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25.12.2025
15:20 Uhr
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Krieg in Nahost 2024: Aktuelle News & Nachrichten zum Israel-Krieg ► Lesen Sie die neuesten Berichte & Meldungen im Liveblog der FAZ

Bei einem israelischen Angriff im Libanon sind nach libanesischen Angaben am Donnerstag zwei Menschen getötet worden. Israel habe in der Ortschaft Hausch al-Sajjed Ali im Bezirk Hermel im Nordosten des Landes nahe der Grenze zu Syrien ein Fahrzeug angegriffen und dabei zwei Menschen getötet, teilte das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete, wurde ein Lieferwagen beschossen.Die israelische Armee gab unterdessen die Tötung eines Mitglieds der Quds-Brigaden, einer Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden, bei einem Angriff im Libanon bekannt. Der „Terrorist“ Hussein Mahmud Marschad al-Dschauhari sei von Syrien und vom Libanon aus an Angriffen auf Israel beteiligt gewesen, teilte die Armee mit.Nach dem Angriff der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und dem Beginn des Gaza-Kriegs war auch der Konflikt zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten Hizbullah-Miliz im Libanon eskaliert. Seit November 2024 gilt in dem Konflikt zwischen Israel und der Hizbullah eine Waffenruhe. Beide Seiten werfen sich jedoch gegenseitig immer wieder Verstöße gegen die Feuerpause vor.Insgesamt wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums seit Beginn der Waffenruhe mehr als 340 Menschen bei israelischen Angriffen im Libanon getötet.Für zusätzliche Spannungen sorgt der bevorstehende Ablauf einer Frist zur Entwaffnung der Hizbullah: Die Regierung in Beirut hatte die libanesische Armee angewiesen, gemäß der Waffenruhe-Vereinbarung mit Israel bis Ende des Jahres die militärische Infrastruktur der Hizbullah südlich des Flusses Litani zu zerstören und die Hizbullah anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Sicht Israels setzt die libanesische Armee die Vereinbarung jedoch nur unzureichend um.
In Israel ist ein Mann wegen des Vorwurfs der Spionage für Iran festgenommen worden. Der etwa 40 Jahre alte israelische Staatsbürger habe auf Anweisung iranischer Geheimdienstmitarbeiter in der Nähe des Wohnhauses des früheren Regierungschefs Naftali Bennett Fotos gemacht, teilten die israelischen Behörden am Donnerstag mit. Er sei in einem gemeinsamen Einsatz der Polizei und des Inlandsgeheimdiensts Schin Bet festgenommen worden. Der mutmaßliche Täter habe auf Anweisung iranischer Kontakte eine Kamera gekauft und für die Übermittlung von Fotos Geldzahlungen erhalten.Die Bekanntgabe der Festnahme in Israel erfolgte wenige Tage, nachdem in Iran ein Mann wegen mutmaßlicher Spionage für den israelischen Geheimdienst hingerichtet worden war.Im Juni hatten Israel und Iran einen kurzen Krieg gegeneinander geführt. Seitdem gab Iran mehrere Festnahmen mutmaßlicher Spione bekannt. Mindestens zehn Menschen, die wegen Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst verurteilt worden waren, wurden bereits hingerichtet. Im Oktober erließ Iran zudem ein Gesetz zur Verschärfung der Strafen für Spionage.
