FAZ 08.09.2026
14:00 Uhr

Kamerahersteller: Umsatz von Leica geht zurück


Dem traditionsreichen Kamerahersteller scheint nach fünf Wachstumsjahren die Puste etwas auszugehen. Eine Verschnaufpause?

Kamerahersteller: Umsatz von Leica geht zurück

Die Leica-Gruppe hat das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Wie der traditionsreiche Hersteller von Fotokameras am Dienstag mitteilte, erlöste er 573 Millionen Euro. Das waren knapp vier Prozent weniger als im Jahr zuvor. Nach fünf wachstumsreichen Jahren war das der erste Rückgang. Leica war vor allem auf dem Heimatmarkt gewachsen. In den Auslandsmärkten schlugen geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten zu Buche. Angaben zu Gewinn und Mittelzufluss machte der Vorstand um den neu berufenen Vorsitzenden Andreas Voll nicht. Auch mit einem Ausblick auf das kommende Jahr hielt er sich zurück. Die zurückliegenden Monate seien herausfordernd gewesen. Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in der Welt nehmen zu, und die Risiken an den Finanzmärkten steigen. Vor allem die Wechselkurse scheinen auf den Ergebnissen der Gruppe zu lasten. Die wichtigsten Märkte sind für das Unternehmen aus dem hessischen Wetzlar seit jeher Amerika und China. Unter der Hausmarke werden neben Fotoapparaten auch Uhren, Fern- und Brillengläser sowie Projektoren angeboten. Darüber hinaus hat Leica auch spezielle Foto-Apps unter seinem Namen laufen. Im vergangenen Jahr beging die Gruppe mit zahlreichen Veranstaltungen das hundertjährige Jubiläum der Markteinführung seiner ersten Kamera. Tragende Säule ist das Geschäft Photo. Der Geschäftsbereich Mobile wächst, die Nachfrage im Bereich Sportoptik ist den Angaben nach stabil. Leica hat ein engmaschiges Netz an hauseigenen Läden in aller Welt, arbeitet darüber hinaus mit verschiedenen lokalen Partnern zusammen und verkauft seine Produkte und Dienste auch über das Internet. Darüber hinaus führt Leica 30 Galerien und mehrere Fotografie-Akademien.