FAZ 03.02.2026
14:08 Uhr

Korvetten beschädigt: Zwei Männer wegen versuchter Sabotage an Marineschiffen in Hamburg verhaftet


Kies im Motor, zerstochene Leitungen, deaktivierte Sicherungsschalter: Zwei Männer wollten mutmaßlich der deutschen Marine schaden. Nun wurden sie festgenommen.

Korvetten beschädigt: Zwei Männer wegen versuchter Sabotage an Marineschiffen in Hamburg verhaftet

Wegen des Verdachts der versuchten Sabotage an deutschen Marineschiffen im Hamburger Hafen sind zwei Männer verhaftet worden. Die Festnahmen erfolgten in der Hansestadt und in Griechenland, wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg am Dienstag mitteilte. Die beiden Verdächtigen sollen demnach im vergangenen Jahr versucht haben, mehrere auf einer Werft liegende und für die Marine bestimmte Korvetten zu beschädigen. Bei den Festgenommenen handelt es sich laut Hamburger Generalstaatsanwaltschaft um einen 37 Jahre alten Rumänen und einen 54 Jahre alten Griechen. Sie sollen im Hafen gearbeitet und dabei technische Anlagen an Bord der auf einem Werftgelände liegenden Schiffe manipuliert und sabotiert haben. Demnach füllten sie unter anderem 20 Kilogramm sogenannten Strahlkies in den Motorblock eines Schiffes, zerstachen Frischwasserzuleitungen und deaktivierten Sicherungsschalter. Den Angaben zufolge wurden die Taten rechtzeitig entdeckt und Schäden an den Schiffen damit verhindert. Andernfalls hätten die Korvetten stark beschädigt werden können, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dies wiederum hätte „die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und die Schlagkraft der Truppe gefährden können“. Der Vorwurf gegen die beiden Beschuldigten lautet auf versuchte Sabotage an Verteidigungsmitteln. Weitere Angaben zum möglichen Hintergrund wurden zunächst nicht gemacht. Neben den Festnahmen wurden auch Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, Rumänien und Griechenland durchsucht. Das Vorgehen wurde von der Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen koordiniert. Bei den Ermittlungen werde „auch die Frage möglicher Auftraggeber der Beschuldigten geprüft“, erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Auch auf Nachfrage machte eine Sprecherin dazu keine näheren Angaben. „Die Ermittlungen dazu dauern an“, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.