In Tadschikistan in Zentralasien sind bei einem Gefecht zwischen Grenzschützern und Eindringlingen aus dem benachbarten Afghanistan Behörden zufolge fünf Menschen getötet worden. Wie der tadschikische Grenzschutz in der Hauptstadt Duschanbe mitteilte, überfielen schwer bewaffnete Terroristen aus Afghanistan einen Wachposten. Bei einem Schusswechsel seien zwei Grenzschützer und drei Terroristen getötet worden, hieß es in der Mitteilung. Die Waffen und Munition der Eindringlinge, die auch Granaten und Nachtsichtgeräte bei sich gehabt hätten, seien sichergestellt worden.Der Vorfall ereignete sich an einem Grenzpunkt im Gebiet Schamsiddin Schochin im Südosten Tadschikistans am Mittwoch. Nach Angaben des Komitees für nationale Sicherheit der früheren Sowjetrepublik war dies bereits der dritte Vorfall binnen weniger Wochen. Zuletzt hatte es bereits Tote unter Zivilisten und Grenzschützern gegeben, teilte das Komitee mit. Unter den Opfern waren auch mehrere Chinesen, die für eine Bergbaufirma arbeiteten, die in der Region Gold und andere Rohstoffe abbaut.Der neue Vorfall zeige die Unfähigkeit und Unverantwortlichkeit der Regierung der islamistischen Taliban, teilte das Komitee in Duschanbe weiter mit. Die Taliban verstießen gegen internationale Verpflichtungen und Versprechen, für die Sicherheit und Stabilität an der Staatsgrenze mit Tadschikistan zu sorgen. Tadschikistan werde mit allen Mitteln seine territoriale Unversehrtheit gegen Angriffe von Terrorgruppen und Schmugglern verteidigen, hieß es.Tadschikistan hat eine 1.340 Kilometer lange, mitunter nicht vollkommen gesicherte Grenze mit Afghanistan, von wo aus auch Drogen nach Zentralasien geschmuggelt werden. In dem Land sind russische Truppen stationiert, die in der Vergangenheit auch bei Manövern mit tadschikischen Soldaten die Sicherung der Staatsgrenze trainierten.
In der Türkei sind 115 mutmaßliche Mitglieder der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) festgenommen worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Istanbul am Donnerstag mitteilte, waren durch Geheimdienstinformationen Anschlagspläne des IS auf Weihnachts- und Neujahrsfeiern aufgedeckt worden. Die Justiz habe daraufhin Haftbefehle gegen 137 Verdächtige ausgestellt. 115 Verdächtige seien festgenommen worden.Die Türkei teilt eine rund 900 Kilometer lange Grenze mit Syrien. In dem Nachbarland hatte ein mutmaßliches IS-Mitglied Mitte Dezember einen Anschlag auf amerikanische Soldaten verübt, bei dem zwei Soldaten und ein Zivilist getötet worden waren. Es war der erste Vorfall dieser Art seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember vergangenen Jahres.
Erstmals seit Beginn des Gaza-Krieges sind am Mittwoch in Bethlehem wieder Christen aus aller Welt zu offiziellen Weihnachtsfeierlichkeiten zusammengekommen. Hunderte Gläubige versammelten sich am Heiligabend in der Geburtskirche in Bethlehem zur Mitternachtsmesse. In der Stadt im von Israel besetzten Westjordanland soll Jesus Christus geboren worden sein. Schon weit vor Mitternacht waren die Kirchenbänke der Geburtskirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele Gläubige standen oder saßen auf dem Boden, um die traditionelle Messe zum Weihnachtsfest zu feiern. Um 23.15 Uhr erklang Orgelmusik, während eine Prozession mit Dutzenden Geistlichen Einzug hielt. Dahinter folgte der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, der die Menge mit dem Kreuzzeichen segnete.
Als Lehre aus den jüngsten Kriegen in Nahost und darauffolgenden Rüstungsbeschränkungen verbündeter Staaten will Israels Regierung die landeseigene Waffenindustrie mit Milliardeninvestitionen unabhängiger machen. Fürs nächste Jahrzehnt sei dafür eine Summe von 350 Milliarden Schekel (93 Milliarden Euro) vorgesehen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut Medienberichten bei einer Abschlusszeremonie für neu ausgebildete Luftwaffe-Piloten. In seiner Rede nahm er laut der „Times of Israel“ auch Bezug auf Deutschland, das wie andere Staaten „mehr und mehr (Waffen-)Systeme aus Israel“ kaufen wolle.Die Bundesregierung hatte ihre Rüstungsexporte an den jüdischen Staat infolge des verheerenden Gaza-Kriegs mit Tausenden zivilen Opfern im Gazastreifen zeitweise ausgesetzt - was zu erheblichen Spannungen mit Tel Aviv führte. Auch andere europäische Staaten und selbst die USA als wichtigster Partner Israels erließen zum Ärger Netanjahus verschiedene Restriktionen. Das neue Rüstungsprogramm ist nach Worten des rechtskonservativen Regierungschefs dem Ziel geschuldet, „unsere Abhängigkeit von Drittstaaten zu reduzieren, selbst von Freunden“.
