worden. Im Gebiet von Kabatija habe ein Mann einen Stein auf Soldaten geworfen. „Die Soldaten reagierten mit Feuer und schalteten den Terroristen aus“, hieß es in der Mitteilung weiter. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah handelte es sich bei dem Toten um einen 16-Jährigen.Bei einem weiteren Einsatz im Gebiet von Silat al-Harithija im nördlichen Westjordanland warf ein Palästinenser nach Armeeangaben einen Sprengkörper auf Soldaten. Diese hätten daraufhin das Feuer eröffnet und den „Terroristen ausgeschaltet“. Der 22-Jährige sei durch Schüsse in die Brust getötet worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium mit. 

Bei der Umsetzung des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump geht es nach Darstellung des US-Sondergesandten Steve Witkoff voran. „Die erste Phase hat Fortschritte gebracht, darunter die Ausweitung der humanitären Hilfe, die Rückgabe der Leichen von Geiseln, den teilweisen Abzug von Truppen und eine Verringerung der Feindseligkeiten“, schrieb er einen Tag nach Sondierungen mit Vertretern Ägyptens, Katars und der Türkei auf X. In den kommenden Wochen sollen weitere Gespräche folgen, „um die Umsetzung der zweiten Phase voranzutreiben“. In der zweiten Phase des Gaza-Friedensplans ist unter anderem der Wiederaufbau des verwüsteten Gebiets vorgesehen. Israel besteht darauf, dass zuvor die Leiche einer letzten Geisel überführt wird, die nach dem Hamas-Massaker 2023 noch im Gazastreifen festgehalten wird. Dies ist eine der Bedingungen der ersten Phase des Trump-Plans. Auch ist die Entwaffnung der Hamas vorgesehen – diese will aber nicht ihre Waffen nicht abgeben.Bei den Gesprächen ging es Witkoff zufolge auch um Maßnahmen, wie der Handel in der Region erleichtert und die Infrastruktur entwickelt werden können. In diesem Zusammenhang hätten die Vertreter sich für eine „zeitnahe Einrichtung des Friedensrates als Übergangsverwaltung“ ausgesprochen. 

Der Chef des türkischen Geheimdienstes MIT, Ibrahim Kalin, trifft sich mit dem Verhandlungsführer der Hamas, Chalil al-Haja. Bei dem Treffen in Istanbul gehe es um die notwendigen Maßnahmen für die zweite Phase des Gaza-Friedensplans, heißt es aus türkischen Sicherheitskreisen. Zudem würden Schritte erörtert, um israelische Verstöße gegen die Waffenruhe zu verhindern ​und bestehende Probleme zu lösen. Als kritischster Punkt der zweiten Phase gilt die vorgesehene Entwaffnung der radikal-islamischen Organisation.