FAZ 02.03.2026
13:13 Uhr

Krieg im Nahen Osten: Dubai ist jäh aus seinem Traum erwacht


Dubai muss sich nach dem Angriff aus Iran mit einer bitteren Wahrheit abfinden: Kein schöner Schein bewahrt das Emirat davor, genauso verwundbar zu sein wie alle anderen Länder in der Region.

Krieg im Nahen Osten: Dubai ist jäh aus seinem Traum erwacht

Es ist das blutige Erwachen aus einem märchenhaften Traum, einem vergoldeten Selbstbetrug, einer Illusion so schillernd, als sei sie eine von Scheherazades Geschichten aus Tausendundeiner Nacht: Vor vierzig Jahren beschloss die Herrscherfamilie Al Maktoum, der wirklichen Welt den Rücken zu kehren, um in ihrem Wüsten-Emirat Dubai eine eigene Wirklichkeit zu erschaffen. Schöner, prachtvoller, spektakulärer, unglaublicher als alles sollte sie sein, was es ringsum gab. Eine kosmopolitische Oase des Friedens und der Sicherheit in einer gewalttätigen Weltregion sollte aus Dubai werden, ein Ort der Kunstsinnigkeit und Zukunftszuversicht, in dem das Wachstum grenzenlos, der Zufluss an Geld unerschöpflich und der Superluxus das Standardmaß des Alltagslebens ist.

Bei „Hart aber fair“ wird die Hoffnung auf einen raschen Sturz des Mullah-Regimes in Iran nach dem Tod des verhassten Ajatollahs von einem Diskutanten besonders infrage gestellt.

Ihr Großvater war bei der SS, mehr ist nicht herauszufinden: In ihrem neuen Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ konzentriert sich Judith Hermann deshalb darauf, zu erzählen, was es heißt, mit einer dunklen Ahnung zu leben

Cem Özdemir tourt durch Baden-Württemberg, spricht über Demokratie, schüttelt Hände – und führt einen ganz auf seine Person zugeschnittenen Wahlkampf. Wird es bei der Landtagswahl für ihn reichen?

Verantwortlicher Redakteur für das Reiseblatt, stellvertretender Ressortleiter des Feuilletons.

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