Israel hat die internationale Kritik an der Genehmigung von 19 neuen Siedlungen im besetzten Westjordanland scharf zurückgewiesen. Außenminister Gideon Saar erklärte am Mittwoch auf der Plattform X, die Entscheidung diene der Abwehr von Sicherheitsbedrohungen. Ausländische Regierungen würden nicht das Recht von Juden einschränken, im Land Israel zu leben. Jeder derartige Aufruf sei moralisch falsch und diskriminierend gegenüber Juden.Zuvor hatte eine Gruppe von Staaten, darunter Deutschland, Großbritannien und Kanada, die Genehmigung der neuen israelischen Siedlungen verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie Israel auf, die Entscheidung rückgängig zu machen. Diese verstoße gegen das Völkerrecht und riskiere, die Instabilität anzuheizen. Zu den Unterzeichnern gehörten auch Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Irland, Island, Japan, Malta, die Niederlande, Norwegen und Spanien.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der radikal-islamischen Hamas einen Bruch der Waffenruhe im Gazastreifen vorgeworfen. Zuvor war ein Militäroffizier in Rafah durch einen Sprengsatz verletzt worden. Die Palästinenser-Gruppe müsse sich an die Vereinbarung halten, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten israelischen Erklärung. Beide Seiten haben sich gegenseitig beschuldigt, die brüchige Waffenruhe vom Oktober zu verletzen.
Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat die Errichtung von israelischen Außenposten im Gazastreifen angekündigt. „Wir sind tief im Gazastreifen und wir werden den Gazastreifen nie verlassen“, sagte Katz am Dienstag in der israelischen Siedlung Beit El im von Israel besetzten Westjordanland. Israel werde zu gegebener Zeit „im Norden des Gazastreifens Nahal-Außenposten errichten“, sagte Katz. Solche Außenposten sind von israelischen Soldaten gegründete militärisch-landwirtschaftliche Siedlungen. Die Errichtung israelischer Außenposten im Gazastreifen würde gegen die zweite Phase des US-Friedensplans verstoßen, der den schrittweisen Rückzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen, die Entwaffnung der Hamas und die Einsetzung einer internationalen Stabilisierungstruppe vorsieht.
Das israelische Parlament hat die Verlängerung eines Gesetzes beschlossen, das ein Sendeverbot für als gefährlich eingestufte ausländische Medien erlaubt. Die Abgeordneten stimmten in der Nacht zum Dienstag für die Gesetzesänderung. Diese ermögliche es, „im Rahmen einer bis zum 31. Dezember 2027 geltenden Übergangsbestimmung die Ausstrahlung durch ausländische Medien einzuschränken, die der Staatssicherheit schaden“, teilte die Knesset auf der Plattform X mit.Die im April 2024 auf dem Höhepunkt des Kriegs gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen verabschiedete Regelung richtete sich in erster Linie gegen den katarischen Sender Al-Dschasira, dem die israelische Regierung Propaganda für die Hamas vorwirft. Das Gesetz war ursprünglich auf den zu Beginn des Krieges ausgerufenen Ausnahmezustand begrenzt, der durch den Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 ausgelöst wurde. Nach einer am 10. Oktober in Kraft getretenen Waffenruhe hatte die Knesset am 1. Dezember für die Beendigung des Ausnahmezustands gestimmt.Ob ein Sender eine Bedrohung darstellt, entscheidet der Regierungschef, wie aus dem von der Zeitung „Haaretz“ veröffentlichten Gesetzentwurf hervorgeht. Vor dem Erlass eines Verbots muss er die Sicherheitsbehörden, darunter die Polizei, konsultieren. Eine einzige zustimmende Stellungnahme genügt, um eine Schließung anzuordnen; eine richterliche Überprüfung ist nicht erforderlich.Am 4. Januar entscheidet der Oberste Gerichtshof Israels, ob ausländische Journalisten weiter nicht auf eigene Faust in den Gazastreifen dürfen.
Die Regierung im Jemen und die Huthi-Miliz haben sich auf den Austausch von fast 3.000 Gefangenen geeinigt. Im Rahmen der Vereinbarung würden unter anderem sieben Saudi-Araber, 20 Sudanesen sowie der bekannte jemenitische Politiker Mohammed Kahtan freigelassen, sagte Madschid Fadail, der für die Regierung an den Verhandlungen beteiligt ist.Der Unterhändler für die Huthi-Miliz, Abdel Kadir al-Murtada, bestätigte die Einigung auf der Plattform X. Ihm zufolge werden die vom Iran unterstützten Huthi 1.700 Gefangene freilassen und die Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, im Gegenzug 1.200. Der Austausch folgt auf zwölf Tage dauernde Gespräche in Muskat im Oman, das an den Jemen grenzt und als Vermittler in dem Bürgerkrieg auftritt. Wann die ersten Gefangenen freikommen sollen, teilten die Konfliktparteien nicht mit. Der UN-Sondergesandte für den Jemen, Hans Grundberg, begrüßte die Einigung und sprach von einem „positiven und bedeutungsvollen“ Schritt. Das Leid der Gefangenen und ihrer Angehörigen werde damit hoffentlich gelindert.
Nach dem Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney hat der israelische Staatspräsident Izchak Herzog nach Angaben seines Sprechers eine Einladung nach Australien angenommen. Herzog werde „so bald wie möglich“ die Reise antreten, sagte Sprecher Benjamin Lee. Der australische Premierminister Anthony Albanese habe Herzog während eines Telefongesprächs über die Einladung informiert, teilte das Büro des Präsidenten mit. Albanese habe während des Gesprächs „tiefes Entsetzen über den Terroranschlag gegen die jüdische Gemeinde in Australien zum Ausdruck gebracht“, hieß es weiter. „Er äußerte großes Mitgefühl für die zahlreichen Opfer und übermittelte sein Beileid an die trauernden Familien.“Herzog habe Albanese gegenüber betont, es sei von höchster Bedeutung, „alle notwendigen rechtlichen Maßnahmen“ umzusetzen, „um der gefährlichen und beispiellosen Zunahme von Antisemitismus, Extremismus und dschihadistischem Terror entgegenzuwirken“.
In der syrischen Stadt Aleppo ist es Staatsmedien zufolge am Montag zu Zusammenstößen zwischen kurdischen Truppen und Regierungseinheiten mit mindestens drei Todesopfern gekommen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, zwei Zivilisten seien durch Beschuss der mehrheitlich kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) ums Leben gekommen. Acht weitere Zivilisten wurden den Angaben zufolge verletzt.Das syrische Innenministerium teilte mit, kurdische Truppen hätten Sicherheitskräfte an gemeinsamen Kontrollposten in den mehrheitlich kurdischen Stadtteilen Scheich Maksud und Aschrafijeh im Norden von Aleppo angegriffen. Die SDF wiederum machten „mit der Übergangsregierung verbündete Gruppen“ für den Angriff verantwortlich. Eine 57-jährige Frau sei getötet und 17 Zivilisten seien bei dem Angriff mit schweren Waffen in den Stadtteilen Scheich Maksud und Aschrafijeh verletzt worden, hieß es.Am Abend riefen beide Seiten ihre Mitglieder auf, die Kämpfe einzustellen und machten sich gegenseitig für die Angriffe verantwortlich. Das Verteidigungsministerium erklärte laut Sana, der Generalstab der syrischen Armee habe „den Befehl erteilt, die Quellen des Beschusses nicht mehr anzugreifen“. Die von den USA unterstützten SDF erklärten ihrerseits, sie hätten den Streitkräften „die Anweisung erteilt, nicht mehr auf Angriffe zu reagieren“. Im Oktober hatte Syrien nach Zusammenstößen in den Bezirken der zweitgrößten Stadt des Landes eine Waffenruhe mit kurdischen Kräften verkündet. In den beiden Stadtteilen kam es wiederholt zu stärkeren Spannungen. Seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember vergangenen Jahres steht Aleppo unter Verwaltung der neuen islamistischen Übergangsregierung. Nur die Bezirke Scheich Maksud und Aschrafijeh stehen weiterhin unter der Kontrolle kurdischer Einheiten mit Verbindungen zu den SDF und weiteren örtlichen kurdischen Sicherheitskräften.In der Hauptstadt Damaskus trafen unterdessen am Montag der türkische Außenminister Hakan Fidan, der türkische Verteidigungsminister Yasar Güler und Geheimdienstchef Ibrahim Kalin mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa zusammen, wie aus einer Erklärung der Präsidentschaft hervorgeht.Die Türkei und Syrien haben seit dem Sturz Assads enge Beziehungen aufgebaut. Die türkische Regierung sieht in der Präsenz kurdischer Kräfte an der türkisch-syrischen Grenze eine Bedrohung für die Sicherheit des Landes. Gemäß einem im März zwischen Damaskus und den SDF geschlossenen Abkommen sollten die zivilen und militärischen Institutionen der Kurden bis zum Jahresende in die syrische Zentralregierung integriert werden. Doch trotz internationalen Drucks hat sich die Umsetzung des Abkommens aufgrund von Differenzen verzögert.„Es ist wichtig, dass die SDF durch Dialog und Versöhnung auf transparente Weise in die syrische Verwaltung integriert werden und nicht länger ein Hindernis für die territoriale Integrität und langfristige Stabilität Syriens darstellen“, sagte Fidan an der Seite seines syrischen Amtskollegen Asaad al-Schaibani vor Journalisten. Die Kurden hätten „nicht die Absicht, große Fortschritte“ bei der Umsetzung des Abkommens zu machen, fügte Fidan hinzu.
Israel vertieft seine Sicherheitskooperation mit den Mittelmeernachbarn Zypern und Griechenland. Dies sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einem Dreiergipfel mit seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis und Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis in Jerusalem. „Die Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, sind real“, sagte Netanjahu bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. „Gemeinsam verteidigen wir nicht nur unsere eigenen Nationen, sondern auch lebenswichtige Seewege und kritische Infrastrukturen, auf die die Weltwirtschaft angewiesen ist“, sagte Netanjahu. Der Besuch fällt in eine Phase, in der sich die Sicherheits- und Kooperationsarchitektur im östlichen Mittelmeer neu ordnet. Vor dem Hintergrund der zunehmend feindseligen Haltung der Türkei gegenüber Israel rückt der jüdische Staat enger an seine Partner Griechenland und Zypern heran. Beide Länder gelten als Rivalen Ankaras im Mittelmeerraum. Netanjahu betonte, man suche nicht die Konfrontation, „im Gegenteil, wir streben nach Stabilität, Wohlstand und Frieden“. Er sprach von einer Koalition für maritime Sicherheit und sagte, er hoffe, dass diese nicht auf die Probe gestellt werde. Die Armeen der drei Länder halten häufig gemeinsame Übungen ab, im September hatte Zypern das in Israel gekaufte Luftabwehrsystem Barak aufgestellt. Medienberichten zufolge wird auch die Schaffung einer gemeinsamen schnellen Eingreiftruppe mit insgesamt 2.500 Soldaten erwogen. Vorgesehen sind demnach 1.000 Soldaten aus Griechenland, 1.000 aus Israel und 500 aus Zypern. Zypern soll eine zentrale Rolle als Knotenpunkt für Einsatz und Unterstützung spielen. Der Truppe könnten Schiffe, Luftfahrzeuge und Infrastrukturen in Zypern, auf einer griechischen Insel sowie in Israel zur Verfügung stehen, ebenso je eine Staffel der griechischen und der israelischen Luftwaffe. Ob sich diese Pläne umsetzen lassen, ist offen.